Everything Everywhere All at Once 4K UHD

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Blu-ray Review

Leonine Distribution, 12.08.2022
Leonine Distribution, 12.08.2022

OT: Everything, Everywhere All at Once

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Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Hier kommt der vermutlich ungewöhnlichste Film der letzten Jahre.
UPDATE: Wer im Besitz der viel zu dunklen UHD Blu-ray ist, kann diese über Leonine austauschen lassen. Dazu eine Mail mit Rechnung vom Kauf im Anhang an die info@leoninestudios.com senden. In der Regel folgt einige Tage darauf die Austauschdisk.

Inhalt

Evelyns Waschsalon läuft eher mäßig

Evelyn Wang führt gemeinsam mit ihrem Mann Waymond einen Waschsalon irgendwo in Amerika. Das Gewerbe ist ziemlich runtergekommen, das Auskommen eher schlecht als recht und nun steht auch noch eine Finanzamtsprüfung auf dem Plan. Doch als wäre das noch nicht genug, taucht ausgerechnet jetzt auch noch Evelyns Vater Gong Gong aus Hongkong auf, um den sich gekümmert werden will. Dass ihre Tochter Joy außerdem beständig versucht, ihre Mutter dazu zu bringen, ihre Freundin Becky zu akzeptieren, führt zu weiteren Verwerfungen in Evelyns Leben. Um zu erklären, warum Evelyn in ihrer Steuererklärung ein Fehler unterlief, besucht sie mit ihrem Mann das Finanzamt. Kaum sitzen sie vor der Inspektorin Deirdre Beaubeirdre, benimmt sich Waymond plötzlich seltsam. Offenbar hat etwas, oder vielmehr jemand, von seinem Körper Besitz ergriffen. Dieser jemand stellt sich als Alpha Waymond vor. Eine andere Version von Waymond aus einem Universum, das sich “Alphaverse” nennt. Dieser Alpha Waymond erklärt Evelyn, dass es viele Universen gibt und sie selbst als Alpha Evelyn die Anführerin des Alphaverse war. Als solche ist sie zwar verstorben, trieb zuvor aber die Technologie voran, mit der es ermöglicht wird, auf die Fähigkeiten, Erinnerungen und den Körper ihrer Gegenstücke aus dem Paralleluniversum zuzugreifen. Das Multiversum wird allerdings von Jobu Tupaki, der Alphaverse-Version von Joy, bedroht. Alpha Evelyn hatte ihre Tochter zu oft zu Universumssprüngen gedrängt, was dazu führte, dass Jobu nun alle Universen gleichzeitig erlebt und nach Belieben Versensprünge ausführen oder Materie manipulieren kann. Die Auswirkungen, die dies zur Folge hat, könnten katastrophal für das gesamte Multiverse sein. Und Evelyn Wang, die bisher noch überhaupt kein Multiverse-Potenzial entwickelt hat, könnte die einzige sein, die das verhindern kann …

Eine Karaokeanlage kann man halt für einen Waschsalon nicht von der Steuer absetzen

“Der beste Film aller Zeiten”: 96 % positive Kritiken bei Rotten Tomatoes und eine 8,9er Bewertung auf der imdb – als der neue Film der “Daniels” (Dan Kwan und Daniel Scheinert) am 28. April hierzulande in die Kinos kam, konnte der Vorab-Hype (und ich nutze dieses Wort WIRKLICH sehr ungerne) kaum größer sein. Auf einem anderen Bewertungsportal schlug er sogar den dort bis dato besten Film: Der Pate. Mittlerweile hat sich das Ganze etwas eingependelt, aber mit einer 8,2 auf der imdb steht er immerhin noch in bester Gesellschaft von Stirb Langsam oder Taxi Driver. Was haben diese beiden Regisseure, die bisher stets zusammen arbeiteten (bspw. bei der Extravaganz Swiss Army Man) hier nur erschaffen, dass es die Filmwelt so in Aufruhr versetzte?
Nun, zunächst einmal haben die Daniels seit 2016 an dem Projekt gearbeitet, das sie ursprünglich unter der Prämisse “es geht um eine Frau, die versucht, ihre Steuern zu bezahlen” auf den Weg gebracht haben. Bereits 2010 hatten sie schon die Idee des filmisch interpretierten Multiverse entwickelt und mussten dann mit ansehen, wie Marvel und Sony eine ganze Menge ihrer Ideen in jeweils eigene Filme einbrachten. Es wuchs die Angst, dass man ihnen ihrerseits Ideenklau vorwerfen würde. Was im Übrigen Unsinn ist, da es hier um eine ganz andere Story-Grundidee geht.

