Zack Snyder’s Justice League 4K UHD

Blu-ray Review

Warner Home Video, 27.05.2021
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OT: Zack Snyder’s Justice League

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Anti-Leben-Gleichung

Vor zwei Monaten exklusiv vorab im Stream, jetzt auch endlich auf physischer Scheibe: Justice League im Snyder Cut.

Inhalt

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Hat Schuldgefühle: Batman aka Bruce Wayne

Superman ist tot – umgebracht von einem Knochen in der Hand Doomsdays. Nicht nur Lois Lane, sondern die ganze Welt trauert um den Helden. Die ist mittlerweile auf den alleinigen Schutz durch Batman und Wonder Woman gestellt und droht im Verbrechen zu ersticken. Doch das ist noch nichts gegen das was dann kommt. Denn unvermittelt taucht ein alter Feind aus der Vergangenheit auf: Steppenwolf. Der ist unterwegs, um Wiedergutmachung bei seinem Herrn, dem fiesen Darkseid zu leisten. Dieser war einst von einer Allianz aus Menschen, Amazonen, Atlantern und Olympischen Göttern geschlagen worden, sinnt nun aber auf Rache und den finalen Sieg. Dafür braucht er allerdings drei sogenannte Mutterboxen. Während Steppenwolf diese für seinen Gebieter bei den Amazonen und Atlantern schnell erobern kann und dabei eine Schneise der Verwüstung und des Todes schlägt, bleibt jene, die von den Menschen auf der Erde bewacht wird, für ihn nicht lokalisierbar. Batman und Wonder Woman, die das drohende Unheil abwenden wollen, müssen feststellen, dass sie Steppenwolf alleine nicht werden stoppen können. Also macht sich der Rächer Gothams daran, Alliierte zu rekrutieren. Er findet sie schließlich in Aquaman, Flash und Cyborg. Doch auch dieses zum Quintett gewachsene Team ist chancenlos, wenn man nicht Superman wieder von den Toten erwecken kann …

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Hat Schmerz im Herz: Lois Lane

Mit Zack Snyder hatte sich Warner Bros. einen visionären Regisseur an Bord geholt, dessen visuelle Sprache sich maßgeblich vom MCU unterscheidet und der damit eigentlich der perfekte Partner für ein deutlich düsterer angesiedeltes DC Extended Universe war.
Und so legte sich Snyder ordentlich ins Zeug. Er realisierte mit Man of Steel ein gleichermaßen actionreiches wie ernstzunehmendes Reboot des Superhelden im Spandex-Anzug und schickte drei Jahre später den noch schwereren Batman v Superman: Dawn of Justice hinterher. Schon 2016 gab es von diesem nicht nur die Kinofassung, sondern auch einen um 30 Minuten erweiterten Extended Cut, der in sich der deutlich besserer Film war. Die 30 Minuten MEHR Story taten dem Film auch deshalb gut, weil der Regisseur nicht nur einen neuen Batman integrierte, sondern gleich auch noch einige weitere Figuren, um wiederum auf die erste Helden-Zusammenkunft in Justice League vorzubereiten.
Justice League wurde knapp anderthalb Jahre nach BvS gedreht – und zwar ab dem 11. April 2016. Ab Mitte Oktober begann dann die Postproduktion, die Snyder allerdings nicht bis zum Ende begleitete. Als im März 2017 seine Adoptivtochter Autumn Suizid beging, zog er sich vom Projekt zurück, um bei seiner Familie zu sein und mit dem Verlust umzugehen. Da der Film zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht fertig war, übergab man die weitere Postproduktion an keinen Geringeren als Joss Whedon. Der kreative Kopf hinter Buffy,Angel, und Firefly hatte schon die ersten beiden Avengers-Filme aus dem MCU zu wahren Kinogiganten reifen lassen und war an der Oberfläche natürlich keine schlechte Wahl. Snyder gab dafür auch seine persönliche Freigabe. Schaut man sich die beiden Regisseure aber einmal an, könnten die Unterschiede in der Herangehensweise kaum größer sein. Während Snyders Filme durchweg von ihrem düsteren/grauen/tristen Grundlook leben und vor allem die Dunkelheit in den Figuren ausloten, sind Whedons Filme von positiver und bunter Grundstimmung.

