The Equalizer 2 – Alles hat Konsequenzen 4K UHD

Blu-ray Review

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Sony Pictures Home Entertainment, 16.12.2018
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Sony Pictures Home Entertainment, 16.12.2018

OT: The Equalizer 2

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5-Sterne-Bewertung

Ein Sturm zieht auf, in der Fortsetzung zum 2014er The Equalizer.

Inhalt

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Robert und Susan sind enge Freunde

Eigentlich war Ex-Marine & Ex-DIA-Agent Robert McCall ja bereits im Ruhestand. Doch nachdem er im Namen der brutal zusammengeprügelten Prostituierten Teri Rache an den Verantwortlichen nahm, kommt der Elite-Kämpfer immer noch nicht so recht zur Ruhe. Ab und an nimmt er Aufträge an und befreit beispielsweise die Tochter eines Geschäftsmanns in Istanbul. In seiner freien Zeit fährt er privat Taxi und befördert so manchen seltsamen Fahrgast – inklusive kurzen Auftritten als Robin Hood der Schwachen und Ausgenutzten. Dann hört McCall vom Tod seiner Freundin Susan Plummer. Sie war mit DIA-Mitarbeiter Dave York nach Brüssel gereist, um dort Nachforschungen über den angeblichen Selbstmord eines Agenten anzustellen, nachdem dieser (ebenso angeblich) seine Frau ermordet haben soll. McCall, der über den Tod seiner Freundin bestürzt ist, stellt eigene Nachforschungen an und sticht damit in ein Wespennest, das sein eigenes Leben bald bedrohen wird …

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Susan und Dave wollen sich von den Geschehnissen in Brüssel selbst ein Bild machen

Ziemlich genau vier Jahre nachdem Regisseur Antoine Fuqua seinen Star Denzel Washington in Equalizer durch einen ebenso coolen wie fulminanten Action-Trip mit famosen Kampfszenen schickte, schließen sich die beiden, die sich schon aus Zeiten von Training Day kennen, erneut zusammen. Für das Sequel The Equalizer 2 knüpfen sie inhaltlich praktisch an den Vorgänger an. Dort hatte der Ex-Agent Robert McCall seinen Ruhestand beendet, um einer jungen Prostituierten zu helfen, die in schlechte Milieu-Kreise geraten war. Washington spielt in der Fortsetzung nun erstmals in einem Sequel mit, gibt aber auf Nachfrage keine prinzipiellen Gründe für diese Tatsache an, sondern schlicht, das man „ihn nie gefragt habe“. Die Weiterführung seiner Filmfigur fand er spannend genug und da man im zweiten Teil wesentlich internationaler werden wollte, reizte es ihn zusätzlich, erneut mitzuwirken.
Was man den Erstling damals ankreiden konnte, war seine relativ oberflächliche Rachegeschichte. Zwar funktionierte das für diesen einen Film noch ganz gut, da es den Fokus auf McCall und dessen überaus fähige Kampfeigenschaften legte, doch etwas mehr Substanz hätte man sich schon gewünscht.
Genau das liefern Fuqua und Washington nun mit Equalizer 2, dessen Ausgangsidee es war, deutlich mehr Persönlichkeit ins Spiel zu bringen. Und so erfährt man wesentlich mehr über McCall. Über sein Leben. Über seine Wohnsituation und über die Menschen, mit denen er sich unterhält.

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Der junge Miles hat es Robert angetan

Die Rachestory bleibt zwar in Grundzügen auch hier erhalten, wird aber mit persönlicheren Hintergründen angereichert. Immerhin hat man eine gute Freundin McCalls getötet. Aufgrund der Verflechtungen mit dem alten Arbeitgeber gibt’s außerdem noch mehr Background zur Vergangenheit der Hauptfigur.
Jetzt ist es manchmal so, dass Filme in Sequels auf Kritik am Vorgänger reagieren – und es dem versammelten Publikum und Rezensenten-Volk dann dennoch nicht Recht machen. Und so fing sich Equalizer 2 die Kritik an, etwas zu intensiv den Alltag seines Protagonisten zu schildern.
Tatsächlich kommt der Film trotz zweier netter Kampfszenen (inkl. der Equalizer-Vision) nicht so richtig aus den Hufen. Die Konzentration auf das Alltagsleben von McCall, seine Verbindung zu Susan und der Nebenplot mit dem jungen Miles – das alles wirkt gerade in der ersten Dreiviertelstunde ein bisschen gedehnt. Wenn die eigentliche Story dann in Gang kommt, wirkt der zweite Equalizer mehr wie ein Verschwörungsthriller denn ein Ein-Mann-Rachefeldzug. Die Erweiterung des Kreises an Vertrauten entmystifiziert die Figur McCalls ein wenig und die intensiven Kampf-Szenen haben auch nicht ganz den Drive, die sie im Vorgänger noch aufgewiesen hatten.
In den intensiven Szenen mit Miles wird klar, dass das Sequel sich genau dort vielleicht wohler gefühlt hätte – in einer Story, die sich um einen jungen Kerl aus dem Milieu dreht, der eventuell den Absprung noch rechtzeitig schafft.

