Transformers: Aufstieg der Bestien 4K UHD

Blu-ray Review

Paramount Home, 12.10.2023
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OT: Transformers: Rise of the Beasts

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Transwarpschlüsselkampforgie

Ein neuer Anfang für das Transformers-Franchise?

Inhalt

Noah rutscht unfreiwillig in ein riesiges Abenteuer

Unicron ist ein planetenfressendes Ungetüm, das einst die Heimatwelt der Maximals angriff. Ihm zur Seite stehen die Terrorcons unter der Führung von Scourge. Der versucht, den Transwarp-Schlüssel zu finden, der Portale durch Zeit und Raum öffnen kann. Auf diese Weise will Unicron Planeten schneller konsumieren und zerstören. Bevor die Maximals von Unicron geschluckt werden, opfert sich deren Anführer Apelinq und ermöglicht so den anderen Maximals die Flucht. Unter Optimus Primal fliehen sie mit dem Transwarp-Schlüssel zur vorgeschichtlichen Erde. Ewigkeiten später, im Jahr 1994 muss Elektroniker Noah an Geld kommen, um seinem kranken Bruder zu helfen. Also lässt er sich überreden, einen 911er zu stehlen, um ihn zu verkaufen. Doch der Porsche entpuppt sich als Autobot Mirage – sehr zur Verwunderung von Noah. Etwa zur gleichen Zeit untersucht Museumspraktikantin Elena eine alte Statue mit einem Maximal-Symbol. Als sie diese versehentlich aufbricht, entdeckt sie darin den versteckten Transwarp-Schlüssel. Durch dessen Fund wird ein Energiestrahl freigesetzt, der vom Autobot-Anführer Optimus Prime aufgefangen wird. Dessen Ruf erreicht auch Mirage, sodass Noah mitten in die Mission von Prime hineingezogen wird. Die Autobots könnten mithilfe des Schlüssels wieder zu Cybertron zurückkehren. Doch auch die Terrorcons werden durch den Energiestrahl aufmerksam auf die Anwesenheit des Schlüssels und folgen seiner Signatur. Es entbrennt ein Kampf zwischen beiden Parteien. Mittendrin: Noah und Elena …

Elena geht’s kaum anders

Als Michael Bay 2007 mit Transformers die Kinos enterte, hätte viele vermutlich nicht geahnt, was aus dem Franchise über ein paar Maschinen, die sich auf der Erde als Autos, LKWs oder Flugzeuge inkognito bewegen, über die Jahre werden würde. Doch weil „Hirn aus, Action an“ immer ein Garant für erfolgreiche Kinoergebnisse ist, gab es bisher sechs Filme im Franchise – das Spin-off Bumblebee eingeschlossen. Nimmt man dieses jedoch heraus, hat Bay bisher bei allen Filmen Regie geführt, weshalb Transformers: Aufstieg der Bestien durchaus als Zäsur gesehen werden darf. Erstmals übernimmt ein anderer Regisseur das Zepter innerhalb der Filme, die sich um Optimus Prime drehen. Steve Caple jr. debütierte 2016 mit The Land und ließ 2018 Creed II folgen. Dass er für seinen dritten Film gleich über 200 Mio. Dollar Budget verfügen würde, hätte er sich vermutlich auch nicht gedacht. Und trotz der deutlich sinkenden Kurve in puncto Kinoeinspiel geriet sein Einstand ins Franchise nicht zum befürchteten Mega-Flop in einem Jahr, in dem gefühlt jeder zweite Film für das produzierende Studio eine Vollkatastrophe war. Mit einem Einspiel von 440 Mio. dürfte Paramount knapp auf die Gewinnstraße gekommen sein. Und das, obwohl man sich als Zuschauer durchaus an Neues gewöhnen muss. Denn Transformers: Aufstieg der Bestien dient quasi als Bindeglied zwischen Bumblebee und Transformers. Er verbindet das Spin-off mit dem ursprünglichen Start der Serie aus chronologischer Sicht, spielt sieben Jahre nach Bumblebee und 13 Jahre vor Bays erster Adaption. Ausgenommen Optimus Prime und Bumblebee bekommt man es mit einer Reihe neuer Figuren und vor allem neuer menschlicher Charaktere zu tun.