Hat Speed in den Hacken: Flash aka Barry Allen

Und so kam es, dass der Avengers-Regisseur umfangreiche Nachdrehs anordnete, die (so sagt man) noch mal 25 Mio. Dollar sowie drei Monate an Zeit verschlangen. Von 15-20 % spricht man, was den Anteil an nachgedrehter Szenen angeht. Vom ursprünglichen rohen Snyder-Cut, der noch weit länger lief, kürzte Whedon allerdings zusätzlich massiv runter. Sein Justice League lief, obwohl ja eine Zusammenkunft mehrerer Helden, gerade mal 108 Minuten (ohne Abspann). Das ist im Vergleich zu den (Kino)Laufzeiten von Batman v Superman (142 Minuten) oder Wonder Woman (130 Minuten) – ebenfalls jeweils ohne Abspann – geradezu ein Kurzfilm. Offenbar merkte man, dass die Schwere, die vor allem Snyders Filme hatten, beim Publikum auch für Kritik sorgte.
Whedon entfernte den Schurken Darkseid bspw. komplett und dampfte die Rolle von Cyborg massiv ein. Dinge, die Snyder in seinem Cut nun wieder revidiert. Satte vier! Stunden läuft seine Version nun, was zunächst Vermutungen verlautbaren ließ, das Ganze könnte als Kurzserie in vier Teilen veröffentlicht werden. Zu verdanken ist der Extended Cut übrigens vor allem den Fans. Unermüdlich bombardierten sie Regisseur und Filmstudio mit Wünschen nach der Veröffentlichung der ursprünglichen Fassung. Bis Snyder über soziale Netzwerke mitteilte, dass es ihn tatsächlich gäbe. In HBO fand er dann den potenten Partner, der für die Postproduktion/Zusammenfügung den Dreh einer weiteren Szene (jene mit dem Jared-Leto-Joker) noch einmal 70! Mio. Dollar locker machte. Damit ist das Gesamtbudget für Justice League mittlerweile nahe an der 400!-Mio.-Dollar-Marke.

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Hat Brass auf alles: Cyborg aka Victor Stone

Trotz dieser epischen Laufzeit von knapp 240 Minuten handelt es sich beim Snyder Cut aber nach wie vor nicht um die Integration des eigentlich geplanten, aber seit dem relativ schwachen Kinoergebnis wieder eingestampften Sequel. Ganz im Gegenteil. Denn der Regisseur ließ verkünden, dass seine vierstündige Fassung sogar mit einem epischen Cliffhanger enden würde.
Aber genug des Hintergrundgeplänkels: Ist der Snyder Cut von Justice League jetzt der bessere Film? Und inwiefern ist er anders als Whedons Kinofassung?
Um den Synder-Cut entsprechend einordnen und differenzieren zu können, gelangte zunächst noch einmal die bisherige Kinofassung in meinen Player. Und beim mittlerweile dritten Sichten des Films wurde umso klarer, warum der Film alles andere als perfekt ist. Viel zu episodenhaft wirkt Whedons Schnittfassung. Hastig stellt er die einzelnen Hauptfiguren vor, eilt von einem unbedingt nötigen Schauplatz zum nächsten und lässt keine Zeit für Figurenentwicklung und -bindung. Über Cyborg erfährt man nur rudimentär, warum er zu dem geworden ist, der er ist. Und die Verknüpfung der Figuren funktioniert überhaupt nicht. Innerhalb der finalen Schlachtszene fragt man sich gar, warum sie Steppenwolf besiegen. Denn wer sich über weite Strecken gegenseitig so unsympathisch ist wie dieses Sextett, der würde als Fußballmannschaft auf dem Platz untergehen. Fragmentarisch wirkt die Inszenierung und relativ unspektakulär der finale Höhepunkt. Dass hier ein Multimillionen-Dollar-Projekt umgesetzt wurde, sieht man dem Film eigentlich gar nicht an.
Der Snyder Cut hingegen beginnt bereits völlig anders und schließt damit eine inhaltliche Lücke. Im Rückblick erleben wir noch einmal, wie sich Superman opfert und hören sein Wehklaggen. Dessen Schallwellen tragen sich über die Welten fort und erschüttern die Mutterboxen. Es ist also sein Klagen, sein Tod, der die Mutterbox bei den Amazonen erst in Aufruhr versetzte.

Hat den Tod gesehen: Superman aka Clark Kent

Der Film macht wirklich so viel anders und sieht so anders aus, dass man ihn mit der Kinofassung nur nur noch schwerlich vergleichen kann. Ob es die teils anderen Abfolgen der Ereignisse sind oder alleine das völlig andere, viel martialischere Aussehen von Steppenwolfs Rüstung; ob es die deutlich ausführlicheren (und in Teilen auch brutaleren) Actionszenen sind oder die für mehr Tiefe sorgenden ruhigen Momente – Snyders Vision des Films ist eine fast vollständig andere als jene von Whedon. Außerdem ist natürlich die Integration von Darkseid als Bösewicht hervorzuheben, der in der Kinofassung erst gar nicht enthalten war. Und weil er nun drin ist, erfahren wir auch, dass Steppenwolf die Mutterboxen holt, um bei Darkseid Abbitte zu leisten. Gleichzeitig bekommt man auch endlich einen Grund für Steppenwolfs Handeln, während die Kinofassung hier keinerlei Information bot. Darkseids erster Auftritt erfolgt dann in einer Erzählung Dianas, wie er gegen die alten Götter und Amazonen antrat – eine fulminante Sequenz mit absolutem Gänsehautcharakter. Dieser Darkseid strahlt schon in der ersten Szenen so viel Diabolismus aus, dass der Steppenwolf aus der Kinofassung nur ein müder Abklatsch ist.

