
4K Blu-ray Review

OT: The Silence of the Lambs ⭐ IMDb 8.6



Flieg, flieg, flieg
Vielleicht der beste Thriller aller Zeiten ..?
Inhalt

Clarice Starling, eine FBI-Auszubildende in Quantico, wird von ihrem Vorgesetzten Jack Crawford auf eine heikle Mission geschickt: Sie soll Dr. Hannibal Lecter befragen, einen brillanten Psychiater und verurteilten Kannibalen, der seit Jahren in einer Hochsicherheitsanstalt sitzt. Offiziell geht es um eine Studie, in Wahrheit erhofft sich Crawford Hinweise, um den Serienmörder „Buffalo Bill“ zu fassen, der Frauen ermordet und ihre Haut abzieht. Der erste Besuch bei Lecter ist ein Drahtseilakt. Clarice muss sich nicht nur gegen die schmierigen Avancen des Anstaltsleiters Dr. Chilton behaupten, sondern auch die Aura eines Mannes ertragen, der jede Unsicherheit spürt. Lecter durchschaut ihre Absichten sofort, weist sie ab und bietet dann doch ein Rätsel an, das Clarice zu einem abgetrennten Kopf führt. Zwischen der jungen Ermittlerin und dem manipulativen Gefangenen entspinnt sich ein gefährliches Spiel aus Nähe und Berechnung. Als Buffalo Bill erneut zuschlägt und die Tochter einer Senatorin entführt, rückt Clarice in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Doch um an Lecters Wissen zu gelangen, muss sie ihm etwas geben, das sie am liebsten für immer verschlossen gehalten hätte …

Es gibt genau drei Filme, denen es gelang, die “Big Five” bei den Oscars zu gewinnen. Unter diesen “großen Fünf” verstehen sich die Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin und Bester Hauptdarsteller. Vor Jonathan Demmes Das Schweigen der Lämmer gelang das Es geschah in einer Nacht (1935) und Einer flog über das Kuckucksnest (1976). Seit Jonathan Demmes Das Schweigen der Lämmer gelang das … keinem (mehr). Zwischen dem ersten und zweiten lagen 41 Jahre, zwischen dem zweiten und dritten “nur” 16 Jahre (jeweils das Jahr der jeweiligen Oscarverleihungen). 1992 war das bisher letzte Mal und ich schätze, dass wir nach mittlerweile 33 Jahren die 41 Jahre des ersten Zeitraums toppen werden. So viel zu den blanken Zahlen für die verhinderten Statistiker unter uns. Als die Lämmer im Kino liefen, war der Autor dieser Zeilen just alt genug, um ihn ebendort zu schauen. Allerdings waren Kinoprogramme in meiner Wohngegend suboptimal aufgestellt. Das nächste Lichtspielhaus war rund 10 km entfernt und bot Filme etwa 2-3 Monate nach dem offiziellen Deutschlandstart an. Demmes Thriller startete im April 1991 und im Sommer wechselte ich den Standort an den Bodensee. Wer meine Rezension zu Terminator II gelesen hat, kennt die Geschichte von dem kleinen “Kino”, das man im beschaulichen Städtchen Tettnang im Untergeschoss einer Bücherei eingerichtet hatte und das zur Sommerzeit ein kleines, aber feines Programm lieferte. Da saß ich auf einem unbequemen Stuhl und krallte für gute zwei Stunden meine Fingernägel in die lackierte Holzlehne. Weder vorher noch nachher war ich jemals derart von einem Thriller derart gefesselt, ja förmlich verängstigt worden. Jene Szene, in der Buffalo Bill Clarice per Infrarot-Nachtsichtgerät beim Stolpern durch die Zimmer zusieht, gehört bis heute zum spannendsten und furchterregendsten, was das Kino jemals hervorgebracht hat. Garniert mit heute legendären Zitaten wie: “Sie müssen tief in ihr innerstes Selbst schauen” oder das fast schon komödiantische “Ich glaube nicht, dass Miggs das so schnell noch einmal hinbekommt” oder das Quid pro Quo, das seinerzeit sicherlich die Hälfte der Kritiken als Überschrift entliehen.

