James Bond 007 jagt Dr. No 4K UHD

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4K Blu-ray Review

Warner Home Video, 06.11.2025

OT: Dr. No IMDb 7.2

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Lizenz zum Töten

Connerys erster Einsatz als Doppelnullagent eröffnet den Reigen der 4K-Disks. Danke an Leser Andi fürs Zurverfügungstellen der Blu-ray-Disks.

Inhalt

Ikonisches Intro – hier exklusiv mit deformierter Nase (Lowry-Prozess sei Dank)

John Strangways, Chef des MI6-Büros auf Jamaika, wird ermordet. Ebenso seine Sektretärin.. Beide Leichen verschwinden. Der Vorfall ruft selbstverständlich das MI6 auf den Plan, der seinen besten Agenten, James Bond, schickt, um den Fall zu untersuchen. 007, so die interne Codenummer des Doppel-Null-Agenten, erfährt, dass Strangways die Herkunft von Energiewellen klären sollte, die in der Lage sind, US-Raketen aus Cape Canaveral vom Kurs abzulenken. Aus diesem Grund soll Bond in Jamaika auch den Kollegen vom CIA, Felix Leiter treffen. Doch bis es dazu kommt, muss der MI6-Agent mehrere Attentatsversuche abwehren. Irgendjemand scheint überhaupt kein Interesse daran zu haben, dass der britische Geheimdienst in Jamaika rumschnüffelt. Bond bekommt derweil Hinweise auf eine ganz bestimmte, von Einheimischen maximal gemiedene Insel, auf der ein geheimnisvoller Minenbesitzer residiert …

M instruiert Bond für seinen Auftrag

Als Dr. No 1962 in die Kinos kam, war die Welt nicht unbedingt auf einen britischen Geheimagenten im Smoking vorbereitet. Ian Flemings Romane hatten zwar bereits eine treue Leserschaft, aber die Idee, daraus eine Filmreihe zu machen, war alles andere als ein Selbstläufer. Das Budget war knapp, die Dreharbeiten teils improvisiert, und Sean Connery, der Mann in der Hauptrolle, war nicht der erklärte Favorit der Produzenten Broccoli und Saltzman. Fleming selbst nannte ihn einen “groben Kerl”, weit entfernt von dem kultivierten Gentleman, den er sich für Bond vorgestellt hatte. Er ärgerte sich zudem darüber, dass der Darsteller das “Queen’s English” nicht sprach (Quelle). Doch gerade Connerys Mischung aus Härte, Charme und Selbstironie machte ihn zum Prototyp des Leinwand-Bond. Dass Fleming später sogar Connerys schottische Herkunft in die folgenden Romane einbaute, ist ein schöner Beweis dafür, wie schnell der Schauspieler die Figur für sich beanspruchte und wie sehr er den vorherigen Skeptiker vereinnahmte. Von der ersten Szene an, wenn Bond sich am Spieltisch mit den Worten “Bond. James Bond.” vorstellt, spürt man, dass hier etwas geboren wird, das weit über einen simplen Spionagefilm hinausgeht. In diesem Moment schuf sich eine der berühmtesten Catchphrases der Kinogeschichte, begleitet vom unvergesslichen James-Bond-Theme von Monty Norman, das John Barry so arrangierte, dass es bis heute mit einer Mischung aus Coolness und drohender Gefahr in den Köpfen nachhallt.

