Cliffhanger 4K – Nur die Starken überleben UHD

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Blu-ray Review

cliffhanger 4k uhd blu-ray review cover
Studiocanal, 04.04.2019

OT: Cliffhanger

Unterstützt die Arbeit an meinem Blog, indem ihr den Film bei Amazon kauft.

Über den Wolken …

… gibt’s im 93er Klassiker mit Sylvester Stallone keine Freiheit, sondern einen Kampf zwischen Räubern und Bergwächtern.

Inhalt

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Gabe eilt zur Hilfe

Gabe Walker ist Bergsteiger und Felsenkletterer aus Leidenschaft. Sein bester Kumpel ist Hal Tucker, mit dem er gemeinsam bei einem Bergrettungsdienst in den Rockys beschäftigt ist. Als Tucker und dessen Freundin Sarah während eines privaten Kletter-Ausflugs in eine Notsituation geraten, müssen sie per Hubschrauber geborgen werden. Bei Sarah reißt jedoch der Sicherheitsgurt und Gabe muss ihr an einem waagerecht über einen Abgrund gespannten Seil zur Hilfe kommen. Während dieses Rettungsversuches rutscht sie ihm aus dem Handschuh und stürzt ab. Ein Ereignis, das Gabe traumatisiert und ihn schwören lässt, nie wieder auf einen Berg zu gehen. Dann, einige Monate später, erreicht jedoch ein Notruf die Rettungsstation. Offenbar ist ein Flugzeug in den Bergen abgestürzt und Tucker macht sich auf den Weg zur Rettung. Da ein Schneesturm droht, überredet Gabes Freundin Jessie den nach wie vor Traumatisieren, dem alten Freund zu folgen und zu helfen. Was weder Walker noch Tucker wissen: Die in Not geratene Gruppe gehört zum skrupellosen Räuber Eric Qualen. Und der hätte gerne die 100 Mio. US Dollar geborgen, die beim Absturz des Flugzeugs in der Gegend verstreut wurden …

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Nein, auch 25 Jahre später kann er Sarah nicht festhalten

Nein, Höhe ist nicht das Element des Verfassers dieser Zeilen. Ganz und gar nicht. Als Verweigerer von Achterbahn & Co. saß ich im Juli 1993 in einem kleinen Kino am Niederrhein und schwitzte mir schon in der Eröffnungsszene sämtliche Nährstoffe aus allen Poren. Cliffhanger war eine Grenzerfahrung für mich. Dann doch lieber blutiges Zombie-Gemetzel in Braindead oder Psycho-Thrill in Das Schweigen der Lämmer. Das Schöne an eigenen Ängsten ist natürlich (zumindest, wenn man nur visuell von ihnen beeindruckt wird), dass man sich an ihnen reiben kann und am Ende vielleicht sogar ein Stück “gereinigt” aus der Sache hervor geht. Immerhin muss man ja nicht selbst in den Felsen hängen, sondern sieht nur Sylvester Stallone dabei zu.
Und das mit wachsender Spannung und Begeisterung. Hatte Sly Anfang der 90er nach Stop! oder meine Mami schießt! sowie Oscar – Vom Regen in die Traufe vor allem künstlerisch vollkommen erfolglos versucht, sich aus dem Actiongenre heraus auch in der Komödie zu etablieren, resultierte das darin, dass ihn viele Kritiker (und manche Fans) fast abgeschrieben hatten. Doch dann kam Renny Harlin und drehte seinen letzten, kommerziell erfolgreichen Film: Cliffhanger.
Dass es für Stallone nach dem Berg-Actioner wieder bergauf ging, während Harlin mit Die Piratenbraut im Anschluss spektakulär und im doppelten Wortsinn Schiffbruch erlitt, ist natürlich bitter für den Regisseur.
Harlin hätte nach Stirb Langsam 2 und Cliffhanger eine glänzendere Karriere verdient gehabt. Aber was dreht er auch einen Piratenfilm zur falschen Zeit?
Hier allerdings glänzt der Finne mit einer ungemein packenden Inszenierung.

