Zurück in die Zukunft – Trilogie 4K UHD

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Blu-ray Review

Universal Pictures, 22.12.2020
Universal Pictures, 22.12.2020

OT: Back to the Future I – III

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Spaceman from Pluto

Für viele Fans sicher die kultigste Filmreihe der 80er – jetzt endlich als UHD im Gesamtpaket.

UPDATE, 09.01.2020: Die Ersatzdisks sind endlich auch bei mir angekommen! Nach einer Überprüfung der entsprechenden Szenen kann tatsächlich Entwarnung gegeben werden: Alle 16 Fehler, die durch die Atmos-Abmischung neu hinzugekommen sind, wurden behoben, bis auf ein klitzkleines Manko (siehe Bild- und Tonqualität vom zweiten Teil, unten im Review).

UPDATE, 17.12.2020: Mittlerweile hat Universal Pictures eine offizielle Erklärung zu den teils falsch gelieferten Ersatzdisks abgegeben. Diese lautet wie folgt:

Die ersten korrigierten Discs des Produktes „Zukunft – Trilogie 4K Ultra HD Limited Steelbook“ konnten bereits verschickt werden. Leider mussten wir erfahren, dass hierbei ein Mischbestand aus alten und korrigierten Discs geliefert wurde. An einen kleinen Prozentsatz an Kunden wurden dadurch fälschlicherweise erneut die fehlerhaften Discs rausgeschickt. Dafür möchten wir uns herzlichst entschuldigen und diesen Kunden die Möglichkeit geben, sich erneut zu melden, damit wiri hnen die korrigierten Discs zukommen lassen können.

Wie ihr die Disks erkennen könnt, gibt Universal auch an. Das unterscheidet sich aber nicht von den im unten stehenden Update vom 12.12.2020.
Ihr müsste am INNENRING die Nummern auslesen. Universal empfiehlt eine Lupe oder einen Handy-Shot, damit man es im Anschluss vergrößert anschauen kann.
Wer die korrekten Disks hat, der freut sich. Wer nicht, der meldet sich erneut per Email und fordert einen korrigierten Disc-Satz mit angehängtem Scan des Kaufbelegs unter info@universal-pictures.de an

UPDATE, 12.12.2020: Nachdem die korrigierten Disks mittlerweile zu den Kunden auf dem Weg und teils schon angekommen sind, hat sich herausgestellt, dass nicht immer die korrigieren Fassungen, sondern teils auch noch die alten BDs versendet wurden. Ob ihr die richtigen erhalten habt, erkennt ihr an den Nummern auf dem INNENRING, nicht an denen auf der bedruckten Vorderseite der Disk.
Die Disks müssen nun folgende Bezeichnung haben:

Fehlpressung: UPK2-25061R1 // Neue Disk: UPK2-25061R2
Fehlpressung: UPK2-25062R0 // Neue Disk: UPK2-25062R1
Fehlpressung: UPK2-25063R0 // Neue Disk: UPK2-25063R1

UPDATE, 02.11.2020: Universal hat auf die Tonfehler reagiert und nun, drei Tage danach auch den Austausch auf digitalem Weg ermöglicht. Hier der upgedatete Text:
UPDATE, 05.11.2020: Auch die in Italien gekauften Disks werden ausgetauscht. Der Vorgang bleibt derselbe wie bei den in Deutschland gekauften.

Vielen Dank, dass Sie unser Produkt Zurück in die Zukunft – Trilogie 4K Ultra HD Limited Steelbook  erworben haben, welches am 22.10.2020 veröffentlicht wurde. Es wurden im deutschen Atmos-Soundmix Fehler identifiziert, an deren Behebung wir derzeit arbeiten. Dies ist sehr aufwändig und zeitintensiv. Wir sind zuversichtlich, Ihnen Anfang Dezember Austauschdiscs anbieten zu können.

Bitte schicken Sie uns dazu eine E-Mail mit angehängtem Scan des Kaufbelegs an:

                                                             info@universal-pictures.de

 

Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Postadresse in der E-Mail zu erwähnen für die Zusendung der korrigierten Discs.

Alternativ können Sie die fehlerhaften Discs (ohne Hülle oder Box) auch postalisch schicken an:

Universal Pictures Germany GmbH

BTTF

Christoph-Probst-Weg 26

20251 Hamburg

Wir senden Ihnen, sobald verfügbar, die überarbeiteten Discs zu.

Für eine optimale Wiedergabe unserer Produkte empfehlen wir Ihnen außerdem, sicherzustellen, dass Ihr Abspielgerät mit den neuesten verfügbaren Firmware-Updates ausgestattet ist.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Geduld

Universal Pictures Germany

Inhalt

So dynamisch wie kaum ein anderes Leinwandpaar: Marty und Doc

“Hallo, jemand zu Hause?”
Vermutlich kein Filmverrückter, der in den 70ern (oder etwas früher) geboren und mit den Filmen der 80er sozialisiert wurde, der bei diesem Filmzitat nicht spontan Kopfschmerzen bekommt. Man fühlt praktisch (mit), wie sich die Knöchel von Biff in den Schädel von George McFly bohren, während er seine Schularbeiten von ihm einfordert. Und wie obiges Filmzitat für jeden Fan von Zurück in die Zukunft ein Begriff ist, sind es unzählige weitere Dialogfetzen, die noch im Kopf geblieben sind: “Geben Sie mir ne Cola Light. Meinst du damit ‘ne leichte Cola, oder was? – Na gut, dann geben Sie eben ‘ne Pepsi ohne. Ohne zu Bezahlen? Dann bist du hier aber falsch. – Geben Sie mir einfach irgendwas, wo kein Zucker drin ist, ok?”
Oder: “Für den Fall, das ihr beide mal Kinder habt, und eins davon als 8-jähriger aus Versehen einen Wohnzimmerteppich in Brand steckt – nehmt ihn nicht zu hart ran.”
Oder: “Mein alter ist ein Spanner!”
Und so weiter …
Man muss die Filme von Robert Zemeckis nicht einmal sonderlich oft gesehen haben, weil sie einfach so sehr den Zeitgeist der 80er atmeten wie kein anderer Film. Klamotten, Musik, Autos – Marty McFly war der filmgewordene Junge, der jeder andere Junge auf der Welt sein wollte.

Ob George irgendwann mal seinen Mann steht?

Und jeder Junge wollte mit 18 auch gerne einen DeLorean DMC-12 haben und ihn mit einem Fluxkompensator ausstatten. Ohnehin: Fluxkompensator. Dieses (aus dem Original übrigens inkorrekt übersetzte) Wort hat sich in den 80ern fest in den deutschen Wortschatz eingeführt. Verwunderlich, dass es nicht mittlerweile im Duden steht. Immerhin wird es selbst heute noch gerne verwendet, wenn man vor technisch beeindruckenden Errungenschaften steht und deren Wirkung nicht versteht.
Jedenfalls wünschte man sich in den 80ern so einen Fluxkompensator zunächst am Mofa, dann an der 80er und später halt im Auto. Ja, das wäre schon was gewesen. Ach ja, die 80er. Schulterpolster bei den Kleidern der Damen, Karotten-Jeans, Vokuhilas und Stulpen – was für ein unglaubliches Jahrzehnt.
Und was für ein unglaublicher Film, den Robert Zemeckis da mit Michael J. Fox in der Hauptrolle inszeniert hatte. Unglaublich aus heutiger Sicht vor allem, dass der Regisseur und sein Drehbuchautor Bob Gale mit ihrer Idee bei knapp 40 Studios abblitzten. Bereits fünf Jahre zuvor war die Grundidee fertig, aber kein Filmstudio fand sie witzig genug. Erst nachdem der Regisseur Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten inszeniert und damit weltweiten Erfolg hatte, vertraute man ihm genug, um auch aus Zurück in die Zukunft einen Erfolg zu machen. Es sollte sich bewahrheiten. Denn bei knapp 20 Mio. Dollar Budget holte der erste Teil der Trilogie nahezu das 20-fache an den Kinokassen wieder herein.