Die Einzige, die Bond dauerhaft Paroli bietet

Dabei ist Dr. No filmisch noch erstaunlich zurückhaltend. Es gibt keine gigantischen Action-Exzesse, keine Weltraumstationen oder U-Boote, die von Superschurken befehligt werden. Stattdessen eine vergleichsweise schlichte Agentengeschichte auf Jamaika, mit Dr. No als bedrohlichem Strippenzieher im Hintergrund und einem “Drachen”, der aussieht, als hätten ihn ein paar kreative Automechaniker in einer Nacht- und Nebelaktion zusammengeschweißt. Ken Adams Sets, allen voran das berühmte unterirdische Labor mit der radioaktiven Kammer sowie das Unterwasseraquarium, brachten allerdings schon jenen Hauch von Übergröße ins Spiel, der für die Serie stilprägend werden sollte. Legendär ist natürlich auch Ursula Andress als Honey Ryder, die im cremefarbenen Bikini aus dem Meer steigt und damit nicht nur eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte, sondern gleich die Blaupause für das “Bond Girl” schlechthin schuf. Aus heutiger Sicht lässt sich an dieser Szene zweierlei erkennen. Zum einen die Ikonisierung weiblicher Schönheit. Leider aber auch ihre Reduktion auf Objektstatus. Bond selbst begegnet Frauen in der Bondreihe mit einer Mischung aus Charme, Überlegenheit und nicht selten (sowie seit Langem kritisierter) übergriffiger Selbstverständlichkeit. Dass dies ein Spiegelbild der frühen 60er-Jahre ist, macht es historisch interessant, entschuldigt es aber nicht. Besonders im Rückblick auf die gesamte Reihe ist Dr. No ein Paradebeispiel für das problematische Frauenbild, das Bond jahrzehntelang begleiten sollte und das vor allem in Goldfinger noch einmal einen kontroversen Höhepunkt erreicht. Dort dann auch noch ein paar Ausführungen mehr zu diesem Thema. Und doch: Trotz all seiner Ecken und Kanten, trotz der heute zurecht kritischen Sicht auf manche Elemente entfaltet Dr. No eine Faszination, die schwer zu leugnen ist. Das liegt nicht zuletzt an Connery, der den Spagat zwischen gefährlichem Profi und augenzwinkerndem Lebemann mit einer Selbstverständlichkeit meistert, die in den folgenden Jahrzehnten oft kopiert, aber selten erreicht wurde. Auch seine kurzen, fast flirty Dialoge mit Miss Moneypenny, gespielt von Lois Maxwell, legen hier den Grundstein für ein liebgewonnenes Ritual, das Fans bis heute schmunzeln lässt.

Wenn Bond etwas besonders ungern getan hat, dann seine geliebte Beretta eintauschen

Interessant ist zudem, wie sehr der erste Bondfilm noch auf Improvisation angewiesen war. Das Budget reichte kaum, um große Effekte zu finanzieren, also baute man auf Spannung, Atmosphäre und Ideenreichtum. Das führte mitunter auch zu ungelenken oder unfreiwillig komischen Momenten. So ist die Actionszene mit dem Drachen (und dort vor allem der Tod Quarrels) nicht elegant inszeniert und das halbgare Schrubben der Kleidung von Bond und Honey in der Entseuchungsstation provoziert heute eher ein ungläubiges Stirnrunzeln. Dennoch wurde der Film zum Kassenerfolg, was zeigt, wie sehr er den Nerv der Zeit traf. Inmitten des Kalten Krieges lieferte Dr. No Eskapismus mit exotischen Schauplätzen, einem unbesiegbaren Helden und einer klaren moralischen Frontlinie zwischen Gut und Böse. Auch wenn diese Moral im Kontext der Frauenfiguren fragwürdig daherkommt. Im größeren Kontext der Reihe ist Dr. No weniger spektakulär als seine Nachfolger, aber von fundamentaler Bedeutung. Er definierte die Tonalität, die wiederkehrenden Elemente (vom Vorspann mit tanzenden Silhouetten über die Musik bis hin zu den One-Linern) und zeigte, dass aus einer literarischen Vorlage ein filmisches Universum wachsen kann. Ohne Dr. No gäbe es weder die Popkulturikonen Bond, Moneypenny, M, Q oder Blofeld, noch die unzähligen Parodien, Zitate und Anspielungen, die bis heute durch die Popgeschichte geistern. Ohne Bond kein Austin Powers. Und vielleicht liegt genau darin seine größte Stärke: Dr. No ist kein perfekter Film, aber ein perfekter Anfang. Er hat die Schwächen seiner Zeit, aber auch die visionäre Kraft, ein ganzes Genre zu prägen. Wer heute zurückkehrt zu diesem ersten Abenteuer, erlebt nicht nur Nostalgie, sondern auch ein Stück Filmgeschichte, das man kritisch betrachten und dennoch genießen darf.

