Die glorreichen Sieben [1960] 4K UHD

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Beitragsbewertung

4K Blu-ray Review

Capelight Pictures, 11.12.2025
Capelight Pictures, 11.12.2025

OT: The Magnificent Seven

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Westernklassiker Remastered

Nur wenige Remakes verehrter Originale erfahren eine ähnliche Wertschätzung, wie es bei den Glorreichen Sieben der Fall war und ist.

Inhalt

glorreichen sieben 4k kritik review
Calvera terrorisiert das mexikanische Dorf

Ein armes, mexikanisches Dorf wird regelmäßig von Banditen unter der Führung des skrupellosen Calvera (Eli Wallach) überfallen und ausgeplündert. Die verzweifelten Dorfbewohner beschließen, sich zu wehren, und machen sich auf die Suche nach Männern, die bereit sind, für wenig Geld ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Sie finden Chris Adams (Yul Brynner), einen wortkargen Revolverhelden, der beginnt, ein Team zusammenzustellen. Ihm schließen sich sechs weitere, gänzlich unterschiedliche Männer an: sein Freund Harry (Brad Dexter), der zwiegespaltene und spielsüchtige Vin (Steve McQueen), der elegante Revolverheld Lee (Robert Vaughn), der schweigsame Typ mit innerer Wut Bernardo (Charles Bronson), der Spezialist für Messer Britt (James Coburn) und der junge, ungestüme Chico (Horst Buchholz). Gemeinsam wollen sie das Dorf befestigen und die Männer der Gemeinschaft im Kampf ausbilden, damit Calvera und seine Schergen ein für alle Mal verscheucht werden können …

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Auch der Dorfälteste ist desillusioniert

John Sturges’ Die glorreichen Sieben von 1960 ist mehr als nur ein starbesetztes Remake von Kurosawas Die sieben Samurai. Er definierte den Ensemble-Film neu und legte den Grundstein für den modernen Action-Western. Die glorreichen Sieben ist einer jener Western, die in jeder Dekade neu verhandelt zu werden scheinen. John Sturges’ Film von 1960 ist ein perfektes Stück Hollywood-Kino, das die philosophische Tiefe seines japanischen Originals mit einer starbesetzten, coolen Attitüde und dem staubigen Charme Mexikos auflud. Wo Akira Kurosawas Die sieben Samurai ein Ehrfurcht gebietendes Epos über die Auflösung feudaler Strukturen war, ist Sturges’ Werk eine präzise Revolver-Oper und ein Manifest des amerikanischen Freiheitsdrangs, das seine Laufzeit über keine Sekunde langweilig wird. Die Geschichte ist auf das Wesentliche heruntergebrochen und die Übertragung des Stoffs vom Japan des 16. Jahrhunderts in den Wilden Westen ist so organisch und intelligent gelungen, dass der Film für sich selbst steht. Dabei bleibt der zentrale Konflikt erhalten: Wie überzeugt man Männer, die ihr Leben als Einzelgänger verbringen, sich für eine Gemeinschaft aufzuopfern, die ihnen fremd ist? Die Unterschiede der beiden Filme liegen in der Geschwindigkeit und der Psychologie. Kurosawa ließ sich Zeit für die psychologische Entwicklung jedes einzelnen Samurai und ihrer Interaktion mit den Bauern. Sturges, der die Spielzeit von dreieinhalb (Originalfassung) Stunden auf etwas mehr als zwei komprimierte, musste auf Effizienz setzen. Die Charaktere werden hier weniger durch ausgedehnte Dialoge, sondern vielmehr durch ikonische, kleine Szenen definiert: Coburns stoische Lässigkeit, wenn er einen Herausforderer mit einer einzigen Messerbewegung zur Strecke bringt, Bronsons sanfte Seite, wenn er den Kindern der Dorfbewohner beibringt, dass sie nicht mit dem Messer werfen dürfen, und ihnen stattdessen den Mut ihrer Väter vor Augen führt. Diese Momente sind es, die die psychologische Tiefe des Films ausmachen. Die Sieben sind keine reinen Helden. Sie sind Söldner, die vor ihrer eigenen Vergangenheit fliehen und im Kampf für die Schwachen einen Augenblick der Selbstachtung finden.

