4K Blu-ray Review

OT: Kill Bill Vol. 1

Vier Jahre
Lange bevor es John Wick gab, gab es “Die Braut”.
Inhalt

Eine Frau erwacht nach vier Jahren aus dem Koma. Sie erinnert sich nur an Blut, Schmerz und den Verrat, der ihr Leben (fast) und das Leben ihrer ungeborenen Tochter auslöschte: die Hochzeit, die nie stattfand. Die Kugeln, die sie nicht hätten überleben lassen sollen. Kaum zurück im Leben, bleibt ihr nur ein Ziel: Rache. Und diese Rache hat eine Liste. Jeder Name darauf ist ein Kapitel ihrer Vergangenheit, ein Gesicht, das Teil der Verschwörung war. Ihr Weg führt sie von düsteren Krankenhäusern über gut situierte Wohngebiete bis in ein fernöstliches Unterweltreich, in dem die Regeln von Ehre und Gewalt ein eigenes Lied spielen. Doch je näher sie dem ersten Namen kommt, desto klarer wird, dass die Menschen auf ihrer Liste nicht ahnungslos abwarten. Sie wissen, dass sie kommt. Und sie sind bereit. Was dann folgt, ist ein Sturm aus Klingen, Schweiß und unbeirrbarem Willen …

Quentin Tarantino ist zurück. Und wie. Nachdem er mit Reservoir Dogs das moderne Independentkino neu justiert, mit Pulp Fiction den Popkulturkanon umgeschrieben und mit Jackie Brown bewiesen hatte, dass er auch eine ruhigere und erwachsenere Gangart beherrscht, wurde es zunächst still um das Enfant terrible Hollywoods. Ganze sechs Jahre mussten Fans warten, bis der Meister des Zitatenkinos zurückkehrte. Dass er während dieser Pause gedanklich an einer Racheballade kaute, die schon während Pulp Fiction Gestalt annahm, wussten ein paar Insider. Als er dann mit dem Drehen begann, war das Skript mittlerweile auf über 220 Seiten angewachsen. Studioboss Harvey Weinstein wollte kürzen. Tarantino weigerte sich. Der Kompromiss war ein Novum in der modernen Blockbuster-Geschichte: Man zerlegte das Racheepos einfach in zwei volle Spielfilme. Eine gute Entscheidung. Denn Kill Bill ist eine Obsession, die Tarantino über Jahre mit sich herumtrug, eine Hommage an all jene VHS-Schätze, die er in der Videothek nicht nur verlieh, sondern inhaliert hatte. Samurai Kino, Shaw-Brothers-Martial-Arts-Opern, Spaghetti Western, Pinky Violence, Exploitation und Animationsblutbäder. All das verwob er zu einem Werk, das für nur einen Kinofilm schlicht zu viel war. Vol. 1 wurde die Klinge. Vol. 2 wurde das Herz. Doch bevor es ans Herz geht, muss die Klinge zuerst durch die Leinwand schneiden. Es ist Tarantinos tiefe Verbeugung vor dem Eastern-Kino. Hier wird nicht lange diskutiert. Hier wird gestorben. Und zwar in Massen. Inspiriert von Vorbildern wie Toshiya Fujitas Lady Snowblood (aus dem er das grundlegende Rache-Motiv und den visuellen Stil entlieh) oder Kinji Fukasakus Battle Royale (aus dem er Chiaki Kuriyama als Gogo Yubari rekrutierte), entfesselt Tarantino ein visuelles Feuerwerk. Kameramann Robert Richardson fing die Action in berauschenden Bildern ein, die zwischen Grindhouse-Schmutz und hochglanzpolierter Ästhetik wechseln.

Augenblicklich fällt auf, wie extrem stilisiert der Film ist. Schon die ersten Minuten sind eine Kampfansage. Hartes Schwarzweiß. Grobkörnigkeit. Dann wieder satte Popfarben, fast comicartig. Das ist kein Zufall. Tarantino griff bewusst auf die Ästhetik jener Eastern zurück, die er verehrt. Akira Kurosawa, Seijun Suzuki, Chang Cheh … Die Dynamik der Bildsprache kommt aus den Studios, die jahrzehntelang heroische Blutopern inszeniert hatten. Gleichzeitig orientierte er sich an der Bildgestaltung des Italo-Western. Ennio Morricones Klangwelt ist zwar nicht direkt dabei, aber die energetische Art, mit der RZA aus Wu Tang Beats, Samples und orchestrale Elemente mischt, wirkt wie ein DJ Set durch die Filmgeschichte. Kein Score hätte besser zum Film gepasst. Und dann ist da Uma Thurman. Sie ist nicht einfach die Braut. Sie ist der Film. Wer sie in Pulp Fiction als coole, neurotisch-verschlüsselte Muse erlebt hat, wird überrascht sein, welche emotionale und körperliche Wucht sie hier entfesselt. Sie trainierte monatelang, schlug sich durch Choreografien, die selbst Profi-Martial-Artists Respekt abverlangen, und tauchte so tief in ihre Rolle ein, dass man den Schmerz, den Zorn und die Trauer fast körperlich spürt. Tarantino wusste genau, was er an ihr hatte. Schon während Pulp Fiction sprachen sie über diese Geschichte. Und wer genauer hinschaut, merkt, wie innig der Regisseur diese Figur betrachtet. Natürlich inklusive der berühmten Fußaufnahmen. Dass Tarantino einen Fußfetisch hat, ist kein Geheimnis mehr. Doch selten wirkte er so narrativ eingebettet wie hier. Die nackten Sohlen der Braut, die sich nach dem Koma wieder ins Leben kämpfen, sind nicht nur Fetisch, sie sind Symbol. Verletzlich und zugleich trotzig. Genau wie der Film selbst. Visuell sticht dabei natürlich der gelbe Overall der Braut hervor. Eine direkte Hommage an Bruce Lees letztes, unvollendetes Werk Game of Death.

Doch Tarantino wäre nicht Tarantino, wenn er sich nur auf Realfilm beschränken würde. Mitten im Film wechselt er das Medium und lässt das renommierte Studio Production I.G eine Anime-Sequenz über die Vorgeschichte von O-Ren Ishii inszenieren, die an Brutalität dem Realfilm in nichts nachsteht. Es ist einer der faszinierendsten Aspekte von Kill Bill Vol. 1, ultrabrutale Gewalt mit märchenhafter Überhöhung zu mischen. Wenn die Braut in Japan auf O-Ren trifft, wird der Film zudem zum reinsten Ballett. Rache, Ehre, Blut. Ein Tanz aus Farben und Bewegungen. Die Sequenz in der House of Blue Leaves Bar wurde berühmt, weil sie stilistisch explodiert. Für die Japanfassung wurden diese Szenen übrigens in einem längeren, farbigen Cut gezeigt. Die internationale Fassung, die auch der aktuellen 4K-Version zugrunde liegt, zeigt viele der besonders grausamen Einstellungen in Schwarzweiß und kürzt einige Schläge und Spritzer. Ob wir hierzulande jemals diese Fassung in einer hochwertigen Qualität zu sehen bekommen, steht indes in den Sternen. Was Kill Bill Vol. 1 zudem auf grandiose Weise transportiert, ist Tarantinos cinephiles Faible für Struktur. Der Film gleicht einem Mixtape. Jeder Track, jede Szene, jeder Schnitt ist eine Reminiszenz. Dabei zitiert Tarantino nicht einfach, er übersetzt. Das Resultat ist ein durchgehend elektrisierender Rhythmus, in dem Bruce Lees gelber Kampfanzug neben Sergio Leones Blickduellen lebt und Rayments Anime-Sequenz neben RZAs Mixingkünsten pocht. Dass der Film so energiegeladen ist, hat auch mit dem Split zu tun. Der erste Teil konzentriert sich bewusst auf die Katharsis der Rache. Vol. 1 ist laut, wild, impulsiv. Vol. 2 wird später leiser, reflektierter, ernster. Zwei Hälften derselben Münze. Aber zwei vollkommen unterschiedliche Atmosphären mit maximalen tonalen Unterschieden. Die Gewalt, so stilisiert sie auch ist, bleibt dabei nicht ohne politische Dimension. Kill Bill ist zwar kein politischer Film im klassischen Sinne, aber er ist ein Werk über Selbstbestimmung. Über die Zurückeroberung des eigenen Körpers, des eigenen Lebens, der eigenen Vergangenheit. Vielleicht ist das der Grund, warum Uma Thurmans Darstellung so kraftvoll wirkt. Hier kämpft eine Frau nicht einfach gegen Gegner. Sie kämpft gegen das System, das ihr alles genommen hat. der die Leinwand in leuchtenden Farben ansengt und ein popkulturelles Erdbeben auslöst. Tarantino hat aus seiner Videothekenjugend ein Manifest gemacht. Ein Manifest, das zeigt, wie viel Spaß Kino machen kann, wenn ein Regisseur alles wagt und nichts zurückhält.






