Tremors – Shrieker Island

Blu-ray Review

Universal Pictures, 26.11.2020

OT: Tremors – Shrieker Island

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Alcatraz für Graboide

Die Raketenwürmer gehen in ihre siebte Runde.

Inhalt

Wenn’s um Graboide geht, kann nur einer helfen: Burt Gummer

Eine Forschungseinrichtung auf irgendeiner Pazifikinsel. Die Wissenschaftler vor Ort sollen einheimische Elefanten kategorisieren. Als Jimmy, der Biologe mit seiner Vorgesetzten eine Exkursion vornimmt, finden sie ein ziemlich übel zugerichtetes und ziemlich unbekanntes wurmartiges Wesen, das von einem offenbar ziemlich bösartigen Viech auseinandergenommen wurde. Jimmys Chefin Jas kennt nur einen Ausweg aus der Situation: Burt Gummer.
Gummer ist seit Jahrzehnten Spezialist auf dem Gebiet für Graboide, hat sich allerdings auf einer komplett anderen Insel zur Ruhe gesetzt und muss erst einmal organisiert werden. Als der Monsterjäger endlich gefunden und vom Mitkommen überzeugt wurde, ahnt er noch nicht, dass er auf seine Ex Jas treffen wird. Doch was noch viel schlimmer ist: Auf der Nachbarinsel der Forschungsbasis hat Bill, der Boss der Forschungsgruppe, eine skrupellose Geschäftsidee umgesetzt: Er lässt zahlungsfreudige Freizeit-Söldner Jagd auf die von ihm genetisch manipulierten Graboiden machen. Das Problem, das Gummer und die Forscher nun haben: Das schwere Geschütz zur Verteidigung haben nur Bill und seine Jäger. Die Biologen müssen mit Macheten und Peilsender-Waffen auskommen. Und mit ein bisschen Dynamit. Altem Dynamit …

Burt sagt, wo’s lang geht

Im Land der Raketenwürmer – was für ein Name für einen Film. Was für ein unglaublich trashiger Name. Und dann auch noch frei erfunden. Denn im Original heißt die 1990er Monster-Horrorkomödie schlicht Tremors. Und „Tremors“ bedeutet übersetzt nichts anderes als „Zittern“ und spielt darauf an, dass die wurmähnlichen Viecher ihre Opfer anhand von seismischer Oberflächenerschütterung aufspüren.
Trotz des (damals) eigentlich völlig irrsinnigen deutschen Titels hat sich der Film auch hierzulande schnell eine Fangemeinde erworben, die er im Kino seinerzeit noch nicht erreichen konnte. In puncto Einspielergebnis holte man gerade mal die Produktionskosten raus. Auf dem Heimvideomarkt hingegen entwickelte der von Ironie durchsetzte Streifen mit Kevin Bacon und Fred Ward schnell einen gewissen Kultstatus. Es war aber auch zu witzig, den gut getricksten Würmern und ihren potenziellen Opfern zuzuschauen – zumal sich die Dialoge zu keiner Zeit wirklich erst nahmen.
Der Erfolg im Heimvideo-Bereich ließ in der Folge ganze fünf Sequels/Prequels entstehen, die zunächst im Abstand von durchschnittlich vier Jahren kamen. Erst für den fünften Teil ließ man sich dann etwas über zehn Jahre Zeit. Und nun, weitere zwei Jahre nach Teil 6 folgt auch schon der siebte Film aus dem Franchise.

Bill und seine Gang mutiger Freizeitsöldner

Aber egal, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Filmen verging. Egal, ob sie als Sequel oder Prequel inszeniert wurden. Einer war immer dabei: Burt Gummer. Der von Michael Gross (bekannt aus Familienbande) gespielte „Überlebenskünstler“ ist auch dieses Mal wieder dabei uns zeigt den Graboiden-Novizen erneut, wo das Dynamit hängt. Sprüche wie „Das Schicksal ist eine Schlampe“ gehören dabei zu (seinem) guten Ton und man würde auch nichts anderes von ihm erwarten. Dass die Filmreihe mittlerweile selbstreferenziell einen Kult um seine Figur aufbaut, spiegelt wider, welches Standing Gross unter Fans hat.
Ohnehin ist Tremors: Shrieker Island eine große Ansammlung von Filmzitaten. So ähnelt die Atmosphäre des Schauplatzes nicht von ungefähr einer Mischung aus Jurassic Park und Predator. Letzterem huldigt man dann gleich in mehreren Szenen, was für ein paar nette Gags sorgt. Abwechslung innerhalb des Franchise ist also schon mal gegeben. Denn immerhin war man im sechsten Teil noch in der arktischen Tundra Kanadas auf Graboiden-Jagd.
Was die Humornote angeht, bleibt man auf einem rustikalen Macho-Level. Allerdings dieses Mal etwas aufgelockert durch die Frotzeleien zwischen Burt und Jas. Die beiden hatten wohl mal was „laufen“ und mögen sich seitdem nicht mehr sonderlich. Weil Jas-Darstellerin Caroline Langrishe eine ziemlich starke Figur macht, bekommt Obermacho Gummer auch mal sarkastisches Contra. Und wenn am Ende dann die Credits laufen, gibt’s sogar noch mal eine ungeahnt-sentimentale Note. Selbst wenn ein wenig der holprige Charme abhanden gekommen ist, kann man auch den siebten Teil des Franchise noch gut gucken.