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Stand von: 2026/03/04 4:53 a.m. - Details
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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
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Studio: Universal Pictures
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 06 Nov 2025
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Bild- und Tonqualität BD

Kontakt in Jamaika: Felix Leiter

James Bond jagt Dr. No gehört wie auch seine beiden Nachfolger zu den Bond-Filmen, die auf Blu-ray zuletzt im Format 1,66:1 vorlagen. Allerdings war dies nie das intendierte Bildformat, sondern jenes, das man für England und Europa als Kinoformat vorgesehen hatte. Das intendierte Format bei den ersten drei Filmen war 1,75:1. Dazu im Kapitel “Bildqualität UHD Blu-ray” mehr. Wie bei der damaligen Blu-ray von Aliens auch, wurde für die Bond-Blu-rays auf einen Lowry-Prozess zurückgegriffen, der bereits 2006 für die damalige Ultimate-DVD-Edition zur Anwendung kam. Basis waren seinerzeit bereits 4K-Scans, die dann durch den Lowry Säuberungs-Entrauschungs-Nachschärfungs-Neukörnungs-Prozess liefen. Das hat nach heutigen Gesichtspunkten sichtbare Folgen gehabt: Denn was man den Blu-rays durchweg attestieren muss, ist eine sichtbare Nachschärfung. Erkennbar ist das an dezenten Überschärfungskonturen, aber auch an dauerhaft sichtbaren, leichten Überstrahlungen auf hellen und metallischen Oberflächen. Was in einigen Close-ups wirklich knackig erscheint, ist ebenfalls durch Nachschärfung erreicht worden, ansonsten wären die Muster auf den Anzügen der Protagonisten nicht derart scharf. Apropos scharf: Die Blu-rays sind durch die Bank nicht sonderlich detailfreudig in der Tiefe. Hier fehlt’s an Auflösung, die gerade Hausdächer, Autogrills oder Fensterläden akkurater abbildet. Dafür wirkt die generelle Farbgebung sehr filmisch. Haut hat eine natürliche Tönung und der filmische Look wurde mit einem recht gut eingefangenen Filmkorn beibehalten. Allerdings eben nicht das natürliche Korn der Filmnegative, sondern ein später hinzugefügtes. Das erklärt dann auch dessen teils stehendes Verhalten. Manche Szenen sind zudem schwächer, was aber auch an Archivaufnahmen liegen könnte (bspw. die Landung der Pan-Am-Maschine in “Dr. No”). In dunkleren Szenen wie bei 75’26 geht schon mal die Durchzeichnung verloren.

Hat keine Lust auf die Insel zu fahren: Quarrel

Die damalige Blu-ray von James Bond jagt Dr. No kam mit einer DTS-Tonspur fürs Deutsche und einer DTS-HD-Master-Kodierung fürs Englische. Die Synchro klingt durchweg bedämpft und komprimiert. Man hört deutlich den Einsatz von Rauschfiltern und bekommt bei den Dialogen nur selten eine gewisse Dynamik. Schreien bedauernswerte Opfer vor ihrem Ableben, wird’s zwar mal etwas lauter, aber ausgewogen klingt anders. Das gilt auch für den Score, der nach etwas über 15 Minuten zwar hörbar dynamisch wird, jedoch nicht die gleichmäßige Steigerung erfährt wie im O-Ton, der in allen Belangen harmonischer klingt. Der englische Ton bietet schon in den Dialogen eine wesentlich angenehmere Vorstellung. Zwar hört man hier das Hintergrundrauschen etwas, aber das steigert die Authentizität nur – zumal die Stimmen sehr klar und realistisch im Raum stehen. Apropos Raum: Räumlichkeit liefert gelegentlich sogar die dt. Fassung. So werden die Flughafenszenen in “Dr. No” ebenso auf alle Speaker gelegt wie das brennende Fahrzeug nach 51’25. Über allem steht aber die sichtbare Komprimierung und die Rauschminderung, die den deutschen Ton zu keinem großen Vergnügen werden lässt.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Ikonisch: Ursula Andress