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Robert sorgt bei Miles für ein bisschen Beschäftigungs-Therapie

Dennoch hat Equalizer 2 seine Momente und gewinnt von der 70 Minute an wieder an Fahrt. Der Einstand dafür ist eine sensationell choreografierte Auto-Sequenz, in der McCall einen Angreifer ausschaltet. Das ist minutiös getimt und endet mit einer grandiosen Kamerafahrt. Hier blitzt auf, was die Stärke von Fuquas Vorgänger war. In Verbindung mit der (nicht ganz so unvorhersehbaren) Überraschung steuert der Film dann auf sein Finale hinzu, das optisch auch noch mit stürmischen Verhältnissen zu tun hat. Bevor es dann zum Krieg zwischen den beiden Kontrahenten kommt, gibt’s noch eine extrem spannende Szene, bei der man schon mal den Atem anhalten darf.
Die vom Erstling bekannte Gewaltschraube hat man zunächst etwas gelockert und zieht sie erst im viertelstündigen Finale wieder an. Dort dann allerdings recht ordentlich, wenn Robert es gleich mit mehreren aufnehmen muss und er sich der Dinge bedient, die er vor Ort eben so findet. Diesem Showdown ist es auch zu verdanken, dass der Film wieder etwas von der rohen Kraft abliefert, die der erste Teil so unmittelbar zum Zuschauer brachte. Und ihm ist es auch zu verdanken, dass ein bereits diskutierter dritter Teil noch Potenzial offen lässt. Denn so wie es scheint, ist McCall zuhause angekommen und könnte noch einmal für eine letzte, große Bedrohung aus sich heraus gehen.

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Zieht den Faustkampf vor, kann aber auch mit Waffen umgehen: McCall

Bild- und Tonqualität BD

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Aussprache

Zu Beginn zeigt die Blu-ray von Equalizer 2 etwas überhöht dramatische Kontraste. Dunkle Bereiche leiden dann unter kaum vorhandener Durchzeichnung und die hellen haben zu gleißende Farbkontraste. Glücklicherweise beschränkt sich das weitgehend auf die Anfangs-Szene im Zug. Später wird es heller und die Farben werden deutlich natürlicher. Während die Bildruhe in den gut ausgeleuchteten Momenten sehr gut ist, wird’s in Nachtszenen bei groß angelegten Aufnahmen schon mal ziemlich grobkörnig (Beginn, Kapitel 6). Außerdem sieht man ab und an ganz leichte Randunschärfen im unteren Bereich – allerdings weit weniger deutlich als bspw. bei Kingsman – Golden Circle. Close-ups sind dafür schon krisp und knackig scharf – egal, ob das Washingtons Gesicht ist oder auch mal eine Strickjacke von Sam.
Der dts-HD-Master-Sound der deutschen Fassung von Equalizer 2 lässt schon den Wind zu Beginn schön räumlich erscheinen und setzt in der Vertonung des Zugs, seiner Durchfahrt durch den Tunnel und die Geräusche des Signalhorns direkt mal Maßstäbe in Sachen Authentizität, Direktionalität und Druck.