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Der junge und stürmische Chico stößt zur Truppe

Die größte Stärke und gleichzeitig ein Risiko des Films war die Besetzung. Die glorreichen Sieben wurde zu einer Art Blaupausen-Projekt für den modernen Ensemble-Actionfilm. Sturges versammelte eine Riege von Schauspielern, die entweder bereits Stars waren (Yul Brynner, Eli Wallach) oder auf dem Sprung zur Legende standen (Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn). Der eigentliche Coup war aber das Zusammenspiel zwischen Yul Brynner als kühlem Anführer und Steve McQueen als sein lässiger, unberechenbarer Schatten. Es gibt Gerüchte/Anekdoten, dass McQueen, der es leid war, sich Brynners Dominanz am Set zu beugen, alles daran setzte, seinen Co-Star in jeder gemeinsamen Szene zu überstrahlen. Ob er nun unnötig mit einem Strohhalm spielte oder ständig seinen Hut verschob. Diese spürbare, elektrisierende Rivalität zwischen den beiden Leinwand-Ikonen verleiht dem Film eine zusätzliche, ungeskriptete Spannung, die das Publikum bis heute fesselt. Robert Vaughn als traumatisierter Lee brachte eine nervöse, zerbrechliche Note ins Team, während Charles Bronson als wortkarger Kaldera die emotionale Mitte des Ensembles bildete. Für das internationale Publikum in Europa und insbesondere für den deutschen Westernfan spielte die Besetzung des jungen, aufbrausenden Chico mit Horst Buchholz eine besondere Rolle. Buchholz war damals bereits ein gefeierter Star des europäischen Kinos, insbesondere durch Filme wie Monpti oder Das Totenschiff. Seine Besetzung in einem so prominenten US-Western war Teil einer Strategie von Hollywood, europäische Talente für den US-Markt zu erschließen. Buchholz integrierte sich mit seiner jugendlichen, fast naiven Energie in das ansonsten abgebrühte amerikanische Ensemble. Chico, der jüngste der Gruppe, ist derjenige, der am meisten nach einem Platz in der Welt sucht und sich von der scheinbaren Coolness der älteren Revolverhelden angezogen fühlt. Er dient als emotionaler Katalysator und als Identifikationsfigur für das junge Publikum. Buchholz’ Schauspiel ist dabei nicht so stoisch wie das von Brynner oder McQueen, sondern leidenschaftlicher und impulsiver, was die kulturellen Unterschiede seiner Figur im internationalen Cast betont und ihn zu einer unverzichtbaren Ergänzung macht. Er war der einzige, der am Ende des Films im Dorf blieb und damit die Hoffnung auf eine Zukunft jenseits des Söldnerlebens verkörperte.