James Bond jagt Dr. No wurde, wie seine beiden Nachfolger, mit der Mitchell BNC auf 35-mm-Film aufgenommen. Bereits oben hatte ich erwähnt, dass die Filme im Format 1,66:1 in den europäischen Kinos liefen. Allerdings war das beabsichtigte Format immer 1,75:1 gewesen. Und genau dieses hat man nun auf die 4K Blu-rays angewendet. In der Praxis bedeutet das, dass wir etwas weniger große seitliche Balken haben, dafür aber auch etwas weniger Bildinhalt oben und unten als bei den bisherigen Blu-rays. Bei gleichbleibendem seitlichen Bildinhalt trotz breiterem Format musste der Bildinhalt oben und unten entsprechend etwas weichen. Ausgehend von dem, was man über die Veröffentlichungen gelesen hat, wurden neue 4K-Scans angefertigt* und im Nachgang mit HDR10 sowie Dolby Vision gegradet – inklusive eines im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraums.
*angeblich hat Warner Bros. USA dies gegenüber einem US-Reviewer bestätigt. Ich werde darauf aber in den nächsten Reviews zu den weiteren Teilen noch etwas näher eingehen, um evtl. ein differenzierteres Bild zu geben.
Schaut man sich zunächst das Bild grundsätzlich an, fällt auf, dass die Nachschärfungen Geschichte sind. Jene, die sich an den Look der Blu-rays gewöhnt und ihn schätzen gelernt haben, werden sich gelegentlich fragen, ob es hier nicht weniger scharf zugeht. Das allerdings ist nicht der Fall. Denn die Auflösung ist durchweg besser. Sichtbar wird das in der Tiefe des Bildes, wo man Details und Abstufungen auf Häuserdächern oder Fahrzeug-Kühlergrills deutlich besser erkennen kann. Schaut man BD und UHD-BD im Vergleich, sieht man erst, wie deutlich der Lowry-Prozess seinerzeit nachgeschärft hat. Und man erkennt außerdem, dass die Körnung seinerzeit nachträglich hinzugefügt wurde. Zwar ist die 4K-Disk noch nicht referenzwürdig, wenn es um die Sauberkeit des Encodings geht, doch stehende Rauschmuster sucht man hier vergeblich. Das Filmkorn wird homogen und durchgängig gleichmäßig abgebildet. Die Farbgebung wiederum ist ein Traum. Vor allem im Vergleich mit der Blu-ray. Wer bei den Szenen am Strand von Crab Key nicht augenblicklich ins Urlaubsträumen gerät, dem ist nicht zu helfen. Wasser und Himmel sind von betörend schöner Farbe und Ursula Andress’ Haut ist zwar kräftig braun, aber natürlich und nicht überhöht. Dazu sind Rottöne natürlicher, was man schön an Quarrels rotem T-Shirt erkennen kann. Hell strahlende Bereiche erhalten durch das HDR-Grading noch mehr Punch. So glänzt das Kleid, das Honey für die erste Begegnung mit Dr. No trägt, noch strahlender. Abgesehen von den weniger gut fokussierten Aufnahmen ist die Detailtiefe wesentlich besser. Man erkennt Oberflächen, die zuvor verwaschen waren, nun erstaunlich klar. Gewisse Sprünge im Bild sind allerdings geblieben (“Wer ist der Mann hier neben Strangways?” bei 24’21).

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Blu-ray (2’50): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray zeigt sehr deutlich die Überstrahlungen aufgrund der Nachschärfungen und Prozessierung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe vermeidet die Überstrahlungen vollkommen.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray (26’07): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Aufgrund der Lowry-Prozessierung ist das feine Muster auf dem Anzug nur mit Abstrichen erkennbar.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch wenn die 4K-Disk nicht wirklich perfekt ist, gerät das Muster gleichmäßiger und homogener.

