Total Recall – Die totale Erinnerung 4K UHD

Blu-ray Review

Studiocanal Home Entertainment, 19.11.2020
Studiocanal Home Entertainment, 19.11.2020

OT: Total Recall

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Erinnerung fürs Leben

Der Oktober/November 2020 ist ein Monat für Fans von Paul Verhoeven. Nach „Showgirls“ kommt nun auch Total Recall als UHD-BD raus.

Inhalt

Nur ein gewöhnlicher Bauarbeiter?

Aus irgendeinem Grund hat Bauarbeiter Douglas jede Nacht denselben wiederkehrenden Traum. Er befindet sich auf dem Mars mit einer komplett anderen Frau als seiner eigenen und wacht schweißgebadet auf, nachdem er dort stirbt. Seiner Faszination für den Mars tun die Alpträume allerdings keinen Abbruch. Sehr zum Leidwesen seiner Frau Lori, die Dougs Wunsch, auf den Mars zu ziehen, nicht nachvollziehen kann. Dennoch: Ihr Gatte denkt ständig an den roten Planeten. Dann stößt er auf eine Werbung der Firma REKALL Inc. REKALL bietet Erinnerungen virtueller Natur, die sie ins Gehirn implementieren. Auf neuraler Ebene werden einem Geschehnisse ins Gehirn gepflanzt, an die man sich später erinnert, als wären sie wirklich passiert. Doug ist begeistert und wählt eine Geschichte, in der er als Mars-Geheimagent auftreten kann. Doch schon bevor es auf die Traumreise geht, wacht er auf und rebelliert. Er sei nicht Doug sagt er, sondern jemand anderes. Dabei war das Implantat seiner Agenten-Geschichte noch gar nicht gesetzt. Offenbar hat irgendjemand seine Erinnerungen zuvor gelöscht und der Besuch bei REKALL hat sie wieder hervor geholt. Nun steht Doug vor der Frage, wer er wirklich ist und was er erlebt hat …

Zum ersten Mal durfte Sharon Stone in einem Verhoeven-Film ihre Reize spielen lassen

Fünf Filme hat der Niederländer Paul Verhoeven in Hollywood gedreht, um seinen Ruf als kontroverser Regisseur zu etablieren und nachhaltig zu zementieren. Beginnend von seinem US-Debüt mit Robocop (bezieht man sich auf eine „reine“ US-Produktion) gaben auch die vier folgenden Spielfilme allesamt Anlass für hitzige Diskussionen über das, was Film darf, kann und soll. Nach Robocop folgte drei Jahre später Total Recall, bevor er mit Basic Instinct und Showgirls dem Erotikfilm zu kontroversen Highlights verhalf und mit Starship Troopers am Ende wieder zum SciFi zurückkehrte. Alle fünf Produktionen (die Filme, die auf Starship Troopers folgen, blenden wir mal generös aus) sind auf ihre Weise herausragende oder gar wegweisende Genre-Produktionen gewesen. Interessant ist dabei vor allem, dass Verhoeven vor Robocop keinerlei Affinität zum SciFi-Kino hatte, seine drei SciFi-Titel aber wohl doch zu den gelungensten Werken seines Schaffens gehören.
Total Recall kam 1990 natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt. Es war die Blütezeit der großen Action- und Genreproduktionen. Es war die Blütezeit von Arnold Schwarzenegger und es war die Blütezeit des produzierenden Studios Carolco. Letzteres hatte mit seinen beiden Gründern Mario Kassar und Andrew G. Vajna Erfolgen wie Rambo (I, II und III), Angel Heart oder Red Heat den Weg bereitet.

Bei Rekall geht was schief

Es galt also durchaus einen Ruf zu verteidigen, wenn man sich die Vita von Carolco zum damaligen Zeitpunkt anschaute. Und um erneut einen Hit zu landen, wagte man sich an ein Projekt, das schon lange in der Versenkung verschwunden schien. Denn die Rechte zu Philip K. Dicks Kurzgeschichten-Vorlage „Erinnerungen en gros“ hatten die Alien-Autoren Dan O’Bannon und Ronald Shusett bereits zu Lebzeiten von Dick erworben und das Skript sogar noch vor Alien fertig gestellt. Ende der 80er wurde dann für einen gewissen Zeitraum David Cronenberg mit der Realisierung betraut, doch nach zig umgeschriebenen Drehbuchentwürfen, gab er frustriert auf.
Als Schwarzenegger während der Produktion von Der City-Hai von dem Skript erfuhr, drängte er Carolco, die Rechte zu erwerben. Und er war es auch, der Paul Verhoeven als Regisseur vorschlug. Zum damaligen Zeitpunkt war es indes fast revolutionär, dass der Hauptdarsteller über weite Teile der Produktion und sogar über die Vermarktung Mitspracherecht hatte und Veto einlegen konnte.
Am Ende, wie sich gezeigt hat, mit Erfolg für alle Seiten.
Die Gründe für den Erfolg lagen sicherlich in der rasanten Story, die mit Schwarzenegger in der Hauptrolle zu dessen bester Phase wuchern konnte. Allerdings war das nicht alles. So hatte Verhoeven schon in Robocop demonstriert, dass eine neue Art von Härte Einzug in die Filme fand. Für Total Recall ging er soweit, einen kleinen Trick anzuwenden, um möglichst viel grafische Gewalt durch die MPAA-Prüfung zu bekommen: Er fügte (so sagt man) einfach noch mehr rein als er eigentlich haben wollte. Die MPAA reagierte mit einem X-Rating und gab ihn im R-Rating erst nach einigen Kürzungen frei. Jene Kürzungen hatte Verhoeven aber wohl ohnehin schon „abgeschrieben“, sodass der Film dann trotz dieser leichten Schnitte in seiner Wunschfassung erschien.