Den Herrn Papa kann man einfach nicht zufriedenstellen

Denn unabhängig davon, aus welcher Richtung man Everything Everywhere All at Once interpretieren und analysieren mag, wird jede Richtung vermutlich irgendwann mal an den Punkt kommen, dass das Chaos und die Überflutung, die uns der Film zumutet eine Metapher dafür ist, was die Gesellschaft heutzutage erlebt. Von der Informationsüberflutung bis hin zu einer gewissen Empathielosigkeit, die spätestens seit der Covid-19-Pandemie über die Welt gekommen ist. Die Daniels scheinen das Gefühls- und Informationschaos der Welt in ihrem Film zu reflektieren und halten uns gleichzeitig den Strohhalm der Empathie entgegen, den Evelyn in all der Unordnung darstellt. Evelyn begibt sich in EEAaO auf eine Reise, die sie selbst aber auch immer wieder ausbremst. Oft hat man das Gefühl, sie wäre gerne lieber diese andere Evelyn aus dem anderen Universum – hat sie vielleicht im Laufe ihres Lebens die falschen Entscheidungen getroffen? Wäre sie lieber in China geblieben als in die USA auszuwandern? Die Tatsache, dass die Antagonistin im Film Evelyns Tochter ist, kann man zudem in eine Richtung deuten, in der es heutzutage schwierig ist, die Generationen untereinander zu vereinen. Die Internet-Generation hat jene der Eltern abgelöst, die schon Schwierigkeiten haben, eine Email zu öffnen. Aus welcher Richtung man Everything Everywhere All at Once auch interpretieren mag, filmisch gesehen ist es eine Wundertüte wie man sie lange, sehr lange nicht mehr zu sehen bekam. Und es zeigt, dass Filme noch Aufsehen erregen können, die nicht aus irgendeinem Superhelden-/Action-/SciFi-Franchise kommen; originär erdachte Stoffe, die mit Fantasie, Mut und Leidenschaft gegen das formelhafte Kino des 21. Jahrhunderts antreten.

Durchaus hilfreich, wenn man mal an die letzten Reste im Nutella-Glas kommen möchte

