The Straight Story – Eine wahre Geschichte 4K UHD

Blu-ray Review

Studiocanal, 18.04.2024
Studiocanal, 18.04.2024

OT: The Straight Story

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Alvin & Lyle

David Lynchs ungewöhnlichster und „straightester“ Film erscheint als 4K-Disk bei Studiocanal.

Inhalt

Alvin ist ein störrischer alter Mann …

Alvin Straight ist 73, hat eine kaputte Hüfte, Diabetes noch obendrauf und sieht auch nicht mehr sonderlich gut. Seine vom Schicksal ziemlich schwer getroffene Tochter Rose hilft ihm im Alltag, wenngleich Alvins Sturkopf oftmals nicht ganz leicht zu nehmen ist. Als der alte Mann vom Schlaganfall seines Bruders erfährt, verstummt Alvin erstmals seit langer Zeit. Zehn Jahre nun hat er mit Lyle kein Wort mehr geredet und ging seinerzeit im Streit. Vor Augen geführt, wie schnell das Leben vorbei sein kann, will Alvin das Kriegsbeil begraben und Lyle erstmals wieder besuchen. Dumm, dass er keinen Führerschein mehr hat, sich nicht fahren lassen will und das einzige zur Verfügung stehende Reisegefährt ein Aufsitzrasenmäher ist – nicht gerade das naheliegendste Transportmittel für die Überbrückung der 510 km langen Strecke zu Lyle …

… aber wild entschlossen, die Reise zu seinem Bruder anzutreten …

David Lynch. Ein Name wie Donnerhall. Ein Regisseur, der zu den kontroversesten Filmemachern überhaupt gehört. Einer, der in vielen Augen mit EraserheadDer Elefantenmensch, Dune und Blue Velvet gleich vier Kultfilme in Folge drehte. Einer, dessen TV-Serie Twin Peaks in so ziemlich allen Belangen Maßstäbe setzte. Und einer, der mit späteren Werken wie Mullholland Drive oder Lost Highway reihenweise das Publikum verwirrte. Mithin ein Typ, der stets Dinge machte, weil er sie selbst machen wollte. Und der sie machte, ohne darauf zu achten oder zu hören, was andere sag(t)en. Man hätte auch 1999 erwarten dürfen, dass er dieser Linie treu bleibt. Und auf gewisse Weise tat er es auch, als er mit The Straight Story herauskam. Doch das Einzige, das an diesem Film anders war, war die Tatsache, dass er anders als alles andere war, das Lynch bis dato gemacht hatte. Genau damit überraschte er dann sein Publikum, das natürlich erneut darauf wartete, verwirrt, an der Nase herumgeführt oder auf einen Trip geschickt zu werden. Nun, ein Trip ist es tatsächlich geworden. Aber eben kein künstlerisch-drogengeschwängerter, sondern ein Roadtrip – und zwar einer, der kaum geradliniger inszeniert und entschleunigter gefilmt sein könnte.

… mit einem Aufsitzmäher

Die wahre Geschichte von dem alten Herrn aus Laurens/Iowa, der gut 400 km auf seinem Aufsitz-Rasenmäher zurücklegte, um seinen kranken Bruder zu besuchen, wird von Lynch zum Anlass genommen, ein unbedingt und in jeder Hinsicht lebensbejahendes und grundpositives Werk zu inszenieren. Gleichzeitig ist es aber auch eine Liebeserklärung an die einfachen Amerikaner. An die Bewohner der ländlichen Gegenden und die älteren Menschen, die ihren Lebensabend in Bescheidenheit verbringen. Und ganz nebenbei atmet The Straight Story auch noch eine gewisse Western-Atmosphäre. Wenn man Alvin auf dem Trecker die Landstraße entlangfahren sieht, hat das etwas von der heute fast vergessenen Land-of-the-Free-Romantik – inklusive am Lagerfeuer ausgesprochener Lebensweisheiten, die einem eine Gänsehaut verpassen. Als Zuschauer, der mit den bisherigen Werken des Filmemachers vertraut war, staunte man damals nicht schlecht. Denn da entfaltete sich eine dermaßen geradlinige Geschichte, dass man es kaum glauben möchte und die einen krassen Gegenpol zu actiongeladenen Effektfeuerwerken wie Matrix lieferte, der ebenfalls 1999 in die Kinos kam. Es brauchte nicht mehr als einen Schauspieler im besten Alter, einen Aufsitzrasenmäher und einige hundert Kilometer Asphalt, um The Straight Story zu vollenden.