Dass Demmes Verfilmung von Thomas Harris’ Romanvorlage so fesselte, war auch ein Verdienst der visuellen Gestaltung, die diese Spannung so unnachahmlich verdichtet. Kameramann Tak Fujimoto, ein alter Weggefährte von Jonathan Demme, wählte für Das Schweigen der Lämmer eine Bildsprache, die beinahe dokumentarisch wirkt und doch unheimlich kunstvoll konstruiert ist. Beispielsweise bei der Art, wie Figuren im Bild positioniert werden: Wenn Lecter mit Clarice spricht, blickt er nicht einfach in ihre Richtung, sondern direkt in die Kamera. Diese subjektive Perspektive zwingt das Publikum in Clarices Rolle, macht uns zu ihrem Stellvertreter und erzeugt ein Gefühl von Beklemmung, das sofort wirkt. Die frontalen Close-ups werden auch eingesetzt, um die Machtverhältnisse im Gespräch zu verschieben. Clarice wirkt verletzlich und zurückgezogen, während Lecter trotz seiner Gefangenschaft die Oberhand gewinnt. Ein kleines Detail, das subtil wirkt: In einigen Dialogszenen weicht die Kamera minimal von der Achse ab, wenn Clarice spricht. Diese kaum spürbare Verschiebung signalisiert unterschwellig, dass sie aus dem Gleichgewicht geraten ist. Bei Lecter dagegen bleibt der Blick gerade und unerschütterlich, was seine unheimliche Kontrolle unterstreicht. Es ist ein visuelles Spiel, das Fujimoto nicht überbetont, sondern so feinfühlig einsetzt, dass es mehr gespürt als gesehen wird.

Das Zusammenspiel von Jodie Foster und Anthony Hopkins erhält durch diese Kameraarbeit eine zusätzliche Intensität. Foster selbst erzählte in einem Interview, dass Hopkins sie auch als Schauspieler völlig eingeschüchtert hat. Sie habe nie mit ihm gesprochen, weil er so gruselig war. Sie habe ihn bewusst gemieden. Dann jedoch kam er am letzten Drehtag auf sie zu und sie beichtete ihm, wie sehr sie vor ihm Angst gehabt hatte. Entgeistert antwortete er, dass doch aber Angst vor ihr gehabt hatte (Quelle). Und bei all diesem Respekt vor ihm, geht Hopkins in dieser legendäre Szene in seinem Glaskasten auf sie los … man versteht sofort, warum sie in dem Moment nicht mehr spielen musste, sondern wirklich reagierte. Es ist dieses feine Kippen zwischen professioneller Schauspieltechnik und echter Verstörung, das ihre Begegnungen so elektrisierend macht. Auch interessant: Hopkins ist in der Summe kaum 16 Minuten im Film zu sehen, doch durch die präzise Montage und das enge Kammerspiel entsteht das Gefühl, er sei allgegenwärtig. Dass Demme bewusst fast alle seine Szenen in frontalen Einstellungen drehte, während andere Figuren meist im klassischen Schuss-Gegenschuss gefilmt werden, verstärkt diesen Eindruck. Lecter bricht die filmische Norm und wird dadurch buchstäblich unvergesslich. Fosters Clarice dagegen lebt von einer anderen Energie. Sie spielt zurückhaltend, vorsichtig, kontrolliert. Bis zu den Momenten, in denen Lecter sie mit Fragen nach ihrer Kindheit oder den Lämmern aus dem Konzept bringt. Man spürt in diesen Sekunden, wie verletzlich sie hinter der disziplinierten Fassade ist. Dass Das Schweigen der Lämmer so beängstigend wirkt, hat also weniger mit Schockeffekten zu tun, sondern mit der subtilen Macht der Bilder und der Schauspielkunst. Fujimotos Kamera zwingt uns, Augenzeuge einer intimen Machtprobe zu sein, während Hopkins und Foster eine Dynamik entwickeln, die sich irgendwo zwischen Psychoduell, Versuchung und Abgrund bewegt. Genau darin liegt die Zeitlosigkeit von Das Schweigen der Lämmer: Er zeigt uns, dass die wahre Angst nicht im Blutbad liegt, sondern im Blickkontakt, den wir nicht entkommen können.