Dass Dan und Daniel zudem ein echter Besetzungscoup gelang, gehört zu den weiteren Highlights des Films. Michelle Yeoh, Wunschkandidatin der beiden Regisseure, ist unfassbar grandios als Evelyn und Jamie Lee Curtis hat man lange nicht so entfesselt auftreten sehen. Als Beamtin der Steuerbehörde mit (vermutlich) Fatsuit unter dem senffarbenen Pullover beweist sie Mut zur Hässlichkeit und zum zickigen Verhalten. Wirklich charmant ist die Besetzung von Ke Huy Quan als Waymond – erinnert sich noch jemand an Short Round aus Indiana Jones und der Tempel des Todes? Genau DER!
Was man als Zuschauer auf keinen Fall machen sollte, wenn man sich Everything Everywhere All at Once anschaut, ist unaufmerksam sein. Zum einen, weil hier gerne mal (untertitelt) chinesisch gesprochen wird, zum anderen, weil gerade beim Wechsel zwischen den Universen so viel passiert, dass man sekündlich wichtige Dinge verpassen kann. Lässt man sich auf das Tempo, die Erzählstruktur und die völlig chaotischen Wechsel ein, bekommt man ein Feuerwerk an Dialogen, absurdeste Ideen und unglaublich witzige Kampfszenen. Wenn nach einer halben Stunde die modische Sünde der 80er/90er zur Waffe wird, bleibt sicherlich kaum ein Auge trocken – schon interessant, wozu man eine Gürteltasche einsetzen kann. Natürlich ist das immer auch haarscharf an der Grenze zum Albernen entlang – gerade, wenn’s ins Langfinger-Universum geht oder ein Anal-Plug eine tiefgehende Rolle spielt. Aber wenn die Daniels dann ein großartiges Zitat aus Kubricks 2001 einflechten, kann man ihnen absolut nicht böse für die Albernheiten sein. Böse sein könnten den Machern allerdings all jene, die ein Problem damit haben, wenn Tiere comichaft in Action eingebunden werden. So richtig zimperlich geht Everything Everywhere All at Once mit einem vierbeinigen Fellknäuel nach 75 Minuten nicht um. Hat man aber hier einen Sinn für den entsprechenden Humor kann man nur den Hut ziehen vor dermaßen vielen Absurditäten, Irrwitz und entfesselter Spielfreude sämtlicher Beteiligten. Wer sich übrigens fragt, warum hier so durcheinander in Englisch (bzw. Deutsch), Chinesisch, Kantonesisch und Mandarin gesprochen wird – Regisseur Kwan reflektiert damit seine multilinguale Kindheit als Sohn von Einwanderern aus Taipeh und Hongkong in den USA.

Preis: --
Stand von: 2026/02/21 4:01 p.m. - Details
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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
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Studio: LEONINE
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 12 Aug 2022
  • Dieser Artikel hat Deutsche Sprache und Untertitel.
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Bild- und Tonqualität BD

Eine Szene, die jeden schmerzen wird, der sich was unter “Kartonschnitt” vorstellen kann

Der digital gedrehte Everything Everywhere All at Once hat ein mitunter stark stilisiertes Bild. Zunächst fällt auf, dass die Blu-ray verhältnismäßig hell geraten ist. Schwarzwerte könnten knackiger sein. Außerdem ist der dezente Grünfilter, der über dem Geschehen liegt, nicht sonderlich hübsch und verpasst dem eigentlichen Schwarz schon mal eine deutliche Grüneinfärbung (22’22). Ein dezentes digitales Rauschen ist in den dunkleren Szenen erkennbar und bisweilen sind Kontrastflanken etwas steil gesetzt. Die Aufnahmen im Alpha-Kontrollraum wirken zudem etwas weich und unscharf. Natürlich kann man diese Stilmittel als bewusste Wahl sehen, um die ohnehin chaotische Struktur des Films auch visuell zu unterstützen. Schön macht es dadurch halt trotzdem nicht. Besitzer von Cinemascope-Leinwänden sollten wissen, dass sich das Bildformat mitunter wild verändert. Hauptsächlich hat man es mit einem 1,85:1-Format zu tun. Nebenbei gibt’s aber auch 4:3, 2,39:1 oder 2,00:1 – und das in teils fließendem, aufzoomenden oder sich schließendem Wechsel.
Leonine spendiert Everything Everywhere All at Once zwei Dolby-Atmos-Spuren, die über die reguläre Ebene aber durchweg räumlicher sein könnten. Die zahllosen Musik- und Geräuscheffekte werden vornehmlich über die Fronts wiedergegeben und erhalten nur relativ leise Unterstützung von hinten. Außerdem gibt es keine wirklich griffigen direktionalen Effekte von den Rears. Ziemlich cool ist dafür der Bass-Sweep nach 19 Minuten oder auch die agil arbeitende Tiefbassunterstützung in der ersten Kampfszene nach 30 Minuten. Dazu kommen die Dialoge sehr gut verständlich aus dem Center. Dennoch: Insgesamt ist hier einfach zu wenig Räumlichkeit vorhanden. Hören wir uns ein wenig in die Höhen-Ebene ein, so haben die Deckenlautsprecher zunächst wenig Möglichkeiten, aktiv ins Geschehen einzugreifen. Dafür bietet sich auch einfach kein Anlass. Allerdings werden Teile/Details des Scores immer wieder dort abgelegt, um kleine Akzente zu setzen. Das allerdings bleibt über die Dauer des Films dann auch so. Es gibt tatsächlich keinerlei dedizierte 3D-Sounds. Obwohl, doch. Bei 118’00 fliegen mal Blätter hörbar durch die Luft – allerdings ist das eher leise abgemischt und geht im Gesamtgeschehen unter.