Bild- und Tonqualität BD

Die bisherige Blu-ray von Kill Bill Vol. 1 war wirklich keine gute Scheibe. Sie hat durchweg sichtbare Probleme. Und die fangen auch direkt zu Beginn an. Während der Schwarzweiß-Szene der verletzten Braut sind die hellen Bereiche im Gesicht sichtbar überstrahlt. Und diese teils deutlichen bis krassen Überstrahlungen bleiben durch den ganzen Film hindurch. Wer nach fünf Minuten den Himmel (oder irgendetwas darin) erkennt, der werfe die erste Wolke. Zeichnung im Schein von Lampen oder auf weißen Hauswänden sucht man ebenfalls vergeblich. Die Filmkörnung der unterschiedlichen, verwendeten Stocks wurde mit großer Wahrscheinlichkeit leicht gefiltert. Teils möglicherweise, um im Nachhinein neue Körnung drüberzulegen. Das lässt bspw. die Szenen zwischen der Braut und Copperhead ein wenig inhomogen erscheinen. Die Körnung scheint sich nicht konsistent zu bewegen, sondern wirkt eher wie Schneefall, der sich im Vordergrund bewegt. Außerdem gibt es eine ganz leichte Neigung zu Schmiereffekten schon bei der alten BD. An anderer Stelle wirkt die Körnung halbwegs filmisch und verhält sich nicht ganz so anorganisch. Wer außerdem auf poppige Farben steht, wird mit der Blu-ray entsprechend Tarantinos Stilisierungen bedient. Allerdings werden diese poppigen Farben nur selten gut aufgelöst. Und manchmal brechen sie auch komplett ein, wie bspw. beim blauen Pfleger-Shirt nach 28’50, das beim Verlassen des Raumes unschöne braune Kompressionsartefakte aufweist. In puncto Schärfe sind es vorwiegend Close-ups, die überzeugen können. Halbtotale und Totale lassen hingegen deutlich nach. Dass Tarantino aber Uma Thurmans für den alten Fetischisten sichtlich schönstes Körperteil außerordentlich scharf einfing, dürfte niemanden wundern (33’18). Das Farbrauschen während der Animationssequenz nach 37 Minuten ist hingegen nicht allzu hübsch.
Gegenüber der Lionsgate-Fassung bietet das Studiocanal-Package tatsächlich auch eine neu gemasterte Blu-ray – basierend auf dem Grading der UHD Blu-ray (dazu unten mehr). Was für die UHD-BD gilt, gilt mit gewissen Einschränkungen auch für die Blu-ray. Auch die neue Blu-ray vermeidet die massiven Überstrahlungen, zeichnet aber noch nicht ganz so gut durch wie die UHD Blu-ray. Die neonbunten Farben sind etwas reduzierter, der generelle Bildeindruck ist stimmiger und homogener. Wie genau die Vorteile aussehen, seht ihr unten im Screenshotvergleich zwischen der alten BD und der UHD-BD. Denkt euch bei der neuen Blu-ray etwas mehr Helligkeit und etwas weniger Durchzeichnung gegenüber der UHD-Blu-ray hinzu. Allerdings fallen die Nachzieheffekte durch die Rauschminderung etwas stärker auf als bei der 4K-Disk.

Die alte BD von Kill Bill Vol. 1 kam mit deutschem Dolby-Digital- und DTS-Sound. Und damals war’s noch nicht Usus, dass man die Tonspuren disneylike in der Dynamik komprimierte. So präsentiert sich das Geschehen mit sehr gut ausgewogenen Dialogen, die klar im Raum stehen und erstaunlich druckvoll rüberkommen. Zu keiner Zeit gehen Stimmen im Gesamtgeschehen verloren oder wirken dünn oder gar blechern. Der Score und die integrierte Filmmusik klingen durchweg dynamisch, offen und sehr schön surroundig. Es gibt keine Schwankungen, Inhomogenitäten oder muffige Abschnitte. Geht’s in die Actionsegmente, wird das Klirren der Schwerter sehr räumlich abgebildet. Die hochfrequenten Geräusche sind zu keiner Zeit anstrengend oder überbetont. Ein in Summe sehr ausgewogener, aber dynamischer Soundtrack übers Deutsche und Englische. DTS und Dolby Digital sind übrigens in der Abmischung identisch, allerdings ist der DD-Sound deutlich leiser eingepegelt. Wer auf die verlustfrei komprimierte englische DTS-HD-Master-Spur zugreifen möchte, muss im Vor-Menü “Englisch” auswählen. Wer hier die deutsche Lokalisierung aktiviert, bekommt “nur” englisches DD und DTS.
Die neue Blu-ray enthält nun DTS-HD-Master fürs Deutsche und Englische. Die englische Tonspur ist identisch abgemischt, aber rund 6-7 dB leiser eingepegelt (das gilt übrigens auch für die Import-Disks von Lionsgate). Die deutsche DTS-HD-MA-Fassung muss sich mit der DTS-Variante der alten Blu-ray messen. Und das tut sie gut. Man sollte sich aber von der Kodierung lösen. Die damalige DTS-Tonspur war in ihrer Dynamik fast schon grenzwertig hoch eingeregelt. Wenn man sich die beiden Varianten nun im Messschrieb anschaut, werden in den lautesten Szenen (Kampf mit Vernita, Gemetzel mit den Crazy 88), vereinzelt! einzelne Elemente etwas abgeschwächt. Tatsächlich sind das aber Geräusche, die über die dts-Variante ganz leicht ans Übersteuern grenzen. Hört man sich diese Szenen jetzt im direkten Vergleich an, wird man schon durch die Umschaltzeit des Receivers Schwierigkeiten haben, hier einen hörbaren Unterschied auszumachen. Was man zunächst hört, ist eine etwas leiser eingepegelte Spur, die man etwa 4 dB lauter einregeln darf. Davon ab wird es sehr schwierig, Unterschiede zu hören. Wenn man sich wirklich die Mühe macht, 20 Mal hin- und herzuschalten, dann mag man (schon subjektiv) eine ganz leichte Differenz hören. Dennoch ist auch die DTS-HD-Master-Version eine sehr dynamische, räumliche und zupackende Art, den Film zu schauen.


![Kill Bill: Volume 1 [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/51n4VJvGUAL._SL500_.jpg)
Bild- und Tonqualität UHD

Update: Die deutsche 4K-Disk kam mittlerweile zum Review. Und, wie erwartet, unterscheidet sie sich lediglich absolut marginal und vernachlässigbar im Encoding. Hier und da wirkt das Encoding der Studiocanal-Disk einen Hauch souveräner. Aber das ist nichts, was man im laufenden Film sieht. Selbst mit der Nase auf dem Screen ist es schwer, hier Differenzen auszumachen.