Hat noch ein paar Rechnungen mit der Erde offen: Darkseid

Obendrauf gibt es in zwei Stunden mehr Film einfach so viele zusätzliche und die Figuren vertiefende Szenen, dass man nicht alles aufzählen kann. Wonder Womans Ausflug in die Höhle nach 48 Minuten ist hier nur ein Beispiel für ein solches Event. Dass man zudem auch noch Charaktere wie Willem Dafoe als Vulko und Jared Leto als Joker zu sehen bekommt, ist ein nettes Goodie für die Fans des DC-Universums. Aquaman darf vor seinem Entschluss, Batman zu helfen, noch ein bisschen Schiffbrüchige retten und ordentlich einen heben, und besagter Cyborg aka Victor Stone bekommt wesentlich mehr Screentime, um mehr über dessen „Erschaffung“ zu erfahren. Er wird noch viel mehr zur tragischen Figur. Das alles geht so weit, dass man sogar mehr Bindung und Hintergrundinformationen zu den anderen Einzelfilmen bekommt, sodass man auch diese nun noch besser in den Kanon einordnen kann. Dazu kommt der teils vollkommen andere Score und die stärkere Einbindung von Popsongs ins Gefüge. Das sieht nicht nur insgesamt mehr nach Snyder aus, sondern hört sich auch mehr nach ihm an. Und es ist schon witzig, wenn die erste gemeinsame Kampfaktion der League (die Befreiung der Geiseln rund um Cyborgs Vater) zu einer Laufzeit erfolgt, zu der die Kinofassung schon zwei Minuten im Abspann ist.
Gibt’s auch Kritik? Ja, die gibt es. Hin und wieder sind vier Stunden dann doch etwas viel. Die eine oder andere Szene wirkt etwas überflüssig. Auch die hier noch exzessiver vorhandene Liebe zu Superzeitlupen ist irgendwann redundant und anstrengend. Das American-Football-Match von Victor nach 75 Minuten ist so ein Beispiel, das es in der Form nicht gebraucht hätte. Außerdem zieht sich der Epilog wie ein Bandwurm und fällt in das Problem der Kinofassung zurück, in kurzen Fragmenten, einige Hinweise auf (möglicherweise nicht mehr) kommende Filme zu geben.
Immer noch ärgerlich (und im Snyder Cut sogar noch zahlreicher): Das Product Placement, das nun nicht mehr „nur“ einem schwäbischen Autobauer dient.

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Bild- und Tonqualität BD

Über Cyborg erfahren wir bedeutend mehr

Wer den Film bereits bei Sky im Stream gesehen hat, wird sich (möglicherweise) über das „altmodische“ Bildformat gewundert haben, das über die Blu-ray und UHD-BD nun ebenfalls im gleichen Format kommt. Viele fühlen sich vermutlich an die guten alten Röhrenzeiten erinnert, die mit Full Frame 4:3 arbeiteten. Bereits für die damalige Blu-ray und UHD Blu-ray entschloss man sich, „nur“ auf 16:9 zu gehen und nicht in 21:9, bzw. 2,39:1 zu mastern. Der Grund ist einfach und schnell erklärt: Während der Arbeiten zu Batman v. Superman: Dawn of Justice hatte Snyder einige Szenen im IMAX-Format gedreht und ihm gefielen diese Aufnahmen so gut, dass er weitere Projekte in dieser Form realisieren wollte. Snyder drehte Justice League also Full Frame im 4:3 Format, das auf IMAX-Leinwände abzielt (obwohl er nicht mit IMAX-Kameras arbeitete). Seiner Meinung nach werden Superhelden eher in einer vertikalen Position abgelichtet – eben als übermenschlich große Version ihrer „normalen“ Alter Egos. Und diese Pose lässt sich (laut Synder) besser über ein quadratisches Format erzielen. Zumal er vom Gedanken beseelt war, den Film auf gigantischen IMAX-Leinwänden zu sehen, die ebenfalls mit diesem Format arbeiten (genauer: in 1.43:1). Das ist seine Vision und das muss man erst einmal so akzeptieren. Für den Zuschauer bedeutet das: Dicke Balken rechts und links am 16:9-TV-Gerät oder auf der Leinwand. Ganz besonders arg trifft es natürlich Heimkinofans, die mit einer 21:9-Leinwand arbeiten. Übrig bleibt hier dann in etwa die Hälfte der sonst üblichen Bildbreite.
Dabei ist allerdings ganz klar: Man bekommt MEHR Bildinhalt zu sehen. Praktisch den kompletten Bildinhalt, der per Kamera eingefangen wurde – im Gegensatz zur BD und UHD-BD von 2018, für die von oben und unten Bildinhalt entfernt wurde. Der Unterschied: Der nun vollständige Bildinhalt, der MEHR Information liefert (siehe Screenshot-Vergleiche), ist auf regulär großen TVs/Leinwänden halt ziemlich klein.
Ausnahmen gibt’s aber auch: Vermutlich betrifft das doch einige Szenen, die Whedon nachträglich per ARRI Alexa 65 drehte und die nun teilweise auch im Snyder Cut enthalten sind (auch wenn man hört, es seien keine Whedon-Szenen drin, spricht das Bildformat hier eine andere Sprache) Denn diese Szenen zeigen WENIGER Bildinhalt. Hier ist 16:9 das Originalformat und um im 4:3 zu bleiben, wurde links und rechts Bildinhalt abgeschnitten. Beispielsweise trifft das Teile der Wonder-Woman-Überfall-Szene zu, in der sie die Menschen vor den „reaktionären Terroristen“ rettet (siehe Screenshot unten). Wenn es tatsächlich so ist, dass KEINE EINZIGE Szene von Whedons Nachdrehs integriert wurde, wäre das vorab so exzessiv argumentierte „Open-Matte-4:3“-Gerede in Teilen eine Luftnummer, da es eben nicht auf jede Szene zutreffen würde.