Ein bisschen Lagerfeuerromantik

Der Rasenmäher war schnell gefunden und mit dem damals 79-jährigen Richard Farnsworth wurde ein Akteur gefunden, dessen Knautschgesicht auch gut zum Marlboro-Mann getaugt hätte. Farnsworth performte die knöcherige Sturheit der Rolle so gut, dass man es ihm mit einer Oscar-Nominierung dankte. Und das zu Recht. Manchmal reicht es, wenn man in sein Gesicht schaut und sehen kann, wie stark er die innere Bewegung seiner Figur nachempfinden und zum Ausdruck bringen kann, um selbst im höchsten Maße gerührt zu sein. Und obwohl der Film viele traurige oder melancholische Momente hat, geht es einem ähnlich wie beim sechs Jahre später gestarteten Mit Herz und Hand (The World’s Fastest Indian) mit Anthony Hopkins. Hüben wie drüben sucht man bisweilen ungläubig nach dem Haken; nach dem schweren Rückschlag oder der Krise auf dem Trip. Doch genauso konsequent wie der oben genannte Film verfolgt Lynch sein Konzept bedingungsloser Positivität und hinterlässt den Zuschauer mit Wonne – ein absoluter Glücksfall von einem Film. Für Farnsworth sollte The Straight Story auch die letzte Story werden – er nahm sich im Jahr der Veröffentlichung aufgrund starker Schmerzen einer Krebserkrankung das Leben. Sollte er während der Dreharbeiten mit diesen Problemen schon gekämpft haben, ist seine famose Darstellung nur noch stärker zu würdigen.

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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 18 Apr 2024
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Bild- und Tonqualität BD

Alvins Tochter bleibt zu Hause

Studiocanal hatte The Straight Story 2018 bereits einmal auf Blu-ray veröffentlicht. Seinerzeit war das Bild durchaus okay für eine Blu-ray, wobei in Halbotalen die Auflösung ziemlich verloren ging. So wirkt schon das Gras in der Einstellung nach etwas über drei Minuten nicht sonderlich detailliert. Das Encoding geht halbwegs okay, lässt an feinen Details aber ebenfalls zu wünschen übrig (Stromleitung bei 7’54) und filtert auch schon mal Stromleitungen weg (25’55). Dazu kommt, dass hier auch deutlich gefiltert und sichtbar nachgeschärft wurde. Die Körnung ist wenig authentisch und Oberflächen von Backsteingebäuden verschmieren. Close-ups sind bisweilen knackig, sind aber überzeichnet. Die Farbgebung tendiert ins Warme, lässt Hauttöne aber schon mal etwas orange-/gelbbetont erscheinen und der Himmel tendiert ins Magenta. Die Kontraste überkochen teils deutlich, was man auf dem Hawaiihemd nach etwas über 60 Minuten immer wieder sehen kann. Die neue Blu-ray, die der 4K-Disk beiliegt oder aber einzeln geordert werden kann, revidiert den Look der alten Disk ganz deutlich in der Authentizität. Wo zuvor nur wenig Kornstruktur zu sehen war, gibt’s jetzt authentisches und realistisches Filmmaterial zu sehen. Das Encoding hat mit dem teils sehr deutlich körnigen Material nur wenig Probleme und zeigt sich im Gegensatz zur alten Disk um Längen souveräner. Selbst wenn auch hier nicht jedes einzelne Körnchen abgebildet wird und es hin und wieder (zu sehen in Einzelbildfortschaltung) zu leichten Einbrüchen und Ansammlungen von weicheren Bereichen kommt, gehört The Straight Story hier zu den gelungeneren Titeln des Anbieters. Auch zeichnet die neue Blu-ray besser durch als die alte Disk, die nicht selten vor dem hellen Sonnenschein in die Knie ging (48’43, bzw. 48’24 alte Disk). Dazu wurden die noch leicht trüb-milchigen Szenen im Kontrast deutlich verbessert. Die neue Blu-ray ist hier teils sehr deutlich sichtbar dynamischer (97’42). Was man sehen kann, ist die ganz dezente Tendenz von remasterten Studiocanal-Titeln, die Blautöne ins Cyan driften zu lassen. Durch die Verringerung der Rottendenz und einem etwas deutlicheren Grün lässt sich The Straight Story auf der remasterten Blu-ray als Titel des Studios erkennen. Allerdings geht es hier moderater zu als bei anderen remasterten Blu-rays von Studiocanal. Die folgenden Screenshot-Vergleiche sind bewusst mit Widescreen-Balken, um die Unterschiede im Bildformat zwischen der neuen BD (die identisch mit der alten ist) und der UHD-BD darzustellen. Außerdem ist der Timecode von der alten BD übernommen. Auf der neuen Disk muss man jeweils 22 Sekunden dazurechnen.