Kill Bill Vol. 1 stammt aus der Ära, in welcher der größte Teil der Filme noch analog gedreht wurde, es aber schon relativ viele den Weg Richtung Kino über ein Digital Intermediate fanden. Und das ist auch bei Tarantinos viertem Film der Fall. Wenn aber bereits ein DI besteht, also ein fertig zusammengefügtes Bild aus analogen Anteilen und visuellen Effekten, wäre der Prozess, den Film (obwohl analog gedreht) noch einmal komplett neu aufzubauen, riesig. Man müsste nicht nur das analoge Material neu scannen, was der geringste Faktor wäre, sondern vor allem die Effekte neu rendern und neu in das Material einfügen. Diesen Aufwand hat man hier nicht betrieben. Die 4K-Disk ist entsprechend vom 2K-DI hochskaliert. Während die grundsätzliche Auflösung aufgrund des nativen 2K-Formats also nur marginal höher ist (2048x1080px gegenüber 1920x1080px bei einer BD, was immerhin 138.240 Pixel mehr sind), stellt sich die Frage, welche Vorteile die 4K UHD Blu-ray gegenüber der alten Blu-ray haben könnte. Zunächst sei noch gesagt: Beide Anbieter, Studiocanal und Lionsgate, masterten die UHD Blu-ray mit HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Tarantino drehte, um es nicht unerwähnt zu lassen, mit der Panavision Panaflex Millennium und Platinum auf 35-mm-Filmmaterial. Kommen wir zu dem, was sich sicherlich alle fragen: Ist die 4K-Blu-ray besser, obwohl sie nur ein 2K-DI als Basis nutzt? Die Antwort ist: Ja. Denn sie räumt mit dem größten Problem der Blu-ray auf, dem massiven Überstrahlen. In jeder einzelnen Szene, auf jeder einzelnen Oberfläche, die über die Blu-ray überstrahlt (und das sind praktisch alle Szenen des Films), liefert die UHD Blu-ray nun ein durchzeichnetes und wesentlich natürlicheres Bild. Es ist erstaunlich, dass in dem Ursprungs-2K-DI noch so viele Details verborgen waren, die nun adäquat zum Vorschein kommen. Man darf ganz klar sagen: Die UHD Blu-ray ist in diesem Punkt um Welten besser als die Blu-ray. Aber ja, es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Da wir es nicht mit nativen 4K-Material zu tun haben, ist die Auflösung nicht bedeutend besser. Aufgrund der größeren Kontrastdynamik, dem feineren Encoding und der etwas höheren Auflösung (verglichen mit der 1920x1080px-BD) sind Details in Close-ups aber etwas feiner. Das größte Problem der 4K-Disk ist eine teils eingesetzte Rauschminderung/Prozessierung. Diese fällt nicht beständig gleich deutlich auf, ist aber während der Farbanteile der Kampfszenen mit den Crazy 88 teils sichtbar und manifestiert sich in leichten Schmiereffekten. Sobald die Szenen schwarzweiß werden, ist der Nachschmiereffekt kaum noch sichtbar. Was auch nicht mehr sichtbar ist, sind die graubraunen Kompressionsartefakte auf dem Pflege-Shirt bei 29’13 (BD 28’50). Ebenso präsentiert sich die Scheibe mit natürlicheren, weniger überkochten, oft fast neonartigen Farben, die von der Blu-ray noch wiedergegeben werden. Ja, man darf enttäuscht sein, dass es hier kein echtes 4K-Upgrade ohne Rauschbearbeitung gegeben hat, die Körnung teils wenig organisch erscheint und es leichte Nachzieheffekt gibt. Aber die Vorteile, vor allem gegenüber der alten BD überwiegen deutlich. Alleine die viel bessere Durchzeichnung und das Vermeiden von Überstrahlungen lohnen den Kauf.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt Zeichnung in allen Bereichen der zuvor überstrahlten Bereiche zurück. Der Himmel hat nun plötzlich Wolken und blaue Abschnitte und die weiße Holzfassade des Hauses ist differenziert. Dazu ist die Wiese nun nicht mehr neongrün und die rotne Sträucher wirken natürlicher.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe holt hier deutlich Zeichnung zurück.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray zeigt die Reflexionen natürlich und ohne dieses Kontrastüberreißen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk holt die Zeichnung zurück.Plötzlich sind da Details, die man gar nicht vermutet hatte.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Jetzt sieht man auch noch die Schattierungen in den Reflexionen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt hier viel Zeichnung zurück und wirkt auch im Steppen-Boden natürlicher.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): xxx.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Erstaunlich, was an Information im 2K-DI vorhanden war und was nun wieder zutage tritt. Rauschfilterung hin oder her – die UHD Blu-ray zeigt ein wesentlich natürlicheres Bild.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die Herausarbeitung der feinen Hautdetails prägnanter – Quentin wird’s freuen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … der UHD Blu-ray etwas kräftiger. Das Cyan im Himmel ist ein wenig reduzierter.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … die UHD Blu-ray gefällt mir hier besser. Sie ist natürlicher.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray zeigt die Leuchtquellen natürlich durchzeichnet und ist im Rot wesentlich souveräner.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt auch hier die Zeichnung zurück und wirkt filmischer.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Dennoch wirkt das Bild trotz einiger Momente, in denen es etwas nachschmiert in Summe filmischer.






Bonusmaterial
Das Bonusmaterial von Kill Bill Vol. 1 dürfte identisch mit jenem sein, das bisher bereits auf der Blu-ray war. Denn dieses befindet sich auch auf der Lionsgate-Disk. Und das wären neben ein paar Trailern das 22-minütige Making-of, das mit einigen Aussagen der Darsteller und vor allem mit Statements von Tarantino lockt, sowie der Bonusclip der Musik von den 5, 6, 7, 8’s.
Fazit
Kill Bill Vol. 1 ist auch heute noch ein Brett. Visuell. Inszenatorisch und in puncto Tempo. Tarantino verbindet Martial Arts, Comic-Sensibilität und Rachespannung zu einer wilden, aber jederzeit geschmackvollen Mischung. Der Film lebt von seiner Energie und der Lust an visueller Übertreibung. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein kompromissloses Kinoerlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt. Und das Uma Thurman in der Rolle ihres Lebens zeigt. Die 4K-Disk von Studiocanal ist mit der US-Fassung visuell identisch und räumt mit einem großen Problem der Blu-ray auf: Sie überstrahlt nicht mehr. Die bessere Durchzeichnung sieht man dauerhaft und lohnt den Kauf – trotz der Tatsache, dass hier gefiltert wurde und man das an einigen Stellen durch dezente Schmiereffekte erkennen kann. Schade natürlich, dass man hier nicht von vorn begonnen hat, was man aufgrund des bereits bestehenden 2K-DIs aber auch kaum erwarten konnte. Die neue DTS-HD-Master-Tonspur ist (gemessen) eine Spur weniger dynamisch und etwas leiser eingepegelt. In der Praxis wird das aber niemand hören, der es nicht weiß oder die Möglichkeit hat, innerhalb von Milisekunden zwischen beiden Fassungen hin- und herzuswitchen.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD (alt): 55%
Bildqualität BD (neu): 70%
Bildqualität UHD: 70%
Tonqualität BD (dt. Fassung): 80%
Tonqualität UHD (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 85%
Bonusmaterial: 50%
Film: 90%
Anbieter: Studiocanal
Land/Jahr: USA / 2003
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Uma Thurman, David Carradine,
Tonformate BD (alt): dts 5.1: de // Dolby Digital 5.1: de, en // PCM 5.1: en // DTS-HD-Master: en (nur im englischen Menü)
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Tonformate UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Untertitel: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 111
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1000 Nit
FSK: 18
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2003 MIRAMAX. ALL RIGHTS RESERVED.)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professionelle Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
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Dort findet ihr auch das aktuelle Referenzgerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierte Bild”verbesserer” zu verfälschen.
Sehr schönes review! Gefällt mir auf jeden Fall besser als das zu 28 Years Later (nochmal Öl ins Feuer gießen :P)
Schade auf jeden Fall das kein neues natives 4k Master angefertigt und nur auf 4k hochskaliert wurde. Zudem wäre es natürlich mega gewesen, wenn man seitens Tarantino das “OK” für den Japan-Cut bekommen hätte. Den gibt es leider nach wie vor nur auf der japanischen alten DVD, die natürlich in punkto Bildqualität schon lange nicht mehr mithalten kann…
Ansonsten bin ich immer noch zwiegespalten ob es für mich reicht die 4k anzuschaffen. Auch wenn die 4k viel weniger überstrahlt, hat sie dennoch ihre Problemchen und bisher war ich eigentlich immer ganz zufrieden mit der alten BD aus dem Jahre 2008.
Schöne Grüße und ein paar erholsame Feiertage! 🙂
Hallo zusammen, hab bemerkt, dass im englischen Originalton keine Untertitel für die japanischen Stellen vorliegen… das kann eigentlich nur ein Fehler sein. Das war auch beim zweiten Teil so (Mandarin)… Als jemand, der Filme gerne im Originalton schaut ist es schon sehr schade, dass der Film durch die fehlenden Untertitelpassagen nicht anschaubar ist. Selbst im Subtitle-Menü von meinem Cambridge CXUHD gibt’s nur deutsche und französische Optionen…
Liebe Grüße
Dominik
In meinen Augen auch eine absolute Schande, wenn zwar eine originale Tonspur, aber keine entsprechenden Untertitel vorhanden sind auf einer UHD. In vielen Fällen, je nach englischem Sprachverständnis, mit kirschenden Zähnen verkraftbar, aber bei Kill Bill mit den anderen Fremdsprachen…. Jackie Brown übrigens auch völlig ohne englische Untertitel.
Eben. Fehlende „normale“ Untertitel wären irgendwie verkraftbar. Hier aber wird die englische Tonspur unbenutztbar. Klar, als Workaround können deutsche Untertitel für die Fremdsprachigen Passagen genutzt werden, das reißt mich jedoch immersiv aus dem Ganzen raus. Bin gespannt, ob wir hier noch ein Austauschprogramm sehen werden.