Cohaagen und sein Vasall Richter

Was damals eine trick- und maskentechnische Revolution war, wirkt aus heutiger Sicht ab und an schon auch ein bisschen trashig. Und das gilt nicht nur für das Arnold-Gummigesicht, das sich aus der übergewichtigen Dame bei der Mars-Einreise herausschält. Die Mischung aus Menschen und Freaks, die im Last Resort zu sehen ist, könnte in der Form auch einer Ferengi-Kneipe oder direkt aus Jim Hensons Muppet Show entsprungen sein – nur eben mit dreibrüstigen Damen.
Die Tatsache, dass der Film seinerzeit mit einem geschätzten Budget von 50-60 Mio. Dollar zu den teuersten Produktionen aller Zeiten gehörte, täuscht nicht darüber hinweg, dass die Kulissen sich scheinbar immer wieder wiederholen und die scheinbar aus Pappe bestehenden Fahrzeugkarosserien ziemlich unnatürlich hin- und her wanken – mal abgesehen vom (sagen wir) gewöhnungsbedürftigen Design. Nichtsdestotrotz erinnere ich mich, dass ich 1993 bei der Erstsichtung ziemlich ungläubig drein schaute, als Schwarzenegger in Skelett-Röntgenbild-Darstellung scheinbar nahtlos wieder in Fleisch und Blut überging – sicher mit der beeindruckendste visuelle Effekt von Total Recall. Und so sehr die Kulissen sich ab und an ähneln: Sie sind mit Liebe gemacht und sowohl die Set-Dekorateure als auch die Produktionsdesigner hatten alle Hände voll zu tun, die 45 Sets auf acht Soundstages zum Leben zu erwecken.

Maskeneffekte hatte Total Recall reichlich

Inhaltlich warf man dem Skript zwar immer wieder vor, es wimmle vor Logikfehlern, aber einige Sachen erschließen sich dann doch im Nachhinein – oder bei einem zweiten Durchschauen. Okay, vielleicht nicht, warum das Hologramm im Finale einige Schüsse abzuhalten scheint, wenn ein halbes Dutzend Schergen praktisch „auf sich selbst feuert“ und das bei anderen wiederum nicht „funktioniert“. Und vielleicht auch nicht, warum die Gesichter, die der Mars-Atmosphäre ausgesetzt sind zu explodieren drohen, während doch kochendes Blut aufgrund des sinkenden Siedepunkts von Flüssigkeiten (hervorgerufen durch den niedrigen Druck) die wahrscheinlichere Todesart wäre. Aber hey: Das ist ein Film. Da darf man auch gerne mal übertreiben.
Ob Quaid die Dinge nun wirklich real erlebt oder es am Ende doch nur ein implantierter Traum ist – darüber kann man vortrefflich philosophieren. Verhoeven stellt sich in dieser Diskussion mal auf keine der beiden Seiten, während er mal von einem Traum spricht. Insgeheim genießt er aber sicherlich, dass man auch 30 Jahre nach der Premiere des Films noch so angeregt über ihn diskutiert.

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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 19 Nov 2020
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Bild- und Tonqualität BD alt vs neu

Lori meint’s ernst

Die bis zum Start der 4K-Remastered-Edition noch erhältliche Blu-ray datiert aus dem Jahr 2016 und müsste rein optisch auf der remasterten Fassung basieren, die auch die 2012er Rekall-Edition nutzte. Gegenüber der ersten BD von 2008 mit VC-1-Kodierung nutzt die jüngere Fassung den modernen AVC-Codec.
Dieser läuft in der Regel mit dauerhaft guten ~24 Mbps und fängt die ursprüngliche Körnung erstaunlich filmisch ein. Keine Spur vom Wachsfigurenkabinett einer Predator-Hunter-Edition. Zwar könnte der Schwarzwert durchweg satter sein (4’24), aber für eine BD, deren Master (meines Wissens) 2010 erstellt wurde und einen mittlerweile 30 Jahre alten Film repräsentiert, ist das schon ein durchaus überzeugender Transfer. Selbst uniforme Hintergründe zeigen keine Probleme einer möglicherweise mangelhaften Kompression. Manche Shots sind (vermutlich kameraseitig) etwas softer und die Farben wirken dort auch nicht so überzeugend (Arnold am Mixer bei 6’13). Dort sieht man auch noch ein paar Schmutzpartikel im Bild. Diese Sequenz scheint aber in der Tat bereits aufnahmeseitig Probleme zu haben. Denn während die Einstellung in einem Moment Arnold mit schweinchenrosafarbener Haut zeigt, ist Sharon Stone direkt nach dem Cut in die andere Sichtrichtung harmonisch und natürlich gefärbt (7’22). Dieses Wechselspiel aus gutem Bild und sichtbar mit Schmutzpartikeln behaftetem geht dann noch während der Frühstücksszene hin und her. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die guten Szenen (und das sind die allermeisten) wirklich gut aussehen. Mit feiner Körnung, teils hervorragender Schärfe und angenehmer Kontrastierung vermeidet man DNR ebenso wie grobes Nachschärfen. Selbst die in rot getauchte Landung auf dem Mars kommt ohne hässliches Banding aus, was bei solch intensiven Farben oftmals nicht selbstverständlich ist. Qualitativ abfallen tun am Ende nur die Szenen vor Blue-/Greenscreen, wenn im Hintergrund Projektionen zu sehen sind.

