4K Blu-ray Review


OT: One Battle After Another


‘ne beschissene Revolution
Heißer Oscar-Kandidat oder kalter Revolutionskaffee? Was kann Paul Thomas Andersons jüngster Film?
Inhalt

Ben Ferguson, introvertierter Tüftler, ist Mitglied der French 75, einer revolutionären Gruppen, die nach dem Motto “Ein Schlacht nach der anderen” lebte und vorging. Einst befreite er mit seiner radikal-aktivistischen Freundin Perfidia und anderen Mitgliedern der Gruppe inhaftierte Migranten aus bewachten Lagern an der mexikanischen Grenze oder plante Bombenanschläge auf Wahlbüros von Senatoren. Doch heute ist er vor allem paranoider Vater einer Teenagerin, nachdem Perfidia einst gefangengenommen wurde und vom rassistischen Colonel Steven Lockjaw zum Zeugenschutzprogramm inkl. Verrat an den Mitgliedern der French 75 genötigt wurde. Seitdem fürchtet Ben den Zugriff durch eben jenen Lockjaw, der die Suche nach ihm und seiner Tochter nie aufgegeben hat …

Vorab: Ich bin kein Fan des bisherigen Film-Oeuvres von Paul Thomas Anderson. Hochgelobte Werke wie Magnolia oder There Will be Blood haben mich nie abholen können. Über Ersteren habe ich mich damals beim Schauen sogar richtig geärgert und mich wehmütig an Robert Altmans (für mich) genialen Short Cuts erinnert. Entsprechend reserviert bin ich in die Kritik zu Andersons jüngstem Film gegangen. One Battle After Another ist frisch 13-fach oscarnominiert und rollt mit einer gewaltigen Welle an Vorschusslorbeeren durch die internationale Kritik. Weltweit wird das Werk als filmisches Ereignis gefeiert, das die Zerrissenheit der Moderne in Bilder zu gießen sucht. Während einige Rezensionen den Film als episches Monumentalwerk und besten Film der letzten Jahrzehnte preisen; Ein Werk, das die amerikanische Seele seziert, loben andere die technische Brillanz und den Mut zum radikalen Chaos. Es wird oft betont, dass Anderson hier ein Werk geschaffen hat, das ebenso sehr wehtut wie es fasziniert. Für Anderson war das Projekt eine Herzensangelegenheit, die er schon seit Jahren mit sich herumträgt. One Battle After Another basiert auf Thomas Pynchons komplexem Roman Vineland, einem Buch, das lange Zeit als unverfilmbar galt. Nachdem Anderson bereits mit Inherent Vice Pynchons Welt erkundet hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis er sich an dieses Mammutprojekt wagte. Doch was ist One Battle After Another eigentlich – ein Film, der Kritik und Zuschauer spaltete wie zuletzt kaum ein anderer? Die Antwort fällt schwer, denn der Film verweigert sich einer klaren Zuordnung. Er ist zugleich politische Abrechnung, groteske Komödie, Gesellschaftskritik, im Kern aber vor allem ein Vater-Tochter-Drama. Seine Ambivalenz zwischen den Themen lässt ihn allerdings nicht selten etwas unentschlossen wirken. Und nicht selten etwas anstrengend. Ganze 35 Minuten lang rollt Anderson die Story auf und schildert in fragmentarischen Rückblicken von den Aktionen der Gruppe, von der Beziehung zwischen Ben und Perfidia und den Begegnungen mit Colonel Lockjaw. Das ist teils atemlos, teils unübersichtlich und erfordert höchste Aufmerksamkeit. Auch, weil uns das Drehbuch zunächst sehr wenig über die Figuren erzählt, geschweige denn jemanden zur Identifikation gibt. Perfidia taugt in ihrer Radikalität kaum dazu, Lockjaw ist ein rassistisches Arschloch und über Ben erfahren wir nur, dass er ein „Stein“ ist. Obwohl die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Ben und Willa im zweiten Teil des Films zweifellos den emotionalen Kern der Geschichte bildet, bleibt ein Problem. Trotz der unbestreitbaren Qualität aller Akteure gelingt es Anderson nicht vollends, in die tieferen Schichten seiner Figuren vorzudringen. Man beobachtet sie mehr, als man an ihrem Seelenleben teilnimmt. Das emotionale Mitfühlen, das man sich bei einem solchen Stoff wünschen würde, bleibt auf halber Strecke hängen, da die Charaktere oft mehr wie Symbole einer Ideologie denn wie Menschen aus Fleisch und Blut wirken.