Blu-ray alt (3’15): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray wirkt regelrecht farbentsättigt gegenüber …
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): … der neuen Scheibe.

Blu-ray alt (3’15): (Slider ganz nach rechts): Außerdem hat die alte Blu-ray in der Tiefe keine Details.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue BD holt hier Auflösung zurück.

Blu-ray alt (20’55): (Slider ganz nach rechts): Rot ist eher orange und dazu noch matschig. Außerdem gut sichtbar: Die Überschärfungsartefakte, die sich rund um Objekte abbilden.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Rot ist nun knackig(er) und ohne auszubluten. Die filmische Vorlage wird ohne Überschärfungen abgebildet.

Blu-ray alt (20’55): (Slider ganz nach rechts): Geht man näher ran, wird’s überdeutlich: Die alte BD zeigt Überschärfungsartefakte überall und ist auf dem Dach im Hintergrund überstrahlt und ohne Auflösung.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Ganz anders die neue Blu-ray.

Blu-ray alt (25’53): (Slider ganz nach rechts): Ja, gegenüber der alten Blu-ray …
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): … tendiert die neue Disk ganz dezent ins Cyan. Das ist aber weit weniger auffällig als bei anderen Releases des Anbieters.

Blu-ray alt (25’53): (Slider ganz nach rechts): Näher reingezoomt wird deutlich, wie schlecht die alte Scheibe im Vergleich zur neuen dasteht. Allüberall Überschärfungsprobleme und kaum Auflösung. Alvins Gesicht ist praktisch nicht erkennbar.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Eine Wohltat im direkten Vergleich (wenngleich nicht perfekt): Die neue Blu-ray.

Blu-ray alt (25’53): (Slider ganz nach rechts): Ganz schlimm sieht’s auf der Hauswand aus. Die alte BD zeigt keinerlei Struktur der Ziegel. Das ist eine einzige Matsche mit Überschärfungsrändern am Fenster und dem Fahnenmast.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Krasser Unterschied: Die neue BD.

Blu-ray alt (48’21): (Slider ganz nach rechts): Ein weiteres Problem der alten Blu-ray: Sie überstrahlt massiv auf hellen Bereichen.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Man beachte, wie viel mehr vom Himmel und Baum-/Blattwerk man erkennen kann.

Blu-ray alt (63’53): (Slider ganz nach rechts): Eine der Stellen, bei der man den Unterschied im Himmel zwischen alter und neuer BD am deutlichsten sieht.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Im direkten Vergleich sieht’s sehr nach Cyan aus. Allerdings fällt das im direkten Vergleich deutlich stärker auf, als man es bei isolierter Betrachtung der neuen Blu-ray sieht. Und in anderen Szenen ist es auch nicht mehr derart deutlich.