Schwarzenegger 1990 in Top-Form

Die neue Blu-ray basiert ebenfalls auf dem taufrischen 4K-Remaster und entspricht damit nicht mehr der bisherigen von 2012/2016.
Und das ist deutlich sichtbar. Deutlich!
Denn wenn die neue Blu-ray eins kann, dann Farbkontrast. Wer die alte Blu-ray gewohnt ist, wird sich erst einmal die Augen reiben, wenn er sieht, wie heftig einem die Farben hier teilweise entgegen strahlen. Das ist zwar nicht immer so auffällig wie beim ultrabraunen Gesicht und den pinken Lippen der Rekall-Empfangsdame bei Minute 12’15, aber dennoch durchweg sichtbar. Die Anfangsszenen mit Sharon Stone wirken allerdings angenehmer getönt, natürlicher. Hautfarben bekommen etwas mehr Bräunung und sind nicht mehr so fad. Auch das Schweinchenrosa während der Frühstücksszene weicht stärkerem Brauneinschlag.
Auffällig ist auch die deutliche Abdunklung, was dem Schwarzwert zugute kommt und die alte, teils wirklich sehr hell eingepegelte Blu-ray in entsprechenden Szenen weniger trüb erscheinen lässt. Versumpfungen lassen sich nicht ausmachen, so dass der Kontrastumfang insgesamt spürbar gewonnen hat. In puncto Auflösung sind feine Muster wie das Karo-Sacko des Rekall-Betreibers klarer und auch feine Hintergrunddetails werden besser wiedergegeben.
Ab und an wurde aber auch entsprechend gefiltert. Beispielsweise, um die Schmutzpartikel auf den grauen Wänden während der schon oft erwähnten Frühstücksszene zu entfernen. Hier sieht man während der Nachrichten, dass die Wand hinter Arnold keine Schmutzpartikel mehr zeigt, dafür bewegt sich die Körnung etwas eingefrorener und mehr in Zeitlupe als sie das in den Hintergründen hinter Sharon Stone während der Gegenschnitte tut. Offenbar wurde hier etwas stärker prozessiert, um Schmutz zu entfernen, denn auf der alten BD ist das Korn dort noch etwas authentischer. Ebenfalls sichtbar ist ein stärkerer Banding-Effekt bei der Überblendung vom blutüberströmten Screen auf die beiden Marsmonde während der Landung der Mars-Fähre. Hier weist die neue Blu-ray ein sichtbares Manko in der Farb-Quantisierung auf (43’11).

Blu-ray alt (52’22): (Slider ganz nach rechts): Die bisherige Blu-ray war durchweg etwas kontrastarm und farblich eher entsättigt.Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Der Unterschied zur neu gemasterten BD fällt durchaus deutlich aus.
Blu-ray alt (44’07): (Slider ganz nach rechts): Auch bei der Intensität der bunteren Farben bleibt die alte BD hinter der neuen zurück.Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Natürlich ist immer die Frage, ob nun der buntere oder der vorherige Look der vom Regisseur intendierte gewesen ist.
Blu-ray alt (55’33): (Slider ganz nach rechts): Verhoevens „Lieblings-Mutantin“ zeigte über die alte BD leichte Überstrahlungen auf den hellen Bereichen.Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue BD ist deutlich anders gegradet, hat hier vielleicht etwas zu orangefarbene Haut .
Blu-ray alt (5’58): (Slider ganz nach rechts): Noch ein Bild mit einer sehr deutlichen Differenz. Die Nachrichtensprecherin zu Beginn des Films lässt ihre ethnische Herkunft aufgrund des zu hellen Bildes im Unklaren.Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray wirkt zwar sehr gesättigt, offenbart aber den Herkunfts-Hintergrund der Darstellerin.
Blu-ray alt (7’04): (Slider ganz nach rechts): Auch Sharon Stone wurde von der alten BD etwas zu hell präsentiert.Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue BD zeigt hier das harmonischere und gefälligere Bild.
Blu-ray alt (89’49): (Slider ganz nach rechts): Wenn Arnold nach 90 Minuten wieder in die Gehirnmangel genommen wird, bleibt die alte Blu-ray blasser.Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue BD veranschaulicht seine Kraftanstrengung auch farblich authentischer. Ob sich Arnold über die gelbe(re)n Zähne aber freuen wird …?

Blu-ray alt (99’53): (Slider ganz nach rechts): Schwarzwerte waren bei der alten Blu-ray zu matt und flach.

Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Hier punktet die neue BD mit mehr Tiefe. Im laufenden Bild fallen auch keine Black Crushes auf.

Blu-ray alt (18’38): (Slider ganz nach rechts): Ein Vergleich der Auflösung. Die alte BD war gut.

Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue stellt das Armband aber noch etwas erkennbarer dar.

Zur Veranschaulichung das Bild in voller Größe
Was bedeutet der Traum, denn Doug immer wieder hat?

Der Ton der bisherigen BD war eine dts-HD-Master-Spur in 5.1. Und er war relativ dünn. Schon die Titelmelodie wirkt nicht, als würde jemand im Hintergrund echte Percussion bearbeiten, sondern ein bisschen mit einem Kochlöffel auf eine gespannte Alufolie hauen. Die Räumlichkeit ist zwar durchaus vorhanden, so dass sich die Töne des Scores auch auf die Rears legen, aber Dynamik ist dann doch meist ein Fremdwort. Dabei kann immerhin der Sub durchaus mal zulangen, was er im Deutschen zumindest zu Beginn etwas wuchtiger tut, wenn Doug abrutscht und sich den Helm zerstört, als im Englischen. Auch die Keilerei nach 22’30 hält mehr Tiefton bereit. Anders ist es bei der basskräftigsten Szene des Films während der Landung des Mars-Shuttles nach gut 43 Minuten. Hier geht der O-Ton fühlbar tiefer in den Keller hinab als die deutsche Fassung.
Zudem klingt die Synchro leider etwas vordergründig und centerbetont. Die Stimmen kommen nicht so authentisch und hinterlassen schon mal den Eindruck, als habe man in einen Plastik-Hohlkörper gesprochen. Die Filmmusik wirkt nicht immer ganz homogen im Gleichlauf. Sie schwankt bisweilen tonal etwas. Typisch für die 80er und frühen 90er sind die ziemlich dünnen Sounds, die von Waffenschüssen ausgehen und praktisch kein Fundament haben. Gleiches gilt für berstendes Glas, das seinerzeit so krachig vertont wurde, dass es heute in den Ohren eher etwas weh tut. Der O-Ton ist in Summe offener und authentischer.