Bumblebee summt ebenfalls mit

Der Quasi-Neustart tut dem Franchise gut und eröffnet (ebenso wie bei Bumblebee) eine Reihe von Möglichkeiten, auch das Setting der 90er mitzunehmen und zu bedienen. Das geschieht selbstverständlich zum einen über den Soundtrack, zum anderen aber auch die Kostüme, die verwendete Technologie und das Setdesign. Und so gibt’s eine ganze Menge zu entdecken – alleine schon beim Betrachten der Computer, die hier zum Einsatz kommen, werden nostalgische Gefühle geweckt. Zwar wird das in Summe nicht überstrapaziert, weil Aufstieg der Bestien durch die Transformers und deren Technik immer noch wie ein Film aus der Zukunft wirkt, aber ein paar nette Gags hält es dennoch parat. Und dass hier ein alter VW T1 und eine Replika eines Porsche Carrera RS 3.8 zum Einsatz kommen, lässt Oldtimerfans das Herz höher schlagen. Allerdings dürften die sich gleich wieder etwas irritiert abwenden, wenn ausgerechnet der Carrera RS 3.8 die albernsten Checker-Dialoge vom Stapel lässt, die sich Drehbuch und Synchro einfallen lassen konnten. Und wo wir bei albern sind: Dominique Fishback in der Rolle der Elena nervt. Warum müssen Frauenrollen in den allermeisten Actionfilmen immer so furchtbar stereotyp hysterisch angelegt oder übertrieben taff geschrieben sein? Gibt’s im Drehbuchautoren-Einmaleins keine Grauzonen?

Optimus zeigt gerne, wo’s lang geht

Bei Noah Diaz, der von Anthony Ramos gespielt wird, funktioniert das immerhin halbwegs gut. Er macht eine Entwicklung durch und darf sowohl Verletzlichkeit als auch Kampfgeist beweisen. Gerade seine Verbindung zum kranken jüngeren Bruder haucht seiner Figur Leben ein und lässt ihn nahbar werden. Natürlich ist das immer noch unterbelichtet, aber im Bereich eines Actionfilms reichen ja schon kleinere Hinweise auf Charaktertiefe, um sich ein wenig vom Einerlei abzusetzen. Eine schöne Dynamik entsteht in Aufstieg der Bestien auch dadurch, dass Optimus Prime noch kein ausgewiesener Menschenfreund ist – eher im Gegenteil. Erst die Begegnung mit den Maximals lässt ihn in seinem sturen „Vertraue niemandem“ innehalten. Die Erklärung dazu ist zwar ein bisschen dünn, aber was will man von einem Roboter auch anderes erwarten, der nur Gut und Böse kennt. Was wirklich gut funktioniert, sind die Actionszenen – eben weil sie etwas reduziert und nicht mehr so völlig absurd übertrieben sind wie zuletzt bei Bay. Da die einzelnen Setpieces visuell sehr unterschiedlich sind, wirkt es auch nicht wie ein beliebiges Einerlei. Und über weite Strecken funktionieren auch die CGIs recht gut. Was die Antagonisten angeht, ist Unicron vielleicht eine zu diffuse Bedrohung. Sein Stellvertreter Scourge agiert jedoch schön böse, unbarmherzig und hat mit seiner Neigung zu Transformers-Trophäen einen schön schurkigen Fetisch.

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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 12 Oct 2023
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Bild- und Tonqualität BD

Statosphere ist der coolste „neue“ Charakter im Film

Transformers: Aufstieg der Bestien wurde digital gefilmt, was aber nicht heißen muss, dass es hier glatt und artifiziell zugeht. Gerade zu Beginn gibt’s teils deutliches Rauschen auf Oberflächen. Ähnliche Unruhen sieht man auch beim Wechsel ins Jahr 1994. Vermutlich eine bewusste Entscheidung im Sinne des Jahrzehnts, in dem der Film spielt. Womit man sich abfinden muss, ist das im Dunkeln nicht wirklich perfekte Schwarz, das sich noch dazu immer wieder etwas grünlich verfärbt (37’00) und Rauschen nimmt dann auch schon mal farbliche Ausmaße an. Die Schärfe ist in der Regel nicht exorbitant gut und passt sich ein wenig den CGIs an, die in ihrer Auflösung ohnehin etwas schwächer sind. Close-ups von Gesichtern wissen aber durchaus zu gefallen. Die Tageslichtszenen kommen über die Blu-ray etwas zu hell rüber und der Himmel dürfte mehr Durchzeichnung aufweisen. Das Encoding geht soweit in Ordnung und fängt auch das Rauschen in den dunkleren Szenen ganz gut ein.