Die 50er sind noch nicht bereit für Martys Rock

Vollkommen zu Recht. Denn die Umsetzung war temporeich, bot famose Tricks und wartete zudem mit einem Schauspieler-Duo auf, das kaum dynamischer hätte sein und besetzt werden können. Der exzentrische Emmet “Doch” Brown wird von einem sensationell agierenden Christopher Lloyd gespielt, der daraufhin untrennbar mit dem Charakter verbunden war. Dass sein junger Kollege Michael J. Fox neben ihm nicht unterging, liegt am grundguten Wesen des Schauspielers. Fox als Marty ist nicht nur Schwiegermutters Liebling, sondern gleichzeitig cool und abenteuerlustig genug, um jedem Gleichaltrigen der damaligen Zeit als Vorbild zu dienen. Fox war in der Tat die erste Wahl, was allerdings beinahe durch sein Serien-Engagement bei Familienbande torpediert wurde. So wurde dann zunächst Eric Stoltz für die Rolle des Marty McFly gecastet. Nichts gegen Stoltz, auch er hat bis heute diese jugendliche Ausstrahlung. Aber nach einigen abgedrehten Szenen empfand Zemeckis ihn nicht als den Richtigen. Und wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet, wird Zurück in die Zukunft dann doch auf ewig mit Michael J. Fox verbunden sein. Nichtdestotrotz waren die Umstände alles andere als glücklich, verzögerten die Produktion maßgeblich und schmissen Michael J. Fox komplett unvorbereitet in die (neuerlichen) Dreharbeiten.
Neben den Darstellern war es aber vor allem der Zeitgeist und die pausenlose Action, die Zemeckis zu einem perfekten Unterhaltungsfilm verschmolz. Da der Film gleich in zwei kultigen Zeitperioden (80er und 50er) spielt, gab es unendliche Möglichkeiten, Popkulturzitate und überbordende Ausstattung aufs Publikum loszulassen. Dass der Film auch einer der bemerkenswertesten wurde, in dem Product Placement exzessiv praktiziert wurde, kann man kritisch sehen. Aus heutiger Sicht ist es allerdings fast niedlich, wenn Marty im Diner eine bestimmte Cola ordert oder die Küche der McFlys vollsteht mit bekannten Cerealien und anderen Dingen. Diese Art der Film-Nebenfinanzierung haben Zemeckis und Autor Bob Gale im Nachhinein derart stark kritisiert, dass Gale nie mehr einen Film machen wolle, in dem ein bestimmter Hersteller seine Produkte anbieten kann. Zu groß wäre seiner Meinung nach der Einfluss auf den kreativen Prozess des Films – zumal das Product Placement im zweiten Back to the Future bis dato nie gekannte Ausmaße annahm. Es würde jedenfalls mehr Platz beanspruchen, sämtliche Hersteller zu nennen als den Inhalt des Films zu schildern.

Abwechslung im dritten Teil: Rein ins Wilder-Westen-Zeitalter

Der Inhalt des Sequels von Zurück in die Zukunft forderte indes spezielle Maßnahmen. Denn das Ganze hatte ursprünglich eine Laufzeit von über drei Stunden. Da auch das Budget zu hoch ausgefallen wäre, schlug Gale vor, dass man die Fortsetzung in zwei Teile aufsplittet. Das halbierte das Budget pro Film und ermöglichte eine kurz aufeinanderfolgende Kinoauswertung, die entsprechend mehr Geld in die Kassen spülte. Da das Ganze auch inhaltlich Sinn machte (immerhin spielen die Filme einerseits in der Zukunft und andererseits in einer fernen Vergangenheit), bescherte es dem Fan des Franchise eine Kinoauswertung, die mit Dezember 1989 und Juli 1990 nur eine kurze Wartezeit erforderten.
Allerdings merkte man dem dritten Teil nicht nur an den Kinokassen an, dass die Luft langsam raus war (er spielte rund 90 Mio. Dollar weniger ein als die beiden Vorgänger), sondern auch künstlerisch. Das Wilder-Western-Setting war zwar optisch reizvoll, die Gags wiederholten sich jedoch mitunter und die Spannung war irgendwie raus.
Bis heute allerdings haben alle drei Filme unter Fans einen kultisch verehrten Ruf, der mit den nun erscheinenden 4K-UHD-Blu-rays noch einmal zementiert werden wird: Noch einmal Marty dabei zusehen, wie der den gigantischen Lautsprecher mit seiner Gitarre zur Hochleistungs-Turbine macht; wie er auf seinem HoverBoard vor Griff Tannen und seinem Punker-Trio flüchtet oder wie die Dampflok im Finale des dritten Teils den DeLorean vor sich her treibt. Und das alles unterlegt mit der kongenialen Filmmusik von Alan Silvestri: “Daa daa daaaa dadadadadada …”

Preis: 34,99 €
Stand von: 2026/03/14 1:25 a.m. - Details
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Studio: Universal Pictures
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 14 Jan 2021
  • Zurück in die Zukunft Trilogie (4K Ultra-HD) [Blu-ray]
  • Universal Pictures Germany GmbH
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Bildqualität BDs

Die drei Zurück-in-die-Zukunft-Filme erhielten nicht nur für die UHD-BDs das neue Master, sondern auch bereits für die Blu-rays. Entsprechend beginnen wir mit einem Vergleich zwischen den neuen, im Set enthaltenen Blu-rays und jenen, die 2015 als 30th Anniversary Edition erschienen sind und mir zur Verfügung standen.

Wenn dir Schüchternheit bei allem im Wege steht

Zurück in die Zukunft:

Mit VC-1-Kodierung kam der HD-Transfer seinerzeit daher, was darin begründet liegt, dass die 2015er BDs die gleichen Disks sind wie jene von 2010 aus der 25th Anniversary Edition (so weit mir bekannt, jedenfalls).
Dafür, dass die Scheiben mittlerweile 10 Jahre auf dem Buckel haben, sehen sie ganz so schlecht im ersten Moment gar nicht aus. Der erste Teil kann mit einer erstaunlich hohen Defektfreiheit und schön scharfen Einstellungen der Close-ups der technischen Geräte in Docs Labor sowie der Hände von Michael J. Fox aufwarten. Dies ist allerdings durchaus nachträglich erreicht worden. Das ungeliebte Zauberwort heißt Rauschfilter in Kombination mit Nachschärfung. Denn um die ursprüngliche Körnung für das HD verwöhnte Publikum tauglich zu machen, filterte man die Körnung des analog gefilmten Materials mitunter deutlich. Nun musste man den dadurch hervorgerufenen Wachslook wieder loswerden und schärfte entsprechend nach. Zwar hat man das in anderen Filmen aus der Zeit schon schlimmer gesehen, aber deutlich ist es dennoch. Negativ fällt das vor allem in den Make-up-Szenen auf. Die nachträglich auf alt geschminkten Eltern von Marty oder auch Biff offenbaren ihr Make-up durchaus erkennbar. Aber auch in Bewegung von feinen Details wie Bäumen und ihren Blättern im Wind, wird es sehr auffällig (111’27). Erkennbar ist auch die leichte Blockartefaktbildung in Feinstdetails wie dem Strauch bei 41’25. Innerhalb des Blattwerks verschieben sich die Details im Wind nicht natürlich, sondern dezent in Blöcken. Aufnahmen von Objekten gelingen in der Regel besser. Und auch die Farben wirken ansprechend, teils vielleicht etwas zu bunt.
Die neue Blu-ray von Zurück in die Zukunft ist (wie die beiden Sequels auch) mit dem moderneren AVC-Codec versehen und basiert auf der neuen Abtastung. Entsprechend zeigt sie sich mit einem geänderten Color Grading, das bedeutend wärmer und natürlicher erscheint. Der gesamte Eindruck wirkt harmonischer und filmischer. Auch die Körnung ist sichtbar feiner und gleichmäßiger – Ausnahmen wie die arg soft flimmernde nächtliche Außenansicht des Schuppens sowie die Sequenz, in der Marty in Hill Valley ankommt und wo die Körnung bis auf kurze, vereinzelte Szenen tatsächlich wieder gefiltert wurde, mal beiseite gelassen (31’44 und ab etwa 34’00). Doppelkonturen durch Nachschärfungen (wie bei der alten BD) bleiben aus, wachsartige Weichheiten (bis auf oben genannte Szenen) gleichfalls. Einzig dunkle Szenen haben etwas mit Durchzeichnungsproblemen zu kämpfen. Schwarz ist deshalb zwar knackiger als bisher, aber Schattenbereiche lassen schon mal ein paar Details vermissen (bspw. ab 18’04). Farben gelangen bei Hauttönen etwas natürlicher, weniger kräftig zum Betrachter, während rote Embleme oder Werbeschriften durchweg knackiger und satter sind. Grünes Laub und Wiesen kommen viel natürlicher und echter rüber, wo sie zuvor zu viel Gelbgrün-Anteil hatten. Nimmt man die kurze, offenbar rauschgeminderte Sequenz zwischen 34’00 und ~ 37’28 beiseite, ist die neue Blu-ray durchweg auf einem deutlich höheren Qualitätslevel als die bisherige BD.