Mutanten des Mars

Die neue Blu-ray liefert fürs Deutsche erneut dts-HD-Master und fürs Englische bereits ein Upgrade auf Dolby Atmos. Die gleichen Tonspuren erhält dann auch die UHD-BD. Gegenüber der englischen Atmos-Version hat die deutsche Fassung nun dauerhaft spürbar mehr Bass und Druck. Während des Landeanflugs der Mars-Fähre bei 43’25 drücken die Triebwerke schon mehr. Und der unterliegende Orgel-Bass des Scores kommt merklich vehementer rüber – vor allem in dem Moment, in dem die Musik final auflebt. Außerdem wirkt die englische Fassung zwar nun noch mit einer etwas breiteren Bühne aufgestellt, aber gerade im Titelsong zu Beginn fehlt ihr einfach etwas die Dynamik. Die bisherige englische dts-HD-Master-Version ist präsenter, wenngleich man der neuen Atmos-Mischung die unterliegenden elektronisch klingenden Vibrations-Geräusche dedizierter und greifbarer auf die Rears gemischt hat als bisher (ab 1’03). Etwas wärmer und harmonischer klingen zudem die O-Ton-Dialoge.
Aber zurück zur deutschen Fassung. Zumindest in puncto Komprimierung scheint die Synchro noch mal angefasst worden zu sein. Denn während der deutsche Ton bei der alten BD meist bei 1.9 Mbps verweilte, pegelt er sich nun bei ca. 2.3 Mbps ein. Für wirklich hörbare Unterschiede muss man die Ohren allerdings spitzen. Denn die Abmischung selbst scheint identisch zu sein. Auch die wenigen Surround-Aktivitäten (Doug lehnt sich in den Rekall-Apparat bei 15’50) klingen praktisch identisch zur Tonspur der alten Blu-ray. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und vermute, dass es exakt der gleiche Mix ist, der nur mit etwas höherer Bitrate läuft.
Im ersten Sichtdurchgang übersehen, nun aber drauf aufmerksam gemacht: Es ist auch eine neue 2.0-PCM-Spur fürs Deutsche hinzugekommen. Der fehlt naturgemäß natürlich die entsprechende Räumlichkeit über alle Speaker, weshalb man sich bei ihr auf die Dialoge konzentrieren kann (und sollte). Denn die kommen über die 2.0-Fassung wesentlich klarer und lange nicht so topfig rüber. Zwar klingt der Score etwas aufgeregter, aber auch etwas dynamischer und die Stimmwiedergabe ist jener der 5.1-Fassung hörbar überlegen.

80er- und 90er-Bösewicht vom Dienst: Michael Ironside

Die Atmos-Mischung des O-Tons ist auf der regulären Ebene, wie oben beschrieben, dünner, kann aber natürlich mit der Höhen-Ebene auf Stimmenfang gehen. Und die ist durchaus lebhaft; aber auch ein bisschen auf den Score ausgelegt. Der spielt nicht nur während der Titelsequenz munter aus der Höhe mit, sondern praktisch in jeder der rasanteren Szenen. Auf diese Weise sind es in der Tat Goldsmiths Klänge, die maßgeblich vom neuen Mix profitiert haben.
Aber auch das geschäftige Treiben in der Metro wird von den Heights präsentiert. Das Gleiche gilt für sämtliche Lautsprecher-Durchsagen. Ob in der Metro selbst oder beim Durchlaufen des Körper-Scans. Witzig wird’s beim Pressluft-Gehämmer kurz darauf. Allerdings ist das akustisch eher fragwürdig. Denn die Dinger hämmern ja nicht von oben herab. Dennoch sorgt’s für ein bisschen mehr Rundum-Atmosphäre.
Später hört man dann immer mal wieder Schüsse von den Heights, bestimmte Soundeffekte wie das Geblitze bei der Aktivierung des Generators zum Schluss und das berstende Glas im Finale. Viele Sounds sind allerdings aus optischer Sicht eher falsch gesetzt. Denn einiges spielt sich auf Ebene der Kamera oder sogar darunter ab, kommt aber akustisch dennoch von oben. Insgesamt ein eher durchschnittlicher Atmos-Track, dessen Konzentration auf Goldsmiths Klänge aber sicherlich Fans finden wird.

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Bild- und Tonqualität UHD

Wer kam eigentlich auf die Idee mit dem Handtuch?