Nein, „Hellraiser“ ist ein anderer Film

Eine Menge Arbeit (und Budget) ging also alleine schon dafür drauf, die für die bisherigen Fassungen gecroppten Bildinhalte oben und unten wieder herzustellen. Die Internet Movie Database gibt den Snyder Cut nun auch mit einem 4K-DI an – gegenüber einem 2K-DI, das immer noch für die alte BD-/UHD-BD-Fassung steht. Wenn das in der Tat so ist, wurde vom praktisch komplett auf analogem Filmmaterial gedrehten Justice League also noch mal ein neuer Scan angefertigt.
Die Bildqualität, die im März über Sky zu sehen war, würdigte diese 4K-Basis jedoch nicht und sah über weite Strecken gruselig aus.
Die Blu-ray sollte dies nun ändern. Und in der Tat. Die zahlreichen Artefakte des Sky-Streams bleiben komplett aus. Auch, weil man den Film auf zwei Disks verteilte, um die Datenrate konstant im grünen Bereich zu halten. Geblieben ist indes der etwas kühlere Look gegenüber der Kinofassung. Auch die teils harschen Kontrastflanken sind dem Stream bei Sky sehr ähnlich. Allerdings versumpfen Details im Schwarz hier etwas weniger oft (was aber dennoch hin und wieder vorkommt). Die starken Kompressionsartefakte, die der Sky-Stream noch aufwies, bleiben hier aus. Auch wenn die Körnung des analogen Filmmaterials nicht immer ganz sauber eingefangen wird. Es gibt auf Wolkengebilden schon mal kleinere Cluster, in den es unschön(er) rauscht. Dafür ist die BD bisweilen superknackscharf – selbst eine fast makellose Schönheit wie Gal Gadot zeigt dann mal ein paar Unebenheiten im Gesicht. Auch das Gitterrost nach 41’01 kommt sehr detailreich.

Snyder Cut (Slider ganz nach rechts): Gut zu erkennen: Das 4:3-Bildformat liefert (für IMAX-Kinos optimiert) den kompletten Bildinhalt, ist aber entsprechend mit Balken links und rechts versehen.
Kinofassung 2017 (Slider ganz nach links): Die Kinofassung war auf 16:9 gecroppt und bot weniger Bildinhalt, dafür das formatfüllende Bild auf aktuellen TVs. Und sie ist deutlich farbiger.

Snyder Cut 2020 (Slider ganz nach rechts): Nicht immer gibt es im 4:3 des Snyder-Cut MEHR Bildinhalt. Es KÖNNTEN jene Szenen sein, die Whedon nachdrehen ließ und die Snyder möglicherweise ebenfalls integriert hat. Zumindest würde dies den Format-Unterschied erklären. Um diese ins 4:3 zu bringen, wurde links und rechts beschnitten. In diesem Beispiel gut zu sehen.
Kinofassung 2017 (Slider ganz nach links): Die Kinofassung zeigt hier das (möglicherweise) mit der ARRI Alexa 65 im 16:9-Format geschossene Bild komplett. Ob es Whedon-Szenen sind oder Snyder doch nicht ALLES in Open-Matte-4:3 drehte … Die Antwort weiß der Wind. Auch hier sehr gut erkennbar: Die deutlich farbigere Darstellung der Kinofassung.