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Miles sitzt in der Klemme

Beim Vorbeibrausen auf offener Strecke wird der Sub jedenfalls schon ordentlich gefordert. Aber nicht nur die dynamischen Sounds sind prächtig. Auch die Atmosphäre im Zug selbst. Die dann gedämpfteren Gleis- und Quietsch-Geräusche sind sehr realistisch vertont und versetzen den Zuschauer in die Szenerie. Die deutschen Dialoge sind im Vergleich ein wenig zu leise geraten und erfordern eine leichte Anhebung. Ab und an klingen sie auch etwas hohl (7’40). Hier wirkt die US-Fassung homogener und offener.
Satt und trocken kommen dafür wiederum die einzelnen Schüsse aus Waffen – bspw. bei der Erschießung des Ehepaars. Auch atmosphärische Umgebungsgeräusche werden authentisch repliziert.
Wenn es dann nach nicht ganz 50 Minuten erneut laut wird, drückt eine Explosionswelle gut ins Heimkino und der anschließende Score nutzt ebenfalls noch mal subfrequente Sweeps. Trotz dieser kleineren Highlights: Bis zur 93 Minuten ist das alles nur Vorgeplänkel. Denn das, was der Sound in Sachen Direktionalität, Effekte-Reichtum, Ortbarkeit und innovativen Sounds während der Kämpfe im stürmischen Umfeld abfackelt, bietet gut 15 Minuten Demonstrationsmaterial für jedes Heimkino. Umherschlagende Planen, prasselnder Regen, klappernde Türen, knarzendes Holz und der allgegenwärtige Wind – in Sachen Sound-Design setzt das Maßstäbe.
Selbst wenn der Film zuvor nicht beständig Action lieferte und im Tiefbass noch etwas mehr Druck ausüben könnte – alleine aufgrund dieser Final-Sequenz gibt’s zehn Bonuspunkte in der letztlichen Bewertung.

Bild- und Tonqualität UHD

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Showdown im Unwetter

The Equalizer 2 wurde komplett digital gefilmt. Zum Einsatz kamen Arri-Alexa-Mini- sowie Arri-Alexa-XT-Kameras und die Phantom-Geräte, mit denen die extremen Zeitlupen-Sequenzen realisiert wurden. Am Ausgang lagen 2,8K an. Allerdings war bis zum Abschluss dieser Rezension noch nicht heraus zu bekommen, ob man davon ein 4K oder lediglich ein 2K-Digital-Intermediate anfertigte.
Integriert hat man natürlich aber einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die größere Bilddynamik HDR10. Dolby Vision, das für die Kinofassung noch existierte, hat es nicht auf die Disk geschafft.
Im laufenden Bild stellt sich ein interessantes Fakt heraus: Die UHD ist zwar harmonischer abgestimmt und liefert die homogeneren Kontraste, aber sie flacht das Bild in den Anfangsszenen im Zug zum Teil ab. Wo die Blu-ray sehr steile Kontrastflanken hatte, ist die UHD in Schattenbereichen zwar besser durchzeichnet, aber eben auch nicht so satt schwarz.
Nicht falsch verstehen, hier geht’s um die Dynamik, die über die BD etwas dramatischer ausfällt, während die UHD gleichmäßiger erscheint.
Insgesamt gesehen ist die UHD (wie üblich) dunkler abgestimmt. Das Schöne daran: Aufgrund dessen fällt das über die BD teils starke Korn weit weniger auf. Zu Beginn von Kapitel sechs wuselt es hier bspw. deutlich weniger als über die Blu-ray.
Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass sich das Color Grading von der BD fast nicht unterscheidet. Neutrale Flächen sind über beide Disks sehr ähnlich farbig und auch die Farben selbst erscheinen nur mit minimalen Abweichungen. So ist Grün etwas weniger gelblich, etwas kräftiger im Farbton. Braun- und Rottöne sind über die UHD lediglich etwas kräftiger. Ansonsten herrscht hier fast Gleichstand.
Was aber nicht verkehrt ist, denn gerade die neutralen Farben bei guter Ausleuchtung wirken über die UHD noch natürlicher und angenehmer. Auch die Kontrastgebung passt wunderbar. Helle Spitzlichter wie die Hotel-Beleuchtung im Flur (39’55) oder Sonnenreflektionen auf Pflanzen kommen extrem prägnant rüber, ohne je zu überstrahlen. In Summe liefert HDR10 über die UHD das durchweg angenehmere, dynamischere und besser austarierte Bild.