Total Recall wurde 1990 natürlich noch analog gefilmt. Zum Einsatz kamen Arriflex-Kamers, die auf 35 mm aufzeichneten. Für die 4K UHD-BD ließ STUDIOCANAL nun einen komplett neuen 4K-Scan vornehmen und das Material neuerlich restaurieren. Das Ganze passierte unter Aufsicht von Verhoeven selbst – oder zumindest nahm er das Ergebnis ab, nachdem er die 4K-restaurierte Fassung gesehen hatte. Begeistert rief er aus, dass er den Detailreichtum bewundere und hoffe, dass die Fassung von vielen Fans gesehen werde.
Der 4K-Scan entstand ausgehend vom Original-35-mm-Negativ und fand bei Technicolor in L.A. statt. Das Grading hingegen wurde von Jérome Bigleur bei Hiventy überwacht – wer auch immer das sein mag, da man seinen Namen ausschließlich in Verbindung mit dem Color Grading von Total Recall in Zusammenhang findet.
Davon abgesehen liefert die UHD-BD gegenüber der vielleicht doch etwas bunt geratenen neuen BD eher eine leichte Reduktion in den Obertönen der Farben auf. Hautfarben wirken dadurch natürlicher und etwas weniger grenzwertig im Bereich eines leicht übertriebenen Looks. Das Dekolleté der dreibusigen Dame hat einen natürlicher-gebräunten Teint und reduziert bspw. die Orangeanteile etwas. Während der Szenen, in welchen die rote Mars-Atmosphäre als Hintergrund dient, oder aber Gesichter davon angestrahlt werden, verliert aber auch die UHD hier und da die Ruhe. Ein Michael Ironside überstrahlt dann bei 48’45 durchaus ein bisschen und auch die Kombination von rot angestrahlter Haut und pinkem Lippenstift bei Lori ist etwas undifferenziert (ab 64’00). Dafür ist allerdings Schwarz noch etwas satter und die Körnung noch mal sichtbar feiner.
Leider hat die UHD-BD aber auch ein echtes Problem: Das Banding bei 43’11 ist gegenüber der neuen Blu-ray zwar weniger auffällig, allerdings auf Kosten drastischen Macro-Blockings während der kompletten Sequenz der Landung des Mars-Shuttles. Kein Wunder, wenn die Datenrate in dieser Szene nur zwischen 1.2 und 2.5 Mbps liegt. Gleich darauf schnellt sie wieder auf 26 Mbps hoch und steigert sich bei der Zollkontrolle auf bis zu 140! Mbps. Entsprechen liegt nahe, dass während der rot gefärbten Landung des Shuttles ein echtes Problem beim Encoding bestand. Denn selbst die neue Blu-ray (mit ihren Banding-Problemen) liegt dort bei rund 14 Mbps, also knapp dem 7-10-fachen. Besonders ärgerlich ist das vor allem für HDR10-Nutzer. Denn die Dolby-Vision-Kodierung sieht hier besser aus. Sie läuft mit knapp 10 Mbps (also immer noch weniger als die Full-HD-Blu-ray) an dieser Stelle und zeigt das Macro-Blocking weniger deutlich. Es ist immer noch sichtbar, aber in nicht ganz so groben Blöcken. Wer eine Dolby-Vision-Kette hat, für den darf also eine Teilentwarnung gegeben werden.

Blu-ray (44’07): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der sehr strahlend farbigen BD…

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sättigt die UHD den orangefarbenen Mantel zwar stärker, nimmt aber das leichte Überstrahlen der Blu-ray etwas zurück und wirkt dadurch natürlicher .

Blu-ray (55’33): (Slider ganz nach rechts): Ebenso bei diesem Bild.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD zeigt die Haut nicht mehr so orangelastig. Auch Gesicht und Arm wirken authentischer .

Blu-ray (89’49): (Slider ganz nach rechts): Arnolds Gesicht war über die neue BD schon glaubwürdiger angestrengt.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über die UHD legt er noch mal zwei Kilogramm Druck im Schädel nach. Man erkennt noch ein bisschen mehr Farbdifferenzierung im Gesicht.

Blu-ray (5’58): (Slider ganz nach rechts): Bei dem sehr farbkräftigen Bild der Sprecherin…

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sind die Unterschiede zwischen BD und UHD nicht allzu groß. Kontraste wirken aber etwas natürlicher.

Blu-ray (7’04): (Slider ganz nach rechts): Sharon Stone erhält im Gegensatz zur ebenfalls guten Blu-ray…

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … etwas mehr gräuliche Anteile im Gesicht. Beide Stimmungen gefallen aber grundsätzlich gut.

UHD HDR10 (7’04): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild noch einmal zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision hebt die Highlights im Gesicht ein bisschen deutlicher an.

Schon im Quasi-Vollbild lassen sich die Pixelklumpen in der oben beschriebenen Szene bei 43’10 erkennen
Auch hier sieht man schon auf dem Komplettbild die Probleme in der roten Fläche unter dem Shuttle. Das Bild wurde etwas abgedunkelt, um das Macroblocking zu verdeutlichen
Noch deutlich wird das, wenn man das Bild etwas näher heran holt
Hier muss ein deutliches Problem beim Encoding vorhanden gewesen sein
Der Ton ist identisch mit jenem der Blu-ray. Bewertung findet ihr oben unter Bild und Tonqualität Blu-ray.
Preis: 34,99 €
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Studio:
Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Die Marsbewohner bangen

Sowohl die Blu-ray als auch die UHD-BD locken mit neuem (und altem) Bonusmaterial. Bekannt ist bereits der Audiokommentar von Schwarzenegger und Verhoeven, der einiges an Anekdoten bereithält und zeigt, dass sich beide nicht immer einig waren.
Neu hingegen sind die Featurettes „Total Excess: Wie Carolco Hollywood veränderte“ sowie „Open Your Mind: Die Filmmusik“ und „Dreamers Within the Dream“, in dem die Entstehung des Films beleuchtet wird. Es werden Pre-Visualisierungen und Skizzen gezeigt. Außerdem geht man darauf ein, warum das Skript umgeschrieben wurde. „Die Filmmusik“ schildert letztlich, wie Verhoeven dazu kam, sich den bekannten Komponisten Jerry Goldsmith „leisten zu können“. Bekannt ist das Making-of, sowie das Featurette über die Spezialeffekte und einige der Interviews. Während das Making-of ein wenig knapp geraten ist, ist das Featurette über die Effekte nach wie vor sehenswert.
Das neue Feature „Wie Carolco Hollywood veränderte“ läuft im Übrigen knapp eine Stunde und stellt damit das Herzstück des Bonusmaterials dar. Die Retrospektive der Filme des Produzenten-Duos lässt unglaublich viele Erinnerungen aufkommen an eine Zeit, in der handgemachte Action noch Hoch im Kurs stand. Bis heute erstaunlich, dass sich das Studio, das im Low-Budget-Bereich anfing, dann die teuersten Filme der damaligen Zeit drehte, am Ende doch in Konkurs ging. Und daran ist nicht (ganz) alleine die missglückte Piratenbraut schuld.