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Blu-ray alt (6’47): (Slider ganz nach rechts): Sehr gut erkennbar auf der alten BD: Die relativ kühle Abstimmung und die Überschärfung an Detailrändern.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Harmonischer in den Farben und (nein, nicht softer), sondern ausgewogen scharf: Die neue Blu-ray.

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Blu-ray alt (3’33): (Slider ganz nach rechts): Ein schöner Farbvergleich. Die alte BD eher orangelastig im Rot.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Die neue BD mit sattem, natürlicher wirkendem Rot.

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Blu-ray alt (7’56): (Slider ganz nach rechts): Vor allem den Hautfarben bekommt das neue Color Grading gut. Während die bisherige Blu-ray zu kühl abgestimmt ist…

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): … liefert die neue BD harmonische und natürliche, wärmere Farben.

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Blu-ray alt (75’16): (Slider ganz nach rechts): Die Überschärfung der alten Blu-ray ist in jedem Detail zu erkennen: Gesichtsreflexionen, Reißverschluss, Haare …

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Was softer wirkt, ist in Wahrheit das, was auf dem Filmmaterial ist. Die neue BD verzichtet auf Überschärfungen.

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Blu-ray alt (87’25): (Slider ganz nach rechts): Auch hier noch mal ein Vergleich der Farben.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Das neue Color Grading wirkt auch hier stimmiger.

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Blu-ray alt (37’54): (Slider ganz nach rechts): Überschärfung ohne Ende. Jeder einzelne Buchstabe hat Artefaktkränze von der Nachschärfung.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Ganz anders die neue BD, der diese Artefakte fremd sind.

Diese 1.21 Gigawatt sind ein Haufen an Energie

Zurück in die Zukunft – Teil II

Der zweite Teil der Trilogie ist vier Jahre jünger und teils mit etwas moderneren Kameras aufgenommen worden. Dennoch schlug man bei der alten Blu-ray damals erneut mit deutlichem Rauschfilter und anschließender Nachschärfung zu. Die Weichheit in den Gesichtern ist bisweilen sogar noch schlimmer als im ersten Teil, was in Zusammenarbeit mit (bspw.) Biffs Make-up nach drei Minuten zu sichtbaren Gummigesichtern führt.  Gleichzeitig wuseln die Reste der analogen Körnung oft unschön rund um Haare vor uniformen Hintergründen.  Details in der Tiefe lassen sich außerdem kaum wirklich ausmachen. Einzelheiten an Bäumen, Mauerstrukturen an Wänden – oft sind Oberflächen arg flach.
Die neue BD fußt natürlich ebenfalls auf der nun remasterten Basis und bringt die Texturen wieder zurück. Gesichter sind glücklicherweise nicht mehr aus Wachs und die nachträgliche Schärfung fand hier offensichtlich nicht statt. Die teils deutlichen Artefakte rund um feine Details wie den Haaren vor hellem Hintergrund bleiben fast komplett aus und die Körnung wird schön filmisch wiedergegeben. Außerdem lassen sich nun wieder Details auf Oberflächen in der Ferne erkennen – bspw. das Mauerwerk der Courthouse Mall nach 11’19 oder die Büschel am Baum links. Durch die Bank bietet die neue Blu-ray das bessere Bild, das zudem auf hellen Bereichen auch nicht überstrahlt wie die bisherige Blu-ray (Texaco-Dach bei 11’49). Die Farben sind auch hier etwas wärmer gegradet als in der recht kühlen Fassung der bisherigen Blu-ray.

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Blu-ray alt (11’19): (Slider ganz nach rechts): Die alte BD ist farblich nicht neutral, im Grün der Sträucher etwas neonhaft und auf den Texturen matschig.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Die neue BD ist neutraler auf den Oberflächen und zeigt plötzlich Farbdifferenzierungen im Baum links. Im Close-up (weiter unten) ist dann auch die Auflösungsqualität zu erkennen.

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Blu-ray alt (14’53): (Slider ganz nach rechts): Relativ kühle in der Farbgebung und auf den roten Noppen der Jacke überschärft: Die alte BD.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Durchweg harmonischer: Die neue Disk.

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Blu-ray alt (24’03): (Slider ganz nach rechts): Auch hier zeigt sich die Überschärfung. Subjektiv knackiger sind es am Ende Überkontrastierungen, die für vermeintlich mehr Schärfe sorgen.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist auch hier stimmiger und kommt ohne Überschärfungen aus.

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Blu-ray alt (11’19): (Slider ganz nach rechts): Der Baum aus dem oberen Bild im Close-up. Die alte BD lieferte nur grünen Matsch.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray zeigt Differenzierung in Farben und Details. Der Unterschied ist im laufenden Bild wirklich beeindruckend.

Trotz Höherlegung nicht gerade das ideale Gefährt für Ackerfahrten

Zurück in die Zukunft – Teil III

Der dritte Teil wurde damals kurz nach dem zweiten gedreht, nutzt aber weitgehend identische Technik.
Da die Blu-rays seinerzeit “am Stück” gemastert wurden, trifft auch hier zu, was für die beiden alten BDs von Teil I und II gilt: Sie sind gefiltert, was zu wachsigen Gesichtern führt und nachgeschärft, um Kontrast und subjektive Knackigkeit zu erreichen. Das Wachsige lässt sich gut auf den Gesichtern in der “Guten Morgen, Mr. Eastwood”-Szene ablesen, die nach 66 Minuten gleich mehrere, fast schwimmende Antlitze zeigt. Die Nachschärfung fällt in der braunen Western-Szenerie nicht ganz so krass auf wie in der bunt-kontrastierten Zukunftsversion von Hill Valley, ist aber dennoch vorhanden.
Die neue Blu-ray lässt die erdigen Farben noch etwas intensiver erscheinen. Gesichter wirken noch etwas brauner gebrannt, während die Kontraste harmonischer erscheinen. Vor allem auffällig ist aber die deutlich bessere Auflösung in der Tiefe – und von solchen Szenen hat der dritte Teil wesentlich mehr. Nimmt man den Kapitelbeginn bei 41’56, lassen sich auch im weit hinten liegenden Bereich noch Bäume und deren Laub erkennen. Dazu sind die Gleise knackig, die Holzbalken zeigen Maserung und die Steine im Vordergrund wirken plastisch. Die alte BD zeigt bei diesem Bild durchgängig Matsch.