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Blu-ray (58’55): (Slider ganz nach rechts): Was die dunklen Szenen angeht …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … so harmonisiert die UHD Blu-ray die Kontraste, ist nicht mehr so steil. Dazu haben die Lampen viel mehr Zeichnung und überreißen nicht.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray (62’32): (Slider ganz nach rechts): Bonds Antlitz gerät über die Blu-ray farblich etwas übertrieben.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe zeight ihn natürlicher.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Überstrahlungen an den Augenlidern und den Mundrändern …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … fängt die HDR-Disk ein.

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Blu-ray (62’32): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray war in den Sonnenszenen deutlich Richtung Magenta/Lila verschoben. Das sieht eher wie ein ankommendes Gewitter aus.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk präsentiert die Szenerie hingegen wie in einer traumhaften Urlaubsstimmung.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Gut zu sehen, dass die Körnung der Blu-ray nicht wirklich filmisch ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das kann die 4K-Disk besser.

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Blu-ray (63’08): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): In dieser weiteren Szene zeigen sich die Artefakte, die durch Filterung, Nachschärfung und Prozessierung geschehen sind. Gerade die Wassertropfen und Spiegelungen auf der Haut sind alles andere als authentisch.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier schlägt die 4K-Disk die Blu-ray doch sehr deutlich.

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Blu-ray (64’58): (Slider ganz nach rechts): Quarells rotes Shirt war über die Blu-ray sichtbar künstlich tiefrot.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier kommt die UHD Blu-ray realistischer und authentischer rüber.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Erkennbar sind auch die Überschärfungs-Konturen an den Schulterrändern.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Nicht so bei der UHD Blu-ray.

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Blu-ray (79’07): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Hier zeigt sich sehr deutlich, wie die Prozessierung des Lowry-Prozesses zugeschlagen hat. Deutliche Artefakte in beiden Gesichtern (siehe Nase bei Connery und praktisch alles bei Andress)
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk liefert das Bild filmisch-natürlich ab.

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Blu-ray (91’56): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray (107’12): (Slider ganz nach rechts): Explosionen wechseln sichtbar die Farbe. Von hellgelb …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … zu kräftig orange.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