Bild- und Tonqualität BD

Die bisherige Blu-ray von Das Schweigern der Lämmer stammt aus dem Jahr 2009. Sie hat damit bereits 16! Jahre auf dem Buckel und das sieht man ihr an. Codiert im veralteten MPEG-2-Standard, leidet sie unter zahlreichen Problemen. Zunächst sah das Filmkorn furchtbar matschig aus. Selbst Close-ups bilden die Darsteller nie scharf ab. Noch schlimmer ist es in der Tiefe des Bildes. Die Totale vom Baltimore State Forensic Hospital ist praktisch auflösungsfrei. Der Backsteinbau sieht aus wie mit unterschiedlichen Farben gestrichen und nicht aus Steinen bestehend, so flach wirkt dessen Ansicht. Der patinatragende Turm auf dem Dach zeigt nicht mal die Struktur des Kegels oben. In den dunklen Bereichen versumpfen Details zunehmend und Farben sind, obschon vom Look her bewusst so gewählt, aber dann doch arg entsättigt. Glücklicherweise ist diese Blu-ray nun Geschichte, denn Capelight packt der 4K-Blu-ray auch eine neu gemasterte und auf dem 4K-Scan/-Grading basierende BD bei. Und das ist dann fast mit einem Quantensprung vergleichbar. Zwar ist Das Schweigen der Lämmer noch immer kein Hollywood-Hochglanzprodukt, doch das wollte er auch nie sein. Farben sind dennoch nicht mehr so dermaßen blass. Die gelben Jacken der Trainer auf dem Schießfeld sind nun bspw. sichtbar satter. Auch das rote Blut wirkt nun viel echter und nicht mehr so orangelastig. Allerdings scheint man zumindest bei Hopkins’ Kinn nach 77’50 ein wenig nachgeholfen zu haben. Weiß ist zudem sauberer und dem ganzen Bild lastet nicht mehr so ein Grauschleier an. Die Nachtsichtaufnahmen haben eine dezent kühlere Beimischung erhalten, was sie aber nicht weniger gruselig wirken lässt. Überstrahlungen, die man in diesen Szenen bei der alten Blu-ray noch sah, sind nun harmonisiert. Die Kontrastierung ist dynamischer, das Korn wirkt endlich filmisch und von unschönen Artefakten fehlt jede Spur. Dazu kommt eine Auflösung, die sowohl in Close-ups für mehr Details auf den Gesichtern sorgt, als auch in der Tiefe wirkt. Die Aufnahme des oben angesprochenen Forensic Hospitals zeigt nun eine echte Backsteinmauer und arbeitet die Konturen des Turms sauber heraus – ein himmelweiter Unterschied. Allerdings ist etwas verwunderlich, dass man nach der 4K-Abtastung das Filmmaterial nicht bis aufs Letzte säuberte. Man sieht durchaus noch vereinzelte Schmutzpartikel (bspw. nach ).


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): … die neue Disk sieht frischer und dynamischer aus.


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): Filmisch, knackig und wesentlich schärfer: Die neue BD.


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): Die neue BD harmonisiert den Kontrast im Himmel und wirkt bei den Farben deutlich frischer.


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Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): Allerdings wurden die Hauttöne etwas normalisiert und sind nun weniger rötlich.


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Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): Ganz anders die neue BD, wenngleich das nicht der beste Shot ist.


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Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): Ja, jetzt erkennt man ihn auch.


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): … lebhafter.


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): … erkennt man plötzlich feine Ästchen, die Schrift auf dem Schild (noch besser), die Augenpartie der Dame mit Hut und (fast noch) das “Police” auf dem Kofferraumdeckel des Sheriff-PKWs.


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): Nun hat man Dunkelrot hinzugefügt.


Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): … eindrucksvoller, dürfte aber nachträglich hinzugefügt und nicht durchs Grading entstanden sein.


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Blu-ray (2025) (Slider ganz nach links): … holt die neue Disk das mühelos zurück.