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Blu-ray alt (41’54): (Slider ganz nach rechts): Über die bisherige Blu-ray war diese Szene fast unanschaubar soft und detailarm.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray holt hier mehr Tiefe und Differenzierung aus dem Material (siehe auch die zwei Close-up-Vergleiche unten). Gut zu erkennen auch: Eine der Szenen, in denen der neue Bildausschnitt massiv anders ist als bei der alten BD.

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Blu-ray alt (15’50): (Slider ganz nach rechts): In Summe ist die bisherigen Blu-ray wesentlich dunkler abgestimmt.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Schon die reguläre neue Blu-ray strahlt durchweg mehr als die alte Fassung, behält aber stets eine gute Durchzeichnung.

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Blu-ray alt (66’57): (Slider ganz nach rechts): Ähnlich wie oben in dieser Szene. Die alte BD wirkt im Real-Vergleich fast matt dagegen.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Schwer über einen Screenshot festzuhalten: Die neue Blu-ray strahlt mehr, wirkt lebendiger und echter. Das muss man tatsächlich gesehen haben.

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Blu-ray alt (27’58): (Slider ganz nach rechts): In vielen Szenen wirkt die alte BD zu rötlich und zu bunt für das erdige Western-Setting.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist sichtbar natürlicher.

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Blu-ray alt (41’54): (Slider ganz nach rechts): Egal, an welcher Stelle des ersten Bildes von oben man den Ausschnitt ansetzt: Die alte Blu-ray bietet kaum feine Details.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Ganz anders über die neue Blu-ray, die viel mehr Zeichnung und Detailtiefe hat.

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Blu-ray alt (41’54): (Slider ganz nach rechts): Gut erkennbar der Unterschied auch im Astwerk des Baumes rechts der Schienen.

Blu-ray neu: (Slider ganz nach links): Erst die neue Blu-ray lässt Äste hier überhaupt erkennen. Bitte beachten: Die Belichtung ist hier nicht korrekt. Es geht rein um die Auflösung. Das leichte Überstrahlen liegt nicht an der Disk selbst.

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Stand von: 2026/03/14 1:25 a.m. - Details
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Studio: Universal Pictures
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 14 Jan 2021
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Tonqualität BDs

Ausnahmsweise mal in Schale geworfen

Zurück in die Zukunft:

Alle drei bisherigen Blu-rays lieferten – typisch für Universal seinerzeit – reguläre dts-Spuren. Jene des ersten Films hatte vor allem ein Merkmal: Sie war fast komplett stumm auf den Surrounds. Man musste schon sehr laut einpegeln, um überhaupt etwas Schulatmosphäre oder ein wenig von Silvestris Score über sie wahrzunehmen. Etwas Hall des Wurlitzers im Diner kommt schon mal hinzu und während der actionreicheren Szenen quietschen Reifen mal etwas von hinten. Allerdings hört man das durch die laute Einpegelung kaum noch, da die Front dann alles wegpustet. Wesentlich ausgewogener über sämtliche Lautsprecher kommt die Originalspur, die auch Vogelgezwitscher und andere dedizierte Surroundsounds bereits sehr deutlich über die Rears schickt und Silvestris Score wesentlich dynamischer rund um den Zuschauer wandern lässt. Allerdings ebenso in Summe etwas zu schwach auf Brust.
Die neuen BDs kommen erneut mit einer herkömmlichen dts-Spur, welche rein qualitativ dieselbe sein sollte wie auf den alten Blu-rays. Fehler hat man jedenfalls nicht ausgebügelt, was man gut beim Einsatz von Huey Lewis Power of Love nach 5’54 hören kann. Die Becken des Schlagzeugs schwabbeln immer noch rum und während der ersten Töne wirkt es, als schalte sich der linke Mainspeaker erst einen Takt später ein. Auffällig ist hingegen, dass die Lautstärke um rund 4 dB geringer eingepegelt wurde. Der englische dts-HD-Master-Sound mag zwar in gleicher Kodierung vorliegen, ist aber definitiv bereits neu abgemischt, wenn man es mit jenem der alten BD vergleicht. Während im Schulflur bei der Unterredung zwischen Marty und dem Rektor etwas weniger Hall eingespielt wurde (was besser funktioniert), kommen die versammelten Uhren in Doc Browns Haus kurz zuvor um ein Vielfaches räumlicher daher. Man wähnt sie komplett um sich herum, was über die alte Blu-ray bei Weitem nicht so dediziert greifbar war. Allerdings wirkt die neue Abmischung bisweilen etwas gewollt.

Ein Hoverboard wollte jeder haben

Zurück in die Zukunft – Teil II

Auch hier gibt es reguläres DTS. Und auch der zweite Teil klang über die alte BD schrecklich dünn. Effekte wie der eintreffende DeLorean zu Beginn sind krachig und die Stimmen im Inneren des Autos nach fünf Minuten sind dermaßen mickrig, dass es mit der Verständlichkeit schon mal schwierig wird. Immerhin gibt es hier hin und wieder mal etwas mehr Surroundaktivität – vor allem, wenn der DeLorean das Hill Valley der Zukunft ansteuert
Die neue Blu-ray unterscheidet sich auch hier qualitativ nicht. Sie bietet die gleiche dts-Spur, die aber ebenfalls etwas leiser eingepegelt wurde. So jedenfalls macht es zunächst den Eindruck. Doch während einer bestimmten Szene hat die neue BD mit der deutschen Tonspur ein (noch) deutliche(re)s Synchronitätsproblem als die alte Blu-ray mit der vermeintlich gleichen dts-Fassung. Während der Szene, in der der junge McFly im Diner auf Biff trifft, sagt Marty jr.:
“Griff. Leute … Na, wie geht’s denn so?
Dieser Satz ist schon über die alte BD alles andere als Lippensynchron. Doch bei der neuen Blu-ray verzögert sich die Lippenbewegung noch mehr. Während die bisherige Blu-ray mit der zum Satz gehörenden Armbewegung früher auf dem “so” zu Ende ist, ist die neue Blu-ray auf dem Wort “so” noch etwas später dran. Das fängt sich zwar im Anschluss wieder, aber es fragt sich, warum so etwas passiert.
Auch hier erfährt die englische Fassung ein positives Update. Zwar bleibt sie erneut bei dts-HD-Master, doch der klingt nun wesentlich offener, atmet freier und setzt bspw. die Instrumente von Silvestris Filmscore nach dreieinhalb Minuten viel griffiger in den Raum. Der Flug durch den verregneten Himmel nach 4’20 hält außerdem mehr Tiefbassunterstützung bereit, sodass man in Summe von einem fast schon “modernen” Tonsektor sprechen kann. Besser in jedem Fall als die alte BD und auch besser als die neue Abmischung von Teil I.

Mit Schubkraft voraus

Zurück in die Zukunft – Teil III

Und auch der dritte Teil lag auf der bisherigen BD in regulärem dts vor. Und auch diese Spur klingt ziemlich dünn. Silvestris Score zu Beginn hat immer noch kein Volumen wenn’s nach sechs Minuten draußen regnet und donnert, tönt das dumpf und brummelig. In vielen Szenen klingen immerhin die Dialoge etwas sauberer und haben ein wenig mehr Volumen – wohlgemerkt: ein wenig. Und mit Ausnahme des furchtbar klingenden “oder aufgehängt” bei exakt 35’32. Fox’ Synchronstimme scheint man hier mehrfach durch den Wolf gedreht zu haben.
Fallen später, im Wilden Westen, Schüsse, fehlt denen natürlich auch die Kraft, um ernsthaft Dynamik ins Heimkino zu pumpen.
Die bisherige englische Fassung war weitaus räumlicher als das deutsche Gegenstück. Gerade die Szenen mit den Zügen profitieren davon. Aber auch die vereinzelten Schüsse sind griffiger.
Die neue BD liefert fürs Deutsche ebenfalls wieder die bekannte DTS-Fassung mit der gleichen “oder aufgehängt”-Problematik wie oben für die alte BD beschrieben. Die dts-HD-Master-Version der englischen Sprachausgabe ist auch hier bereits neu abgemischt, was man während der Actionszenen deutlich hören kann. Pferdegetrappel ist voluminöser und präsenter, der Score viel räumlicher und dynamischer und Surroundeffekte wirken luftiger.