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(6’28): Interessant während des ersten Kapitels: Die Blu-ray hat die steileren Kontrastflanken und zeichnet deshalb in den Farben etwas über und im Schwarz nicht perfekt durch.
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Im direkten Vergleich wirkt die UHD hier kontrastschwächer, was aber nur subjektiv ist. Objektiv ist der Kontrastumfang sehr gut, bei guter Durchzeichnung im Schwarz und den sehr satten Farben dieser Szene.
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(29’17): Kommt mehr Helligkeit hinzu, hat die Blu-ray zwar immer noch die härteren Kontraste (Übergang von Schattenbereich auf hellere Hautpartien), säuft aber im Dunklen nicht mehr so stark ab.
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Dennoch wirkt auch hier die UHD harmonischer und lässt auch die beige Farbe der Ziegel bis in den Hintergrund klarer erkennbar.
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(16’43): In sehr dunklen Außenaufnahmen kann die BD schon recht gute Akzente und Kontraste liefern.
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Die UHD hat die generell etwas dunklere Abstimmung, bleibt aber ebenfalls gut kontrastiert und liefert vielleicht sogar eine Spur mehr Differenzierung in den Wolken.
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(91’52): Ähnlich des ersten Szenen-Vergleichs oben, dramatisiert die Blu-ray die leuchtend gelbe Farbe des Officer stärker und ist auf dem Gesicht hier erneut zu drastisch im Kontrast.
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Die UHD ist hier vermeintlich flauer, aber objektiv gesehen gleichmäßiger kontrastiert.
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(112’14): Bei den hellen Bildern fehlt es der Blu-ray ein bisschen an der letzten Farbkraft.
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Diese liefert die UHD dann doch sichtbar besser – auch wenn das Color Grading an sich praktisch vollkommen identisch ist.
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(36’29): Im Detail-Ausschnitt zeigt sich die BD schon recht gut aufgelöst und offenbart keine sichtbaren Abstufungen.
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Die UHD ist hier vornehmlich aufgrund von HDR10 subjektiv detailfreudiger und ein wenig dreidimensionaler. Ein echter Zugewinn an Auflösung ist mit bloßem Auge kaum erkennbar.
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Hier zur Veranschaulichung des Zoomfaktors das Bild in voller Größe.
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McCall ist immer auf der Hut

Beim Ton der UHD gibt es für die deutschen Tonfreunde keine Veränderung. Der hiesige Sound liegt weiterhin in 5.1 dts-HD-MA vor.
Die Originalfassung erhält allerdings ein Upgrade von dts-HD-MA 7.1 auf Dolby Atmos mit True-HD-Kern. Diese klingt auf der regulären Ebenen erst einmal ebenso gut wie ihr dts-HD-MA-Pendant von der Blu-ray. Gegenüber der Synchronfassung hat auch sie die besser eingefügten Dialoge, die insgesamt harmonischer klingen. In Sachen Dynamik und Feinzeichnung ist sie aber gleichauf mit der dts-HD-Version.
Betrachten, bzw. behören wir dann mal die obere Ebene für sich. Die beginnt mit Windgeräuschen und sehr authentischen Sounds während der Fahrt des Zugs durch den Tunnel. Dolby Atmos öffnet hier den Raum ziemlich wirkungsvoll nach oben hin. Auch während der Equalizer-Vision setzt es sogartige Sounds von oben, was den Zuschauer noch mehr in diese visuelle Spielerei hineinzieht (20’30). Der Soundtrack wird ebenfalls gerne mal mit auf die Heights gelegt, was in der Regel gut passt. Ob man die Stimmen der Mutter, die nach etwa sieben Minuten im Flur nach ihrem Kind ruft, unbedingt auf die Höhen-Lautsprecher hätte legen müssen, sei mal dahingestellt.
Schön hingegen gerät die Stadt-Atmsphäre, die schon mal Sirenen von der Straße über die Heights abliefert und auch Stimmen-Gewirr von oben präsentiert. Das passt in der Hotel-Lobby in Brüssel ebenfalls sehr gut (38’30). Nach gut 43 Minuten landet dann das Flugzeug effektvoll über den Köpfen (43’28) und die Explosion ein paar Minuten später fetzt ebenfalls aus allen neun möglichen Speakern (48’05). Vehement und sehr laut wird es von oben, wenn McCall den Mord am Ehepaar visualisiert – hier setzt es gleich mehrere, sehr direktionale Sounds (56’20) und auch die Auto-Kampfszene wird aktiv aus der Höhe unterstützt. Für eine schöne und klaustrophobische Atmosphäre sorgt die gedämpfte Stimme von Miles, wenn er in der Wand hockt. Hier macht es aufgrund der extrem engen und entsprechend bedämpften Umgebung durchaus Sinn, ihn auch von oben zu hören.
Nach 42 Minuten kündigte sich überdies mit einem langem Grollen von oben an, dass Unheil vom Himmel droht.
Denn wenn man den Film zuvor schon über die deutsche Fassung mit regulärer Ebene gehört hat, wartet man natürlich gespannt auf die Finalsequenz im Sturm. Szenen, die wie geschaffen sind, um ordentlich Sounds von oben zu liefern. Und Equalizer 2 LIEFERT.
Was von dort von Beginn an für Windgeräusche zu vernehmen sind, lässt den Zuschauer frösteln und sich mitten im Sturm wähnen. Später kommen die aufgescheuchten Tauben hinzu, Kabel, die umherschlagen, eklig pfeifende Winde, krachender Donner und der treibende Score – eine wirklich infernalisch gute Sequenz, die über alle 5.1.4 Lautsprecher zum Fest wird.