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Drei der Sieben

Ästhetisch setzte Sturges auf weite, sonnenverbrannte Landschaftsaufnahmen der mexikanischen Wüste, die einen starken Kontrast zu den engen, staubigen Gassen des Dorfes bilden. Kameramann Charles Lang nutzt Weitwinkel in den Außenaufnahmen und enge Räume im Training. Das Terrain wird auf diese Weise selbst zum Charakter. Der Film ist dabei weniger stilisiert als die späteren Arbeiten eines Sergio Leone, sondern verfolgt einen klassischen, klaren Hollywood-Ansatz in der Bildsprache, der die Choreografie der Action in den Vordergrund stellt. Herzstück des Films und entscheidend für seine Legendenbildung ist zudem die Musik von Elmer Bernstein. Seine Partitur ist ein Triumph und gehört zu den berühmtesten und mitreißendsten Soundtracks aller Zeiten. Die Hauptmelodie, eine marschierende, fanfarenartige Komposition mit prominenten Hörnern und Streichern, ist untrennbar mit dem Gefühl von Abenteuer und dem heroischen Aufbruch verbunden. Bernstein gelang es, das Gefühl des amerikanischen Westerns auf eine Weise einzufangen, die gleichzeitig modern und zeitlos wirkte. Die Musik treibt die Action nicht nur voran, sie definiert die Charaktere und verleiht den scheinbar simplen Söldnern eine epische Note. Die Action selbst, insbesondere die finale Schlacht um das Dorf, war wegweisend. Sie ist schnell, dynamisch und überraschend brutal für die damalige Zeit. Im Gegensatz zu vielen Western des Goldenen Zeitalters zeigt Sturges, dass die Gewalttätigkeit des Kampfes Konsequenzen hat: Die glorreichen Sieben sind verwundbar, und nicht jeder wird überleben. Die Inszenierung der Schießereien, insbesondere die Taktik und die Verteilung der Aufgaben im Team, die sorgfältig getimten Abläufe, in denen Kamera und Raum Wissen um Taktik und Gefährdung transportieren, waren innovativ und dienten als Blaupause für viele spätere Action- und Kriegsfilme. Trotz aller Verdienste ist Die glorreichen Sieben nicht ohne Mängel: Er bleibt manchmal flach, verglichen mit Kurosawas moralischer Komplexität; einige Figuren erhalten nur fragmentarische Innenleben; die Dichte der menschlichen Tragödie ist schlichter. Manchmal wirkt die Heroisierung der Revolverhelden zu sauber: Der Film bereinigt die Dreckigkeit, während Kurosawa sie insistierend zeigt.

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Stand von: 2026/03/03 6:28 p.m. - Details
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Studio: Capelight Pictures
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 11 Dec 2025
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Bild- und Tonqualität BD

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Cooler geht’s kaum

Die bisher erhältliche Blu-ray von Die glorreichen Sieben ist nun mittlerweile 15 Jahre alt und stammt aus dem Jahr 2010. Sie war bereits AVC-kodiert und ist nach heutigen Maßstäben im qualitativen Mittelfeld anzusiedeln. Während man sich bemüht hat, die Filmkörnung zu bewahren, ist das Master allerdings nicht frei von Prozessierungen. Durchweg wahrnehmbar sind Nachschärfungen und auch Überstrahlungen auf den hellen Oberflächen (vor allem den Hemden) fallen auf. Dazu ist die Farbgebung signifikant ins Magenta verschoben, sichtbar ebenfalls auf den Hemden, im Himmel oder auch den Berg-Hintergründen.
Vereinzelte Einstellungen fallen in ihrer Qualität sichtbar ab. Halbtotale und Totale sind bisweilen im Kontrast komplett eingebrochen oder wirken brutal unscharf (44’21) – möglicherweise aufgrund von schlechter Fokussierung oder nicht mehr verfügbarem Originalnegativ beim Scan für das HD-Master. Während der Überblendungen kommt es dann nicht selten auch zur Veränderung des Color Gradings. Auch die Kornstruktur oder Sauberkeit des Bildes verändern sich dann. Schwarzwerte sind allerdings ganz okay und in Summe wirkt das Bild durchaus noch filmisch.
Die neue Blu-ray aus dem Set mit der 4K-Disk stand mir leider zum Test nicht zur Verfügung.

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Kurze Zeit für Romantik zwischen rauchenden Colts

Die alte Blu-ray von Die glorreichen Sieben besaß einen 5.1-Mix für die deutsche Synchro. Das, was man dort bisher hören durfte, war zwar ein Mehrkanal-Upmix, aber ein ganz furchtbarer. Vor allem die Dialoge klangen unterirdisch. Sie waren blechern, dünn und mitunter extrem verrauscht. Die allermeisten Stimmen klingen außerdem massiv komprimiert, gequetscht und regelrecht unangenehm unterdrückt. Lediglich die Filmmusik ist bisweilen anhörbar. Allerdings kommt hinzu, dass die Synchro in der falschen (zu tiefen) Tonhöhe vorlag, da man beim Wechsel auf die 24p-Blu-ray die auf 25 fps gemasterte Tonspur nicht korrigierte.
Da mir die neue Blu-ray nicht zur Verfügung stand, gibt es die Tonbewertung unten im Kapitel “Bild und Tonqualität UHD” unterhalb der Screenshotvergleiche.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

glorreichen sieben 4k kritik review 8
Bernardo trägt eine stille Wut in sich, hat aber einen weichen Kern