Blu-ray alt (67’14): (Slider ganz nach rechts): Man braucht eigentlich gar kein Close-up, um die Überschärfungsartefakte an den Ästen vom Baum über der Scheune zu sehen.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Artefakte, die der neuen Blu-ray fremd sind.

Blu-ray alt (67’14): (Slider ganz nach rechts): Geht man näher ran, wird’s regelrecht fies anzuschauen. Die Überschärfungsränder an den Ästen gehen ein ekliges Quasi-Moiree mit dem vertikalen Wellblechdach ein.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Das kann die neue BD besser.

Blu-ray alt (76’39): (Slider ganz nach rechts): Die Hauttöne der alten BD dürften kräftiger sein.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Genau das liefert die neue BD.

Blu-ray alt (76’39): (Slider ganz nach rechts): Um auch mal etwas Positives über die alte BD zu schreiben: Sie hat ein Barthaar mehr.
Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Beim Reinigungsprozess des neuen Masters hat die Automatik offenbar ein Haar als Schmutzpartikel erkannt und entfernt.

Zeit für ein paar Gespräche von Mann zu Mann

Beim Ton gab’s für die alte Blu-ray im Original lediglich in 2.0 Stereo, während die deutsche Fassung 5.1 Spuren bereithielt. Beide lieferten gut verständliche Dialoge und recht angenehme aufgefächerte Musikstücke. Für die neue 4K-Disk nahm man allerdings auch eine Neuabmischung des Tons vor. Auch dies geschah in Kooperation mit David Lynch und wurde vom ursprünglichen Sound Supervisor und Mixer, Ronald Eng, durchgeführt. Wohlgemerkt betrifft das nur den O-Ton, der nun noch klarer und sauberer klingt. Dass man diese Tonmischung nicht für den deutschen Mix genommen hat, hört man gut am deutlich unterschiedlichen Rauschen rund um Alvins Haus zu Beginn. Für die Synchro liegt also die bekannte 5.1-Fassung vor, die für sich genommen durchaus okay klingt, aber eben nicht so frisch wie der neue Mix des Originaltons.

Preis: 12,99 €
(Stand von: 2024/04/19 9:46 am - Details
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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 18 Apr 2024
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Bild- und Tonqualität UHD

Ländliche Idylle

The Straight Story wurde seinerzeit mit der Panavision Panaflex Gold II analog auf 35-mm-Filmmaterial aufgezeichnet. Für die 4K-Disk wurde das Originalnegativ von Fotokem in 4K-Auflösung gescannt und im Anschluss durch L’Immagine Ritrovata restauriert. Das (neue) Grading wurde dann erneut von Fotokem vorgenommen. Das Ganze geschah unter der Aufsicht von David Lynch höchstpersönlich, sodass wir es mit einer nativen 4K-Scheibe mit „Director’s Approval“ zu tun haben. Studiocanal packte dann für die HDR-Disk noch HDR10 und Dolby Vision sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum obendrauf. Gegenüber der neuen Blu-ray ist die Abstimmung lediglich einen Hauch dunkler, was man aber nur im direkten Vergleich wahrnimmt. Was man sofort wahrnimmt: Die UHD Blu-ray liegt im Format 2,39:1 vor, während man für die neue Blu-ray auf das Format der alten Blu-ray ging (2,35:1) – warum so etwas getan wird, wird mir ein Rätsel bleiben, da die neue BD ja auf dem neuen Master basiert. Aus diesem Grund sind die Screenshots unten inkl. der Widescreenbalken geblieben. Gegenüber der neuen Blu-ray ist sehr deutlich erkennbar, dass sie das nochmals feinere Encoding liefert. Die Körnung im Himmel und auf uniformen Oberflächen wird nun mit einer absolut authentisch-analogen Abbildung dargestellt. Und das dauerhaft sauber. Der nicht mal zwei Stunden lange Film ist mit satten 88 GB Daten auf der Triple-Layer-Disk abgelegt und damit mehr als doppelt so groß wie die neue Blu-ray, die auf 37 GB kommt. Der Himmel ist nun auch wieder etwas blauer und weniger cyantendiert wie über die neue Blu-ray. Ansonsten sind Farben kräftiger und tiefer. Die teils eingefangenen Sonnenuntergänge kommen sichtbar kräftiger orangefarben rüber und das unfassbare Obst-/Blumenhemd von Danny erscheint noch einmal saftiger. Auch helle Flächen überstrahlen weniger und die höhere Auflösung bietet in Kombination mit dem besseren Encoding sichtbar mehr Tiefe im Bild. War die neue Blu-ray schon gut, ist die UHD Blu-ray wirklich sehr gut gelungen.

