The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt 4K UHD

Blu-ray Review

Paramount Home, 04.08.2022
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OT: The Lost City

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Wie’s im Buche steht

Herrlich oldschoolige Abenteuer-Screwball-Action-Komödie mit flachem Drehbuch.

Inhalt

Pressetour mit Loretta und Alan

Dr. Angela Lovemore ist die Heldin der Abenteuerromane von Dr. Loretta Sage. Lovemore besteht ihre Abenteuer gemeinsam mit Dash McMahon, einem ziemlich affektierten Kerl, der aber irgendwie doch genug Charme hat, um Lovemore um den Finger zu wickeln. Als ein neues Buch über das Heldenpaar erscheinen soll, bittet Lorettas Verlegerin die Autorin, auf Pressetour zu gehen – und zwar mit Alan Caprison, dem Männer-Modell, dessen Antlitz für McMahon auf den Buchcovern herhält. Loretta ist das nur bedingt angenehm, weil sie sich nach dem Tod ihres Mannes vor fünf Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Widerwillig macht sie mit, was schon aufgrund von Alans albernen Eskapaden zum peinlichen Spießroutenlauf wird. Doch als wäre das noch nicht schlimm genug, wird Loretta von einem gewissen Abigail Fairfax entführt. Der Milliardär hat mittlerweile rausgefunden, dass in den Romanen mehr Wahrheit steckt als man denken könnte. Lorettas verstorbener Gatte war Archäologe und hatte einst eine verlorene Stadt gefunden. Fairfax möchte nun, dass die Witwe eine antike Karte entschlüsselt, die zu einem verborgenen Schatz führen soll. Weil die sich aber standhaft weigert, entführt Abigail sie kurzerhand auf die Schatzinsel. Lorettas einzige Rettung ist Alan, bzw. vielmehr ein gewisser Jack Trainer, den Alan engagiert, um seine heimliche Liebe wieder zu befreien. Jack ist Ex Navy SEAL und ein harter Hund – ganz im Gegensatz zu Alan, der sich im Urwald der Insel aufführt wie ein verschrecktes Reh …

Das Ende der Promoarbeit

Abenteuerfilme mit ungleichen Paarkonstellationen gab es bereits reichlich in der Kinohistorie. Allerdings ist es auch schon eine Weile her, dass man sich dieses Themas annahm. Für The Lost City standen unzweifelhaft und offenkundig Vorbilder wie Indiana Jones oder Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten Pate. Was dem vom Regie-Brüderpaar Adam und Aaron Nee als Co-Autoren erdachten Skript gegenüber den berühmten Klassikern allerdings eigen ist, ist seine Kombination aus gleich zwei unglücklich im Urwald umher staksenden Protagonisten. Eigentlich kennt man es, dass eine lautstark kreischende Dame, die sich vor jedem Geräusch und jedem Tierchen zu Tode fürchtet, an der Seite eines heroischen Kerls ist, der sämtliche Situationen souverän meistert. Doch Zeiten ändern sich glücklicherweise. Und heute darf eine Sandra Bullock im Verlauf des Films dem Herren an ihrer Seite zeigen, wer die taffere Dschungelheldin ist. The Lost City funktioniert dabei gerade zu Beginn noch mehr wie eine moderne Interpretation einer Screwball-Komödie als es Indiana Jones oder Auf der Jagd nach … tun. Was wiederum nötig ist, da die Rahmenhandlung um einen Schatz auf einer Insel ungefähr so originell ist wie bemalte Eier zu Ostern verstecken. Was das Skript an stereotyper Storyentwicklung verbricht, muss das Ensemble rausreißen. Und, ein Glück, das tut es. Auch wenn hier und da die Grenze zum Overacting überschritten wird, ist es durchaus herrlich mit anzusehen, wie sich Loretta und Alan in den unmöglichsten Situationen in gegenseitiger Hilflosigkeit übertrumpfen.