Die glorreichen Sieben wurde von Charles Lang mit Panavision-Kameras und mit anamorphotischen Linsen aufgenommen. Um die harschen Lichtbedingungen der Tageslichtszenen in der mexikanischen Wüste etwas abzumildern, nutzte er (lt. einem Interview im American Society of Cinematographers) “nets and haze for balance”, wobei “nets” für feinen Tüll oder Seidengewebe steht und “haze” für Staub, der bewusst eingesetzt wurde, um die harschen Lichtkontraste zu brechen und das Bild weicher zu gestalten. Entsprechend muss dies auch bei der Bewertung der Auflösung einfließen, da dieses Mittel dazu beiträgt, dass der Film nie wirklich ultrastark aufgelöst ist. Ausgehend von dem Material hatte der US-Anbieter Shout Factory 2022 unter Verwendung eines bereits vorhandenen 4K-Scans des Originalkameranegativs eine Restaurierung und Farbkorrektur vorgenommen. Inwiefern “bereits vorhanden” auf einen Zeitraum deutlich vor 2022 zurückdatiert werden kann, ließ sich leider nicht feststellen. Capelight nutzte dieses 4K-Basismaster nun und ließ das Ganze mit HDR10 und Dolby Vision graden. Natürlich inkl. eines im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraums. Und kaum beginnt der Film, entfährt dem geneigten Betrachter ein: “Wow, ist das rot”. Denn es vergehen nur wenige Sekunden, bis die Schriften der Filmbeteiligten über den Bildschirm flimmern. Und im gleichen Moment klappt die Kinnlade ob des kräftigen Rottons runter. Witzig auch hier: Bis zur Tafel, auf der die Production Supervisor und -Manager abgebildet werden, ist das Korn statisch und beginnt sich erst dann analog zur Körnung im Hintergrund ebenfalls zu bewegen. Beginnt der Film dann, wird das Korn wunderbar filmisch, sehr fein und homogen – wenige Ausnahmen, in denen möglicherweise anderer Filmstock verwendet wurde (bspw. ab 15’20) fallen etwas aus dem Rahmen. Dennoch sieht der Film in Summe ganz wunderbar aus und lässt ganz viel Analogfeeling aufkommen. Auch die HDR-Implementierung gelingt prägnant. Die weißen Hemden der Bauern strahlen nach etwas über sieben Minuten (trotz der Schmutzbereiche) und auch das Weiße in Yul Brynners Augen wird leuchtend wiedergegeben. Dabei überstrahlt hier zu keiner Zeit etwas und die Schwarzwerte sind wunderbar satt. Während der wenigen Innenraumszenen sind die Kontrastflanken zwar etwas steiler, aber es kommt nie zu Versumpfungen. Was die Farben angeht, so gibt es jetzt keine Magentabetonung mehr. Die 4K-Disk neutralisiert das Bild und tendiert ein wenig ins Grünliche. Während der Himmel und die staubigen Wege neutral(er) abgebildet werden, werden Gesichter gleichzeitig kräftig braun dargestellt. Knallbunt geht’s hier aber nicht zu, eher farblich etwas reduziert, was der Natürlichkeit zugutekommt. Die Auflösung holt das Maximum aus der Vorlage heraus und zeigt feine Details auf den Westen der Protagonisten ebenso wie Kettenglieder oder die Munition an Chris’ Patronengürtel. Auch Brunners sanfte Fältchen um die Augen sind hervorragend zu erkennen. Allerdings ist es, wie oben aufgrund der verwendeten “Filter” beschrieben, nie maximal knackscharf.