Leonardo DiCaprio bemüht sich sichtlich, seiner Vita eine weitere oscarwürdige Performance hinzuzufügen, was bisweilen allerdings angestrengt wirkt. Sein Spiel erschöpft sich zunehmend darin, möglichst abgefuckt, schweißgebadet und paranoid-psychotisch am Abgrund zu agieren. In den besten Momenten kommt er wie eine durchgeknallte Variante von Jeff Bridges’ Dude aus Big Lebowski rüber, was seiner Aussage nach durchaus beabsichtigt war. Allerdings gibt es eine tonale Differenz. Wo der Dude entspannt auf selbst die übelsten Nachrichten reagierte, dreht DiCaprios Ben völlig am Rad. Während Anderson auf der einen Seite der gesellschaftlichen Spaltung der USA einen erschreckend realen Spiegel vorhält, verfällt er an anderer Stelle in grenzwertig alberne Einlagen rund um Bobs Figur, die den Ernst der Lage fast schon untergraben. Das reißt immer wieder aus der Story raus, weil man nicht so ganz nachvollziehen kann, in welche Richtung Anderson wollte. Aber reden wir mal nicht über Anderson und nicht über Leonardo DiCaprio. Reden wir auch nicht über Teyana Taylor als Perfidia, die das Skript so anstrengend angelegt hat, dass sie von der ersten Sekunde an nervt. Reden wir lieber über Sean Penn. Dass der Akteur besser wird, je älter und reifer er wird, das weiß man spätestens seit Dead Man Walking oder Milk. Doch in One Battle After Another zeigt er mehr Schauspielkunst im Mundwinkel als die versammelten Akteure in Minecraft zusammengenommen. Sobald er zu sehen ist, glüht die Leinwand. Der Mix aus absoluter physischer Dominanz und Machtstreben, gepaart mit einer beängstigenden, fast schon stoischen Ruhe, ist unwiderstehlich gut gespielt. Dass es Kritiker gab, die ihm hier Overacting vorwarfen, ist mir ein Rätsel. Seine Performance materialisiert das zutiefst korrumpierte und einsame Innere des Colonel auf dem Screen. Mal abgesehen von der beeindruckenden Physik des zum Drehzeitpunkt 64-jährigen, die ihn zu einer absolut bedrohlichen Gestalt werden lässt. Wenn er, schmallippig und fokussiert, einzig über Mundbewegungen Schauspiel betreibt, dann muss ihm der nächste Oscar sicher sein.