Abigail Fairfax hätte gerne den Schatz der einsamen Insel gefunden

Dass auch hier munter drauflos kopiert (oder sagen wir freundlich: zitiert) wurde (bspw. während der Blutegel-Szene, die Wil Wheaton noch in guter Erinnerung sein wird), wird Fans des Originalfilms entweder ärgern oder aber nette Erinnerungen an das Geheimnis eines Sommers wecken. Umso witziger sind die originären Einfälle des Skripts. Wenn Loretta und Alan sich für die Nacht eine Hängematte teilen müssen, ist es schon amüsant, dieser fast slapstickartigen und körperbetonten Komik beizuwohnen. Sandra Bullock, die mit ihrer Firma auch als Produzentin fungierte, wollte ursprünglich gar nicht die Hauptrolle spielen, da die Idee zum Skript bereits einige Jahre herumlag und sie mittlerweile fand, es wäre nicht mehr „frisch“. Dass sie doch dabei ist, hilft dem Film maßgeblich. Bullock ist einfach hervorragend, wenn sie gleichzeitig unwiderstehlich und tollpatschig agieren muss. Das war schon in Selbst ist die Braut an der Seite von Ryan Reynolds so und funktioniert mit Channing Tatum ebenfalls. Tatum selbst darf mal komplett entgegen seines sonstigen Ich-strotze-vor-Selbstbewusstsein-Image agieren und ist fast schon niedlich, wenn er einem Kellner von seiner unerfüllten Liebe zu Loretta erzählt. Wer dem Duo dennoch die Show stiehlt, ist Brad Pitt. Sein schweigsamer, aber umso tatkräftiger Auftritt als Ex-Navy-SEAL Jack Trainer ist sensationell. Schon sein Empfang am Flughafen ist grandios und die knackigen Einzeiler kann keiner so cool aufsagen wie er.

Nicht das ideale Outfit für eine Klettertour

Was The Lost City außerdem charmant macht, ist seine augenzwinkernde Selbstreflexion – bspw., wenn Hollywoods Skriptautoren direkt zu Beginn von den beiden Romanhelden sehr unbequeme Fragen über sehr unlogisches Verhalten der Figuren oder über die bloße Anwesenheit hunderter Schlangen in einer alten Grabstätte gestellt bekommen. Nicht jeder Gag mag sitzen, manches ist auch flach. Aber irgendwie kann man es dem Film und seinen gut aufgelegten Stars kaum übel nehmen. Selbst die Action-Choreografien passen und wurden so kurzweilig wie witzig umgesetzt. Pitt darf noch mal richtig austeilen und Tatum dazu sein Tanztalent beweisen. Es gibt Schlimmeres, als sich in dieser Form unterhalten zu wissen. Zumal man tatsächlich den Aufwand betrieben hat und weitgehend on Location in der Dominikanischen Republik gedreht hat. Das gibt den Dschungelszenen den nötigen Realismus und es sieht überdies ganz toll aus. So toll wie Pitt, wenn er sich zu den Klängen von Pat Benatars Shadow of the Night die lange Löwen-Perücke schüttelt als wär’s der neue Werbespot für ein Haarshampoo. Und hey: Wenn die beiden Muskelpakete Tatum und Pitt in den Bajaj Qute steigen, sieht das nicht nur witzig aus, sondern es wird auch klar, wie man sich anno dazumal in einem Messerschmidt Kabinenroller gefühlt haben muss.

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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 04 Aug 2022
  • Dieser Artikel hat Deutsche Sprache und Untertitel.
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Bild- und Tonqualität BD

Haben sie etwa …?