Scourge führt die Truppe der Terrorcons an

Es ist keineswegs unüblich für Anbieter Paramount, dass die Blu-ray eines Films noch mit Dolby Digital Tonspur fürs Deutsche erscheint, bzw. auskommen muss. Und im Prinzip kann auch eine DD-Fassung für richtig dynamische Aktionen im Heimkino sorgen, wenn es gut gemacht und sauber kodiert ist. Und was Paramount hier für Transformers: Aufstieg der Bestien abliefert, ist allererste Dolby-Digital-Sahne. Ganz ehrlich: Viel besser, dynamischer und wuchtiger kann eine relativ stark komprimierte Tonspur nicht klingen. Schon das Introkapitel mit den donnernden Basssounds, der tiefen und sonoren Stimme sowie den Fights zwischen den Transformers lässt das Heimkino mächtig erzittern. Hier und da könnte im Hochtonbereich etwas mehr Brillanz vorhanden sein, doch wer diese Tonspur isoliert und ohne Info, dass es sich um DD handelt, vorgespielt kommt, wird Tränen in den Augen haben, wenn er parallel an die akustische Grütze denkt, die Disney seit Jahren (mit einem weniger stark komprimierten Ton) abliefert. Die Abschlusssequenz des ersten Kapitels, die auf ein Grollen hinausläuft, bietet derart viel Bass und Wucht, dass man wirklich freundliche Nachbarn haben sollte. Und, Überraschung: Die DD-Fassung hat bei gleicher Lautstärke mehr Bums als die englische Atmos-Fassung mit True-HD-Kern. Und zwar rund 4-5 dB mehr Bums. Die englische Fassung ist im Hochton ein wenig differenzierter, aber im Bass bei Referenzlevel weit weniger brutal.

Preis: 9,99 €
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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Arcee und Wheeljack machen Dampf

Transformers: Aufstieg der Bestien wurde digital gefilmt, wo real gefilmt wurde. Zur Anwendung kam eine Arri Alexa Mini LF, die mit 4.5K aufzeichnet. Das Ganze kam über ein 4K-DI auf die Scheibe und wurde von Paramount mit HDR10 und Dolby Vision inkl. erweitertem Farbraum im Rahmen von Rec.2020 gegradet. In der Praxis ist das Bild der HDR-Scheibe zwar dezent dunkler, aber keineswegs zu dunkel oder gar problematisch in der Durchzeichnung. Die Stimmung über Manhattan bei 6’18 ist etwas nachmittäglicher und passt damit besser zu den langen Schatten auf den Gebäuden, wenn man es mit der Blu-ray vergleicht.
Die Auflösung ist bei den Totalen sichtbar besser. Manhattan zeigt die Details und Fensterreihen auf den Wolkenkratzern sichtbar besser aufgelöst und plastischer. Hier kommt die Blu-ray nicht mit. Noch eindrucksvoller wird das bei der nächtlichen Sicht auf New York zu Beginn von Kapitel drei. Paramount war schon immer für recht dynamische Spitzlichter bekannt. Und die hunderte von Lämpchen, die man hier zu Gesicht bekommt, liefern so viel mehr an Dynamik, dass man sich bei der Blu-ray verwundert die Augen reibt. Auch der Schwarzwert ist um Längen knackiger, die Auflösung hier ebenfalls sichtbar besser, sodass der Unterschied hier wirklich sehr deutlich zugunsten der HDR-Scheibe ausfällt. Richtig heftig wird’s bei der Vogelperspektive kurz darauf (15’56): Wo bei der Blu-ray sogar die Zebrastreifen schon verschwimmen und nicht mehr aus einzelnen Segmenten zu bestehen scheinen, differenziert die UHD Blu-ray klar und deutlich. Autos und Fußgänger sind keine undefinierten Matschhaufen mehr, sondern als solche zu erkennen. Durch den besseren Schwarzwert nimmt auch die Grünbetonung in dunklen Szenen etwas nach (ist aber dennoch nicht ganz getilgt). Farben sind insgesamt durchaus kräftiger und das Encoding ist Paramount dieses Mal gut gelungen. 

Blu-ray (6’17): (Slider ganz nach rechts): Im direkten Vergleich fällt vor allem die unterschiedliche Tagesstimmung auf.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über die HDR-Scheibe wirkt es nachmittäglicher und atmosphärischer.

Blu-ray (6’17): (Slider ganz nach rechts): Geht man näher ran, fallen die Differenzen in der Auflösung sichtbar auf.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk bildet die Details auf den Wolkenkratzern und Oberflächen deutlicher und plastischer ab.

Blu-ray (15’53): (Slider ganz nach rechts): Ein Vergleich, der vor allem im laufenden Bild auffällt. Die Blu-ray ist im Schwarz oft nicht perfekt.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist im Schwarz satter und in den Highlights wesentlich strahlender. Über ein HDR-Display sieht man das sehr deutlich.