Reden wir aber auch über Michael Bauman, der hier erstmalig vollständig alleinverantwortlich die Kameraarbeit abliefert und dabei großartige und fiebrige Bilder einfängt. Reden wir über die abschließende, grandios inszenierte Verfolgungsjagd dreier Autos durch die welligen Highways, die handwerklich auf einem Niveau agiert, das man heute kaum noch im Kino findet. Und reden wir über Benicio Del Toro, der hier eine absolut mitreißende Performance hinlegt. Für den Zeitraum seiner Gegenwart ist er die absolute, ja die einzige Identifikationsfigur. Ohnehin sind die gefühlt als Oneshot-Sequenz gefilmten Szenen zwischen Minute 70 und 90 unglaublich packend. Hier zeigt Anderson, dass man auch heute noch Filme drehen kann, die über Bilder Stimmungen vermitteln und Gefühle erzeugen. Denn wenn man die nächtlichen Unruhen während Bens Flucht sieht, sich diese rund 20 Minuten anschaut, zeigt sich die wahre Qualität von Andersons fast schon visionärer politischer Gesellschaftsspiegelung. Denn One Battle After Another ist eben auch ein Film über die Spaltung der US-Gesellschaft, die dieser Tage ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Die Parallelen zu den Aktionen der von Trump eingesetzten ICE-Beamten sind kaum zu übersehen und im Kontext dessen ist die Protestszene bei 74’35 schon fast eine Quasi-Live-Dokumentation der aktuellen Proteste in Minnesota, die nach einem zweiten tödlichen Vorfall auf der Schwelle zum Bürgerkrieg zu stehen scheinen. Dabei ist der Film keineswegs ein Aufruf zu linksradikalem Revolutionismus, wie einige konservative Stimmen vorschnell behaupteten. Vielmehr dekonstruiert Anderson jegliche Form von Ideologie. Während die radikalen Linken um Perfidia oft wie orientierungslose, selbstverliebte Nostalgiker wirken, werden die rechten Strukturen als groteske, im Kern feige Kulte entlarvt, was im Finale kulminiert, wenn Lockjaw ein zweites Mal bei den White Supremacy Typen aufschlägt. One Battle After Another ist eine Studie über die Zersetzung des Individuums durch kollektiven Wahn – egal, auf welcher Seite des politischen Spektrums. Die politischen Bestandteile sind eher als Warnung vor einer Gesellschaft zu verstehen, in der nur noch Extreme existieren und der Mensch hinter der Fahne verschwindet. Anderson hat hier einen Film geschaffen, der in seiner Komplexität und Unbequemlichkeit noch lange nachwirken wird, auch wenn er den Zuschauer emotional nicht immer dort abholt, wo er es vorgibt zu tun. Und auch wenn das ausgiebige Klaviergeklimper von Jonny Greenwoods Score extrem anstrengend und nervenzerrend ist.






Bild- und Tonqualität BD

Die Blu-ray von One Battle After Another kann kaum verheimlichen, dass der Film analog gedreht wurde. Die Filmkörnung kommt prägnant zum Auge und bleibt durch ein (meist) erstaunlich gutes Encoding ebenso erstaunlich fein. Anderson legte ganz offensichtlich Wert auf die visuelle Gestaltung und hier vor allem auf Farben. Viele Szenen werden von einem goldgelben Ton dominiert, der eine ganz spezielle Atmosphäre verströmt (39’12). Die Bilder während der Außenszenen wirken dann wie bei nachmittäglicher Herbstsonne gefilmt und veströmen eine unnachahmliche Stimmung. Was allerdings durchweg deutlich ist, ist ein eher mauer Schwarzwert, der ins Blaugräuliche driftet, anstelle tief und satt zu sein. Hier rutscht dann auch das Encoding aus und wirkt bisweilen sehr grob, zeigt matschige Bereiche und weiß mit dem Filmkorn in wenig kontrastreichen Bereichen praktisch nichts mehr anzufangen (75’39). Die Schärfe und Auflösung sind allerdings wirklich klasse. In Naheinstellungen bekommt man jede Riefe und Pore in Sean Penns Charaktergesicht zu sehen und auch einzelne Haare in den Augenbrauen sind erkennbar. Hier kommt One Battle After Another das verwendete Filmmaterial zugute (siehe Kapitel Bildqualität UHD).