Bildqualität UHD

In Sachen Ausstattung macht Zurück in die Zukunft so schnell kein Film der 80er was vor

Zurück in die Zukunft wurde 1984 mit Kameras vom Typ Panavision Panaflex Gold auf 35 mm aufgenommen. Beim zweiten Teil waren es dann Panavision Platinum und im dritten gesellte sich dann eine Arriflex 35 hinzu. Hinzu kommt das VistaGlide-Material, das die Szenen ermöglichte, in denen ein Darsteller zwei Charaktere gleichzeitig spielt.
Das analoge Filmmaterial wurde für die 35th Anniversary 4K-UHD-Blu-ray-Edition komplett neu gescannt und bearbeitet. Im Anschluss daran masterte man die nativen 4K-Scheiben mit allen HDR-Formaten – also HDR10, HDR10+ und Dolby Vision. Ebenfalls vorhanden ist natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Spannend ist nun, inwiefern sich die Ultra-HD-Blu-rays noch einmal von den neu gemasterten Blu-rays unterscheiden würden.

Ikone einer ganzen Generation: Michael J. Fox

Zurück in die Zukunft:
Wie oben beschrieben, hat die UHD-BD sämtliche HDR-Formate erhalten und basiert natürlich ebenfalls auf dem neuen 4K-Master (eh klar). Vergleicht man das Bild der Scheibe mit der Remastered BD fällt noch einmal auf, dass der ganze Look noch etwas filmischer ist. Die Körnung wirkt noch authentischer und feiner. Kein Vergleich mehr mit der alten Blu-ray – wirklich gar kein Vergleich.
Es gibt allerdings eine Sequenz, die von einer deutlichen Rauschminderung betroffen ist. Wie schon über die Remastered Blu-ray betrifft das Martys Ankunft in der Vergangenheit. Von ca. Minute 34 bis ca. 37’30 ist sein Gesicht betont soft, die Körnung fast eliminert und Oberflächen wirken etwas konturlos. Warum wieso weshalb bleibt ungeklärt.
Abgesehen von dieser dreieinhalbminütigen Stelle des Films ist das UHD-BD-Bild aber wirklich hervorragend geworden. Was man hier an Farbkraft und Kontrast rausgeholt, ist wirklich klasse. Ob das Biffs rote Jacke ist oder die Hautfarben, die noch mal mehr Dynamik haben und dadurch auch dreidimensionaler und detaillierter wirken. Auch Schwarzwerte sind noch satter und knackiger. Hauptsächlich aber knallt das HDR und zieht den Betrachter in seinen Bann: Die Energieblitze während des Gewitters am Ende, die Reflexion auf dem Plektrum kurz vor Martys zerstörerischem Akkord, die Lichtspielereien auf der Bühne während des College-Balls oder die Scheinwerfer des Delorean – was hier an sichtbaren Informationen aus hellen Lichtquellen geholt wird, was ehemals völlig überstrahlte, ist phänomenal. Bis auf die genannte Einschränkung oben, deren Grund nur schwer nachvollziehbar sein wird, ist die UHD-BD das Maß der Dinge, was alle bisherigen Outputs des Films anging.
Ein Wort zu HDR10+ und Dolby Vision: Während HDR10+ auf meinem Setup mit Panasonic OLED erneut keine Differenz zeigt, betont Dolby Vision die Highlights etwas mehr und wirkt ein wenig strahlender. Allerdings ist die reguläre HDR10-Kodierung bereits hervorragend genug.

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Blu-ray neu (6’47): (Slider ganz nach rechts): Die neue Blu-ray lieferte schon das gegenüber der alten BD ausgewogenere und farblich harmonischere Bild.UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD-BD holt hier aber noch mal sichtbar mehr Kontrastdynamik und Plastizität raus.
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Blu-ray neu (3’33): (Slider ganz nach rechts): Bei den Farben war die neue BD schon sichtbar besser.UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Dennoch punktet die UHD-BD hier noch einmal mit satterem Rot.
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Blu-ray neu (7’56): (Slider ganz nach rechts): Erstaunlich, wie unterschiedlich neue BD und UHD-BD in den Hauttönen noch einmal sind.UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt noch mehr Farbdifferenzierung und Schattierungen auf des Rektors Gesicht.

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Blu-ray neu (75’16): (Slider ganz nach rechts): Auch George wirkte bei der neuen Blu-ray schon viel ausgewogener und nicht so überschärft.UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD-BD gibt ihm noch etwas mehr Kraft ins Gesicht.
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Blu-ray neu (87’25): (Slider ganz nach rechts): Hier liegt die Betonung/Belichtung auf dem Gitarrenkorpus, nicht auf den Reflexionen.UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Dies dient zur Darstellung des nochmals satteren Rot-Tons. Die überstrahlenden Bereiche auf dem Gitarrenhals sind im laufenden Bild nicht vorhanden.
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Blu-ray neu (37’54): (Slider ganz nach rechts): Beim Close-up der Details in der Schrift ist die BD schon wirklich gut.UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk bietet hier noch etwas mehr Kraft in den Buchstaben, wirkt eine spur konturierter.
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UHD HDR10 (6’47): (Slider ganz nach rechts): Das obige Bild noch einmal zwischen HDR10 und HDR10+.UHD HDR10+: (Slider ganz nach links): Gut erkennbar erneut: Kein Unterschied.
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UHD HDR10 (75’16): (Slider ganz nach rechts): Ein Vergleich zwischen HDR10 und Dolby Vision.UHD Dolby Vision: (Slider ganz nach links): Dolby Vision betont die Highlights etwas deutlicher.

Ikone einer Auto-Generation: Der DeLorean

Zurück in die Zukunft – Teil II:
Wie der erste Teil, so bekam auch Zurück in die Zukunft Teil 2 sämtliche HDR-Formate und lässt deren Muskeln immer wieder spielen. Mit einer Maximalhelligkeit von 1000 Nit und einer maximalen durchschnittlichen Lichtstärke von etwas über 600 Nit funkeln helle Lichtquellen in dunkler Umgebung um die Wette. Und was die UHD-BD aus dem bunten Glitzerkleid von Martys “Zukunftsmutter” Lorraine bei 47’48 macht, ist über die alte und auch die neue BD in der Form nicht drin.
Auch beim zweiten Teil gibt’s allerdings eine kurze Sequenz, in der es etwas nach Rauschminderung aussieht. In diesem Fall ist es der Moment, wenn Marty sich ungläubig in der Zukunftsstadt umsieht, bis er letztlich ins Café geht. Speziell Martys Gesicht rund um die Szenen mit dem Hologramm-Hai und dem Texaco-Service fallen hier auf.
Davon ab gefallen auch hier die Farben mit prächtiger Dynamik, sattem Rot und knalligem Pink auf dem Hoverboard. Und auch die Auflösung punktet, wenn bspw. die roten Plastik-Dots auf Martys Zukunftsjacke noch dreidimensionaler und plastischer erscheinen oder das Schriftbild in der Zeitung klarer und schärfer wird. Auch die Texturen im Hintergrund liefern mehr Details, was den Szenen aus der Totale zugute kommt. Dolby Vision betont auch hier die Highlights und hellen Bereiche etwas mehr, wirkt etwas strahlender bei helleren Hautpartien. Neutrale Oberflächen sind ganz dezent grünlicher. HDR10+ hingegen ist auf meinem Test-Setup erneut wirkungslos gegenüber HDR10.

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Blu-ray neu (11’19): (Slider ganz nach rechts): Die neue Blu-ray zeigte bereits mehr Farbdifferenzierung.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD-BD gibt die gleiche Szene noch dynamischer, kontrastreicher und mit mehr Plastizität.