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Blu-ray alt (0’17): (Slider ganz nach rechts): Farblich sieht man die Unterschiede sofort.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray liefert die satteren Farben, während das Magenta der alten BD schon hier sichtbar zurückgenommen ist.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Auch die Feinheit der Farbauflösung ist …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … über die 4K-Disk sichtbar besser.

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Blu-ray alt (9’43): (Slider ganz nach rechts): Hier sieht man im Vergleich sehr gut, wie magentabetont die alte BD war (Himmel und Berge)
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray neutralisiert das sichtbar, geht dabei einen Hauch ins Grünliche.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Gut sichtbar am den Holzsäulen der Veranda: Die Überstrahlungen und Überschärfungen der alten BD.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier ist die 4K-Disk filmisch-natürlich und besser aufgelöst – ohne Überstrahlungen oder Artefakte.

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Blu-ray alt (24’45): (Slider ganz nach rechts): In den Innenraumszenen bekommen Gesichter …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … etwas mehr Farbe und wirken weniger kränklich. Hier wurde Rot eher hinzugefügt als reduziert.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt (47’05): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt (47’14): (Slider ganz nach rechts): Auch hier wird deutlich, dass die alte BD magentabetont war und leicht überkontrastierte.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Neutraler gestaltet (gerade auf den Hemden) ist die 4K-Disk.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Schaut man sich den Bogen rechts an …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wird auch deutlich, dass die Auflösung sichtbar besser ist.

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Blu-ray alt (49’45): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Erneut kann man gut erkennen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wie viel besser die 4K-Disk das Filmkorn abbildet.

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Blu-ray alt (51’49): (Slider ganz nach rechts): Was immer wieder deutlich wird, sind die digitalen Nachprozessierungen, die man der Blu-ray hat angedeihen lassen – sei es am Cowboyhut, an den hellen Stellen des Berges oder den farbigen Kunstblumen
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk ist durchweg filmisch und analog-passend. Was hier noch etwas flach im Kontrast wirkt, ist per HDR-Wiedergabe satter.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): An den bunten Gestecken erkennbar: Überstrahlungen vor dem hellen Hintergrund en masse.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt dieses Bild zurück ins Filmische.

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Blu-ray alt (60’02): (Slider ganz nach rechts): Die Kuh macht Muh.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Und über die 4K-Disk muht sie dynamischer.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt (117’58): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Schaut euch das silbrig-graue Muster auf der Weste an. Die Blu-ray kann das nicht erkennbar auflösen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Ganz im Gegensatz zur 4K-Blu-ray.

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Blu-ray alt (25’39): (Slider ganz nach rechts): Hier ist ein typisches Beispiel für die unterschiedliche Bildqualität vor und nach einem Szenenübergang / nach einer Überblendung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Schaut man sich das im Close-up an, ist die Körnung hier sehr grob und wenig harmonisch. Auch die Überzeichnungen sind deutlicher.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das ist selbst bei der 4K-Fassung nicht optimal.

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Blu-ray alt (25’39): (Slider ganz nach rechts): Das nächste Bild zeigt einen kompletten Wechsel im Look.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Sowohl bei der alten BD als auch bei der 4K-BD.

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Blu-ray alt: (Slider ganz nach rechts): Im Close-up wird’s feiner und homogener.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray alt (25’39) vor dem Bildwechsel: (Slider ganz nach rechts): Hier der Wechsel von einem aufs andere Bild innerhalb der Blu-ray. Bild links ist das Bild der Blu-ray VOR dem Wechseln …
Blu-ray alt nach dem Bildwechsel (Slider ganz nach links): … Bild rechts ist das Bild der Blu-ray NACH dem Wechsel.

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UHD HDR10 vor dem Bildwechsel: (Slider ganz nach rechts): Und hier der gleiche Bildwechsel innerhalb der UHD Blu-ray. Bild links ist vor dem Wechsel …
UHD HDR10 nach dem Bildwechsel (Slider ganz nach links): … Bild rechts nach dem Wechsel. Und ähnliche Momente hat man im Film immer wieder bei Szenenwechseln/Übergängen.