UPDATE: Kurz vor der Veröffentlichung der Rezension bekam ich die Mitteilung, dass ich eine korrigierte Disk zum Test bekommen werde. Die gleich beschriebenen Tonprobleme könnten also behoben werden.
Kommen wir zum Ton und damit zunächst zu einem Lob. Denn Warner integrierte abermals bereits für die Blu-ray eine Dolby-Atmos-Fassung fürs Deutsche und Englische. Aber irgendwas stimmt nicht, wenn man sich den Ton anhört. Irgendwas ist seltsam. Der Tiefbass wirkt nicht nur weniger druckvoll, sondern bspw. bei der Explosion nach 11’33 Minuten zeitlich etwas verzögert. Während es dort im O-Ton ordentlich bumst, bleibt’s über die Synchro seltsam unmotiviert und schwammig. Das bleibt leider den ganzen Film über so. Und während man so vor sich hinschaut, fällt noch etwas auf. Manchmal erwischt man sich, dass man denkt, das rechte Ohr wäre etwas taub oder man hätte einseitig Druck auf den Lauschern. Erklären lässt sich das erst, wenn man die untere Ebene mal abklemmt und die Höhen-Speaker solo laufen lässt. Denn dann merkt man schnell: Warum kommt die hochgemischte Musik so seltsam einseitig? Weil sie einseitig gemischt ist. Zumindest bei der deutschen Atmos-Fassung. Was man über beide Seiten im O-Ton hört (Musik, Geräuscheffekte, Hubschrauber), bleibt in der Synchro auf der rechten Seite der Heights komplett still. Lediglich die Leuchtspurmunition zwischen 7’22 und 7’59 hört man von oben rechts – was auch immer hier schiefgegangen ist, es ging einiges schief, beim Anlegen der Kanäle der deutschen Tonspur. Interessant ist: Analysiert man die LFE-Tonspur im Frequenzschrieb und hört sich diese mal isoliert an, klingt es so, als wäre das einer der Heights-Kanäle, denn nach 24 und knapp 76 Minuten hört man dort den Helikopter, der eigentilch auf den Höhenkanälen liegen sollte. Das Problem ist an Warner gemeldet. Man wird sehen, ob’s einen Austausch mit korrigierten Disks geben wird. Derweil ist der O-Ton “obenrum” allerdings auch nicht sonderlich spektakulär. An zwei, drei Stellen hört man mal einen Helikopter (etwas über 24 Minuten und 75’50) und immer wieder gibt es die Beimischung der Musik und des Scores über die Höhenkanäle. Nach etwas über 90 Minuten hört man außerdem die Sprechchöre während der Proteste auf den Straßen.
Damit es für den deutschen Zuschauer nicht ganz so frustrierend ist, bis man (eventuell) eine Austauschdisk erhält, gibt es einen kleinen Lichtblick: Die Synchro in Dolby Digital ist korrekt angelegt und weist keinerlei Probleme mit dem LFE-Kanal auf. Hier ist alles an der richtigen Stelle und sie punktet mit erstaunlich guter Dynamik, dem O-Ton in Atmos fast ebenbürtig.