Es wird kein Austauschprogramm geben, da es bei Studiocanal Usus ist, keine UK-Subs zu liefern, wenn sie nur hierzulande von Studiocanal veröffentlicht wird.
Ist also kein Fehler, sondern schlicht gängige Praxis beim Anbieter.
Moin Timo, da ja auch neue remastered Blu-Ray Scheiben rauskommen, würde ich mich freuen, wenn du zu denen noch einen Vergleich nachschiebst. Gerade aufgrund der deutlichen Preisdifferenz (50% der UHD) sind die für viele sicher eine schöne Alternative, sofern sie ebenfalls eine Steigerung zur alten BD darstellen.
Grüße
Ich werd’s vermutlich nicht schaffen, noch mal explizit Screenshotvergleiche anzufertigen. Aber ich hatte im Text zur Bildqualität der Blu-ray ja bereits beschrieben, inwiefern sich die neuen BDs von den alten unterscheiden. Das könnte bereits einen guten Eindruck verschaffen, ob sich die Scheiben lohnen oder eher nicht (je nach Geschmack bzgl. der Überstrahlungen):
Hier noch mal der Text, falls du ihn nicht gesehen hattest:
Gegenüber der Lionsgate-Fassung bietet das Studiocanal-Package tatsächlich auch eine neu gemasterte Blu-ray – basierend auf dem Grading der UHD Blu-ray (dazu unten mehr). Was für die UHD-BD gilt, gilt mit gewissen Einschränkungen auch für die Blu-ray. Auch die neue Blu-ray vermeidet die massiven Überstrahlungen, zeichnet aber noch nicht ganz so gut durch wie die UHD Blu-ray. Die neonbunten Farben sind etwas reduzierter, der generelle Bildeindruck ist stimmiger und homogener. Wie genau die Vorteile aussehen, seht ihr unten im Screenshotvergleich zwischen der alten BD und der UHD-BD. Denkt euch bei der neuen Blu-ray etwas mehr Helligkeit und etwas weniger Durchzeichnung gegenüber der UHD-Blu-ray hinzu. Allerdings fallen die Nachzieheffekte durch die Rauschminderung etwas stärker auf als bei der 4K-Disk.
Danke dir, das hatte ich tatsächlich überlesen! Denke dann werde ich eher zur UHD tendieren.
Hallo zusammen, bei der Bluray ist die neue gemeint oder? Also beim Vergleich zwischen UHD und Bluray. Viele Grüße
Hallo,
nein, der Vergleich ist mit der ALTEN Blu-ray. Das ergibt sich ein wenig aus dem vorherigen Text unter “Bildqualität UHD” 😉
Achso, die Bluray von 2008 von Walt Disney sozusagen. Vielen Dank für die Rückmeldung.
Vielen Dank für den super Test!
Die Deutsche Version hat wohl “nur” eine 66GB Disc wie bei Jackie Brown auch. Ist da ein großer Unterschied zum Import? Schon jemand verglichen?
Naja. Von der 100er Disk nutzt die Lionsgate-Import-Disk 66 GB effektiv für den Film (inkl. Tonspuren).
Die Studiocanal hat keine Extras auf der Scheibe. Ich hab noch nicht ausgelesen, wie viel sie effektiv von ihren 66 GB Datenspeicher nutzt, gehe aber davon aus, dass es satt über 60 GB sein werden. Im direkten Bildvergleich erkennst du praktisch keinen Unterschied. Es gab ein paar Szenen, da gefiel mir das Encoding der Studiocanal aber sogar besser.
Vielen Dank! Da bin ich ja erleichtert. Hoffe, dass es bei Kill Bill 2 Jackie Brown auch der Fall ist. Freue mich schon drauf.
Kill Bill 2 und Jackie Brown haben eine 100 GB Disk 😉
Ach echt? Weil bei bluray-disc.de steht in der Datenbank, dass es eine 66er Disc sein soll.
LG
Ich habe alle drei Disks hier. Und, ja: 100 GB bei Kill Bill Vol. 2 und Jackie Brown. 😉
Ich finde das Bild von Lionsgate im direkten Bildvergleich zu Studiocanal wesentlich besser. Die Unterschiede sind mit bloßem Auge erkennbar. Das Bild wirkt greifbarer u. plastischer. Das sieht man insbesondere anhand der Gesichtszüge der Schauspieler.
Die ausländischen Scheiben sind im direkten Bildvergleich der deutschen Scheiben bildtechnisch überlegen und zwar in allen Bildparametern.
Da hier die deutsche Studiocanal-BLU-RAY mit der englischen Lionsgate 4K-UHD-BLU-RAY verglichen wurde, kurz zur Ergänzung:
Die Studiocanal-4K-UHD-BLU-RAY basiert auf dem identischen Grading wie die Lionsgate und unterscheidet sich nur marginal durch das Encoding.
Die alte Studiocanal-Blu-ray ist damit abgelöst.
Ich habe beide 4K Ultra Disc`s miteinander verglichen und der Unterschied ist für mich nicht marginal, sondern deutlich sichtbar. Das Encoding von Lionsgate ist für mich besser gelungen. Das Bild wirkt für mich besser aufgelöst.
Das betrifft auch Filme wie “Pakt der Wölfe” und diverse andere Titel wie “Rambo First Blood” und Co. Auch bei diesen beiden Titeln ist das Encoding von Shout Factory und Lionsgate besser als von StudioCanal. Das Bild wirkt insgesamt schärfer und plastischer. Die ausländischen Scheiben sind den deutschen Veröffentlichungen meistens, was die Bildqualität angeht, zu bevorzugen.
Tut mir leid, ist aber so.
Wenn du schreibst, “das Bild von StudioCanal wirkt gegenüber dem Bild von Lionsgate in einigen Passagen sogar souveräner”, dann kann und muss ich dir in aller Deutlichkeit widersprechen.
Ich habe alle Titel auf meinem Panasonic Z95B 65 Zoll, Panasonic UB 9004 und Wireworld Silver Sphere HDMI miteinander getestet und komme für mich zu einem anderen Ergebnis.
Ich widerspreche dir bei einigen Titel nicht, was den Unterschied zwischen den UK-Veröffentlichungen und jenen deutscher Anbietet anbelangt.
Darf ich fragen, woher du die Studiocanal-Scheiben schon hast? Presse-Muster? Schreibst du aktiv?
Hast du Screenshots gemacht? Mal in die Tiefe des Bildes gezoomt?
Ja, das Encoding von Lionsgate ist gut. Ja, es gibt Stellen, an denen es besser ist. Aber es gibt eben auch Stellen, bei denen die Studiocanal-Scheibe das noch vorhandene Restkorn von Kill Bill besser auflöst. Ich fertige gerne noch mal ein/zwei Screenshots an, die den direkten Vergleich der Lionsgate-UHD-BD mit der Studiocanal-UHD-BD zeigen.
Die Probleme sind hier aber ohnehin im durchschnittlichen Ausgangsmaterial zu suchen. Das Encoding kann auch kein scharfes und sauberes Bild zaubern, wo zuvor schon fürs 2K-DI massiv gefiltert und prozessiert wurde.
Und deine Aussage zu Capelight im Schweigen-der-Lämmer-Review ist halt schlicht nicht richtig.
Wenn dir UK-/Auslandimporte generell besser gefallen, dann steht dir doch vollkommen frei, dir die Disks dort zu besorgen. Aber ständig dieses Fass aufmachen, dass UK ja so unglaublich viel besser ist und hierzulande nur Müll produziert wird, geht halt meilenweit an der Realität vorbei.
https://bluray-disc.de/forum/topic/136845-meine-zuletzt-gekaufte-4k-uhd-disc/?page=882
Da hat der Kollege aber recht früh versendet.
Ich besitze grundsätzlich beide Fassungen, also sowohl die ausländischen als auch die inländischen, weil ich ein überzeugter Sammler bin.
Von daher kann ich mir auch ein Urteil erlauben was die Bildqualität angeht, und worin die Unterschiede liegen.
Und noch einmal zum Verständnis: Alle ausländischen Scheiben, ganz gleich ob aus UK oder USA, sind grundsätzlich besser gemastert als die aus Deutschland.
Hier nur ein Beispiele
1. Eden Lake 4K- Versuch von Leonine
Was für ein grauenhaftes Master. Das hat nichts mit 4K zu tun. Das Bild ist total überstrahlt. Die beiliegende Blu-ray ist da deutlich besser.