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Zwei Rivalen am Set

Für die neue Blu-ray und 4K Blu-ray hat man beim Ton von Die glorreichen Sieben nun noch einmal ganz von vorn begonnen. Gearbeitet hat Capelight mit der deutschen Originaltonspur und hat davon ausgehend den 5.1-Mix komplett neu aufgebaut. Damit ist schon einmal gegeben, dass die Tonhöhe nun selbstverständlich korrekt vorliegt. Im Rahmen der Restaurierung hat man Hintergrundgeräusche zudem manuell etwas reduziert und Dialoge stabilisiert. Herausgekommen ist eine Tonspur, die man wesentlich besser hätte nicht implementieren und restaurieren können. Wenn man sich aber zunächst die deutsche 2.0-Mono-Tonspur anhört, liegen bereits dort Welten zwischen dieser und dem 5.1-Mix der alten Blu-ray. Denn die Stimmen sind, typisch für Filme aus der Zeit, zwar manchmal etwas metallisch (das hört man vor allem bei Brunners Synchro), aber was hier exemplarisch gut ist, sind die Tonalität und Ausgewogenheit. Dazu gibt’s kein Zischeln auf den S-Lauten, keine dumpfen Anflüge und kein Übersteuern, wenn mal ein Horst Buchholz “hörst du nicht?” brüllt. Selbiges gilt auch für den neuen Mehrkanalmix. Dieser ist nicht nur aufgrund der jetzt korrekten Tonhöhe um ein Vielfaches griffiger, lebendiger, atmosphärischer und ausgewogener als bisher. Auch in Sachen Dynamik geht’s hier ganz anders zu. Man nehme sich nur mal die zwei kurzen Schüsse bei 14’30 herum. Wer das mit dem alten Ton der BD vergleicht, wird fast vom Stuhl fallen, wie unterschiedlich das klingt. Und das gilt in der Folge für sämtliche Action- und Schuss-Momente. Auch das Hintergrundrauschen ist nun gleichmäßig. Es wurde auch nicht komplett herausgefiltert, was einen zu starken Eingriff bedeutet hätte. Allerdings hört man bei der alten 5.1-Fassung mehr schwankendes und komprimiertes Rauschen als authentisches Hintergrundrauschen. Ein kurzes Ohr in die 5.1-Fassung geworfen, gibt’s dort nicht nur mehr Dynamik, sondern auch Schussgeräusche, die man zuvor fast nicht wahrgenommen hat (37’36). Die Präsenz eines kurzen Pegelanstiegs wie bei 55’34 ist beängstigend besser als zuvor. An vielen Stellen gibt es jetzt auch erstmals LFE-Unterstützung, wo zuvor einfach nichts zu hören, bzw. zu spüren gewesen war (25’28 oder 90’50). Fallen Schüsse wie nach 32’23, werden auch diese griffig und recht dynamisch wiedergegeben. Sie zerreißen die Stille angemessen und verhallen hörbar in der Weite der Prärie. Die Schießerei nach 75 Minuten ist dann das erste Actionhighlight und liefert mitunter erstaunlich satte Schüsse aus den Gewehren. Die Musik hält sich zwar meist bewusst im Hintergrund, wird aber tonal gleichmäßig wiedergegeben und schwankt oder leiert nicht. Geht es um Atmosphäre, wie bei den Feierlichkeiten rund um die 50. Minute, ist es erstaunlich, wie räumlich auch der Mono-Ton wirken kann. Zudem wurden auch fehlende Geräusche neu integriert. Wer ganz genau hinhört, wird vielleicht eine dezente Filterung wahrnehmen, die aufgrund des Rauschens nötig war. Dies kann man dezent wahrnehmen, wenn es zwischen Dialogen und Atmosphäre wechselt und es eine kurze Akklimatisierung gibt.