Blu-ray (3’37): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der neuen Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … hat die UHD Blu-ray das etwas schmalere, aber originale Format. Dazu die wärmere Farbdarstellung-

Blu-ray (3’37): (Slider ganz nach rechts): Es fällt doch deutlich auf …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wie viel authentischer die Körnung über die 4K-Disk erscheint und auch, dass sichtbar mehr Details zu erkennen sind.

Blu-ray (21’17): (Slider ganz nach rechts): Die neue Blu-ray war in den Farben bereits kräftiger.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Disk zeigt Rot aber noch eindrucksvoller.

Blu-ray (21’17): (Slider ganz nach rechts): Spätestens an der Portemonnaie-Kette sieht man die Differenz.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk zeigt einfach mehr Auflösung.

Blu-ray (26’15): (Slider ganz nach rechts): Die neue BD mag gut sein.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist in puncto Dynamik aber besser.

Blu-ray (26’15): (Slider ganz nach rechts): Auch hier wird der Vorsprung im Encoding der UHD Blu-ray sichtbar. Die neue Blu-ray ist in der Körnung im Himmel undeutlicher.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Unterschiede sind gravierend und beeindrucken im laufenden Bild.

Blu-ray (26’15): (Slider ganz nach rechts): Wahnsinn auch …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … was die HDR-Scheibe im Zusammenspiel mit Auflösung, Encoding und dramatischerer Farbgebung in der Hauswand noch für eine Zeichnung rausholt.

Blu-ray (64’15): (Slider ganz nach rechts): Farben sind durch die Bank …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … über die HDR-Scheibe kräftiger.

Blu-ray (77’01): (Slider ganz nach rechts): Farnsworth‘ Gesicht sieht über die neue Blu-ray schon beeindruckend aus.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt aber noch mal kräftigere Hauttöne raus.

Blu-ray (77’01): (Slider ganz nach rechts): Tatsächlich ein Problem des „Cleanings“, nicht des Encodings.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Denn der UHD Blu-ray fehlt das Barthaar an der Stelle auch. Dafür ist sie in den Härchen noch mal feiner aufgelöst.

Keine Änderung beim Ton. Auch die UHD Blu-ray liefert die beiden DTS-HD-Master-Tonspuren in 5.1 sowie den 2.0-Sound, der nur dem O-Ton vorbehalten bleibt.
Preis: 27,99 €
(Stand von: 2024/04/19 9:46 am - Details
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Bonusmaterial

War auf der alten Blu-ray lediglich ein Trailer, liefert die neue BD-/UHD-Kombination immerhin ein exklusives 20-minütiges Interview mit David Lynch (und anderen)  während der Dreharbeiten, das sich direkt zu Beginn einen kolossalen Übersetzungsfehler in den deutschen Untertiteln leistet. Dazu gibt’s ein 40-minütiges Behind the Scenes Featurette und den neuen 4K-Trailer.