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Der Schmerz des Hal

Wie erwähnt: Bereits die Eröffnung der gescheiterten Rettung ist eine derart spannende und nervenzerrende Sequenz, dass nicht nur Akrophobiker mit feuchten Händen dasitzen. Das Szenario der Dolomiten, die den landschaftlichen Hintergrund für den Film lieferten, ist absolut echt und Stallone war 1993 noch auf dem Höhepunkt seiner Fitness. Wie man seinen gespannten Bizeps sieht, während er Sarah festzuhalten versucht – eine Szene, die gleichsam Angst, Stärke und Verzweiflung symbolisiert. Wer von den Fans dieses Films sitzt selbst beim wiederholten Anschauen nicht da und hofft, dass er sie dieses Mal doch halten kann?
Und selbst wenn die eigentliche Story im Nachgang konventionell und ziemlich “90er” daher kommt, bleibt es bei der konzentrierten Spannung aufgrund des ungewohnten und bedrohlichen Settings. Außerdem investierte man in Cliffhanger eine stolze Summe. 65 Mio. Dollar waren 1993 eine Menge Geld und die teils extrem aufwändigen Stunt-Sequenzen rechtfertigen jeden Cent. Hier darf man auch gerne mal den Stuntdoubles Respekt zollen, die (den ebenfalls höhenängstlichen) Stallone in den gefährlichen Szenen darstellten. Stallone indes bewies noch vor der offiziellen Premiere ein eher weiches Herz, als er 100.000 Dollar aus seinem Privatvermögen investierte, um nach Protesten der Vorab-Zuschauer eine Szene neu drehen zu lassen, in der zuvor ein angeschossener Hase verendet. Wer den Film kennt, kennt diese Szene und weiß: Der Hase schlägt nun einen Haken und entkommt.

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Meinungsverschiedenheit unter Gangstern

Aber zurück zum Film: Dessen Story ist, wie erwähnt, eher konventionell und wirkt vor allem durch das Szenario in den verschneiten Bergen. Dort allerdings scheint sich Harlin als Finne pudelwohl gefühlt zu haben. Denn ihm gelingt in diesem Film noch alles, was er zwei Jahre später in Die Piratenbraut vermissen ließ: Timing, Bildaufbau und eine gewisse Härte, die er aus Prison oder Nightmare on Elm Street IV noch rüber gerettet hatte. Und das, obwohl Harlin für eine R-Rated-Fassung in den USA einige härtere Szenen herausnehmen musste. Auch in Deutschland war der Film vor der Beurteilung der Gewaltszenen nicht sicher. So wurde die ungekürzte FSK-18-Fassung frühzeitig indiziert. Im Heimvideo-Bereich kamen dann nacheinander um etwa acht Minuten (VHS) und später vier Minuten (DVD) erleichterte Versionen heraus. 2013 bewertete man den Film dann allerdings neu und gab ihn in der Originalfassung ab 16 Jahren frei. Ja, die Sehgewohnheiten haben sich verändert. Und in der Tat bekommt man heute durchaus gewalthaltigere Bilder mit einer 16er Freigabe geliefert.
Ebenso tatsächlich sind die brutalen Szenen in Cliffhanger aber die Würze, die unmissverständlich klar macht, dass es der Bösewicht (überraschend stark in der Rolle: John Lithgow) wirklich ernst meint. Aus den zahlreichen Kampfszenen und Auseinandersetzungen bezieht Harlins Film neben dem Schauplatz seine Faszination und Wirkung. Eine Wirkung, die trotz einiger ziemlich mieser Green-Screen-Effekte (Absturz Sarahs) auch heute noch funktioniert. Trotz papierdünner Story gehört Cliffhanger zu den wenigen, fast zeitlosen Action-Klassikern, der mühelos neben den Filmen des Die-HardFranchise bestehen kann.
Umso schöner, dass Anbieter Studiocanal dem Film nun zum 25. Jubiläum eine neue Abtastung spendiert hat. Wie die geworden ist, lest ihr in den folgenden Kapiteln.