Blu-ray (54’31): (Slider ganz nach rechts): Hier geht es zum einen um die bessere Kontrastdynamik.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray lässt die Brücke dreidimensionaler wirken.

Blu-ray (54’31): (Slider ganz nach rechts): Geht man näher ran, fällt die Differenz in der Darstellung der roten Pfeiler auf
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk ist nicht nur kräftiger im Rot und besser in der Farbdifferenzierung, sondern vermeidet die unschönen Nachwischeffekte der Blu-ray in der Bewegtdarstellung. Die roten Pfeiler sind deutlich definierter und klarer abgegrenzt.

Blu-ray (88’32): (Slider ganz nach rechts): Ein Bild, das wie geschaffen ist für HDR und erweiterten Farbraum. Die Blu-ray wirkt kraftlos und fast milchig-trüb im Vergleich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Farbintensität, Farbdifferenzierung, Dreidimensionalität – hier muss man nicht lange überlegen, welche Disk das besser macht.

Blu-ray (105’59): (Slider ganz nach rechts): Durchzeichnungsprobleme haben Blu-rays oft in hellen und sehr dynamischen Bereichen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Disk bietet sichtbar mehr Zeichnung im Feuer der Explosion.

Blu-ray (108’42): (Slider ganz nach rechts): Auch hier wirkt die Blu-ray im Vergleich fast milchig.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray zeichnet den Vulkanberg besser ab, hat intensivere Farbkontraste und im Boden die bessere Farbdifferenzierung.

Primal wirft sich auf die Seite der Autobots

Löblich, dass Paramount bei einem akustisch so eindrucksvollen Titel auch fürs Deutsche eine Atmosspur integriert – selbst wenn’s „nur“ für die UHD Blu-ray der Fall ist. Interessant war hier jetzt die Frage, ob die deutsche Atmos-Spur sich in puncto Wucht an ihr DD-Pendant der Blu-ray anpasst und gegenüber der englischen Fassung mehr Kraft liefert oder ob sich die beiden Atmos-Fassungen einander angleichen. Die gute Botschaft: Die deutsche Atmos-Spur ist ebenfalls lauter. Rund 5 dB sind es in den lauten Actionszenen hier ebenfalls. Ohne die Möglichkeit zu haben, zu messen, ob es „nur“ eine höhere Lautstärke ist oder tatsächlich mehr Dynamik, fühlt sich die deutsche Fassung subjektiv satter an. Jedenfalls vermisst man hier nichts. Gar nichts. Schon lange rockte die reguläre Ebene einer Atmos-Tonspur nicht mehr so wie bei Transformers: Aufstieg der Bestien. Dabei klingt es im Hochtonbereich auch ein wenig feiner als bei der DD-Spur und einzig die Synchronstimmen sind ein wenig dünner als im Original. Aber das ist nun wirklich Meckern auf allerhöchstem Niveau. Apropos Stimmen: Was leider überhaupt nicht geht, ist die amateurhafte Synchro von Arcee. Der einzige weibliche Autobot wird von Autorennfahrerin Sophia Flörsch gesprochen und man darf sich fragen, warum die deutschen Dependancen von Filmanbietern immer wieder glauben, es sei eine gute Idee (semi)prominente Sportler als Synchronsprecher einzusetzen. Wie drastisch der Unterschied zwischen Profi und Amateur ist, hört man bei weiblichen Terrorcon Nightbird. Die von Carolina Vera eingesprochene Figur spricht um Welten besser als es Arcee tut. Akustisch hat das natürlich keinen Einfluss und spätestens im Showdown wird man von einem wirklich fast perfekten Ton förmlich weggeblasen. Dazu gehören auch die Sounds auf der Höhenebene. Schon die Paramount-Buchstaben setzen sich genial vertont zusammen. Wenn nach 80 Sekunden der Planetenzerstörer zu rotieren beginnt und kurz darauf Geschosse und die skorpionartigen Bots auf den Planeten rauschen, gibt’s ebenso reichlich Sounds von oben wie beim Flügelschlag des Adlers. Nach knapp sechs Minuten dringt dann die Stimme von Scourge deutlich von oben zum Zuschauer. Richtig fetzig wird’s auch beim Energiestrahl nach 22’25, der das Heimkino maximal ausfüllt. Springt der Porsche nach etwas über 25 Minuten über die Kamera, wird auch das akustisch korrekt von oben begleitet – Transformers: Aufstieg der Bestien macht hier alles richtig, was The Flash falsch (oder einfach gar nicht) gemacht hat. Dazu kommen die zahlreichen Transformers-Umwandlungs-Sounds, die immer auch mit von den Heights kommen, sobald sie oberhalb der Kamera stattfinden. Nach 36’35 darf dann auch Scourge mal wieder sonor von oben herab sprechen und kurz darauf gibt’s schnarrende Sounds bei der Einblendung des HUDs. Der Score gesellt sich immer dann hinzu, wenn es dramatischer wird und bei 38’38 feuert es splitterndes Glas direkt ins Heimkino. Noch beeindruckender ist aber die Stimme Unicrons nach 48’35, die sogar die Subs sehr deutlich und kräftig anregt. Das Gleiche gilt für Stratosphere, der nach 55 Minuten kräftig über die Köpfe donnert, bevor er auf seine unnachahmliche Art und Weise landet. Im seinem klapprigen Inneren geht es dann kurz darauf ebenso geräuschvoll zu wie beim Vorbeiflug der Kamera an seinen Propellern. Das gibt’s in der Form noch einmal etwas später und nach etwas über 80 Minuten kommt das Flügelschlagen von Airazor rabiat rüber. Während des großen Fights auf offener Ebene hätte es hier und da noch ein paar Effekte geben dürfen, doch insgesamt macht das wirklich richtig Spaß.