Drei aus Sechs

Die Blu-rays/UHD-BDs der 2018er Heimkinofassung von Justice League kamen mit Dolby Atmos für beide Sprachen.
Über Sky Ticket stand im März 2021 lediglich ein 2.0 Stereoton zur Verfügung, der wenig dynamisch klang. Sowohl die Blu-ray als auch die UHD-BD des Snyder Cuts kommen nun wieder mit Atmos-Fassungen – und zwar fürs Englische und fürs Deutsche. Bei Warner nicht unüblich: Die deutsche Fassung der Blu-ray kommt unkomprimiert mit True-HD-Kern, die englische Fassung aus Platzspargründen mit dem komprimierten Dolby Digital Plus. Die UHD-BD liefert dann beide Tonspuren verlustfrei.
Doch das ändert auch nichts dran, dass die Dynamik gegenüber der Kinofassung etwas zurückbleibt. Wenn Darkseid nach etwas über 60 Minuten eine gigantische Schockwelle auslöst, müsste der Boden hier einfach mehr wackeln. Das ist leidlich okay und durchaus noch wuchtig. Aber nicht so, wie es es sein könnte. Erst vor dem Showdown mit Steppenwolf darf’s mal ein bisschen mehr Bass sein, wenn Bruce im Flieger startet (47’56) und später „etwas lauter anklopft“. Doch auch der Endkampf selbst müsste einfach noch mehr knallen. Wie gesagt: Das ist okay bis ordentlich, aber nicht herausragend und nicht auf dem Niveau der Vertonung der Kinofassung.

Steppenwolf im Snyder-Outfit

Nehmen wir die Höhenebene mit hinzu, ist zunächst einmal erstaunlich, wie unterversorgt diese mit dedizierten 3D-Sounds bleiben. Ein bisschen Glucksen im Wasser, ein paar Krähen und Möwen bei Aquaman und ganz dezenter Score – viel mehr passiert lange nicht. Nicht mal während der Bankszene von Wonder Woman, wenn im Anschluss die Betonbrocken von oben auf die Kamera zufliegen. Immerhin gibt’s beim Energiestrahl auf den Würfel der Amazonen sowie bei den herumfliegenden Helferlein/Paradämonen von Steppenwolf mal ein paar Sounds.
Vergleicht man diese Szene akustisch aber mit der Kinofassung, die noch von einem hochfrequenten Sweep und einem wesentlich satteren Bass begleitet wird, ist der Snyder Cut hier im Sound deutlich unterlegen. Zumal auch die fliegenden Krieger aktiver von oben zu hören sind – inklusive der Laser-Geräusche ihrer Waffen. Der Snyder Cut bietet hier nichts dergleichen. Auch nicht, wenn nach 15’38 der Helikopter startet und lediglich über die Frontspeaker Signale bekommt, obwohl die Rotoren dort deutlich hörbar sind. Wer hat denn diese Atmos-Mischung gemacht?
Immerhin: Wenn Steppenwolf aus seinem Energiestrahl auftaucht (egal, wo), gibt’s immer eine Art Wuuup-Sound von oben. Kurz und knackig und meist auch mit adäquatem Bass unterstützt. Dass aber bei der Seenot-Szene nach 50 Minuten keinerlei Gischt über die Heights kommt, ist eine ähnliche Unterlassung wie zahlreiche andere Szenen, in denen Sounds, die deutlich von oben kommen KÖNNTEN, nicht dorthin verfrachtet wurden. So leid es tut: Die Atmos-Spur der Kinofassung ist deutlich aktiver und letztlich auch besser. Selbst während der großen Schlacht mit Darkseid nach 62 Minuten, in der für vier Minuten richtig Action auf einem gigantischen Schlachtfeld zelebriert wird, bleiben 3D-Sounds trotz zahlreicher Möglichkeiten aus. Nach 87 Minuten fliegt dann mal wieder ein Paradämon von oben herab, was für ein paar Höhen-Effekte sorgt. Aber in Summe reichen für die ersten 90 Minuten noch fünf Finger aus, um jeden einzelnen 3D-Soundeffekt aufzuzählen. Gegenüber der Kinofassung bleiben übrigens auch die Blitzgeräusche aus, bevor Diana auf Victor trifft. Und auch die wirklich aktive Fightsequenz nach 110 Minuten bleibt rumpelig und bietet kaum 3D-Sounds. Hier und da mal ein Paradämon oder ein elektrisches Geräusch des Crawlers. Aber selbst die zahlreichen Blitze nach gut 120 Minuten und zig andere Kampfgeräusche, die visuell von oben kommen, bleiben ohne Unterstützung. Wenn Batman dann grobes Feuer aus dem Crawler gibt, wird das mit Höheneffekten unterlegt – dies aber, obwohl die Szene auf Höhe der Kamera stattfindet. Nein, so richtig Sinn macht das alles nicht.
Auf Disk 2 gibt’s dann mal eine Wonder Woman, die zischend aus dem Himmel kommt und einen Superman, der zischend in den Himmel aufsteigt. Alarmsignale im Bat-Flugzeug nach 48’45 und erneut ein paar (aber zu wenige) Paradämonen, die oberhalb der Kamera rumdüsen. Switchen wir noch mal in den finalen Kampf mit Steppenwolf, so gibt’s auch hier praktisch keine 3D-Sounds. Und das ist bei all dem Brimbamborium doch eine herbe Enttäuschung.
Übrigens: Zum Stream hat sich natürlich nicht geändert, dass es neue Synchronsprecher gibt. Zum Teil wurden die Figuren neu synchronisiert. Allerdings passen diese ebenfalls gut zu den Darstellern.