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Zimperlich war “Cliffhanger” seinerzeit nicht

Bild- und Tonqualität BD

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Ein Kampf auf Leben und Tod

Schon die Ausstattung (mehr Extras) und der Aufdruck der Blu-ray lassen erahnen, dass die im Set enthaltene BD nicht mehr jener entspricht, die 2013 nach der De-Indizierung heraus kam. Wirft man dann einen Blick auf die Bildqualität, so bestätigt sich dieser Eindruck. Schon aufgrund des leicht geänderten Bildinhalts, aber vor allem weil die neue Blu-ray bereits um Welten homogener erscheint und viel mehr Detailauflösung bietet.
Wo die alte Scheibe unter einem Weichzeichner-Effekt litt, sieht man der neuen BD deutlich das 4K-Master an. Auch die Farbgebung ist wesentlich natürlicher und eliminiert die orangefarbenen Hauttöne der bisherigen Fassung. Was auch der neueren Blu-ray fehlt, ist noch mehr Dynamik und Kontrast. Gerade die Schnee-Szenen im späteren Verlauf wirken etwas flach und aufgrund der nun natürlichen Körnung etwas gräulicher. Dennoch: Gegenüber der bisherigen Disk sind das wirklich Welten und ein absolut lohnendes Upgrade. Das zeigen auch die folgenden Screenshot-Vergleiche.

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Blu-ray alt(12’45): (Slider ganz nach rechts): Die bisherige Blu-ray ist im Vergleich matschig, von den Farben her gelborange und im Bildausschnitt eingezoomt.

Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray, die auf dem 4K-Master basiert, zeigt wesentlich mehr Bildinhalt im gleichen Frame und ist durchweg harmonischer in den Farben. Dazu sieht man plötzlich auch Einzelheiten im Gesicht.

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Blu-ray alt (1’02): (Slider ganz nach rechts): Auch hier: Ein eher orangefarbener Helikopter und ein kleinerer Bildinhalt. Dazu eine trübe Bergkette im Hintergrund.

Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray liefert die bedeutend authentischeren Farben und besseren Kontraste.

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Blu-ray alt (83’44): (Slider ganz nach rechts): Kaum Zeichnung und Textur in Lithgows flach wirkendem Gesicht.

Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Hoppla, der Darsteller hat doch tatsächlich einen Bartansatz.

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Blu-ray alt (83’22): (Slider ganz nach rechts): Noch drastischer wird’s hier: Die alte BD zeigt kaum Textur und wirkt gerade auf ihrem Gesicht komplett soft.

Blu-ray neu (Slider ganz nach links): Ganz anders die neue BD, die sehr detailreich daherkommt.

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Blu-ray alt (Slider ganz rechts) vs. Blu-ray neu (Slider ganz links): Nimmt man einen Bildausschnitt gibt’s keine zwei Meinungen mehr, wer hier als Sieger das Feld verlässt.

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Taffe Pilotin

Beim Ton tut sich was bei Cliffhanger – zumindest gegenüber der im November 2018 veröffentlichten Fassung. Nachdem Aussagen des Anbieters bekannt wurden, dass man die dts-HD-Master-Sound etwas bearbeitet hat (ohne auch auf Nachfrage entsprechende Informationen bekommen zu haben, was genau geändert wurde), könnte es sich hier um jene zwei Stellen handeln, die Leser Marcel ansprach: Bei Minute 53 und 54 gibt es jeweils zwei kurze Momente, in denen bisher die englische Synchro zu hören war. Offenbar, war man mit dem dt. Ton dort nicht zufrieden gewesen. Dies wurde nun behoben und man hört dort beide Kommandos (“Da drüben” und “Los! “) wieder in deutscher Synchronisation ohne Untertitel. Auch qualitativ klingen diese homogen.