Bonusmaterial

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Dave hatte einen gefährlichen Auftrag in Brüssel

Im Bonusmaterial von The Equalizer 2, das komplett auf der Blu-ray vorliegt, findet man zunächst elf deleted & extended Scenes. Dazu gesellen sich drei Featurettes sowie einen Equalizer-Trivia-Track. Anwählbar über den regulären Bonus-Bereich blendet die Trivia während des laufenden Films Informationen ein. Beispielsweise erfährt man, dass die Filme auf der gleichnamigen CBS-TV-Serie aus der Mitte der 80er Jahre basieren und Washington für Equalizer 2 das erste Mal ein Sequel drehte. Von den Featurettes kümmert sich „Action Breakdown“ um die Evolution der handwerklich erneut beeindruckenden Kampfszenen. „Denzel as McCall“ beschreibt dann vornehmlich die hier stärkere Vertiefung der Hauptfigur und wie Washington an den erneuten Auftritt von McCall heranging. „Through Antoine’s Lense“ nimmt sich dann noch mal knapp sieben Minuten Zeit, den Rest der Darsteller mitsamt ihrer Filmfiguren etwas vorzustellen – insgesamt haben die drei Featurettes eine Laufzeit von ~18 Minuten

Fazit

The Equalizer 2 fehlt der Überraschungseffekt des Vorgängers. Die Härte, die man von Washington so nicht erwartet hätte, wird in der Fortsetzung zunächst nur spärlich eingesetzt und der Fokus liegt auf der Figur des Robert McCall. Das liefert zum einen mehr Hintergrund, zieht sich zum anderen aber auch etwas.
In der zweiten Hälfte findet Fuquas Film aber nach und nach wieder zu alter Form zurück und lässt mit einem famosen Showdown die anfänglichen Makel vergessen.
Die UHD liefert das deutlich harmonischere Bild mit den besseren Kontrasten bei Mischhelligkeiten und sehr natürlichen Farben. Der dts-HD-Sound der BD ist bereits sehr gut (im Finale gar hervorragend), wird aber vom englischen Atmos-Sound mit sensationellen 3D-Sounds im Finale noch übertroffen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 95%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 90%

Bonusmaterial: 40%
Film: 70%

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2018
Regie: Antoine Fuqua
Darsteller: Denzel Washington, Bill Pullman, Melissa Leo, Pedro Pascal, Orson Bean, Abigail Marlowe
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: de // dts-HD-Master 5.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 5.1: de
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 121
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: ?? (?? DI)
High Dynamic Range: HDR10
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2018 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.)

Trailer zu The Equalizer 2

Equalizer 2 – HD Trailer

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3 thoughts on “The Equalizer 2 – Alles hat Konsequenzen 4K UHD

  1. Roman

    Die UHD wird nur dann gekauft, wenn Dolby Atmos in deutscher Sprache vorliegt, egal wie gut das Bild ist. Sonst greife ich zur teilweise deutlich günstigeren Blu Ray. Danke für die Rezenssion. Super Arbeit.

  2. Daniel S.

    Native 4K UHD klingt etwas irritierend, wenn nur 2,8K gefilmt wurde.

    Super Seite!
    LG
    DS

    • Hast Recht, Daniel. Geht natürlich um das DI in der Formulierung, nicht im das Ausgangsmaterial. Ich ändere das bei nächster Gelegenheit.

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