Preis: 19,97 €
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Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

insgesamt neun Featurettes und sieben entfernte/erweiterte Szenen warten auf den Käufer der Disk von Aufstieg der Bestien. Vorhanden ist das Bonusmaterial sowohl auf der BD als auch auf der 4K-Scheibe. Die Laufzeit der einzelnen Beiträge ist unterschiedlich und variiert zwischen fünfeinhalb und knapp elf Minuten. „Menschliche Angelegenheiten“ resümiert ein wenig den neuen Ansatz mit den neuen Figuren. „Das Leben in den 90ern“, wen wundert’s, kümmert sich um das Jahrzehnt, in dem der Film spielt. Man kümmert sich um den Look, um ein paar Themen, die in den 90ern für junge Menschen aktuell waren und natürlich auch um den Soundtrack. „Helden“ und „Bösewichte“ stellt die neuen Transformers beider Seiten näher vor und die nächsten fünf Featurettes kümmern sich um die einzelnen Actionszenen. Hier kommt dann auch mal Michael Bay zu Wort. Alle Extras sind deutsch untertitelt.

Fazit

Transformers: Aufstieg der Bestien mag nicht mehr unter der Ägide von Michael Bay stehen, was dem Franchise allerdings eher gut als schlecht tut. Die üblichen Ingredienzen sind nach wie vor enthalten und die Verbindung zwischen Autobots und Menschen über Noah Diaz ist stärker und fesselnder als zuletzt. Die nicht mal zwei Stunden Laufzeit unterstützen den Unterhaltungswert und die Actionszenen machen durchweg Spaß. Dazu gibt’s bei der UHD Blu-ray das sichtbar bessere Bild und einen famosen Sound – selbst bei der Dolby-Digital-Spur der Blu-ray.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD (dt. Fassung): 100%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 100%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 75%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 75%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 90%

Bonusmaterial: 70%
Film: 70%

Anbieter: Paramount Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2023
Regie: Steven Caple Jr.
Darsteller: Anthony Ramos, Dominique Fishback, Luna Lauren Velez, Dean Scott Vazquez, Tobe Nwigwe, Sarah Stiles, Leni Parker
Tonformate BD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 127
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1359 Nit
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: © 2023 Paramount Pictures. Hasbro, Transformers and all related
characters are trademarks of Hasbro. © 2023 Hasbro)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
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Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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6 Kommentare
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Holger

Leider konnte ich Timos Einschätzung nicht teilen. Trotz erfreulicherweise kräftiger Tonspur fand ich den Film sehr müde, eher wie ein verblasstes Abziehbild der älteren Teile. Mässige Figuren, unauffällige Schauspieler, mässiges Bild. Die Szenen in der Inka Stadt ein fürchterliches Beispiel der neuen Produktionsmethoden vor LED Wänden

Tim

War recht unterhaltsam.
Nur wer die Stimme für „Arcee“ abgesegnet hat, der gehört abgemahnt.
So unglaublich schlecht…man man man.

Hans-Ingo Trompeter

Film hat mir überraschend gut gefallen, nur die beiden Hauptdarsteller waren recht unsympathisch. Disc ist top, stimme Deinem Review zu.

Dennis

Konnte es jetzt nicht ganz rauslesen:
Ist die deutsche Dolby Atmos Spur nun besser als die englische auf der UHD, oder einfach nur lauter?