Konzentrieren wir uns nun auf die Spuren an sich. Und die hinterlassen für einen 1993er Actionfilm einen mehr als überzeugenden Eindruck. Offen und weiträumig präsentiert sich die (schnulzige) Filmmusik von Trevor Jones (die er übrigens schamlos beim Titelsong von Contis Denver-Clan geklaut hat) und der hereinflappende Helikopter liefert einen Druck, den man aus Actionfilmen dieser Zeit nur sehr selten bekommt (3’30). Selbst Schüsse haben Wumms und es gibt auch keinerlei Schwankungen in der Lautstärke oder gar hörbare Rauschfilterung. Die deutschen Dialoge sind im Verhältnis ein klein wenig leiser als die englischen, aber dennoch dauerhaft sehr gut verständlich. Ebenfalls recht gut gelingt der Hall über dem Abgrund während Sarahs Todeskampf und die Turbinen des Flugzeugs nach etwas über 19 Minuten machen ebenfalls ordentlich Dampf. Wenn dasselbe dann kurze Zeit später explodiert, sind das zwar die typischen Actiongeräusche der 90er Jahre, die man so heute nicht mehr verwendet, aber dennoch fächert sich der Feuerball räumlich auf und liefert gleichzeitig eine schöne Dynamik. Etwas weniger dumpf hätte die unsanfte Landung des kleinen Jets sein dürfen. Effektvoll ist sie aber allemal. Gleichzeitig funktioniert die darauf folgende Stille, die ohne Kompression auskommt.
Übrigens: Die “neue” UHD mit überarbeitetem Ton kann man am roten StudioCanal-Signet auf dem Cover erkennen. Die alte Fassung hat dort ein weißes Logo.

Bild- und Tonqualität UHD

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Hal in Gefahr

Cliffhanger wurde seinerzeit natürlich noch analog gefilmt. Zum Einsatz kamen hier Panavision-Kameras mit 35mm-Filmmaterial. Von diesem analogen Ausgangsmaterial fertigte man einen 4K-Scan an und transportierte das Ganze per 4K-Digital-Intermediate auf die UHD. Wir haben es also mit nativem 4K zu tun.
Selbstredend mit körnigem nativem 4K. Denn wo analog gefilmt wurde, war Korn unausweichlich. Während des Mastering-Prozesses ging man hier zudem den authentisch Weg, diese Körnung nicht per Rauschfilter zu hemmen, was in der Regel zu einem unschönem Wachs-Effekt führt. Die UHD des Films präsentiert ihn also in seiner bisher best aufgelösten und gleichzeitig originalsten Form. Studiocanal integrierte zudem einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie (entgegen der US-Disk) HDR10 UND Dolby Vision als HDR-Formate.
Zunächst vorweg: Besser hat Cliffhanger noch nie ausgesehen. Ebenso vorweg geschickt: Der Bildinhalt ist, wie oben schon kurz geschrieben, teils deutlich verändert. Der neue Scan zeigt durchweg mehr Bildinhalt wo zuvor stark eingezoomt wurde. Teilweise ist das so drastisch, das ganze Figuren auftauchen, die man vorher gar nicht gesehen hat.
Gleichzeitig kann die UHD natürlich nicht beheben, was die Kamera-Optiken nicht hergeben. Und so sind einige Weitwinkel-Shots aus der Totalen schon mal sehr matschig (4’14).
Soweit dazu. Im laufenden Bild zeigt sich die UHD gegenüber der Blu-ray nochmals deutlich besser. Wo die BD zwar schon weit schärfer war als die alte Fassung, legt die UHD durch ihre Real-4K-Herkunft durchweg noch mal etwas drauf. Feinheiten in Gesichtern und auf Jacken kommen dreidimensionaler zum Tragen. Außerdem pumpt die Ultra-HD genau den Kontrast ins Bild, der der Blu-ray noch fehlt. Schon HDR10 liefert hier wesentlich mehr Punch, lässt Gesichter wärmer und kräftiger rüberkommen und eliminiert auch eine leichte Tendenz der BD ins Grün. Dolby Vision kann das aber nochmals besser. Bis auf ein paar wenige Szenen, in denen die Kontrastflanken etwas zu steil geraten sind, behebt DV nochmals einen leichten Grauschleier und bietet die größtmögliche Dynamik. Mehr kann man aus dem Originalmaterial sicher nicht mehr herausholen. Kurzum: Eine fürs Alter des Films wahnsinnig gute Umsetzung.

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Blu-ray (19’04): (Slider ganz nach rechts): Zwar ist das Bild der Blu-ray hier schon gut.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Doch die UHD nimmt noch mal eine leichte Grüntendenz weg und liefert die sattere Hautfarbe.

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UHD HDR10 (19’04): (Slider ganz nach rechts)

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Schaut man sich das per Dolby Vision an, bekommt es noch einen Hauch mehr Dynamik, ohne irgendwo abzusaufen.