Wow, das ist mal eine tolle Blu-ray! Die Bildqualität, die The Lost City schon über die Full-HD-Scheibe zeigt, ist hervorragend. Die Laufruhe und das Fehlen jeglichen Rauschens spricht für die verwendeten Kameras und die perfekte Ausleuchtung. Das mag hin und wieder etwas artifiziell erscheinen, weil selbst die On-Location in der Dominikanischen Republik aufgenommenen Szenen etwas studiohaft erscheinen, aber technisch sauber und wunderschön ist’s trotzdem. Die Schärfe gefällt dauerhaft gut und stellt mitunter Objekte im zentrierten Fokus dreidimensional dar (32’28). Dazu ist der Dschungel farblich satt und das pinkfarbene Kleid von Loretta setzt sich dynamisch aus dem Grün ab. Schwarzwerte sind knackig und Artefakte lassen sich nicht ausmachen – nicht einmal in der Unterwassersequenz nach gut 98 Minuten. Lediglich die Hauttöne könnten etwas weniger gelblastig sein. Ansonsten ein Top-Bild.
Paramount bleibt sich für den deutschen Output mal wieder treu und liefert lediglich eine Dolby-Digital-Spur für die Synchro. Bevor jetzt aber wieder sofort die Nase gerümpft wird, hören wir genauer hin. Denn tatsächlich ist die Tonspur von The Lost City aber mal GANZ weit entfernt von den totkomprimierten Disney-Spuren. Was wieder einmal zeigt, dass nicht der Codec (also hier: Dolby Digital) das Problem ist, sondern eben die Abmischung. Denn selbst mit rund 600 kbps kann man dynamische Abmischungen durchaus ansprechend realisieren. Sobald der Score aufbrandet oder aber Abigails Jet startet, darf man durchaus kurz mal innehalten und sich fragen, warum andere Anbieter DD-Tonspuren nicht ebenso gut hinbekommen. Die Unterstützung aus dem Tiefbass mag zwar nicht exorbitant sein, wirklich druckvoller oder tiefer hinab agiert die englische Atmos-Fassung im Bass bspw. aber auch nicht – und die ist verlustfrei in Dolby Atmos komprimiert. Gut zu hören und merken beim Starten des Jets nach 23’52 – hier agieren beide Tonspuren auf gleich gutem Niveau. Und wer bei der Explosion nach 36’10 noch denkt, Dolby Digital könne nichts, der will’s nicht anders wissen.

Brad Pitt lässt seine Mähne fliegen

Jetzt gibt’s natürlich eine Menge O-Ton-Fans. Und die bekommen den besagten Atmos-Sound bereits auf der Blu-ray – und die ersten dedizierten 3D-Sounds nach 19’16 Minuten, wenn sämtliche Blätter und andere Gegenstände durch die Turbinen des Jets im Raum umherfliegen. Sehr schön, wie gut hier die Verortung gelöst wurde, denn es sind in der Tat unterschiedliche Geräusche, die da über alle vier Speaker kommen. Schick auch das Anfahrgeräusch des Jeeps bei 24’20, wenn er von oben auf die Kamera zurollt und bei 26’54 fliegt dann eine Propellermaschine hörbar über die Köpfe hinweg. Das Bremsscharren des kleinen blauen Fahrzeugs bei 39’00 macht allerdings nur auf dicke Hose. Denn rein von der Ortung her macht es gar keinen Sinn, es von oben zu hören, da die Kamera zu keiner Zeit unterhalb des Geschehens ist. Dann aber, bei 45’55, lebt endlich mal der Urwald kurz auf. Das hat man bis zu dem Zeitpunkt fast schon vermisst, dass mal ein paar Tiergeräusche aus den Heights kommen. Ab Minute 51 rauscht dann der Wasserfall für fast zwei Minuten sehr lebhaft von oben herab und bei 59’50 knattern ein paar Motorräder über die Höhen-Lautsprecher, was an der Stelle funktioniert, weil sie von hinten anbrausen. Bei 81’40 rauscht dann noch mal sehr lebhafter Wind über die Köpfe und in der Folge schlagen mal einem mal ein paar Äste um die Nase. Bei 86’00 gibt’s in der Höhle dann den bis dato dynamischsten 3D-Sound, wenn dort Dampf aufsteigt und vier Minuten später fühlt man sich durch den dynamischen Sound einer Wasserblase oder da nachfolgende Krachen mittendrin in einer bald einstürzenden Höhle. Wenn die dann nach 97 Minuten final einstürzt, hat man das Gefühl, die Atmos-Spur hat sich ihre 3D-Sounds zuvor einfach für diesen Showdown aufgehoben – schade nur, dass die Unterwassersequenz kurz darauf ohne Töne von oben bleibt.