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Bild- und Tonqualität UHD

Das dreckige halbe Dutzend

Zack Snyder ist nach wie vor ein großer Fan von analogem Filmlook. Und so drehte er seinen Justice League praktisch ausschließlich mit 35-mm-Filmkameras. Zum Einsatz kamen hier unterschiedliche Modelle von ARRI – von der Arricam LT über die ST und die beiden Arriflex 235 und 435. Lediglich eine Szene wurde digital gedreht – und zwar mit der Red Monstro. Glaubt man dem Eintrag in der imdb, so wurde (wie oben bereits erwähnt) ein 4K-DI angefertigt, was trotz des 4:3-Formats eine sehr hohe Detailauflösung möglichen machen sollte. Die UHD-Blu-ray bekam dazu noch das HDR-Format HDR10 (Dolby Vision ist nicht vorhanden) sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.
Gegenüber der Blu-ray punktet die 4K-UHD-BD dann vor allem mit dem dynamischeren Bild. Zwar schlägt die Maximalhelligkeit mit knapp 600 Nit nicht brutal zu, doch Spitzlichter wie Dianas Energielasso, Laternen oder andere kleine Lichtquellen kommen deutlich knalliger zum Betrachter. Auch Farbschattierungen werden nuancierter dargestellt und die neutralen Oberflächen sind genau das: Neutraler.
Was die Auflösung angeht, so muss man auf real gefilmte Elemente warten (bei all dem CGI), um den Vorsprung sehen zu können. Der ist dann allerdings durchaus da, wenn man sich die Kabel der Oberleitungen ansieht oder die Details in den Häusern hinten links (90’05). Außerdem wird hier auch deutlich, dass die UHD-BD auf hellen Oberflächen mehr Zeichnung hat und weniger überstrahlt (Hauswand in der Mitte). Eklatant wird dies in jeder Art von Feuer- und Explosionsszene (bspw. bei 52’32/Disk 2). Hier überstrahlt die Blu-ray Details und Trümmer, die von der UHD-BD noch einwandfrei wiedergegeben werden. Rein von der Farbgebung her ändert sich indes bis auf die bessere Neutralität nicht sonderlich viel. Dazu ist der Snyder Cut letztlich zu visuell stilisiert und farblich bewusst verändert. Was die UHD-BD indes etwas besser kann, ist die authentischere Darstellung der Körnung. Gerade rund um CGIs wirkt die Blu-ray im Vergleich softer und etwas rauschgemindert. Das betrifft oft Close-ups von Victors Gesicht, die von der 4K-Scheibe filmischer eingefangen werden. Die generell steilen Kontraste bleiben aber auch hier.

Blu-ray (46’08): (Slider ganz nach rechts): Etwas weniger neutral und weniger strahlend: Die Blu-ray.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-Blu-ray kann’s dynamischer und neutraler auf den Flächen.

Blu-ray (90’05): (Slider ganz nach rechts): Im direkten Vergleich wirkt die Blu-ray etwas trüber.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe kann mehr Dramatik erzeugen.

Blu-ray (73’14 Disk 2): (Slider ganz nach rechts): Bei Feuer schlägt stets die Stunde von UHD-BDs mit HDR. Die Blu-ray überstrahlt Details weitgehend.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD holt in den Flammen viele Details zurück und überstrahlt nicht.

Blu-ray (52’32 Disk 2): (Slider ganz nach rechts): Ein Bildausschnitt im Detail. Die BD überstrahlt die Hauswand und die Details am Mast dahinter sind weit weniger detailliert.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-UHD-BD ist hier sichtbar im Vorteil.

Zur Veranschaulichung das Bild in voller Größe
Kleine Änderung beim Sound: Die englische Atmos-Fassung liefert nun ebenfalls einen True-HD-Kern.
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Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Die Blu-ray von Justice League enthält genau ein Bonus-Feature – und das findet sich auf Disk 1. „Vollendung der Trilogie“ heißt es, läuft etwa 25 Minuten und konzentriert sich tatsächlich auf die Vier-Stunden-Version und -Vision von Snyder. Der Regisseur berichtet davon, wie er grundsätzlich seine Liebe zum Comic(film) entwickelte und wie er heutzutage seine Filme realisiert. Unglaublich ist hierbei, dass er selbst den Film mit eigenhändig gezeichneten Storyboards previsualisiert. Man muss Snyders Filme nicht zwingend mögen, um Respekt davor zu haben, welche visionäre Kraft, welche Energie und welche Leidenschaft in ihm steckt.