Preis: 9,97 €
Stand von: 2026/02/21 4:01 p.m. - Details
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Studio: LEONINE
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 12 Aug 2022
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Bild- und Tonqualität UHD

Die Tochter im Multiversum-Vernichtungsstyle

Everything Everywhere All at Once wurde mit der ARRI Alexa Mini gedreht. Deren Chip zeichnet open gate mit 3.4K auf. Da der Film wild im Format wechselt, haben wir es mit unterschiedlichen nativen Auflösungen des jeweiligen Bildinhalts zu tun. Von 4:3, das mit 2.8K aufgenommen wird, bis zu 3.2K im Falle des hauptsächlich zu sehenden 1,85:1-Formats. Von den Mischformaten erzeugte man für den weiteren Prozess ein 4K-DI, musste also jeweils leicht hochskalieren. Natürlich sind 2.8K oder 3.4K mit anschließendem 4K-DI immer noch besser als ein 2K-DI, das für die UHD Blu-ray wieder komplett hochgerechnet werden muss. Im Verlauf des Prozesses kamen dann noch die Kontrastdynamik-Formate HDR10 und Dolby Vision sowie ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum hinzu. Doch was helfen all diese schönen technischen Voraussetzungen, wenn Leonine hier schon wieder viel zu dunkel mastert. Nimmt man sich Yeohs Haare bei 51’33, haben diese über die Blu-ray noch eine (wenn auch aufgehellte) Oberfläche. Die UHD Blu-ray zeigt hier eine schwarze und völlig strukturlose Masse. Hautfarben wirken in dieser rötlich-braunen Szenerie regelrecht verbrannt. Jede einzelne Szene, in der es halbwegs schwach ausgeleuchtet zugeht, wird über die UHD Blu-ray zum Ratespiel in Sachen Durchzeichnung. Was bei den ganz hellen Sequenzen noch für ein etwas dynamischeres Bild sorgt, lässt bereits nach, wenn man Evelyn an ihrem Schreibtisch sitzen sieht. Das mag über einen sehr leuchtstarken LCD noch gerade so in Ordnung sein. Über einen OLED wird’s zum Krampf. Da können die Farben in den gut ausgeleuchteten Momenten noch so kraftvoll strahlen und der Grünstich der Blu-ray ist auch deutlich dezenter, aber am Ende verliert diese Disk aufgrund des Mangels an Durchzeichnung / dem versumpfenden Schwarz schnell an Faszination. Und das ist unabhängig, ob man HDR10 oder Dolby Vision gewählt hat.

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Blu-ray (24’49): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray geht in Innenraumaufnahmen mit guter Ausleuchtung in Ordnung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist selbst hier schon etwas zu dunkel.

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Blu-ray (46’03): (Slider ganz nach rechts): Einer der 4:3 Shots im Vergleich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier tendiert die UHD-BD schon dazu, in den dunklen Bereichen zu versumpfen.