TJa, der Ton von Das Schweigen der Lämmer, also der deutsche Ton – das war ein echtes Trauerspiel bei der Blu-ray. Für die DVD hatte man ihn (ausgehend vom Film) noch auf die korrekte Tonhöhe gebracht, die Portation auf die Blu-ray hat man dann vermasselt. Entsprechend war der Sound dort in der Tonlage zu tief und Jodie Fosters Synchronstimme klang, als hätte sie reihenweise durchzechte Nächte hinter sich. Auch sämtliche anderen Parameter waren zu tief. Der Score lahmte vor sich hin und die Soundeffekte klangen dadurch zusätzlich noch muffig. Immerhin: Dynamische Momente hatte der Ton durchaus, aber er klang muffig. Durchweg. Sicher auch, weil die Synchro zu dunkel ist. Aber es fehlen gefühlt auch die Höhenanteile und damit die Offenheit. Das hat mit der neuen Blu-ray glücklicherweise ein Ende. Doch der Reihe nach: Zunächst sollte man noch einmal reflektieren, dass Das Schweigen der Lämmer ein extrem dialogzentrierter Film ist. Wirkliche Actionszenen gibt es nicht, wenn man von ein paar Schüssen absieht. Sodass Räumlichkeit vornehmlich durch atmosphärische Geräusche, den Score oder vereinzelte dedizierte Sounds entsteht. Capelight hat aber die Möglichkeit genutzt, einen neuen Tonmix zu erstellen – selbstverständlich in korrekter Tonhöhe. Und der ist vor allem auf den Effektkanälen viel präsenter und nimmt den Zuschauer hörbar mehr in die Mitte. Dieses ikonische, turbinenartige Geräusch, das man hört, bevor und wenn Clarice mit dem afroamerikanischen Aufseher kurz vor der ersten Begegnung mit Lecter spricht, ist unmittelbarer. Und wenn sich die schweren Eisentore hinter ihr schließen, hat man das Gefühl, man wird höchstselbst eingeschlossen. Das war beim alten DTS-Ton viel frontlastiger. Dazu gibt es durchweg mehr Basswummern, wenn Clarice nach zehn Minuten in die Keller des Gefängnisses hinabsteigt, um sich dort mit Lecter zu unterhalten. Genau dieses Wummern hatte ich immer vermisst, als die BD rauskam, da ich mich noch gut daran erinnern kann, dass diese Szene mal Bestandteil einer Demo-VHS! in puncto Soundqualität gewesen war. Nun bekommt man in diesen Momenten tatsächlich wieder subtile Gänsehaut, weil der Bass die menschliche Sensorik effektiv kitzelt. Gelegentlich muss man konstatieren, dass Filmmusik etwas schwankt und ein wenig klingt, als würde man eine nicht per Dolby-B aufgenommene Audiocassette per Dolby-B abspielen (kennt das noch jemand?). Allerdings war das auch beim MGM-Ton der alten Blu-ray und DVD so. Dafür entschädigen aber neben dem präsenten Bass auch coole, und nun griffiger klingende Soundeffekte wie das Ein-/Ausschaltgeräusch des Nachtsichtgeräts bei 32’21 oder das Klicken der Handschellen bei 75’50.














Bild- und Tonqualität UHD

Das Schweigen der Lämmer wurde mit Panaflex Kameras auf 35-mm-Film analog aufgezeichnet. Ausgehend von diesem Material fertigte Lizenzgeber MGM bereits 2021 einen 4K-Scan an, der in der Folge von Kino Lorber in den USA als UHD Blu-ray genutzt wurde. Allerdings hatte der Anbieter damals in den ersten knapp 20 Minuten des Films den falschen Farbraum angelegt, sodass die Einstellungen zu entsättigt und grünbetont erschienen. Arrow Video aus England hatte dann im August 2024 eine europäische Fassung abgeliefert, die auch die ersten 20 Minuten im korrekten Farbraum ablieferte. Und auch Capelight Pictures zeigt Demmes Film im korrekten Farbraum und damit erstmalig in Deutschland in 4K-Auflösung. Auf der Scheibe landeten zudem HDR10 und Dolby Vision sowie ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Gegenüber der neuen Blu-ray zeigt sich noch mal eine sichtbar gesteigerte Auflösung. Falten und Zeichnungen auf Gesichtern werden klarer und die Backsteinmauer des Baltimore State Forensic Hospital ist noch plastischer, der Turm auf dem Dach noch detaillierter. Natürlich zeigt auch die 4K-Disk den grundsätzlich bewusst entsättigten Look, die teils gräulichen Gesichter. Das jedoch war von Demme so gewählt und ist hier nicht durch ein grundsätzlich anderes Grading revisioniert worden. Während das Blut an Hopkins’ Kinn bei 77’50 nach wie vor nachträglich hinzugefügt wirkt, ist die Farbauflösung über die HDR-Scheibe besser und wirkt nicht wie ein lebloser Klecks. Ganz und gar nicht leblos ist das hervorragend eingefangene Filmkorn, das zwar bisweilen wirklich ausgeprägt ist (Starlings Joggen durch den Wald zu Beginn), aber stets filmisch reproduziert wird.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … Die 4K-Disk löst das Korn sichtbar feiner auf. Und weil Korn Bildinhalt ist, wirkt die 4K-Disk durchweg schärfer und knackiger.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk löst die Details auf dem Türmchen noch einmal besser auf.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die HDR-Disk in den Farben etwas lebhafter. Die farbliche Differenzierung zwischen Wiese und Erde im Wall hinten ist stärker.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist sichtbar besser.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Doch die 4K-Disk bildet das Muster sichtbar plastischer raus.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … etwas intensivere Farbkontraste bei der 4K-Disk.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … werden Ziegelfront, Regenrinne, Baumäste und Schriften sichtbar deutlicher.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … über die UHD-BD etwas kräftiger.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Feinere Körnung, dunkleres und in der Kinnfalte realistischer wirkendes Blut trotz (vermutlich) nachträglichem Hinzufügen/Dramatisieren. Die Farbauflösung im Rot ist sichtbar besser.