Fazit

Total Recall ist immer noch ein äußerst unterhaltsamer und den Hirnschmalz anregender SciFi-Streifen. Mit einem lustvoll agierenden Schwarzenegger, einem schön bösen Ironside und einer erotisch unterkühlten Sharon Stone funktioniert auch die Besetzung nach wie vor hervorragend. Visuell schlagen die neue BD und die UHD-BD das Bild der alten Blu-ray schon alleine aufgrund des deutlich besseren Kontrasts und der intensiveren Farben. Selbst wenn Letztere hier und da etwas arg kräftig erscheinen, kann das für die ursprüngliche Vision des Regisseurs durchaus adäquater sein. Leider weist die UHD-BD bei der Wiedergabe von HDR10 einen sehr deutlichen Bildfehler auf und per Dolby Vision immer noch einen sichtbaren. Deshalb erfolgt hier eine Abwertung eines ansonsten im 85er Bereich liegendes Bildes. Sollte dieser Fehler nachträglich behoben werden, wird hier eine entsprechende Korrektur vorgenommen.
Der deutsche Ton klingt zur alten BD praktisch unverändert – insgesamt geht er vor allem aufgrund der recht druckvollen Bassaktivität in Ordnung. Die englische Atmos-Fassung ist in puncto Dynamik und Druck ein Rückschritt zur alten dts-HD-Master-Version.
Wer auf die bessere Dialogwiedergabe aus ist, der wählt die PCM-2.0-Spur, die Stimmen wesentlich präsenter und klarer abliefert.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD (HDR10): 75% (Abwertung aufgrund des starken Macro-Blockings innerhalb einer 20-sekündigen Sequenz)
Bildqualität UHD (Dolby Vision): 80% (Leichte Abwertung aufgrund leichten Macro-Blockings innerhalb der gleichen Sequenz)

Tonqualität BD/UHD 5.1 (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD/UHD 2.0 (dt. Fassung): 80%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 60%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 100%
Film: 80%

Anbieter: Studiocanal Home Entertainment
Land/Jahr: USA 1990
Regie: Paul Verhoeven
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone, Michael Ironside, Ronny Cox, Rachel Ticotin, Marshall Bell, Mel Johnson jr.
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 5.1: de
Bildformat: 1,851
Laufzeit: 113
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: STUDIOCANAL HOME ENTERTAINMENT)
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Trailer zu Total Recall

TOTAL RECALL 4K REMASTERED Trailer Deutsch | Ab 19. November als DVD, Blu-ray & 4K UHD!

28 thoughts on “Total Recall – Die totale Erinnerung 4K UHD

  1. Avatar Andreas

    Hallo Timo,

    dank für das Review, Recall ist einer meine All Time Favs (film und Score), aber die UHD wird wohl erst bei einem günstigeren Preis mein EIgen werden.

    Du hast aber in der Verhoeven US Filmographie Hollow Man unterschlagen, denke schon, dass er dazu gehört.

    • Bezüglich der Vita von Verhoeven in Hollywood ging’s mir ja vor allem um die kontrovers diskutierten Filme, die er in den USA gedreht hat. HOLLOW MAN ist bei Publikum und Kritik recht einhellig mies aufgenommen worden. Kontroversen gab’s damals zu dem Film eher nicht. Deshalb hatte ich ihn nicht mit aufgezählt.

  2. Avatar Andreas Pump

    Hallo Timo. Kannst du noch mal bitte eine circa Bildqualitäts % Einschätzung der Ur BluRay abgeben bitte ? An meinem damaligen FullHD Fernseher + Darbee Box sah das nämlich wirklich schlimm aus. MfG

    • Du meinst die BD von 2008?
      Sorry, da muss ich in Ermangelung der Scheibe passen. Tut mir leid.

  3. Avatar Basti

    Moin Timo,

    vielen Dank für das ausführliche Review.
    Ich habe die Ultimate Rekall Edition auf Blu-ray, die ja bisher das beste Bild hatte was unsere Veröffentlichungen betrifft (gleicher Bildtransfer wie die US Mind Bending Edition).

    Ich bekomme die 4K Collector’s Edition aus England zu Weihnachten und freue mich schon drauf.

    Eigentlich sollte der Film im neuen 4K Master bei uns am 05. November im Cineplex laufen, aber dann kam leider der zweite Lockdown dazwischen.

    Hab einen guten Start in die neue Woche,
    Basti

    • Ja, das mit der gecancelten Neuaufführung in den Kinos ist/war echt schade. Ist ja aktuell auch eine schöne Möglichkeit, überhaupt mal wieder Menschen ins Kino zu bekommen, wo es kaum neue Filme gibt. Mit ein bisschen Glück holen sie es nächstes Jahr noch mal nach.

  4. Avatar Simon

    Hmmmm,

    Ton Downgrade, Bild mit Fehlern, …. Eigentlich einer meiner absoluten Lieblingsfilme, aber hier warte ich doch erstmal ab.

    Danke für das Review – hat wieder mal extrem geholfen! 😀 😀 😀

  5. Avatar Andreas St.

    Hallo Timo,

    danke für den verlässlichen Quell an Infos zur Qualität von Disks.

    Ist natürlich zum Kotzen. Mein Lieblingsfilm, den ich in sämtlichen Formaten gekauft habe und diese Version bereits vorbestellt ist. Das der Kinogang gestrichen wurde, egal. Ich war damals verbotenerweise im Kino (ich war noch keine 18) und jetzt habe ich mein eigenes, ähnlich wie deins.

    Hat sich der Vertrieb evtl. zu deiner Kritik geäußert?

    Ansonsten weiter so.

    Grüße

    Der Typ, der mit Vornamen so heißt, wie die meisten (gefühlt)

    • Hallo Andreas.
      Bisher gab’s noch kein Feedback vom Anbieter. Ich bleibe aber dran.