Noch mal zur Erinnerung: Das Bild der alten Blu-ray
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Blu-ray (19’04): (Slider ganz nach rechts): Eine Szene, die über die Blu-ray zunächst besser, weil heller wirkt.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Im laufenden Film macht sich die dunklere Abstimmung der UHD allerdings gar nicht so dramatisch bemerkbar. Dort wirken auch in dieser Szene die Kontraste stimmig und passend zum Gesamtgeschehen.

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Blu-ray (30’00): (Slider ganz nach rechts): Auch in den Schnee-Sequenzen könnte die Blu-ray noch mehr Kontrast, mehr Bilddynamik haben.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Genau das liefert die UHD mit einer größeren Spreizung zwischen Spitzlichtern und dunklen Elementen.

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UHD HDR10 (30’00): (Slider ganz nach rechts):

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Auch hier kann Dolby Vision noch mal einen leichten Grauschleier entfernen, wo HDR10 schon ganz gut schien. Die Durchzeichnung in den Tannen ist im laufenden Film besser als im Screenshot.

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Blu-ray (83’44): (Slider ganz nach rechts): Im Gegensatz zur alten BD war die neue schon richtig gut.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Doch auch hier punktet die UHD mit deutlich mehr Dynamik und den detaillierteren Feinheiten im Gesicht.

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Blu-ray (83’22): (Slider ganz nach rechts): Auch hier schön zu erkennen. Im direkten Vergleich verliert die neue BD gegen die UHD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Denn die zeigt schon im vollen Frame mehr Details. Im folgenden Bild gehen wir mal näher ran.

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Blu-ray (83’22): (Slider ganz nach rechts): Zwar liefert schon die BD Einzelheiten, wo die alte Blu-ray praktisch nur verwaschen war.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die native 4K-UHD kann’s aber noch besser. Egal, ob das Fältchen sind oder feinere Härchen. Auch die Farbdifferenzierung der Sommersprossen gelingt eindrucksvoller.

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Und weil es so schön ist, noch mal ein Vergleich zwischen ALTER Blu-ray (Slider ganz rechts) und UHD (Slider ganz links). Da soll noch mal jemand sagen, ein 4K-Scan von altem Analog-Material würde nichts bringen.

Beim Ton ändert sich nichts. Auch die UHD kommt mit den dts-HD-Master-Spuren, die über die Blu-ray bereits verfügbar sind. Der englische Atmos-Sound der US-Fassung wurde leider nicht integriert.

Bonusmaterial

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Zwei böse Buben in den Bergen

Im Gegensatz zur bisherigen Blu-ray, die ohne Audiokommentare daher kam, hat man die beiden Disks der UHD mit solchen ausgestattet. So gibt es einen Audiokommentar mit Harlin und Stallone sowie einen zweiten mit der technischen Crew (auf BD und UHD zu finden). Dazu kommen weitere, seinerzeit gemachte Specials: Beginnend mit einer kurzen Audio-Einführung von Renny Harlin sowie einigen, ebenfalls von ihm kommentierten entfernten Szenen (Harlin noch in voller Langhaar-Pracht) schließen sich
Making Of sowie zwei Featurettes über Sarahs Absturz und die Hubschrauber-Explosion an. Ein Vergleich von Storyboard und Film sowie der Trailer runden das Angebot ab.

Fazit

Trotz nicht mehr ganz zeitgemäßer Effekte ist Cliffhanger auch heute noch ein äußerst spannender und actionreicher Thriller, der nicht nur Höhenängstlichen schweißnasse Hände verpasst. Studiocanal hat dem Film zum 25. Jubiläum ein wirklich vorzügliches 4K-Bild spendiert, das die alte Blu-ray weit hinter sich lässt. Selbst gegenüber der enthaltenen, neuen Blu-ray ist die UHD noch die sichtbar bessere Wahl.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 80%
Bildqualität UHD (Dolby Vision): 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 70%
Film: 80%

Anbieter: Studiocanal Home Entertainment Sales
Land/Jahr: USA 1993
Regie: Renny Harlin
Darsteller: Sylvester Stallone, John Lithgow, Michael Rooker, Janine Turner, Rex Linn
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de, en, fr
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 112
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Studiocanal Home Entertainment Sales)

Trailer zu Cliffhanger

Cliffhanger | Official Trailer


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