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Blu-ray neu (14’53): (Slider ganz nach rechts): Die neue Blu-ray stellt Martys Gesicht bereits knackig dar.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe liefert noch etwas mehr Kraft in der Hautfarbe und mehr Kontrast.

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UHD HDR10 (14’53): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild noch einmal zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision: (Slider ganz nach links): Dolby Vision betont die Highlights und wirkt etwas klarer durchzeichnet.

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Blu-ray neu (24’03): (Slider ganz nach rechts): Man muss nicht mal einen Bildausschnitt wählen, um die höhere Auflösung zu erkennen.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Selbst gegenüber der guten neuen Blu-ray holt die 4K-Disk sichtbar mehr Detailschärfe und Lesbarkeit aus den Buchstaben heraus.

Pferdestärken-Vergleich

Zurück in die Zukunft – Teil III:
Und auch bei Teil III hat man sämtliche HDR-Formate inkl. den im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum abgelegt. Und von allen drei Teilen liefert der Dritte tatsächlich in Summe das beste Bild. Schon die neue Blu-ray zeigte hier wirklich tolle Werte und litt auch nicht unter zeitweiligen arg soften Einstellungen. Die UHD-BD wirkt in jeder Einstellung noch mal wesentlich schärfer und detaillierter. Vor allem dem Wild-West-Szenario kommt das Zugute. Schon alleine die sandigen Wege und Straßen erscheinen so reich an Einzelheiten, dass man den Sand greifen möchte. Aber auch in der Tiefe legt die UHD-BD noch einmal zu. Sieht man das unfertige Rathaus mit Martys Augen zum ersten Mal, werden die Ziegelsteine noch schärfer und die Leine, die man vor dem leeren Auge der noch nicht integrierten UHR sieht, ist besser definiert.
Erneut grandios ist die HDR-Umsetzung geworden. Die hellen Tageslichtszenen ab 15’55 knallen dem Betrachter förmlich entgegen, der Delorean spiegelt das Licht dynamisch wider und die Steinchen auf dem Boden werden durch die dynamische Kontrastwiedergabe erst so richtig dreidimensional. Während der dunkleren Szenen im Saloon sind die Flanken schon mal etwas steil und Hautfarben wirken etwas arg dunkel gebräunt, schärfer sind aber auch diese Einstellungen. Dann jedoch gibt’s bei 26’23 einen sehr unschönen Effekt, in dem die höhere Kontrastdynamik den hellen Himmelshintergrund über den Bergen in der Ferne lodern lässt wie einen Waldbrand. Das ist so bei der neuen Blu-ray überhaupt nicht zu sehen und im laufenden Bild deutlich stärker zu erkennen wie innerhalb eines Screenshots möglich. Das schmälert den ansonsten famos guten Eindruck etwas. Allerdings läuft die Szene nur knapp zehn Sekunden. Und so ärgerlich das ist, wäre es unfair, die ansonsten wirklich gut gelungene Umsetzung deshalb nicht zu mögen. Nicht mögen muss man HDR10+. Denn da zeigt sich erneut kein Unterschied zum statischen HDR10 auf meinem Test-Equipment. Dolby Vision tut’s den beiden Vorgängern gleich und wirkt noch eine Spur lebendiger und strahlender. Die hellen Bildanteile werden sichtbar betont, was dem Geschehen mehr Glanz verleiht.

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Blu-ray neu (41’54): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der bereits guten Blu-ray…

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): hebt die UHD-BD noch einmal einen leichten Grauschleier vom Bild und ist dynamischer.

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Blu-ray neu (15’50): (Slider ganz nach rechts): Auch hier erscheint die Blu-ray etwas kontrastärmer.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD-BD arbeitet die Details in der Tiefe plastischer heraus.

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Blu-ray neu (27’58): (Slider ganz nach rechts): Das Rathaus über die neue Blu-ray ist schon um Klassen besser als bei der alten BD.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD arbeitet den Glanz und die Spitzlichter aber noch besser heraus.

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UHD HDR10 (27’58): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild noch einmal zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision: (Slider ganz nach links): Dolby Vision betont die hellen Teile etwas mehr, wirkt im laufenden Bild noch etwas spritziger.

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Blu-ray neu (27’58): (Slider ganz nach rechts): Obwohl die neue BD wirklich deutlich detaillierter ist …

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): … hängt die UHD-BD sie dennoch ab. Die Ziegelsteine sind klarer und schärfer gerahmt,

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Blu-ray alt (27’58): (Slider ganz nach rechts): Noch einmal ein Vergleich mit der alten BD gefällig?.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Ich denke, das sollte reichen, um den 4K-Vorsprung zu zeigen.

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Blu-ray neu (26’30): (Slider ganz nach rechts): Bitte beachten: Für diesen Screenshot-Vergleich wurden beide Bilder STARK bearbeitet, um das Problem überhaupt sichtbar zu machen. Im laufenden Bild fällt es allerdings leider noch stärker auf, da die Artefakte im Hintergrund dynamisch lodern und nicht statisch bleiben.
Der im Text angesprochene kurze Moment, in dem die UHD-BD der BD unterlegen ist. Die Blu-ray stellt den Himmel im Hintergrund leicht körnig, aber sauber dar.

UHD HDR10: (Slider ganz nach links): Die UHD-BD offenbart am hellen Horizont ein klares Problem und deutlich “lodernde” Artefakte in der Darstellung der hellen Bildbereiche.

Preis: 34,99 €
Stand von: 2026/03/14 1:25 a.m. - Details
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Studio: Universal Pictures
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 14 Jan 2021
  • Zurück in die Zukunft Trilogie (4K Ultra-HD) [Blu-ray]
  • Universal Pictures Germany GmbH
(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)

Tonqualität UHD

Biff nimmt sich seinen Willen mit Gewalt

Zurück in die Zukunft:
Sowohl der deutsche als auch der englische Ton erhielten für die UHD-BD einen frischen Dolby-Atmos-Mix. Ob dieser gegenüber der lahmen dts-Fassung der Blu-rays punkten kann?
Zunächst einmal: Die ursprünglich vorhandenen Fehler, die durch die Atmos-Mischung hinzukamen, wurden durch die Austauschdisks behoben. So ist bspw. Martys Satz: “Hey, Doc. Wir sollten noch ein Stück zurücksetzen. Auf der Straße schaffen wir sonst nie die 140” bei Minute 111’30 nun wieder komplett enthalten.
Davon ab ist der 3D-Soundmix mit True-HD-Kern bei Weitem der alten dts-Spur überlegen. Während Letztere praktisch keine Surroundaktivität hatte, werden hier alle Speaker miteinbezogen. Schon das Ticken der Uhren zu Beginn ist ein echtes Highlight. Auch das Hochvoltgeräusch der Verstärkeranlage klingt nun spürbar dynamischer und wenn der Speaker dann unter Strom steht, wabert der Sub sogar vernehmlich vor sich hin. Explodiert die Membran, gibt’s reilich Surroundsound, was wiederum von dem Ticken der Uhren gefolgt wird, die um einen herum derart direktional und räumlich ihre Arbeit verrichten, dass man ständig von links nach rechts schauen möchte. Setzt dann um 8.00 der Alarm ein, erschrickt man förmlich. Schön, dass auch Huey Lewis’ “Power of Love” mit Räumlichkeit und etwas Dynamik erklingt – selbst wenn das für heute Verhältnisse noch etwas dünn ist. Was man hier aber hört, ist ganz offensichtlich die für den englischen Atmos-Sound angelegte Geräuschkulisse, während die deutschen Dialoge (leider) noch komplett auf der bisherigen dts-Spur basieren. Sie mögen aufgrund des verlustfreien True-HD-Kerns einen Hauch frischer klingen, haben aber noch die ursprünglichen “Probleme”. Sie tönen einfach etwas dünn und stolpern immer mal wieder über kleinere Verzerrungen (Martys Vater bei 38’57 “wie läuft’s denn so?”) . Eingebettet in das wesentlich räumlichere Geschehen lässt sich darüber aber weitgehend hinwegsehen. Beispielsweise auch während des großartigen Scores und dem Wechsel Martys in die Vergangenheit. Der Delorean tritt mit netten Effekten die Zeitreise an und wenn die Schuppentür aufgeht, kann man das Knarzen förmlich verfolgen.
Rein in Sachen 3D-Atmos-Sound nutzen die Heights Signale immer wieder für dedizierte Akzente. Der erste echte 3D-Sound ist der Ton der Gitarre. wenn Marty den Verstärker killt. In der Folge ist es dann oft der Score oder die Filmmusik, die ausgiebig das komplette Lautsprecher-Setup nutzt. Allerdings – wie im Falle von Power of Love – nicht zwingend mit der vollen Instrumentierung. Das Schlagzeug ist eher im Hintergrund, während man vor allem Gitarren und leichten Stimmhall hört.
Fährt der Delorean aus dem Truck, vernimmt man dramatische Filmmusik von oben und bei 23’45 wuscht ein eiskalter Nebelsound über die Heights. Solche dedizierten Sound bleiben zwar eher selten, aber die Räumlichkeit profitiert vor allem von der immer wieder hinzu genommenen Musik (51’30 etc.). Grundsätzlich liegt der Vorteil der Atmos-Spuren aber auf der regulären Ebene – wäre da nicht dieser ärgerliche Tonaussetzer der deutschen Synchro.