  6. Avatar Jonas

    Thx Timo, gewohnt hilfreich & Informativ.
    TR war der erste Film in den ich mit meiner damaligen Freundin (=heutige Gattin) gegangen bin, Romantiker halt ;),
    4K Scheibe ist bestellt, habe eine Uralt BD aus England mit dt. Ton, die dürfte problemlos getoppt werden.
    Beim Ton werde ich auch hier mit Auro 3D experimentieren, das Feature meines neuen AVR ( 9.1. Setup) macht mir bisher deutlich mehr Spass als erwartet, grade in Kombi mit Stereo-& 5.1 Spuren

    • Der IDEALE Film für ein First Date 🙂
      Die alte BD aus England toppt die neue tatsächlich deutlich.

      • Avatar Andreas Warmuth

        Hallo Timo
        Erstmal danke für deine ständig sehr guten und informativen Bewertungen, die für mich oft kaufentscheiden sind. .
        Eine Frage/Bitte: Könntest du deine Aussage „Die alte BD aus England toppt die neue tatsächlich deutlich“ für mich klarstellen.
        Bei deiner Aussage könnte nämlich sowohl die alten BD aus England („Die alte BD aus England toppt…“) die neue toppen, als auch die neue die alte aus England (…toppt die neue tatsächlich deutlich“). Ich habe nämlich auch noch die 2008-er Version aus England und ich weiß nicht, ob ich mir die neue holen soll.

        Danke im Voraus und mach weiter so.

        • Du hast Recht, das ist sehr deutlich missverständlich 😉
          Also: Bis auf wenige Ausnahmen (Vorspann, Landeszene des Mars-Shuttle) wird die alte UK-BD von der neuen Blu-ray getoppt 😉

          • Avatar Dude

            Hallo,
            das sehe ich völlig anders. Die neu BD zeigt im direkten Vergleich am (kalibrierten) Monitor, einen deutlichen Grünstich.
            Das fällt u. A. bei allen weißen oder blauen Objekten und Hintergründen auf. Blauer Himmel sieht z. B. ähnlich verfälscht aus, wie bei der Herr der Ringe EX BD.

  7. Avatar Michael Schubert

    Klasse Rezension, auch wenn ich bei den Filmfehlern schon wieder Puls kriege … die Scheibe ist bei Amazon bereits vorbestellt. Am Ende gucke ich dann doch nur wieder die REKALL-Fassung? Schade, und lässt mich einmal mehr an dem ganzen Sinn/Unsinn von UHD zweifeln …

    • Man muss halt differenzieren. Die UHD-BD als Medium ist hier ja nicht das Problem, sondern eine Unaufmerksamkeit beim Encoding.
      Ich storniere mein Steelbook deshalb nicht. Dafür ist das Bild an sich zu gut 🙂

      • Avatar Michael Schubert

        Okay, dann kneife ich an der Stelle immer die Augen zu. 😉

  8. Avatar Heimkineast

    Oha. Habe die UHD Steel schon vorbestellt. Sollte ich besser stornieren und warten oder was meint ihr?

    • Der Bildfehler ist sehr ärgerlich. Aber es sind halt auch „nur“ 18 Sekunden im ganzen Film und der Rest sieht wirklich gut aus.
      Ich habe meine eigene, private UHD nicht storniert und freue mich trotz allem drauf.

      • Avatar Heimkineast

        Na ich lasse es mal darauf ankommen, vielleicht liegt der Bildfehler ja an Herrn Wolters Zuspielkette 😉

        Und wenn es doch ein Produktionsfehler ist sollte man es auch reklamieren können, oder?

        • Seit der Respons zu SHOWGIRLS klopfe ich das bald dreimal ab, ob’s auch an meiner Kette liegen kann.
          Aber wenn zwei unterschiedliche Pana-Player die Datenrate identisch anzeigen, schließe ich es dann doch aus 😉
          Bei 1.2 Mbps kann einfach kein gutes Bild entstehen. Ich gehe schwer davon aus, dass hier automatisiert encodet wurde und aufgrund der geringen Varianz in der Szene (ist ja fast alles „nur“ rot), hat der Encoder die Kompression krass nach unten gefahren. Eine „eintönigere“ Szene (meint: Farbverläufe ohne große Detailflut) gibt’s ansonsten im Film ja nicht noch mal.

      • Avatar Christian Wietzke

        Ich habe mir die UHD gekauft.
        Die betreffenden Szenen sind in der Tat grenzwertig.
        O.k. bei einer Bildbreite von 350cm sieht man wirklich jeden Fehler.
        Bleibt zu hoffen, dass hier nachgebessert wird.
        Ansonsten sahen die Szene, die ich mir sonst angeschaut habe gut aus.
        Das Upgrade hat sich gelohnt. Der Ton in deutsch geht vollkommen in Ordnung.
        Den Film hatte ich bereits als Laserdisk und diversen anderen Medien.
        Dies ist die bisher beste Version.

    • Avatar Dennis

      Ich hab meine jetzt erst einmal storniert. Bei fast 40 Euro warte ich mal auf neue „einfache“ Version oder werde es mal bei Veröffentlichung als 4K streaming mal anschauen. Aber Timos Reviews ist immer top und akkurat, deswegen bereute ich die Entscheidung auch nicht (so wie auch bei 300).
      Die nächsten Hoffnungsträger sind die LotR Trilogie und AKIRA. Schau mer mal…