2. Wrong Turn 1-7 4K von Constantine
Genau das Gleiche. Das hat nichts mit 4K zu tun. Das ist nur ein Upscale, wenn überhaupt – schade ums Geld.
3. Road House von Capelight.
Auch ist hier der Bildtransfer von Arrow u. Vinegar Syndrome besser als der von Capelight. Ich besitze alle drei Fassungen.
Das Encoding ist einfach besser.
Das Bild wirkt besser aufgelöst und die Farben kommen besser zur Geltung.
Solche Totalausfalle hätten sich Studios wie Arrow, Shout Factory oder Vinegar Syndrome niemals erlaubt, da bin ich mir zu 100Prozent sicher.
Die in Deutschland produzierten 4K Scheiben sind für mich mit Ausnahme von Turbine, Warner Bros, Sony und Universal Deutschland Schund.
Das ist meine Sichtweise auf die Dinge und das lasse ich mich auch nicht fremdbestimmen.
Ich werde das an dieser Stelle jetzt bewusst beenden.
Wir drehen uns hier seit mehreren Kommentaren unter mehreren Reviews nicht mehr um unterschiedliche technische Einschätzungen einzelner Veröffentlichungen, sondern um eine grundsätzlich dogmatische Setzung deinerseits:
Ausländische Releases sind immer besser, deutsche deiner Meinung nach grundsätzlich minderwertig.
Diese Position wird unabhängig von konkreten Fakten wie identischem Grading bei SCHWEIGEN DER LÄMMER immer wiederholt und zuletzt sogar in pauschal-negative Abwertungen von dir (“Schund”, “Totalausfälle”) zugespitzt.
Das ist keine offene Diskussion mehr, sondern Agenda-Posting. Für einen solchen Austausch ist dieser Blog nicht gedacht. Und mir ist meine Zeit zu schade.
Ich habe meine Bewertungsmaßstäbe, meine technische Herangehensweise und meine Einschätzungen hier auf dem Blog an diversen Stellen transparent dargelegt und bin seit über 20 Jahren mit klarer Methodik und offenem Blick auf Stärken und Schwächen einzelner Veröffentlichungen unterwegs. Unabhängig vom Label oder Herkunftsland. Dass wir hier zu grundsätzlich unterschiedlichen Wahrnehmungen und Bewertungsansätzen kommen, ist völlig legitim, zeigt aber (wie schon bei DAYLIGHT), dass mein Blog und meine Herangehensweise für dich offenbar nicht geeignet sind.
Deshalb werde ich eine Diskussion und Provokation, die sich zunehmend von der Sachebene löst, Fakten ignoriert und in pauschale Abwertung ganzer Veröffentlichungen oder Märkte kippt, nicht weiterführen. Ich werde diesen Blog nicht als Plattform für pauschales Bashing deutscher Veröffentlichungen zur Verfügung stellen, das (teils) technischen Fakten widerspricht.
Wenn dir Importfassungen grundsätzlich besser gefallen, ist das vollkommen in Ordnung. Dann sind diese für dich die richtige Wahl. Für meine Reviews und die Diskussionskultur auf diesem Blog ziehe ich hier jedoch eine klare Grenze. Genieße deine Sammlung. Wir belassen es dabei.
Weitere Kommentare in dieser Richtung werde ich daher nicht mehr aufgreifen.
Das ändert nichts für mich im Ergebnis ( Seherlebnis).
Entscheidend für das Seherlebins ist die Leistungsfähikeit vom Equipment.
Ich verstehe natürlich was du meinst, aber ein Hochglanzfilm gefällt mir persönlich besser als ein analog gedrehter Film, welcher noch Korn u. Artefakte im Bild aufweist.
Ich darf doch anderer Meinung sein als ihr, oder etwa nicht? Ich habe mich auch nicht hier eingeschaltet, um etwa zu provozieren, so wie es mir hier vorgeworfen wird, sondern ich wollte lediglich meine persönlichen Bildeindrücke unter Berücksichtigung meines Equipments mitteilen. Mehr wollte ich gar nicht.
Ich habe halt eine andere Herangehensweise was die Bewertung von Filmen angeht ,als ihr und gut ist.
Hätte ich gewusst, dass meine Beiträge eine Grundsatzdiskussion entfachen, dann hätte ich mich gar nicht eingeklinkt.
Ich habe auch nicht ALLE DEUSCHEN VERÖFFENTLICHUNGEN schlecht geredet. Das ist schon ziemlich aus dem Kontext gerissen.
Ich habe geschrieben, das 4K Veröffentlichen von Lables wie Warner Bros Deutschland, Sony DE, Universal DE und Turbine DE technisch gesehen in Ordnung sind.
Hingegen sind die 4K Scheiben von StudioCanal, Constantine, Capelight etc. was die Restaurierung des Bildes angeht, Schund bzw. minderwertig.
Studios wie Shout Factory, Arrow und Syndrome genießen gerade was die Restaurierung von alten Filmen angeht, einen sehr guten Ruf.
Und das kommt nicht von ungefähr!
Ich bin in den Foren ziemlich gut vernetzt und viele User sind Bildfreaks wie ich und sehen das genauso so wie ich. Da taucht nur die Frage auf, lohnt sich das Bild ( Update) oder nicht? Da wird keine Abgrenzung zwischen “analog”oder “digital” gemacht. Entscheidend ist nur das Ergenbis “Gut oder Murks”, ganz einfach.
Damit ist die Sache für mich beendet.
Lieber Sven, stell dir vor du klingelst bei jemandem, der seit Jahren ein Haus pflegt, umbaut dekoriert und offen Besuch reinlässt. Du wirst reingebeten. Und anstatt erstmal hallo zu sagen oder zu schauen wie der Gastgeber tickt erklärst du ihm ziemlich schnell das sein Haus eigentlich schlechter ist als andere oder das die Nachbarn das besser machen und die Bilder an der Wand Murks oder Schund seien weil sie schlecht gemalt wurden. Der Gastgeber sagt dir dann, man habe sehr unterschiedliche Vorstellungen und wird nicht auf einen Nenner kommen. An der Stelle könnte man es gut sein lassen. Stattdessen geht man aber weiter durchs Haus und schaut in andere Zimmer und wiederholt das gleiche bei anderen Bildern an der Wand nochmal und noch pauschaler: ausländische Häuser sind immer besser gebaut und haben schönere Inneneinrichtungen. Außerdem würden sich andere Bauherren solche Totalausfäll niemals erlauben. Auch dann noch, wenn der Gastgeber zwischendurch sachlich und mit fakten darauf hinweist das manches so nicht stimmt.
Und wenn der Gastgeber irgendwann sagt: bis hierhin und nicht weiter, dann wird plötzlich so getan als würde einem der Mund verboten oder als dürfte man nicht mehr sagen was man denkt. Und jetzt stell dir vor man wäre in gleicher Weise in dein Haus gekommen und hätte so losgelegt.
Ich bin hier auf dem Blog seit Jahren stiller Mitleser und bekomme vor allem eines mit. Und zwar wird hier immer wertschätzend diskutiert. Manchmal in der Sache etwas härter aber immer wertschätzend. das fehlte mir hier bei den Kommentaren die ich von dir gelesen habe.
Ach Lars,
auch du hast den Sachverhalt ziemlich auf den Kontext gerissen.
Ich habe niemals geschrieben, dass der Autor ( Lars) seine Arbeit nicht gut macht.
Nochmals zur Klarstellung:
Ich habe eine andere Herangehensweise, was die Bewertung von Filmen angeht, als ihr und gut ist.
Ich darf doch anderer Meinung sein als ihr, oder etwa nicht? Ich habe mich auch nicht hier eingeschaltet, um etwa zu provozieren, so wie es mir hier vorgeworfen wird, sondern ich wollte lediglich meine persönlichen Bildeindrücke unter Berücksichtigung meines Equipments mitteilen.
Mehr wollte ich gar nicht.
Ihr habt beide zu viel hineininterpretiert und die Sache persönlich aufgefasst.
Wir leben doch in Deutschland in einer Demokratie, oder? Da sollte doch Meinungsfreiheit legitim sein. Davon lebt auch die Demokratie ( Meinungsaustausch).
Aber genau darin liegt dein/euer Problem, ein offener Diskurs ist heutzutage nicht mehr erwünscht. Sobald man anderer Meinung ist, wird von der Gesellschaft (von Leuten wie ihr) ausgegrenzt, diffamiert und persönlich angegangen.
Diese Parallelen, die hier aufgezeigt werden, sind sinnbildlich für unsere heutige Gesellschaft!