Preis: 87,00 €
Stand von: 2026/03/03 6:28 p.m. - Details
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Studio: Capelight Pictures
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 11 Dec 2025
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Bonusmaterial

glorreichen sieben 4k kritik review 9
Die Waffen sprechen

Das Bonusmaterial der 4K UHD Blu-ray im Mediabook beginnt mit dem 24-seitigen Booklet mit einem Text von Wolfgang Frömberg. Dazu gesellen sich: Ein
Audiokommentar von den Darstellern James Coburn und Eli Wallach, Produzent Walter Mirisch und Regieassistent Robert E. Relyea, ein weiterer Audiokommentar von Filmhistoriker Sir Christopher Frayling und zwei Originalkinotrailer auf den Filmdisks. Die Bonus-Blu-ray enthält die Featurettes:
Guns for Hire: Das Making-of, Elmer Bernsteins Filmmusik, Das Leinenbuch der vergessenen Bilder sowie Filmhistoriker Sir Christopher Frayling über “Die glorreichen Sieben”. All diese Extras sind deutsch untertitelbar.

Fazit

Die glorreichen Sieben ist ein Western, der an Coolness und Starpower kaum zu überbieten ist. Er mag in seiner psychologischen Ausarbeitung nicht die feinen Nuancen von Kurosawas Original erreichen, doch er liefert dafür einen energetischen, perfekt inszenierten Actionfilm ab, dessen Themen Ehre, Aufopferung und die Suche nach Bedeutung universell bleiben. Der Film beweist, dass es im Western nicht immer um Gut gegen Böse gehen muss, sondern auch um die Grauzonen des Söldnertums und die Erkenntnis, dass wahre Heldentaten oft unerkannt bleiben. Das berühmte letzte Zitat des Anführers Chris Adams fasst die melancholische Bilanz des Films zusammen: “Nur die Farmen konnten gewinnen. Wir haben verloren. Wir verlieren immer.” Ein absolut essenzieller Western-Klassiker, der seine Legende mehr als verdient hat. Die 4K-Disk macht nun Schluss mit dem Magentastich der alten Blu-ray und präsentiert den Western filmischer als je zuvor. Dass nicht die ganz große Auflösung möglich ist, liegt am Ausgangsmaterial, nicht an der Umsetzung auf Disk. Mir gefällt vor allem, dass man die Farben nicht zu knallig gemastert hat. Zudem gibt’s ein sauberes Encoding und einen hervorragenden Mono- und 5.1-Ton, der mit dem alten und verunglückten Murks nichts mehr gemein hat.
Schaut gerne auch das zugehörige YT-Video mit noch mehr Bildvergleichen und einem Tonvergleich zwischen der alten, nicht tonhöhenkorrigieren BD und der UHD-BD. Der YT-Link ist ab heute, Freitag, 28.11.2025 um 16:00 Uhr aktiv.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2010): 60%
Bildqualität BD (2025:) keine Bewertung möglich
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD (2010) (dt. Fassung): 50%
Tonqualität BD/UHD (2025) (dt. Fassung Mono): 80%
Tonqualität BD/UHD (2025) (dt. Fassung 5.1): 80%

Tonqualität BD/UHD (2025) (Originalversion Mono): 80%
Tonqualität BD/UHD (2025) (Originalversion 5.1): 80%

Bonusmaterial: 80%
Film: 90%

Anbieter: Capelight Pictures
Land/Jahr: USA 1960
Regie: John Sturges
Darsteller: Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Horst Buchholz, Robert Vaughn, Brad Dexter, James Coburn, Eli Wallach, Wladimir Sokoloff
Tonformate BD (2010): dts 5.1: de, en
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en // PCM 2.0 (Mono): de, en // PCM 2.0 (Stereo): de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 128
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: MGM/Capelight Pictures)
*Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Für Einkäufe über diese Affiliate-Links erhalten wir eine Provision. Für den Käufer entstehen keine Mehrkosten. Infos zum Datenschutz findet ihr hier.


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.


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