  9. Avatar Andreas St.

    Hallo zusammen,

    ich habe heute meine Disk erhalten und gleich rein geguckt.
    Beim Vorspann, den ich eigentlich total Klasse finde, bin ich fast umgefallen und habe erst Mal die alte BD aus GB raus geholt. Sie sieht im Längen besser aus. OK, nur der Vorspann, danach bekommt man bei der alten BD Tränen in die Augen.
    Die Videodatenrate ist beim Vorspann teilweise niedriger wie die vom Ton. Es sieht alles matschig aus und überall sind klötzchen. Auch die Szene wo das Raumschiff landet und drumherum alles rot ist, sieht wirklich übel aus. Das ist also nicht Timos Zuspielkette. Den Vorspann finde ich aber schlimmer, da er länger dauert.
    Der Ton… Ich könnte heulen. Was ist das den für ein Mist. Die Atmostonspur ist wirklich für die Katz. Habe gelegentlich zwischen 2.0 Dolby Surround und 7.1 Atmos gewechselt und verglichen und mich irgendwann für die 2.0 Tonspur mit dem Upmixer entschieden. War für mich die bessere wahl. War so wie früher, als ich den Film das erste Mal in VHS in meinem „Heimkino“ hatte. Damals allerdings in deutsch.
    Für mich war es das erst Mal mit vorbestellen von irgendwelchen Limited Editions. Zuerst Zurück in die Zukunft und jetzt dieser Film vermurkst. Ich bin erst Mal fertig mit den Anbietern. Demnächst wird auf die VÖ gewartet, gelesen, was so geschrieben wird, und dann für günstiges Geld die normale Version gekauft. Steht doch eh nur im Regal herum…

    Ich bin gefrustet…

    • Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein guter Upmixer in einem guten Receiver aus der 2.0-Spur wirklich das bessere Ergebnis zaubert – verglichen mit der deutschen und englischen Mehrkanalspur. Denn die 2.0-Fassung ist klanglich wirklich die beste.

      • Avatar Andreas St.

        Hallo Timo, ich weiß nicht, ob ich einen guten Upmixer habe. Ich nutze einen Marantz SR 6011, genutzt habe ich Dolby Surround, da ich bemerkt habe, daß der DTS Upmixer bei 2.0 Quellen deutlich schlechter arbeitet und z.B. Sprache einen kurzen Augenblick auf die Surrounds legt. Mit dem Ton bin ich zufrieden. Besser geht immer, ist aber auch eine Frage des Budgets. Es war bei den Szenen, die ich mehrfach in beiden Varianten geguckt habe, bei der Atmostonspur kein Mehrwert von meiner Seite aus zu bemerken. Ich habe relativ leise gehört, da es schon spät war und es ist gut möglich, daß ich bei einer höheren Lautstärke hier und da vielleicht etwas mehr auf den Surrounds gehört hätte. Für mich zählt aber das Gesamterlebnis und da habe ich lieber etwas mehr Fundament anstelle von ein paar Umgebungsgeräuschen (die ja trotzdem nicht fehlen, sondern evtl. nur wo anders raus kommen). Der Film wurde damals in Surround und 70 mm 6 Kanalton gezeigt (laut IMDB). Das es besser geht, hört man auf der alten BD. Ist sehr ärgerlich.

  10. Avatar Andreas St.

    Ich habe Studiocanal mal angeschrieben.

    ————————————————–

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe Total Recall als 4K Stellbook gekauft und bereits gestern geliefert bekommen.

    Leider ist die Umsetzung nicht wie erwartet.

    Grundsätzlich ist das Bild deutlich besser, wie die alte Blu Ray (sowie DVD und VHS… ich habe ihn bereits mehrfach gekauft), allerdings gibt es mehrere Szenen, wo anscheinend etwas schief gelaufen ist.

    Direkt beim Vorspann bzw. in der Szene, wo das Raumschiff auf dem Mars landet sind deutliche Artefakte zu sehen bzw. das Bild ist so matschig, daß ich dachte, ich hätte die DVD eingelegt. Die Datenrate fällt teilweise auf 1 MBit und ist niedriger, wie die des Tons. Wo wir beim nächsten Thema wären.

    Die deutschen Tonspuren sind so „schlecht“, wie immer. Es gibt keine Verbesserung aber auch keine Verschlechterung. Da will ich mich nicht beschweren. Außerdem gucke ich Arnold eh nur in Englisch.

    Die englische Atmostonspur ist allerdings irgendwie missglückt. Es fehlt völlig das Fundament, der Bass. Ich habe einige Szenen intensiv mehrfach angehört und irgendwann für mich entschieden, daß die englische 2.0 Tonspur, mit Dolby Surround aufgemöbelt (so wie früher zu VHS Zeiten…) besser klingt wie die englische Atmostonspur. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein.

    Vielleicht haben sie das Missgeschick bei der Veröffentlichung bei der UHD von Zurück in die Zukunft (welches mich ebenfalls betrifft) sowie den anschließenden geplanten Austausch mitbekommen. Der UHD von Total Recall würde eine Fehlerkorrektur ebenfalls gut stehen, worüber ich mich sehr freuen würde.

    Allerdings habe ich bereits meine Konsequenzen aus dieser Veröffentlichung gezogen. In Zukunft werde ich keine Vorbestellungen mehr vornehmen und auf die ersten Reviews warten. Sollte die Auflage vergriffen sein, greife ich zur „normalen“ Auflage, die außerdem deutlich günstiger ist.

    Noch eine Anmerkung. Grundsätzlich bin ich mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Bitte weiter so. Kein Streaming, sondern Disks. Ich bin Sammler…

    Über eine Stellungnahme würde ich mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    ————————————————–

    Ich bin mal gespannt, ob sich jemand meldet.

  11. Avatar Hans-Ingo Trompeter

    So, ich habe nun den ersten Teil meiner neuen Projektionskette installiert (einen JVC N7), und TR war einer der ersten Filme. In der Tat: der Vorspann ist furchtbar matschig, die besagte Szene der Marslandung fällt aber nicht ganz so schlimm auf wie aus dem Review erwartbar aber man sieht’s. RICHTIG schlimm ist aber die Blende in der Schlusszene des Films: man achte mal auf die Sonnenklötzchen… Ansonsten: ziemlich gut, nur die reduzierte Auflösung der Sequenzen mit Marshintergrund stört etwas.

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