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Bild- und Tonqualität UHD

Wie es im Buche steht

The Lost City wurde mit einer ARRI Alexa Mini und einer Alexa SXT digital aufgenommen. Die Auflösung lag bei 2.8 und 3.4K, was über ein 4K Digital Intermediate gemastert wurde. Zwar liegt damit keine native 4K-Auflösung vor, weil’s am Ursprung „nur“ 2.8K und 3.4K bietet, aber deutlich höher als eine reguläre Full-HD-Auflösung ist es am Ende doch. Obendrauf gab es HDR10 und Dolby Vision fürs Grading und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Dass wir es mit einem 4K-DI zu tun haben, sieht man in jeder Einstellung im Dschungel, wenn Blätter im Fokus sind. Oder auch an den Feinheiten in den Gesichtern. Da der Film ohnehin von bestechender Bildruhe und Rauschfreiheit ist, fällt es leicht, sich auf die Detaildarstellung zu konzentrieren. Und gegenüber der bereits hervorragenden Blu-ray liefert die UHD-BD eben auch an den feinen Haaren noch sichtlich mehr Differenzierung (Tatums Hinterkopf bei 104’53). Paramount zeigt außerdem, dass sie gerade bei neuen Titeln momentan mitunter die Speerspitze in puncto Grading und Dynamik sind. Was The Lost City hier an Brillanz, Farbgewalt und Kontrastumfang bietet, ist schlicht atemberaubend. Schon Alans bronzefarbener Koffer ist ein Hingucker und absolut kräftig (26’55). Das pinkfarbene Paillettenkleid von Loretta knallt dann aber so dermaßen sensationell, dass man sich kaum dran sattsehen kann. Mitunter wirkt das so plastisch und dreidimensional, dass man sich live dabei fühlt. Nicht zuletzt, weil die Pailletten sich komplett einzeln abbilden und man sie ernsthaft zählen kann (falls da jemand Spaß dran hätte). Trotz der wirklich guten Leistung der Blu-ray – da kommt sie nicht mit. Hautfarben bekommen noch einen etwas wärmeren Ton und sind weniger gelbbetont, was den Darstellern gut steht, zum Dschungelsetting passt und nie übertrieben wirkt. Die Dreidimensionalität macht bei Bullocks Kleid aber nicht halt. Sieht man Tau-Feuchtigkeit auf den großen Pflanzen im Urwald, rinnt auch diese fast wie bei einem 3D-Film vom Blatt herab. Das einzige, das man der Scheibe vorwerfen kann, ist, dass sie aufgrund der verwendeten Kameras nun mal keine 4K-Ausgangsauflösung bietet und für Analogfans vielleicht ein bisschen zu steril-digital ist. Ansonsten ist das Bild von The Lost City nahe an der Perfektion.

Blu-ray (26’55): (Slider ganz nach rechts): Bereits die Blu-ray bietet tolle Farben.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray kann das aber noch kräftiger.

Blu-ray (35’13): (Slider ganz nach rechts): Die BD kommt im pinkfarbenen Kleid nicht ganz mit.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): HDR verpasst hier noch einmal mehr Punch.

Blu-ray (36’14): (Slider ganz nach rechts): Oft zu sehn im Vergleich. Explosionen sind über eine Blu-ray nicht so gut durchzeichnet und überstrahlen etwas.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): UHD Blu-rays schaffen durch HDR mehr Farb- und Helligkeitsdifferenzierung.

Blu-ray (50’29): (Slider ganz nach rechts): Wie gesagt: Die BD ist schon gut.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray hat braunere Hauttöne und insgesamt mehr Bilddynamik.

Blu-ray (62’19): (Slider ganz nach rechts): Entgegen UHD Blu-rays anderer Anbieter …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … mastert Paramount nicht zu dunkel und hält die Durchzeichnung auf hohem Niveau.