Die Kleidung der Zukunft hat Marty aus der Vergangenheit noch nicht ganz drauf

Zurück in die Zukunft – Teil II:
Auch bei Teil II gab es ein paar (mehr) Tonpatzer zu bemängeln, die nun durch die Austauschdisks behoben wurden – zumindest fast. Das “Es” geht los bei 26’27 wirkt noch etwas verschluckt, ist aber deutlicher als zuvor. Und es fehlt noch ein “Ja, ähm” von Marty bei 1:18:47, das über die alte BD gut zu hören war, während bei der Atmos-Fassung ein sehr deutliches Motorengeräusch drüber liegt und das “Ja, ähm” vorher offenbar ausgeblendet wurde. Auch Lorraines Dialog direkt davor ist deutlich leiser, aber vorhanden. Hier wurde keine Korrektur vorgenommen. Sehr wohl aber beim vorhergehenden “Himmel, rauchen tust du auch”, das jetzt wieder enthalten ist. Da aber wirklich nur dieses “Ja, ähm” fehlt, darf man auch für die zweite Disk, die wirklich zahlreiche Fehler hatte, eigentlich auch Entwarnung geben.
Ganz abgesehen davon, dass die Synchronanpassung während der ersten gut 20 Minuten jener der neuen BD gleicht, deren Dialoge teils noch etwas früher dran sind als bei den bisherigen Blu-ray-Veröffentlichungen eh schon.
Auftauchende, kurze Momente der englischen Synchro (59’48-59’52) sind indes schon bei der alten Blu-ray genauso falsch anwesend gewesen.
Gut aber, dass die groben Fehler behoben sind, denn der Atmos-Mix selbst klingt um so viel räumlicher und dynamischer als die bisherige dts-Fassung. Sämtliche Szenen des Soundtracks oder des vorbeifliegenden Delorean, die Computeranzeigen im Inneren der vierrädrigen Zeitmaschine oder die immer wieder genutzten Donnergeräusche auf dem Friedhof sowie beim Flug des Delorean – all das wird ungeahnt effektvoll und räumlich wiedergegeben. Das macht dann schon wirklich Spaß. Als Beispiel sei nur der Luft-Highway zu Beginn des dritten Kapitels genannt, auf dem die Shuttles nur so am Zuschauer vorbeiflitzen und dabei sogar richtig dynamisch und kraftvoll werden. Der Regen fällt rundherum, die Vögel zwitschern von den Rears – eine (eigentlich) wirklich gelungene Abmischung, die auch hier die englische Geräuschspur nutzt. Außerdem basiert der deutsche Dialogton zwar erneut auf den alten Spuren, aber sie klingen auch hier etwas frischer und bisweilen bearbeitet. So klang Biffs “Nur zu Junge. Los, spring! Ein Selbstmord kommt mir gerade recht” über die alte BD noch hörbar übersteuert und verzerrt. Die Atmos-Spur reduziert das deutlich (60’13).
In Sachen 3D-Atmos-Sound wird auch beim zweiten Teil das Hauptaugenmerk auf das Hinzumischen der Musik und des Scores gesetzt. Allerdings hält das Zukunftsszenario ein paar mehr Möglichkeiten parat, dedizierte 3D-Sounds zu setzen. Praktisch jedes Mal, wenn der Delorean (oder andere Shuttles) über den Kopf des Zuschauers fliegen, fetzen die Geräuscheffekte über die Höhen-Speaker. Natürlich grunzt auch der Hologramm-Hai nach zwölf Minuten aus der Höhe und auch der News Flash über die Hologramm-Einblendung nach knapp 20 Minuten spricht von oben herab. Dazu – gerade in den dramatischeren Momenten – immer wieder der Score von Silvestri. Sobald dann immer wieder mal Gewitter angesagt ist, kommen die Donner wirklich absolut klasse und realistisch räumlich von der Decke (51’27). Auch der Regen fällt daraufhin authentisch aufs Dach und man hört das entfernte Wetter-Rumoren mit wunderbarem Nachhall. In ein paar Actionszenen jedoch (Jagd durchs Treppenhaus) hätten ein paar 3D-Sounds Sinn gemacht, da die Verfolger deutlich über der Kamera Lärm machen.

Zurück in die Zukunft – Teil III:

Einmal lächeln für die Presse, bitte

Kommen wir zum Positiven auch beim dritten Teil: Die zwei vorhandenen Tonfehler sind auch hier behoben, sodass die tollen Atmos-Fassungen genossen werden können.
Auch beim dritten Teil wäre nämlich ansonsten alles in bester Butter. Der Atmos-Mix, den man für den O-Ton angefertigt hat und der auch für die deutsche Fassung unterlegt wurde, ist wirklich klasse.
Schon die soeben angesprochene Explosion bietet deutlich mehr Druck als über die alte dts-Spur und lässt die losgesprengten Teile rundherum im Raum herabfallen. Der Nachhall, der von der Explosion ausgeht, kommt zudem sehr realistisch ans Ohr. Trifft Marty dann im Jahr 1855 auf die reitenden Indianer setzt der Score die Szene wirklich bombastisch um. Es mag immer noch ein wenig an Tiefbass fehlen, aber die Pferdegruppen donnern doch ganz schön satt ins Heimkino. Auch den deutschen Dialogen tat der verlustfreie Codec recht gut. Sie sind zwar immer noch dieselben wie bei der dts-Fassung und wurden nicht neu gemastert. Aber sie wirken etwas luftiger. Freier sind auch die Schüsse. Wenn Doc Brown mit seinem Unikat den Galgenstrick abschießt, hallt der Schuss authentisch durch die Prärie und das weitläufige Gelände.
3D-Sound gibt’s auch. Beispielsweise nach 19’50, wenn die Pferde über über die Höhle springen und kurz darauf noch einmal, wenn die Kavallerie folgt. Zuvor lässt der Score in der ersten Szene seine akustischen Muskeln spielen und kommt wie in einem Orchesterhaus über sämtliche Speaker. Klasse ist auch das Gewitter bei der Einblendung der Schauspiel-Namen. Wie schon im direkten Vorgänger grummelt und rumort es authentisch aus der Ferne. Allerdings gibt das Setting ansonsten (neben der oft genutzten Musik) nur wenig für dedizierte 3D-Sounds her, sodass hier etwas weniger los ist als bei den beiden Vorgängern.