Fazit

Justice League im Snyder Cut mag hier und da ein Quäntchen zu lang geraten sein. Aber gegenüber der Kinofassung ist es nicht nur ein vollkommen anders geordneter und erweiterter, sondern ein viel besserer Film. Alles, was man an der Kinofassung kritisieren konnte – von der episodenhaften Erzählweise über die mangelnde Charaktertiefe bis zum wenig gemeinschaftlichen Sinn des Sextetts – revidiert Snyder in seiner Fassung. Vor allem das Teambuilding ist wesentlich besser und fokussierter. Die Konzentration auf das Entwickeln gemeinsamer Motive kommt erst in dieser Fassung richtig zur Geltung. Und das macht wirklich Spaß. So viel Spaß, dass man das 4:3-Format zügig vergessen hat – zumal dieses (meist) mehr Bildinhalt liefert. Ob die wenigen 16:9-Shots, die links und rechts gecroppt wurden, nun von Whedons Nachdrehs kommen oder der Open-Matte-Vorabhype in Teilen geflunkert war, bleibt offen.
Während der damalige Sky-Stream vor Artefakten nur so wimmelte, sind die physischen Disks deutlich besser. Schon die Blu-ray ist praktisch frei von den Artefakten des Streams und wesentlich besser aufgelöst. Die UHD-BD ist die beste Wahl, da sie noch besser komprimiert wirkt und mit zahlreichen HDR-Spitzhelligkeiten lockt – selbst wenn sie farblich nur bedingt unterschiedlich ist. Der Atmos-Sound ist leider auf allen Ebenen eine kleine Enttäuschung (auf gutem Niveau, allerdings).
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 50%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 75%

Tonqualität BD 2D-Soundebene (Originalversion): 75%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 50%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 40%
Film: 90%

Anbieter: Warner Home
Land/Jahr: USA 2020
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Gal Gadot, Ben Affleck, Henry Cavill, Jason Momoa, Ezra Miller, Ray Fisher, Jesse Eisenberg, Ciarán Hinds, Amy Adams, Amber Heard, Billy Crudup, Jeremy Irons, J.K. Simmons, Robin Wright, Connie Nielsen
Tonformate BD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de // Dolby Atmos (DD+-Kern): en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 1,37:1
Laufzeit: 232
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100 / BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: 597 Nit
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2021 Warner Bros. Ent. All rights reserved TM & © DC  // © 2021 WarnerMedia Direct, LLC. All Rights Reserved. HBO Max™ is used under license.)
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Trailer zu Justice League – Snyder Cut

JUSTICE LEAGUE: The Snyder Cut US Trailer 2 (2021)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

16 thoughts on “Zack Snyder’s Justice League 4K UHD

  1. Dirk

    Kein Vergleich zwischen HDR10 und Dolby Vision? … Zumal ich bei meiner Recherche und auch auf der Disk keinerlei Informationen zu Dolby Vision finden konnte. Soweit ich weiß bietet einzig und allein Apple-TV einen UHD Stream mit Dolby Vision an. Schon traurig, wenn dem wirklich so ist…

    • dirk

      habs gefunden – ganz unten im kleingedruckten auf der rückseite. glück gehabt 😉

      • Hi Dirk.
        Hab’s ergänzt/korrigiert. Die UHD-BD bietet KEIN Dolby Vision, deshalb auch keine Beschreibung im Text. Hatte Dolby Vision in meinen Angaben aus der Seiten-Vorlage nur nicht gelöscht. Das Kleingedruckte auf dem Cover kannst du ignorieren.

  2. Sascha

    Ich stimme Dir hier voll und ganz zu. Für mich einer der schlechtesten Atmos Spuren und das bei solch einem Film.
    Auch musste ich diese Spur deutlich höher aufdrehen, dass hatte ich bei Atmos noch nie. Ach dachte ich das an meinem Setup was verstellt sei Danach mal The 800 eingelegt, Wahnsinn, kein Vergleich. Sehr sehr schade das man hier solch eine Spur abgeliefert hat.

  3. Erhard M.

    Ich möchte mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich vermute mal, die Damen und Herren in der Tonmischung hatten mal wieder unmöglich einzuhaltende Fristen, was offenbar in Hollywood öfter mal vorkommt.
    Dolby Atmos scheint zu zeitaufwendig zu sein.
    Es geht den Studios wohl eher darum damit zu werben, statt respektable Ergebnisse zu liefern.
    Am meisten Hoffnung lege ich daher bei den diesjährigen VÖs nicht in die großen Blockbuster, sondern in den zweiten Jim Knopf.

  4. Tim

    Super, dann ist ja nicht nur das Bildformat, sondern auch der Atmos Ton Grund ihn nicht zu kaufen 🙂
    Warte ich auf nen anderen Film 🙂

    • LKrieger

      Absolut richtig. Habe mich auch schon auf die Rezession gefreut. Das Format ging mir auch total gegen den Strich – wofür hat man jetzt seinen 16:9 um dann wieder einen Balken zu haben – so ein Schwachsinn. Gut das die Atmos Fassungen jetzt ebenfalls Müll sind, dann verpasse ich auf ganzer Linie nichts – den Film kenn ich schon.