Ist man pro Merz, dann ist man politisch gesehen ein Saubermann. Ist man gegen Merz, dann wird schnell die Nazikeule geschwungen und man wird in die rechte Ecke gestellt.
Ich habe nun einmal eine andere Auffassung als Ihr und die darf ich auch haben bzw. vertreten.
Wer legt denn fest, was Richtig oder Falsch ist? Du/Ihr
Wer legt denn fest, was in Sachen “Bildqualität” Referenz bedeutet? Du/ihr
Referenz bedeutet für MICH, was mir gefällt!
Tja, so ist es nun mal… der eine kann mit Kritik/Meinung umgehen und jemand anders kann es halt nicht und macht auf eingeschnappt.
Autoren,Journalisten und Politiker sollten meiner Meinung nach mit Kritik umgehen können. Nur so kann man sich verbessern, lernen und über sich hinauswachsen.
Das ist mich eine Grundvoraussetzung! Schon mal was von Selbstreflektion gehört?
Ich werde dir auch nicht mehr antworten, weil es der Sache nicht dienlich ist.
Damit ist die Diskussion hier beendet. Politische Diskussionen haben hier nichts verloren
Aufgrund der politischen Entgleisung und der fortgesetzten Missachtung der Blog-Regeln ist die Kommentarfunktion für dich hiermit gesperrt. Alles Gute.
Alter, du bist echt toxisch. Unglaublich, wie man so dermaßen an der Sache vorbei argumentieren kann.
“Wenn aber bereits ein DI besteht, also ein fertig zusammengefügtes Bild aus analogen Anteilen und visuellen Effekten, wäre der Prozess, den Film (obwohl analog gedreht) noch einmal komplett neu aufzubauen, riesig. Man müsste nicht nur das analoge Material neu scannen, was der geringste Faktor wäre, sondern vor allem die Effekte neu rendern und neu in das Material einfügen. Diesen Aufwand hat man hier nicht betrieben. Die 4K-Disk ist entsprechend vom 2K-DI hochskaliert. ”
Kill Bill Vol. 1 hat aber meines Wissens eher einen geringen CGI-Anteil, weil man vornehmlich auf praktische Effekte gesetzt hat. Für “Jackie Brown” hat man ein natives 4K-Remaster vom Original-Kameranegativ erstellt. In einem anderen Review wird gesagt, es sei eher eine künsterlische Entscheidung von Tarantino gewesen Kill Bill nicht als echtes 4K zu veröffentlichen. Vielleicht wollte er für den Look keinen knackig scharfen Look oder die Thematik der von Dir genannten Schmiereffekte und des anorgansisch aussehenden Filmkorns wären noch mehr zum tragen gekommen weswegen man sich so entschieden hat.
Wie viele digitale Effekte hat Kill Bill denn eigentlich? Die Effekte sehen für mich größtenteils recht altmodisch-analog aus. Wenn doch, ist die digitale Herkunft recht gut kaschiert.
Bedeutsamer ist, meiner Meinung nach, dass der Film erst im 2k-DI geschnitten wurde, man ihn also nochmals “zusammenbauen” müsste, plus Colour-Grading.
Interessant dürfte eine zukünftige Veröffentlichung von Hateful Eight werden. Da wurde bei der 70mm-Variante explizit auf ein 2k-DI verzichtet. Hier hat Tarantino dann wirklich keine Ausrede mehr.
Das wäre ein Träumchen mit „ The Hateful..“. Bob Richardson Bild mit den speziellen 70mm Linsen und Kameras steht auf meine Bucket List. Im Falle des monatlich erwarteten unfassbar hohen Lottogewinns, würde ich das selbst finanzieren…
Genau. Auch wenn eher wenig CGI vorhanden ist gibt es mit Sicherheit trotzdem viele VFX Shots. Rausretuschierte Drähte oder Compositing von Modellaufnahmen.
Das Color Grading ist wahrscheinlich die Hauptarbeit und vermutlich kann man da nicht einfach das 2K DI durch ein 4K DI ersetzen. Man müsste den Look „nachbauen“.
Zum Thema „Hateful Eight“: Ich war etwas enttäuscht dass fast der ganze auf 70mm gedrehte Film in einer Hütte spielt. Ich hab mit epischen Landschaftsaufnahmen gerechnet und nicht mit einer, zwar gut aussehenden, aber völlig unrealistischen Lichtsetzung in der Hütte.
Absolut korrekt: Dazu kommt, dass der Schnitt des Films bereits digital passierte. Und das Grading. Alles Dinge, die du komplett neu machen müsstest.
Andre hat es auf den Beitrag von G W bereits geantwortet.
Um es im Text nicht unnötig kompliziert zu machen, steht VFX im Prinzip für all das, was halt digital in der Post bei Kill Bill gemacht wurde, was man komplett neu aufbauen müsste.
Das sind ja nicht nur die echten VFX (bei Kill Bill bspw. Erweiterungen von Hintergründen etc.). So wurde bspw. der Schnitt des Films sowie das Grading komplett digital gemacht. Dazu die ganzen Titel-/Schrifteinblendungen, die fest im 2K-DI integriert sind, digitale Retuschen, Übergänge zwischen Szenen sowie, wie gesagt, das komplette Grading. Der Aufwand wäre immens – trotzdem hier größtenteils praktische Effekte genutzt wurden. Ich glaube nicht daran, dass es eine künstlerische Entscheidung war, sondern eine finanzielle. Allein das Erstellen eines neuen 4K-Masters (Scan, Bereinigung von Schmutzpartikeln, Fehlstelllen etc.) kostet eine kleine siebenstellige Summe. Wenn du dann noch mal den Schnitt neu setzen musst, digitale Retuschen machen musst etc. wird das schnell sehr teuer. Und dann fragt sich ein Label schon, ob sich das rentiert. Bei Jackie Brown ist die Sachlage ebenso anders wie bei Pulp Fiction, Reservoir Dogs oder Hateful Eight. Jackie Brown hatte, wie Pulp Fiction oder Reservoir Dogs, kein DI. Entsprechend ist das analog zu Pulp Fiction zu betrachten. Hateful Eight hat bereits ein 4K-DI. Da kann man also perfekt drauf aufbauen und es nutzen. Kill Bill ist “leider” dieser Zwischenfilm – analog zu Inglorious Basterds, der die gleichen Voraussetzungen hatte und auch nur ein 2K-DI-Upscale bekam – bei dem der Aufwand sehr teuer würde. Die Schmiereffekte entstanden übrigens durch Rauschminderung und Nachprozessierung. Sie sind auch auf der alten Blu-ray bereits zu erkennen. Das würde sogar minimiert werden können, wenn man komplett neu aufgebaut (und auf Rauschminderung und Prozessierung verzichtet) hätte. Man HÄTTE das sehr schön machen können. Das ist imo eine rein finanzielle Geschichte, bzw. eine Frage des Aufwands, den keiner betreiben wollte, keine künstlerische Entscheidung.
Danke Timo für Deine ausführliche Antwort. 🙂
Allein schon die bessere Bildqualität ohne Überstahlungen rechtfertigt für mich den Kauf der UHD, zumal ich beide Steels in Frankreich, inkl. einer deutschen Tonspur, relativ günstig ordern konnte. Kommen in ca. 10 Tagen, ich freu mich.
Die Frankreich Stells haben keine deutsche Tonspur
In der Produktbeschreibung von Amazon steht was Anderes: Langue : Allemand (DTS-HD 5.1), Anglais (DTS-HD 5.1), Français (DTS-HD 5.1)
Du hast Recht. Mein Fehler.
Da hätte ich doch auf die deutsche Veröffentlichung warten können, aber das leicht bessere encoding würde mir wahrscheinlich auch kaum auffallen. The Whole Bloody Affair bekommt übrigens demnächst einen Kino-Release + unveröffentlichte Szenen Promotion in Fortnite. Da wird eine 4k-Veröffentlichung vermutlich auch anstehen.
Ich wäre da noch nicht sicher bzgl. einer 4K-Veröffentlichung der “whole bloody affair”. Tarantino war immer dagegen, das Ding überhaupt fürs Heimkino zu veröffentlichen – außerhalb Japans. Ja, jetzt läuft er im Kino. Das muss aber nicht heißen, dass er es international auch auf Disk veröffentlichen möchte. Zumal die Frage ist, wie man das handhabt – auf zwei Disks? Wäre zumindest umständlich, aufgrund der Datenmenge mitsamt der Tonspuren aber erforderlich. Noch setze ich meine Unterschrift nicht drunter, dass das Ding erscheint … Aber man strafe mich gerne irgendwann Lügen.