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Blu-ray (65’02): (Slider ganz nach rechts): Deutlich wird’s dann dort, wo selbst die Blu-ray dunkel ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die linke Gesichtshälfte ist praktisch nicht erkennbar. Auch der Tisch im Vordergrund säuft ab.

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Blu-ray (73’28): (Slider ganz nach rechts): Die Farben sind über die Blu-ray okay kräftig.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe intensiviert sie, aber eben auch ein Stück weit durch die dunklere Abstimmung.

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Blu-ray (93’41): (Slider ganz nach rechts): In den ausgewiesen hellen Szenen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … hat die UHD-BD vielleicht etwas mehr Dreidimensionalität, wirkt aber auch nicht so strahlend.

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Blu-ray (97’59): (Slider ganz nach rechts): Erneut ein Beispiel …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … für die Probleme der UHD-BD in der Durchzeichnung.

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Blu-ray (100’41): (Slider ganz nach rechts): Ganz offenbar haben sich unterschiedliche Untertitelschreiber …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … um Blu-ray und UHD Blu-ray gekümmert 😉

Keine Änderung beim Ton. Auch die UHD-BD liefert Dolby Atmos für beide Tonspuren.
Preis: --
Stand von: 2026/02/21 4:01 p.m. - Details
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Studio: LEONINE
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 12 Aug 2022
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Bonusmaterial

Die Sache mit dem Kung-Fu

Im Bonusmaterial finden sich neben dem absolut witzigen Audiokommentar der Daniels noch sechs Featurettes, und 13 Minuten an entfernten Szenen, Outtakes und ein Music Visual. Die Featurettes laufen bei den Charaktervorstellungen lediglich ein bis zwei Minuten. “Putting Everything on the Bagel” geht etwas tiefer und läuft zehn Minuten. Hier kommen die beiden Regisseure auch ausgiebiger zu Wort. Noch ausführlicher geht’s im 40-minütigen “Almost Everything …” zur Sache – Von der Idee über die Besetzung bis hin zu den Kostümen und der visuellen Gestaltung. in den VFX Breakdowns gibt’s dann  szenenweise Einblicke in die Zusammensetzung der Computeranimationen. Alle Extras sind, wie bei Leonine üblich, nicht untertitelt. Das Mediabook hat außerdem noch ein 24-seitiges Booklet.

Fazit

Everything Everywhere All at Once ist aber mal sowas von nicht jedermanns cup of tea. Hier kann’s nur heißen: Liebe es oder hasse es! Dazwischen wird’s nicht viel geben. Wer aber auch nur im Ansatz denken könnte, dass sich eine Mischung aus Doctor StrangeMatrixRitter der Kokosnuss und Kung Fu Hustle nicht verhält wie Feuer und Wasser oder Nordpol und Nordpol; wer außerdem Zeuge sein möchte, dass ein minutenlanger stummer Dialog zwischen Steinen! brüllkomisch sein kann, der sollte unbedingt ein Auge (oder zwei oder drei) riskieren. Allerdings tut er das bei einem eher wenig hell leuchtenden TV oder Beamer besser über die Blu-ray. Die UHD-BD empfiehlt sich höchstens für Besitzer von sehr lichtstarken Panels.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 60% (Abwertung aufgrund mangelhafter Durchzeichnung)

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 65%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 20%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 60%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 65%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 20%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 70%
Film: 80%

Anbieter: Leonine Distribution
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Dan Kwan, Daniel Scheinert
Darsteller: Michelle Yeoh, Jamie Lee Curtis, Stephanie Hsu, James Hong, Ke Huy Quan, Tallie Medel, Jenny Slate
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 1,33:1, 1,85:1, 2,00:1, 2,39:1
Laufzeit: 139
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Jein (4K DI vom 2.8- und 3.4K-Master)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1041 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Leonine Distribution)
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Trailer zu Everything Everywhere All at Once

Everything Everywhere All At Once - Trailer (deutsch/german; FSK 12)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.


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