      Man man… hätte soooo dermaßen genial werden können …

  5. Simon

    Ohja!

    Auf das Review habe ich gewartet! Super. Danke!

    Schade, dass für einen besseren Atmos-Mix anscheinend kein Geld/Zeit mehr da war. 🙁
    Ich bin zwar vom 4:3 nicht so erschüttert wie andere, finde es aber schon bezeichnend, dass NIEMAND das Format zu loben scheint; das beste Lob ist immer höchstens „Stört nicht so sehr wie gedacht“.
    Damit dürfte die Formatentscheidung wohl als Griff ins Klo bezeichnet werden.
    Trotzdem bin ich schon sehr gespannt – habe ihn natürlich bestellt. 😉

    Spannend wäre vielleicht noch eine Gegenüberstellung zum Remaster der der Kinofassung..

    Gruß

    Simon

    • Henning

      Von welchem Remaster der Kinofassung sprichst Du? Das ist „fanmade“, oder?

      Von Snyders „Batman vs. Superman“ gibt es ein Remaster. Von Justice League gibt gibt es meines Wissens nach kein offizielles Remaster der Kinofassung.

    • Hi Simon.
      Welches Remaster der Kinofassung meinst du?

      • Simon

        @Henning @Timo: Ihr habt natürlich Recht und ich zu kurz geschaut.
        Ich hatte bei der Remastered Version das „Batman v Superman: Dawn of …“ im Titel überlesen (auch nicht besonders gut hingesehen in meiner „Snyder-Cut-Euphorie“) …. und wurde zusätzlich verwirrt, weil auch der „Batman v Superman-Remaster“ 4:3-Szenen beinhaltet.

        Sorry für den Unsinn.

        Eigentlich war ich noch auf der Suche nach einer Review davon, aber da es den gerade für 16,90 bei Amazon gibt, habe ich den einfach mal bestellt und lasse mich überraschen. 😉

    • Tim

      Was soll man da auch loben?
      Nicht ohne Grund ist Scope das einzig wahre Kinoformat.

  6. Marcel

    Danke für die Review. Das Bildformat hat mich jetzt nicht wirklich gestört, da habe ich mich schnell dran gewöhnt. Klar wäre 16:9 toller, aber wenn das von Snyder so gewünscht war, dann ist das so. Man kann ich ja gerne bei ihm beschweren.

    Beim Ton muss ich ja ehrlich mal persönlich sage, i don’t care.
    Ich lese das ja immer öfters mit dem herumgenörgel wegen dem Ton und dem deutschen Tonspur Format. Klar, kann ich da einige Leute auch verstehen, wenn sie gerne das selbe Format hätten wie die Amis. Aber auf der anderen Seite muss ich sagen, wenn mir ein Film sehr gut gefällt und ich ihn unbedingt in meine Sammlung aufnehmen will, dann würde ich garantiert nicht darauf verzichte nur weil der Ton nicht passt. Weil dann hätte meine Filmsammlung fast gar keine Filme.

  7. Marian Simon

    Konnte am Sonntag die UHD sichten und hab da mal eine Frage. Auf der 2. UHD Scheibe ab 0:43.04 gibt es ein komisches ploppendes Geräusch. Ist das in deiner Review auch aufgefallen? Gehört das zum Film? Auch in der englischen Sprachfassung hörbar.

  8. Khan

    Tja da ist er nun, der legendäre Snyder cut, für den ich extra meinen Twitter Account wieder reaktiviert habe. Ich als großer Zack Snyder Fan, großer man of Steel, Batman v Superman Fan habe 3 Jahre lang über Twitter für den Release gekämpft, ich freute mich riesig als ich den Film auf Sky Ticket gesehen habe leider in einer sehr sehr schlechten Qualität trotzdem ist der Film meiner Meinung nach sehr gut geworden und ich habe den Film schon dreimal gesehen und freue mich den am Sonntag in 4K zu genießen. Der deutsche Dolby Atmos Ton hat mich nach dem Lesen dieser Review etwas enttäuscht aber ich werde den Film trotzdem genießen vielen Dank für die tolle review

  9. Jonas

    Gestern die UHD geschaut, die positive Einschätzung dieser Fassung teile(n) ich/wir nun, hatte im Vorfeld allein aufgrund der Länge mit doch eher zähem Kinovergnügen gerechnet. Einige sehr deutliche Referenzen aus dem meinerseits bevorzugtem Marveluniversum tun der Sache kein Abbruch, im Gegenteil. Das 4:3 Format hat uns nach kurzer Eingewöhnung prima gefallen. Timo`s Einschätzung Bild & Ton treffen es genau.
    Apropos Referenzen, erstaulich immer wieder welche Spuren Streifen wie T2 & Alien offenbar dauerhaft in der Filmwelt hinterlassen haben, bin z.B. mal gespannt ob Monster Drachen etc. jemals andere Geräusche von sich geben werden als das Malwerk einer riesigen Espressomachine 😉

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