“The Whole Bloody Affair” ist aber nicht die Japan-Version die damals ausschließlich dort veröffentlicht wurde, sondern eine neue Version die unter anderem eine neue ca. 7-Minütige Anime-Sequenz enthält (Yuki´s Revenge).
„Dawn of The Discs“, eine für gewöhnlich sehr gut informierte Quelle, hat auf X bereits eine UHD bestätigt. Auch auf US Apple TV‘s gibts schon einen Eintrag in der Rubrik Coming Soon…
Dann heißt es: “Daumen drücken”
Vielen Dank Timo…..
ich persönlich kann mit der Blu-ray von Studio-Channel, in einem wunderbaren Mediabook, sehr gut leben.
Die UHD ist mir einfach zu teuer, gegenüber den Mehrwert zur Blu-ray.
Vielleicht ersetze ich mal die Blu-ray durch die UHD, wenn die UHD in einem super Angebot zu erwerben ist.
Ich bin zwiegespalten. Eine Zeitlang mochte ich Tarantino ganz gerne, ohne jemals Fan zu sein, nach seinem jüngeren Output sehe ich mich mittlerweile jedoch eher auf Distanz. Zuviel “Style over Substance”. Die Kill Bill BDs habe ich schon ewig stehen, je einmal geguckt und dann “archiviert”. Werde mich hier mal zurückhalten.
Ich bin auch zwiegespalten, werter Hans-Ingo, nur in die andere Richtung.
Wenn ich zum Filmabend einlade und werde dann gefragt, welche Tarantino Filme ich denn zwecks Einlegens hätte, dann lege ich zu dem ganzen Stapel auch immer “From Dusk Till Dawn” dazu, obwohl er am Regisseur-Thema vorbei geht …
Weil ich mir im Stillen dann wünsche, dass mein Interesse den Zuschlag erhält, liegen dann auch Pulp Fiction, Jackie Brown, True Romance und eben Kill Bill ganz oben.
Wenn man mich fragen würde, welche 100 aller Filme mich am meisten beeindruckt hätten, dann gehört von Q.T. Pulp Fiction und Kill Bill dazu.
Ich brauche nicht alle meiner BDs in 4Ks tauschen, weil nicht alle meiner Filme so bedeutend für mich sind – aber diese 100 schon, ergo auch Pulp Fiction, sofern die 4K nach Rezension höherwertiger als die alte BD ist – und gleichwertiger oder besserer DEUTSCHER Ton ist dann das Zünglein an der Waage.
Darum warte ich Timos noch ausstehendes finales Wort ab, wenn beide 4Ks in deutscher Version auf unserem deutschen Markt greifbar sind.
Schreibfehler sorry, streiche “… ergo auch Pulp Fiction …”, denn Kill Bill war gemeint.
Wertester Ralph W., bin da aber mal richtig bei Dir.
Wobei ich, The Hateful 8, alleine durch das 70 mm Bild und auch nicht Django vom Esstisch schubse.
Ich kann mich, platztechnisch sinnvoll, trotzdem nicht von schlappen 350 DVDs trennen.
Und daher auch nicht von meiner Playstation 4, denn auf der laufen die DVDs, da der Panasonic 9004 deren Bild bei mir eher verschlimmbessert…
Dem Update Wahn habe ich aber schon früh abgeschworen… ist auch eine Frage des Geldes… Unser Kater frisst sehr viel….
Schönes WE allen.
Treffer mein lieber Statler,
denn mein Kater ist auch kein Kostverächter.
Aber am liebsten mag er Naturkost, ohne Zutaten (Gelee), denn wenn ich Abends nach Hause komme, dann finde ich immer wieder Reste einer Leiche – wobei es schwere Kämpfe gegeben haben muss, denn die Federn sind im gesamten Wohnzimmer (-Kino) auf dem schallabsorbierenden Teppich vor den Speakern verstreut, die sich super gut absaugen lassen! Am besten entferne ich die umgehend, denn wenn meine Perle nach Hause kommt und sie findet Reste, dann mach sie mich zum Schuldigen !!!
Und der Kater ist furchtbar auf mich bezogen, denn ebenfalls zeigt er mir seine Liebe, indem er mir immer wieder ein Geschenk vor die Füße legt … manchmal ist es tot, manchmal aber auch nicht … wie einmal, als der Star noch zappelte und ein Auge 2 cm ausgetreten am Faden hing …
Ich belohne ihn dann immer dafür, nehme ihn auf den Bauch und lobe ihn dann zärtlich streichelnd. Das gefällt ihm … denn er trampelt dann schnurrend auf mir herum, mit Krallen draußen. Toll, wenn man nur im T-Shirt auf dem Sofa hockt bzw. fast liegt …
Ganz prima findet es meine Perle, wenn sie einen abgerissenen Spatzenflügel vertrocknet unter dem HiFi-Board findet, den ich da nie entdeckt hatte – hätte ich aber sollen, denn zur Strafe gibt es kein Schnitzel am Abend.
Und das brüderliche zu Dir, lieber Statler, findet sich auch in Deiner DVD-Aussage!
Mittlerweile stapeln sich hunderte DVDs und BDs abgeschrieben im Keller. Entweder sie wurden wegen nachgekaufter besserer Version obsolet, oder sie haben sich wegen meiner über die Jahre geänderter Einstellung selbst überfällig gemacht.
Beispiel:
Früher fand ich die Peckinpah-Filme gut und hatte echt viele in allen Qualitätsversionen. Dazu gehörte auch “Steiner – Das eiserne Kreuz” (1977).
Fand ich ihn früher toll, so beurteile ich ihn mittlerweile als peinlich. Die Rolle des Regimentsadjutanten in schlampigem Auftreten und Uniformerleichterung ist einfach zum Fremdschämen. So wollte der amerikanische Peckinpah, dass Wehrmachtsoffiziere beim Publikum wahr genommen werden. Eine Schande!
Damals wäre das umgehend schwerwiegend disziplinar geahndet worden.
(Jedoch … “Getaway” (1972) ist mir von Peckinpah der liebste)
Was will ich sagen?
Hunderte DVDs stehen auch bei mir aktiv im Kinoregal, weil sie mir kostbar sind und die hochwertigen Verfilmungen in keiner besseren Version erhältlich sind.
Wie schon gesagt … die große Bilddiagonale wird dann zum Problem.
Jedoch … ist der Film genial, dann tauche ich hingerissen ab in den Stoff – und nach 10 Minuten nehme ich die schlechtere Qualität gar nicht mehr war – auch schlechteren Ton ignoriere ich dann.
Dagegen gibt es schrunzdoofe amerikanische gigantomanische 0,5 mrd. teure Blockbuster mit irre tollem Sound plus 4 Druckwellenbeschleuniger oder Buttkicker, die mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken.
Denn, die Qualität der Geschichte und deren Umsetzung macht´s !
Lieber Sitznachbar,
unser Kater ist eher den Mäusen zugetan, aber rein kommt er damit noch lange nicht. Er ist ein typischer Terrassenablegender. Ok, Vögel, Siebenschläfer und leider auch schon ein oder zwei Eichhörnchen waren dabei – daher zucken wir auch immer zusammen, wenn Postboten in der Gegend verschwinden…
The Wild Bunch ist zwar aus heutiger Sicht nicht mehr das gelbe vom Ei – aber ich war als Kind/Jugendlicher schon sehr beeindruckt von den Zeitlupenaufnahmen und dem damals hohen Blutgehalt.
Ich habe bei den DVDs einfach den Zeitpunkt zur Spende verpasst, jetzt habe ich eben einen kleinen Teil eines Museums hier.
Hui, absorbierender Teppich.
Mein Wunschequipment werde ich nicht erreichen. Erstens hab ich kein Heimkino, aber immerhin durfte ich im Wohnzimmer einen TV an der Wand haben und 7 Boxen (Lautsprecher, für die jüngeren Anwesenden) aufstellen.
Ich bin immer noch ganz happy mit der Technik, echte Pro’S, Nerds oder Timo würden sicherlich die Nase rümpfen.
Mein OLED z.B. ist 7 Jahre alt – aber er hat immerhin diverse Preise abgeräumt, früher, und das Bild ist immer noch exzellent. Außerdem gibt es keinen flacheren und er war – durch Zufall- damals ein echtes Schnäppchen.
So, genug der Technik – ich habe gerade Master & Commander geordert – also mit ohne Special Media Blabla – und ein Seepferdchen Abzeichen für meinen Schwiegerpapi. Er bekommt eine neue Dusche und ich dachte, das wäre ein passendes Präsent :o)
Hui, 7 Lautsprecher.