Ikonischer Bösewicht

Wie bei allen sechs Bond-Filmen unterscheiden sich sowohl die englische als auch die deutsche Tonspur von jenen der Blu-ray. Während der O-Ton von DTS-HD-Master auf Dolby Atmos wechselt, gibt’s für die Synchro nun eine Dolby-Digital-Spur anstelle der vorherigen DTS-Fassung. Jeder, der schon mal unter der disneytypischen Dynamikreduktion gelitten hat, fürchtete nun selbiges bei den Bonds. Doch hier darf Entwarnung gegeben werden. Abseits des anderen Codecs sind die Tonspuren exakt identisch. Es gab keine Dynamikkompression, keine Lautstärkepegelanpassung. Einzig gilt für Dr. No, dass man die Titelmelodie nun noch mit auf den Center gelegt hat, wo sie zuvor bei der DTS-Fassung ausschließlich auf den beiden Stereospeakern zu hören war. Das ist aber der einzige Unterschied zwischen beiden Fassungen. Hören wir uns den O-Ton an, so tut sich bei diesem
Auf der regulären Ebene tut sich ein wenig was. Der Center zeigt sich zwar grundsätzlich sehr ähnlich, allerdings hat man, wie auch bei der deutschen Synchro nun die Titelmelodie auf den Center gelegt, wo sie zuvor nur auf den beiden Stereolautsprechern lag. Möglicherweise eher ein “Fehler” der alten Blu-ray. Ansonsten ist die Atmos-Fassung hier und da in den Dynamikspitzen etwas ausgeprägter. Allerdings werden das die Wenigsten hören – und das auch nur im direkten Vergleich. Tatsächlich hörbar ist die Lautstärke-Absenkung auf den Rearspeakern. Hier hatte man bei der alten DTS-HD-Master-Tonspur mehr Volumen bei den entsprechenden Effekten. Ob das über die Signale der Heights kompensiert wurde? Das schauen wir uns jetzt an. Allerdings hören wir auch hin, ob es Dolby-Atmos-Tonspuren bei den Bond-Filmen unbedingt in puncto Höhensounds gebraucht hätte. Bei Dr. No ist es dort zunächst eine Viertelstunde lang komplett still, bis sich für ein paar Sekunden die Filmmusik hinzugesellt. Durchaus Sinn macht dann die Durchsage am Flughafen rund eine Minute später (16:40). Allerdings wurde das akustisch nicht sehr schön separiert und klingt auf den Heights sehr verschwommen. Besser hört sich Nos Stimme nach 40 Minuten an, die dem Professor gewisse Dinge einflüstert. Danach dauert es allerdings 45 Minuten, bevor es mit dem Aufzuggeräusch einen weiteren Beitrag für die Heights gibt (86’23). Zehn Minuten später hört man dann Windgeräusche in den Tunneln bei 95’37 und kurz darauf eine Wasserfontäne, die über Bond hinwegrauscht – das war’s. Für den Fan von originalen Tonspuren gibt es die englische Fassung auch noch als 2.0-Mono-Tonspur.
*Leser Florian hat zum englischen Atmos-Sound noch ein paar Anmerkungen gemacht. Da ich aktuell nicht die Kapazität habe, das nachzuprüfen, vertraue ich seinem Wort. Ihr könnt diese Anmerkungen hier lesen.

Preis: 89,99 €
Stand von: 2026/03/04 4:53 a.m. - Details
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Studio: Warner Bros
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 28 Aug 2025
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial der 4K-Disk inkludiert einen Audiokommentar mit Terence Young und anderen Mitgliedern der Crew. Des Weiteren gibt es vier Featurettes, die mitunter noch unterteilt sind. “MI6 Vault” enthält bspw. einen Beitrag über die Waffen sowie einen über die Premierenorte. Ein weiteres kümmert sich um die Drehorte, während “Mission Dossier” gleich drei Featurettes liefert. „Ministry of Propaganda“ enthält dann Trailer, TV-Broadcast-Featurettes und einen Audio-Only-Radio-Beitrag.

Fazit

James Bond jagt Dr. No bildet den Anfang eines heute legendären Franchises. Hier sind sie schon allesamt integriert, die kultigen Momente. Vom Bond-Intro über den geschüttelten Martini bis zum Bond-Girl und dem ikonischen Bösewicht. In Dr. No sieht man aber auch noch, dass man dem Braten noch nicht so ganz zugetraut hat, große Erfolge zu feiern. Gerade die eher günstigen “Spezialeffekte” machen heute aber auch den Charme des Films aus. Und vieles, was günstig produziert werden musste, wurde durch maximale Kreativität kompensiert. Es folg(t)en noch fünf weitere (offizielle) Bondfilme mit Sean Connery und ich bin gespannt auf die Diskussion in den Kommentaren. Die 4K Blu-rays schlagen die alten Blu-rays zwar deutlich, aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Dr.No allerdings gehört zu den besseren Umsetzungen und ist weitgehend filmisch. Der deutsche Ton ist leider nach wie vor kein Glanzstück.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 65%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 60%

Tonqualität BD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 75%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 30%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 60%
Film: 75%

IMDb 7.2

Anbieter: Warner Home
Land/Jahr: GB 1962
Regie: Terence Young
Darsteller: Sean Connery, Ursula Andress, Joseph Wiseman, Bernard Lee, Lois Maxwell, Robert Shaw
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: en // DTS 5.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 2.0 (Mono): en // Dolby Digital 5.1: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 1,75:1
Laufzeit: 110
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1013 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: MGM / Warner Bros.)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professionelle Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder Ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenzgerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierte Bild”verbesserer“ zu verfälschen.


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