Bonusmaterial
Das Bonusmaterial von Das Schweigen der Lämmer ist durchaus reichhaltig. Die Mediabooks kommen zum einen mit einem 48-seitigen Booklet (das beim Steelbook nicht enthalten ist). Auf den Filmdisks liegen dann die Kinotrailer, Teaser und TV-Spots. Die dritte Scheibe ist dann gänzlich dem Bonusmaterial vorbehalten. Hier finden sich dann diverse Featurettes wie “Through Her Eyes, visual essay on the theme of transformation by critic Justine Peres Smith”, “Healing Humanity, visual essay exploring point of view and personalisation by critic Willow Catelyn Maclay”, “Breaking the Silence, archival picture-in-picture interviews and trivia track”, “Outtakes: Anthony Hopkins phone message”, “Scoring the Silence, 2004 archival interview with composer Howard Shore!”, “1991 “Making Of” Featurette”, “2002 episode of the Bravo television series Page to Screen focusing on The Silence of the Lambs”, “Jonathan Demme & Jodie Foster, three-part archival 2005 documentary by Laurent Bouzereau” uvm.
Fazit
Das Schweigen der Lämmer ist bis heute einer der besten Thriller aller Zeiten. Da gibt es kein Vertun. Was hier im Zusammenspiel aus dichter Inszenierung, überraschenden Wendungen und famosem Schauspiel aller Beteiligter erzielt wurde, raubt mir auch 35 Jahre später noch den Atem. Und das dürfen wir nun in der bestmöglichen Bild- und Tonqualität erneut genießen. Visuell mag Demmes Film nicht der helllste, kontrastreichste oder hübscheste sein. Aber die 4K-Disk reproduziert dass analoge Bild in der bisher authentischsten Möglichkeit. Dazu hat man den Farbraumfehler während der ersten 20 Minuten, der noch die Kino-Lorber-UHD-BD betraf, korrigiert. Dazu kommt die nun in der korrekten Tonhöhe vorliegende Synchro, die zudem viel offener und lebendiger als die alte Fassung ist – eine rundum gelungene Veröffentlichung.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD (alt): 55%
Bildqualität BD (neu): 75%
Bildqualität UHD: 80%
Tonqualität BD (2009) (dt. Fassung): 50%
Tonqualität BD/UHD (2025) (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD/UHD (2025) (Originalversion): 80%
Bonusmaterial: 100%
Film: 100%
Anbieter: Capelight Pictures
Land/Jahr: USA 1991
Regie: Jonathan Demme
Darsteller: Jodie Foster, Sir Anthony Hopkins, Scott Glenn, Anthony Heald, Ted Levine
Tonformate BD (2009): dts-HD-Master 5.1: en // dts 5.1: de
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en // dts-HD-Master 2.0: de, en
Untertitel: de, en
Bildformat: 1,85:1
Laufzeit: 119
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 16
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: MGM / Capelight Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.
- Panasonic DMP-UB900
- Panasonic DP-UB824EGK
- Panasonic TX-55GZW954
- Apple 4K TV
- LG 65G39LA
- Epson EH-TW9400
- HDMI-Kabel: Audioquest Forest-Serie