Von der mathematischen Anzahl bist Du vorne! … denn ich lebe mit 5.
Zu Master (4K) bitte ich Dich aus der Loge dann ebenfalls zu äußern, denn die Order ist ebenfalls im familiären Umfeld raus – und ich muss mein Weihnachtsgeschenk abwarten. Du würdest mir die Wartezeit ggfs. versüßen.
Aber nur unwesentliche 7…. Komischerweise kostet alles Geld. Also, sind Deine 5 sicherlich pompöser, aber ich Gönnen sehr gerne.
Ich bin auch sehr zufrieden mit meinem Zeugs…. das es besser geht ist selbstredend – wobei ich die Nachbarn mag, also ist es nicht zu brachial.
Ich werde mich gerne zu Master äussern, leider komme ich an Timos prozentualer Filmkritik nicht im wesentlichen vorbei…oder…hmm… :o)
Sehr cool. Ist vorbestellt.
Die “bunte”-Version der Kampfszenen ist nicht mit drauf, oder?
Im amerikanischen “double feature” sieht es danach aus, als wäre es die Japan-Fassung.
Hab´s dann selbst gefunden. Kann den Kommentar aber nicht mehr löschen. 😀
Schade, dass man die Version hierzulande wahrscheinlich auch nicht bekommen wird.
Es steht halt vieles noch in den Sternen. Ich persönlich bin zwar der Meinung, dass die Variante in Schwarzweiß eindrucksvoller ist und das Plakative umschifft, was mir filmisch besser gefällt, aber es ist ja nicht mal sicher, dass die US-Fans den Japan-Cut jemals fürs Home Cinema bekommen. Aktuell ist’s “nur” eine Kinovorstellung. Soweit ich weiß, ist da auf Disk immer noch nichts angekündigt.
Gebe dir absolut Recht.
Wäre trotzdem super, wenn man die Wahl hätte, welche Version mal schauen möchte. Und so eine schöne Edition hier hätte es dann auch irgendwie verdient.
Ich finde du bewertet oft zu hart 😀 Bei der BD sehe ich trotz Überstrahlungen 65-70 %, bei der UHD 85 % 🙂
Gerade die 55 % im Vergleich zu den Cameron Massakern zu True Lies, Abyss und Aliens.
Deshalb fand ich auch die Wertung vor paar Monaten zur Dr. No BD auch viel zu hart (habe da immer diese Cameron Filme mit Wertung im Hinterkopf).
Was du in den Screenshots nicht einfangen kannst, sind die Schmiereffekte sowie das teils wenig organische Korn. Das siehst du nur im laufenden Bild. Deshalb ist der Text sowie mein beschriebener Seheindruck immer noch maßgeblich für die Wertung. Und dann kommst du objektiv auf nicht mehr als 70% für die UHD-BD – abgesehen davon, dass sie halt auch besser aufgelöst sein könnte und das 2K-DI hier der limitierende Faktor ist. Es sind halt oft unterschiedliche Themen, die zu Abwertungen führen. Bei den Camerons ist’s der KI-Einsatz, der mal mehr und mal weniger stark zuschlägt. Hier die Rauschminderung und damit verbundene Nachzieheffekte. Auf der Habenseite halt die um Welten bessere Durchzeichnung. Deshalb ist die BD am Ende auch so deutlich abgewertet. Aus heutiger Sicht ist das wirklich keine gute Veröffentlichung. Denn auch die hat man seinerzeit rauschgemindert und leicht nachgeschärft. So richtig viel Gutes kann ich an der Blu-ray nicht finden. Aber, ja: Ich bewerte oft streng. Mir ist das auch aus persönlicher Sicht tatsächlich lieber als die permanenten 90-100% für gefühlt alle Filme bei den Kollegen aus den USA.
Aliens, True Lies und Abyss habe ich letztens über Disney + in UHD gesehen. Ich kann da auch paar Punkte abgewinnen. Obwohl ich die Auswirkungen schon, hat es meinen Filmspaß nicht getrübt. Von Aliens habe ich aber noch die 2012 BD.
Bei True Lies und Abyss ist es leider nun mal so, dass die aktuellen “UHD” Master die am besten erhältlichen sind. Besonders die DVD zu Abyss war schon damals sehr grausam.
Dennoch würde ich der BD von Kill Bill und insbesondere Dr. No im Gegensatz zu Aliens (neu) und True Lies deutlich höhere Bewertungen zugestehen.
Das ist auch der Grund, warum ich nicht wirklich Fan von Prozent- oder anderen Bewertungen bin. Ich mag lieber Beschreibungen aus dem Text raus lesen.
Wenn man’s aber doch macht, muss man irgendwie sein eigenes Bezugssystem entwickeln. Und daran orientiert sich das Ganze natürlich. Das kann natürlich dann bei unterschiedlichen Rezipienten unterschiedlich ausfallen. Und sicherlich hat jeder da ein wenig sein eigenes Bezugssystem. Fair enough 😉
Vielen Dank für deine Erläuterungen. Finde ich nicht selbstverständlich bei der ganzen Arbeit.
Danke dir für deinen wertschätzenden Kommentar. Und genau deshalb wird es von mir hier im Kommentarbereich immer Antworten geben, die versuchen, auf die Fragen einzugehen. Meine Wertschätzung für euch Leser könnte nicht größer sein. Einer der wichtigsten Gründe, warum ich das hier überhaupt mache 🙂
Danke für das Review Timo 🙂
Kann es sein, dass der übersteuerte Kontrast damals Absicht war? Da es so deutlich ist, kann es fast nicht sein, dass das ein Fehler war. Ansonsten reicht mir glaub ich die alte Blu-ray. Oder ist die Kompression und die gesamte Qualität der UHD so deutlich besser?
LG Markus
Nee, das ist sichtbar ein technisches Problem und schlecht gemastert. Das ist nicht so gewollt gewesen. Es schlägt die Brücke zur Tatsache, dass die allermeisten Blu-rays zu hell gemastert werden. Und hier war’s definitiv ein Mangel, keine Absicht.
Ok, ich die DVD vorhin mal eingelegt. Ich finde, das Überstrahlen passt irgendwie. Und ganz am Anfang noch dieses „Scope“ Logo mit Tonknistern. Mir ist es halt so vorgekommen, als wäre das Absicht. Aber vielleicht liegst du ja richtig 🙂
Das Tonknistern ist selbstverständlich so gewollt. Das Überstrahlen kannst du aber einfach erkennen, dass es aufgrund des Masterns der Disk gekommen ist. Das ist ja sogar mit Artefakten verbunden, die dadurch entstanden sind. Und das war im Filmmaterial so nicht angelegt, was man ja jetzt an der 4K-Disk sehen kann, weil es im eigentlichen Digital-Master noch genug Informationen gegeben hat, diese Überkontrastierungen zu vermeiden. Es war auch im Kino damals nicht zu sehen – und die Kino-Kopien sollten ja als Referenz ein gutes Muster sein.
Wenn du im Englisch gut bist, hier steht es anscheinend:
https://www.vogue.com/article/kill-bill-vol-i-20th-anniversary
Was genau steht in dem Artikel? Worauf spielst du an?
Es soll anscheinend das mit dem Überstrahlen drin stehen
In dem Vogue-Artikel? Da hab ich nichts drüber gelesen. Kannst du mir die Stelle mal raussuchen?
Die sprechen ja über die Kostüme in dem Artikel (ist ja auch ein Vogue-Artikel. Da muss es ja im Prinzip um Mode gehen 😉 ).
Und das einzige, das ich dort zum Kontrast lese, bezieht sich auf folgende Sätze:
“Das strahlende Gelb von Uma Thurmans Trainingsanzug bildet einen Kontrast zum Schneeweiß von O-Ren Ishiis Kimono”, bzw. den Satz: Das karge/strenge/herbe Weiß des Kimonos funktioniert filmisch gut, da Blut darauf gut zu sehen ist (“The starkness of the white works so cinematically that there was no question about it”). Wobei “starkness” eben obige Bedeutungen haben kann.
Hallo Timo danke für deine Review. Die 4K sieht Geil aus, nur mein Problem ist jetzt kaufen oder warten ob der Komplette Film ( zzt im IMAX in US ) auch zu uns kommt. Habe keine Lust alles Doppelt zu Kaufen.
Das ist halt die ganz große Frage. Ich wage aktuell noch zu bezweifeln, ob das Teil wirklich nach Deutschland kommt. Selbst eine physische Veröffentlichung in den USA würde ich aktuell noch in Frage stellen.