Preis: 12,66 €
(Stand von: 2020/12/02 5:50 pm - Details
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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
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10 neu von 9,66 €1 gebraucht von 18,36 €
Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 26 Nov 2020
(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)

Bild- und Tonqualität

Wenn der Biologe zur Waffe greift

Das Bild im ungewöhnlichen Format von 2,00:1 weiß durch die Bank mit recht hoher Laufruhe zu gefallen. Nachträglich hinzugefügte Körnung zum digital gefilmten Streifen ist praktisch kein Thema. Lediglich auf starken/intensiven Farben wuselt es schon mal ein kleines bisschen. Die Kontrastierung ist während der Tageslichtszenen wirklich gelungen, was dem Insel-Setting immer wieder Postkarten- und Urlaubs-Feeling abringt. Während der Close-ups ist die Schärfe zudem gut, in Halbtotalen nimmt die Auflösung schon mal ein wenig ab. Außerdem sind manche Szenen wirklich arg bunt, was zu leichtem Überstrahlen auf den Farben führt.
Die reguläre dts-Spur, die man Tremors: Shrieker Island mit auf den Weg gegeben hat, wird dem Setting und den Actionszenen mit Geballer und Wurmaktivität kaum gerecht. Sie bleibt durchweg undynamisch und kommt weder in den Basskeller hinab, noch löst sie im oberen Frequenzbereich sonderlich fein auf. Wie schwach die Tonspur ist, merkt man, sobald die Originalfasssung gegen gehört wird. Selbst die ist keine Ausgeburt an aufwändigen Soundeffekten, reicht aber während der Wurmattacken in den Tiefbass hinunter, lässt im Score mehr Volumen erklingen und setzt bei den Schüssen aus den Gewehren deutliche Dynamik-Akzente. Hier kommt die flache deutsche Spur zu keiner Zeit mit. Außerdem sind ihre Dialoge zu leise eingepegelt. Nein, da hat man schon deutlich bessere Tonspuren gehört.

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Bonusmaterial

Gummer ist immer bereit – egal, mit welcher Waffe

Drei Featurettes liefert das Bonusmaterial von Tremors: Shrieker Island. Und alle drei handeln von oder werden vom großartigen Michael ‚Burt Gummer‘ Gross kommentiert. In „Die Monster aus“ erzählt er uns, welche unterschiedlichen Viecher das Franchise bisher auf seine Opfer losgelassen hat. „Die 30 besten Momente“ liefert ein Acht-Minuten-Best-of aus den bisherigen Filmen – wen wundert’s: In fast allen kommt Burt Gummer vor. Und das dritte Featurette kümmert sich dann endgültig um den kultigen Darsteller, der vor dem ersten Film als Vater aus der Serie Familienbande in den USA schon ein riesiger Star gewesen war. Ein wirklich nettes Feature, das viele seiner ehemaligen Wegbegleiter (unter anderem Kevin Bacon und Regisseur Ron Underwood) auffährt und zeigt, wie gerne er den Job immer noch macht und wie ihn die Kollegen schätzen.

Fazit

Natürlich machen sich mittlerweile deutliche Abnutzungserscheinungen innerhalb des Franchise bemerkbar. Nicht nur Darsteller Michael Gross ist (altersbedingt) etwas eingerostet. Auch die Story lässt sich nicht unbedingt beliebig oft wiederholen. Das Insel-Setting hat aber durchaus was und die Tricks sind immer noch erstaunlich gut. Jon Heder (Napoleon Dynamite) nervt auch nicht so, wie er das sonst als Sidekick in Filmen tut und hin und wieder wird’s sogar richtig spannend. Selbst wenn der Fun-Faktor ein wenig nachgelassen hat – innerhalb des Franchise macht das immer noch Laune.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 75%
Tonqualität (dt. Fassung): 60%
Tonqualität (Originalversion): 80%
Bonusmaterial: 60%
Film: 60%

Anbieter: Universal Pictures Germany
Land/Jahr: USA 2020
Regie: Don Michael Paul
Darsteller: Jon Heder, Jackie Cruz, Richard Brake, Michael Gross, Caroline Langrishe
Tonformate: dts HD-Master 5.1: en // dts 5.1: de
Bildformat: 2,00:1
Laufzeit: 102
Codec: AVC
FSK: 16

(Copyright der Cover und Szenenbilder liegt bei Anbieter Universal Pictures Germany)

Trailer zu Tremors: Shrieker Island

Tremors: Shrieker Island | Trailer | Own it 10/20 on Digital, Blu-ray & DVD

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