Keine Änderung beim Ton. Auch die UHD Blu-ray liefert Atmos fürs Englische und Dolby Digital fürs Deutsche.
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Studio:
Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Im Bonusmaterial von The Lost City warten insgesamt sieben Featurettes, acht entf. Szenen und Blooper/Outtakes. Beide Disks (BD und UHD-BD) enthalten das Bonusmaterial. Und es ist untertitelt. In „Dynamisches Duo“ geht’s um das ungleiche Hauptdarsteller-Duo, das wie Öl und Wasser agiert. Klasse ist wirklich, wenn man sieht, wie gut die zwei auch hinter der Kamera harmonierten und Spaß hatten. „Drehort-Profil“ kümmert sich um den Drehort Dominikanische Republik und um das „Glück“, dort zu drehen, weil man aufgrund von Covid-19 nicht in England und auf den Kanaren arbeiten konnte. „Dschungelrettung“ zeigt einige der Stunt-Arbeiten – erneut Respekt an Channing Tatum, der seine tatsächlich ziemlich aufregenden Stunts mal wieder selbst gemacht hat. „Der Einteiler“ erzählt vom pinkfarbenen Jumpsuit und den damit verbundenen Eigenheiten. In die „Schurken von Lost City“ wird dann vor allem Fairfax aka Daniel Radcliffe vorgestellt und in „Entstehung“ kümmert man sich um die Setbauten für das Finale.

Fazit

Ja, das Skript von The Lost City gesteht der Rahmenhandlung nicht mehr als eine hauchdünne Geschichte zu, die selbst für ein Videogame noch banal wäre. Aber was soll’s, wenn die Darsteller so viel Spaß an der Sache hatten und man auf einen grandiosen Gastauftritt von Brad Pitt vertrauen konnte. Selbst wenn der eine oder andere Gag lahm oder gar geklaut … ähm … entliehen ist. Manchmal darf man sich auch mit recyceltem Material gut fühlen.
Und wenn es dann auch noch so gut aussieht wie auf dieser Blu-ray und vor allem der UHD Blu-ray, dann macht’s doppelt Spaß. In puncto Farbkontraste und Laufruhe stellt diese 4K-Scheibe nahezu jeden anderen Realfilm in den Schatten. Dazu gibt’s einen respektabel guten Dolby-Digital-Sound (ja, das geht) und eine ansprechende englische Atmos-Spur, die allerdings hier und da mehr 3D-Sound hätte haben können.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD: 100%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 50%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 60%
Film: 65%

Anbieter: Paramount Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Aaron & Adam Nee
Darsteller: Sandra Bullock, Channing Tatum, Brad Pitt, Daniel Radcliffe, Da’Vine Joy Randolph, Oscar Nuñez, Stephen Lang
Tonformate BD/UHD-BD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 112
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Jein (4K DI vom 2.8/3.4K-Material)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1000 Nit
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Paramount Pictures)
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Trailer zu The Lost City

THE LOST CITY – DAS GEHEIMNIS DER VERLORENEN STADT | OFFIZIELLER TRAILER | Paramount Pictures DE


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

 

 

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20 Kommentare
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Christian

Offensichtlich gibt es jetzt bei ITunes jetzt doch einen deutschen Atmos-Ton. Hat hier schon jemand Erfahrung?
Ich bin am überlegen hier dann doch Streaming zu gehen und die Scheibe liegen zu lassen.

Gerry

Leider ist die erwähnte Szene mit Brad das einzige Highlight in diesem Film. Ich habe mit Popcornfilmen ala Kopf aus, Film ab kein Problem mich zu berieseln zu lassen, aber weder die Story noch die Schauspieler haben mich irgendwie berührt. Ausser halt die 10min mit Brad, obwohl ich nicht ein grosser Fan von ihm bin. Die waren einfach der Hammer.

David

Finde die neue Kommentarfunktion super. Ich hätte aber eine Frage: Es gibt hier nur die Möglichkeit für einen login – nicht aber für eine account-Erstellung. Muss ich mir da einen Account über WordPress machen?

Danke für die ganzen tollen reviews!

P.S.: Bei Harry Potter bin ich voll auf deiner Seite! 😀

dc_coder_84

Läuft das nicht über https://de.gravatar.com?