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Bild- und Tonqualität UHD

One Battle After Another wurde analog gedreht. Zum Einsatz kamen die Beaumont VistaVision sowie die Panavision Panaflex Millennium XL2. Letztere allerdings nur für einige Szenen, während die Hauptkamera die Beaumont gewesen ist. Das Besondere an ihr, ist das VistaVision-Verfahren, bei dem, anders als in herkömmlichen Filmkameras, die den Film vertikal transportieren, ein horizontaler Transportmechanismus genutzt wird. Dadurch belichtet jedes Bild eine größere Negativfläche. Diese Technik führt zu einer deutlich verbesserten Bildschärfe, einer feineren Körnung und einer besseren Tiefenschärfe. Zuletzt gab’s für Aufnahmen aus dieser Kamera noch einen Oskar, den sich Lol Crawley für The Brutalist mit nach Hause nehmen durfte. Im Falle von One Battle After Another wurde der Film fürs Kino mit unterschiedlichsten Bildformaten vorgeführt. Von 1,43:1 bei IMAX-70-mm-Film über 1,5:1 im VistaVision-Format bis 1,90:1 im Falle von digitalen IMAX-Vorführungen. Fürs Heimkino ging man nun auf 16:9-Vollbild, also 1,78:1. Warner liefert die UHD Blu-ray zudem mit HDR10 und Dolby Vision aus. Und die HDR-Scheibe ist die technisch bessere. Sie geht vor allem mit den dunklen Bildanteilen substanziell besser um. Schwarz ist schwarz, nicht blaugrau. Das Encoding packt die Filmkörnung auch noch in den kontrastlosesten Bereichen und leistet sich keinen Ausrutscher. Die Detailauflösung ist nicht nur in der Tiefe, sondern generell besser. So sieht man im Supermarkt noch den Barcode, wo die Blu-ray die Striche nicht mehr differenzieren kann. Auch Close-ups sind noch schärfer und die Hauttöne punkten mit etwas mehr Braun‑, dafür weniger Gelbanteil. Dazu ist die Kontrastierung harmonischer, da die UHD Blu-ray in hellen Bereichen besser durchzeichnet. So sieht man vereinzelt Wolken, wo zuvor nur heller Himmel erkennbar war. Einziges Manko der HDR-Disk: Sie ist nicht wirklich prägnant in den HDR-Spitzlichtern und hätte hier ein wenig mehr “Wow” haben dürfen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray wirkt in der Helligkeits-Kontrastabstimmung stimmiger.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über die 4K-Disk würden sie noch erkannt werden.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Disk gibt hier ein wenig mehr Braun hinzu und tendiert ins Ocker.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die 4K-Disk auch hier überlegen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … überstrahlt die UHD Blu-ray weniger.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sind über die 4K-Disk sichtbar besser.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … über welche Disk man die Schrift besser lesen kann.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … hier die folgenden Zooms anschauen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wird bereits sehr deutlich die Probleme im Encoding sehen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk ist hier wesentlich souveräner.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray wirkt harmonischer im Kontrast und satter im Himmel.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk zeigt aber Fältchen, Poren und Härchen noch schärfer.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe zeigt die Wolken.






Bonusmaterial
Extras? Welche Extras?
Fazit
Politisch gesehen ist One Battle After Another eine scharfe Satire, aber keineswegs ein Aufruf zu linksradikalem Revolutionismus. Anderson zeigt, wie sich Menschen in extremen Ideologien verlieren und dabei ihre eigene Menschlichkeit opfern. Mittendrin erzählt er einen Vater-Tochter-Thriller mit schrillen Figuren, unglaublich toll fotografierten und bisweilen extrem packend inszenierten Actionszenen. Für mich ist Andersons Jüngster tatsächlich sein bester, was sicherlich viele komplett anders sehen werden. Und es gibt mindestens zwei Dinge, die mich auch hier sehr deutlich gestört haben (wenig emotionale Bindung zu den Figuren und der teils furchtbare Score), doch Atmosphäre und Spannung reißen hier vieles wieder raus. Beim Bild bekommt man ein wunderbar analog-filmisches 4K-Bild mit toller Auflösung, vibrierenden Farben und feiner Körnung. Der deutsche Ton ist leider komplett missglückt und muss zwingend korrigiert werden. Es ist davon auszugehen, dass dies der Fall sein wird, denn man hat mir bereits eine korrigierte Fassung als Reviewmuster angekündigt.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 80%
Tonqualität BD/UHD (Dolby Digital): 85%
Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 50% (LFE-Kanal falsch angelegt)
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 40% (Top-Rights falsch angelegt)
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 40%
Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 85%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 40%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%
Bonusmaterial: 0%
Film: 85%
Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA 2025
Regie: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Benicio Del Toro, Regina Hall, Teyana Taylor
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en // Dolby Digital: de, en
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 162
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 192 Nit
FSK: 16
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Warner Home Video)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professionelle Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder Ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenzgerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierte Bild”verbesserer” zu verfälschen.
Short Cuts finde ich auch großartig. Madeleine Stowe
Zur Disk: Die Disk sieht genau wie eine 4K Disk von Nolan aus.
Ich weiß es nicht ob ich mir den Film anschauen soll. Die Trailer ließen mich ratlos zurück. Vieleicht wenn er mal billig im Stream ist.