Fazit

The Straight Story gehört zur Top-Drei der Filme, die trotz bitterer Erinnerungen der Figuren und melancholischer Momente ein konsequent positives Bild zeichnen. Und er ist vermutlich der einzige Film überhaupt, der gerade aufgrund seiner langsamen Inszenierung unterhaltsam ist, ohne auch nur einmal Langeweile aufkommen zu lassen. Die Dialoge zwischen den einfachen Leuten sind so dermaßen lebensnah, dass man selbst dann noch bis zum Ende durchschaut, wenn man nur mal kurz reinzappt. Geradezu legendär ist die Szene, in der die Kamera vom Rasenmäher in die Luft schwenkt, nach gefühlt zwei Minuten wieder auf den Boden zurückdreht und zeigt, dass Alvin ungefähr zehn Meter weitergekommen ist. Die neue Blu-ray revidiert zahlreiche Probleme der alten Blu-ray, könnte aber besser encodiert sein. Die 4K-HDR-Scheibe ist auf Basis des Materials nahezu perfekt geworden und die klare Kaufempfehlung für diesen Film.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (alt): 55%
Bildqualität BD (neu): 80%
Bildqualität UHD: 90%

Tonqualität BD (alt) (dt. Fassung): 65%
Tonqualität BD/UHD (neu) (dt. Fassung): 65%

Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 60%
Film: 100%

Anbieter: Studiocanal
Land/Jahr: USA/Frankreich 1999
Regie: David Lynch
Darsteller: Richard Farnsworth, Sissy Spacek, Jane Galloway Heitz, Everett McGill, Jennifer Edwards, Barbara Robertson, John Farley, John Lordan, Harry Dean Stanton, Kevin P. Farley
Tonformate BD (alt): dts HD-Master 5.1: de // dts HD-Master 2.0: en
Tonformate BD neu / UHD: dts HD-Master 5.1: de, en // dts HD-Master 2.0: en
Untertitel: de, fr
Bildformat: 2,39:1 (BD: 2,35:1)
Laufzeit: 112
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4k DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 387 Nit
FSK: 6

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Studiocanal)
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Trailer zu The Straight Story

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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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13 Kommentare
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arno

Welche Tonspuren sind auf der UHD? Nur Deutsch und Englisch?

arno

Bester Mann, danke

Bernd

In welcher Verpackung steckt die Disc? In einem schwarzen Standard Elite Keep Case?

53Fatman

Wunderbarer Film, kann ich ebenfalls nur empfehlen, habe ich mal per Zufall auf Arte gesehen.

Interessant dass ein Film wo Ritrovata involviert war am Ende nicht „pissgelb“ ist. Wahrscheinlich weil Fotokem das Color Grading gemacht hat. Da fragt man sich warum der eine Schritt überhaupt ausgelagert wurde und nicht alles bei Fotokem gemacht wurde. Zumal ich mich ernsthaft Frage was man bei einem Film von 1999 restaurieren soll.

Christian

Hallo,
habe ich das richtig verstanden und die UHD hat auch englische Untertitel?

David Z.

Ich entdecke hier oft Filme, von denen ich selbst noch nie was gehört habe. Sehr schön! Danke!

Wurde – über Deinen Link – vorbestellt. Da freue ich mich richtig drauf!

Stefan

Ich kann bestätigen, dass _The Straight Story_ wirklich ein toller Film ist und (genauso wie _The World’s Fastest Indian_) glaube vielen Leuten eher unbekannt ist. Wer nicht immer nur Action haben muss, sollte sich beide unbedingt vormerken.

> Beim Reinigungsprozess des neuen Masters hat die Automatik offenbar ein Haar als Schmutzpartikel erkannt und entfernt.

Wie fällt dir sowas auf? Respekt dafür!

ondy

O ja det film ist ein genuss. Vor jahrrn mal gesehen und kann mich an viele sachen erinnern so müssen filme sein die im gedechniss bleiben wollen. Freut mich sehr das er im neuen glanz erstahlt, ganz klar wird die 4k meine alte bluray ablösen.