David

Hat mir jetzt 3x hintereinander mitgeteilt, dass es keinen Account gibt mit meiner e-mail-adresse. Die ganzen Funktionen stehen mir hier somit nicht zu Verfügung. Die Erstellung eines Accounts bei WordPress scheint irgendwie nicht zu funktionieren. Schade!

Probiere es morgen nochmal. Vielleicht hängen die Server hinterher.

dc_coder_84

Was ist eigentlich das Problem, dass es so oft an Durchzeichnung in dunklen Szenen mangelt bei HDR Scheiben? Warum wird oft zu dunkel gemastert? Hat vermutlich irgendwelche technischen Gründe… Schön, dass sich dieser Film hier sehr positiv abhebt.

dc_coder_84

Ihr Gesicht und vor allem ihre Nase sieht etwas künstlich aus.

Simon

Ohja … sie scheint leider da in so einer „OP-Schleife“ gefangen zu sein. 🙁
Schon bei „Selbst ist die Braut“ fiel mir das auf, aber nach „Gravity“ fing es an, wirklich schlimm zu werden.
Wenn Schauspieler anfangen, in Interviews, ihr Gesicht hinter Haaren zu verbergen, weiß man, dass etwas schief läuft.

Sooo schade, weil ihre Stärke ja eigentlich bodenständige, authentische, humorvoll-unprätenziöse Figuren und Auftritte sind.

dc_coder_84

War Sandra Bullock bei der Gesichtschirurgie?

Hans Ingo Trompeter

Zauberhaft unübersichtlich für meine 62jährigen Augen, dieser neue Kommentarbereich…

Hans-Ingo Trompeter

Finde das gesamte Redesign, offen gesagt, wenig gelungen. Eine etwas unglückliche Mixtur aus Grün- und Brauntönen, ein bisschen Blau; das wirkt auf mich uneinheitlich und etwas konfus. Ist aber natürlich nur mein persönlicher Geschmack und nicht böse gemeint. Und mit Symbolartistik komme ich eh nicht klar…

Bewertungen sehe ich übrigens sehr kritisch. Ich mag Deine Meinung zu einer Disc teilen oder auch nicht, „abwerten“ würde ich ein Review aber dennoch nicht, weil ich nicht den Andersdenkenden „abwerte“, nur weil ich seine Meinung nicht teile. Diese ganze Bewerterei schafft am Ende nur Spaltung und böses Blut. Mal so allgemein gesagt. Verfolge in diesem Kontext mal die Debatte um den (meiner Auffassung nach zurecht) massiv kritisierten Trailer zur Herr der Ringe Serie, die demnächst auf amazon läuft. Die Grenzen zwischen Kritik und Hass sind dort leider fliessend.

Ach so, auf LOST CITY bin ich gespannt! Sandra Bullock geht (fast) immer.

Dennis

Landet er auf der Referenz Liste für Bildqualität bei dir?

René

Moin Timo.

Vielen lieben Dank für das mal wieder sehr gute Review. Trotz Popcorn Story stand/steht das Ding auf meiner Buylist. Was Paramount hier wieder treibt ist im Jahr 2022 eigentlich eine Verarschung am deutschen/ausländischen Kunden. Die anderen Länder werden ja genau so behandelt wie wir.
Und eigentlich müsste man für solch eine Kombi aus High End Medium und DD Ton bei einem 2022er Kinofilm (der kein Low Budget ist) die Scheibe liegen lassen. Eigentlich ein No-Go.
Aber,es ist ja nicht Disney und Paramount bietet hier zumindest hochqualitatives DD an, das einzig positive an der Geschichte.

Würde mich mal interessieren ob der iTunes Stream auch in DD oder in Atmos (wie so oft) vorliegt, denn das wäre die größte Sauerei.

Andreas Friedrich von Münzbach

In diesem Fall gibt es erstaunlicherweise auch bei iTunes keine deutsche Dolby Atmos Tonspur, zumindest blieben bei mir die Decken LS stumm bis die Auromatic „Erste Hilfe“ geleistet hat.