Bonusmaterial

Die Cops der Zukunft

Um das vollständige Bonusmaterial der drei Filme aufzulisten und aufzuarbeiten, könnte man ein komplett eigenes Review darüber erstellen. Tatsache ist: Es gibt jede Menge neues, bzw. bisher ungesehenes Material, das nun den Weg in die Box gefunden hat. Denn neben den regulären und größtenteils bisher bekannten Extras auf den Film-Blu-rays hat man dem Output auch noch eine Bonus-Bonusdisk spendiert. Das dort enthaltene Material ist bis auf fünf Beiträge, die auch bei der bisherigen Trilogie-Box auf einer vierten Blu-ray ausgelagert waren, komplett neu.
Während auf den Filmdisks mit den Questions & Answers-Filmkommentaren, den Audiokommentaren sowie unveröffentlichten Szenen, Hinter-den-Kulissen-Featurettes oder den diversen “Geschichten aus der Zukunft”-Making-ofs auch schon einige Stunden an Material zusammen.
Neu sind Featurettes wie “Das Hollywood-Museum auf den Spuren von BTTF” oder das Hinter den Kulissen des Musicals. Außerdem gibt’s ein kleines Featurette darüber, welche physischen Gesetze in den Filmen verletzt wurden. Vielleicht das witzigste Extra ist aber jenes mit den wiederentdeckten Casting-Tapes. Zwar läuft das nur 3’45, aber es ist schon witzig, aus heutiger Sicht Billy Zane als Biff, Kyra Sedgwick als Jennifer oder vor allem C. Thomas Howell und Ben Stiller als Marty McFly vorsprechen zu sehen.
Sämtliches Material und die Kommentare sind deutsch untertitelt.

Liste der gesammelten Fehler der NEUEN Atmos-Abmischungen
[Update, 09.01.2021: Fehler sind behoben]

Bei der Liste handelt es sich rein um Fehler, die im deutschen Atmos-Mix VOR DER MITTLERWEILE ERFOLGTEN KORREKTUR vorkamen und damit neu waren. Sie waren weder auf der alten BD, noch auf der neuen Blu-ray zu finden. Es waren praktisch ausschließlich fehlende Wörter oder Dialogteile. Diese sind in der Folge in Klammern gesetzt. Danke an die versammelten Leser, die nach und nach bei der Findung der entsprechenden Stellen behilflich waren.

Zurück in die Zukunft
Timecode 3’14:
Auf der UHD-BD fehlt der halbe zweite Satz von Marty. “Oh Jesus, das ist ja eklig. Was [soll das?]”. Auf der beiligenden Remastered-Blu-ray, die über eine andere Tonmischung verfügt, ist der Satz dagegen vollständig enthalten.

2) Timecode: 20’29:
In folgendem Dialog: Marty: “Sagen sie bloss sie fahren den Wagen mit diesem Kasten?”
Doc: “Pass auf”
Marty: “Ok……..gu[t]” fehlt das hier eingeklammerte “t”. Der Satz ist abgehackt.

3) Timecode 66’29:
Biffs Satz während der Verfolgung ist unvollständig. Aus “Ihm nach! Na macht schon, beeilt euch!” wird auf der UHD-BD ein “[…] nach! Na macht schon, beeilt […]”.

4) Timecode 67:41:
Auf der UHD-BD fehlt das “Uhhh” von Goldy komplett.

5) Timecode 102’30:
Auf der UHD-BD fehlt Martys Schrei, als er wieder im Jahre 1985 ankommt.

6) Timecode 111’30:
Auf der UHD-BD fehlt der erste ganze Teil von Martys Satz: “[He, Doc. Wir sollten noch ein Stück] zurücksetzen. Auf der Straße schaffen wir sonst nie die 140”. Die Lippen bewegen sich auffällig, es sind aber nur Musik und Geräusche zu hören.

Zurück in die Zukunft 2:

1) Timecode 26’27:
Doc sagt „Es geht los“. Das „Es“ fehlt. Im DTS Ton der alten und neuen Blu Ray  ist es vorhanden.

2) Timecode 28’30:
Aus dem Off hört man die ebenfalls von Michael J Fox gespielte Tochter sagen: „Mom? Mom bist du das?“ Die junge Jennifer reagiert sogar darauf und dreht sich um. Dieser ganze Off Dialog fehlt im Atmos Ton (ähnlich Biffs Oma Szene) und Jennifers Reaktion macht keinen Sinn mehr.

3) Timecode: 28:39
Erneut aus dem Off nochmal ein „Mooom?“ Erneut fehlt das im Atmos Ton.

4) Timecode 32’17:
Es fehlt der erste Teil von Martys Satz: “[Das ist] ja wirklich irre”.

5) Timecode 50’34:
Es fehlt bei dem Halbsatz “… auf dem Oak Park Fried[hof].” die letzte Silbe, das “hof”, komplett, das auf der alten BD leicht vom Donner übertönt wurde, aber zu hören war.

6) Timecode 71’20:
Die Rufe aus dem Off von Biffs Oma [“Biff?! Biff?! Wo gehst du denn jetzt hin, Biff?”] [“Wann bist du wieder zu Hause?”] [“Vergiss nicht, das Licht in der Garage auszumachen!”] fehlen praktisch komplett.

7) Timecode 78’29:
Man hört Marty aus dem Off eigentlich sagen „Himmel..rauchen tust du auch?“, das fehlt bei der UHD-BD komplett. Kurz drauf sind die Dialoge: „Marty du hörst dich allmählich an wie meine Mutter“, „Ja hast recht“ zwar beim Atmos Ton vorhanden, aber sehr leise.

8) Timecode 78’44:
Während der Marty aus der Zukunft vom Auto weg geht, hört man aus dem Auto noch: „Marty…[warum bist du denn so nervös? Ja ehmm….]” Beim UHD BD Ton ist nur noch Lorraines “Marty” zu hören. Der Rest fehlt.

Zurück in die Zukunft 3:

1) Timecode 1’21:
Hier würde man einen kurzen Schrei von Doc hören. Der Schrei fehlt auf der UHD-BD Tonspur während er bei der beiliegenden Remastered-Blu Ray mit der alten Tonmischung noch vorhanden ist.

2) Timecode 10’44:
Hier sagt Marty eigentlich “[Hah!] Ich glaube, mit dem Knall haben Sie die Toten aufgeweckt!”. Das eingeklammerte „Hah!“ fehlt auf der UHD-BD komplett.

Fazit

Die Filme sind Kult! Daran gibt’s nichts zu rütteln. Das Bonusmaterial rockt und die neuen Blu-rays sind um Längen besser und harmonischer als die alten. Vor allem beim ersten Teil fällt der Vorsprung massiv auf, während Teil III auf der alten BD ursächlich schon nicht ganz so schlimm ausgesehen hat. Alleine der Bildvorteil der neuen BDs reicht aber schon für eine Kaufempfehlung – trotz des nach wie vor eher dünnen dts-Tons der deutschen Fassung.
Schon die erste UHD-BD macht Lust auf mehr. In Sachen Bild ist sie bis auf eine kurze Sequenz um Welten besser als alles bisherige, im Ton ebenso – vor allem, da die Tonpatzer der neuen Atmosmischung nun behoben wurden.
Der dritte Teil zeigt (bis auf die kurze Ausnahme im Himmel) eigentlich das beste Bild. Insgesamt liefert die Trilogie damit das bisher in Summe mit Abstand beste Bild und auch die neuen Atmos-Spuren machen wirklich Spaß. Schön wäre es natürlich gewesen, wenn Universal den Kern der Atmos-Abmischung auch genutzt hätte, um einen Downmix für die neuen BDs erstellen, auf dass diese nicht mehr im dünnen dts daher kommen müssten.
Timo Wolters


Bewertung Zurück in die Zukunft

Bildqualität BD (2015): 60%
Bildqualität BD (2020): 85%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD (dt. Fassung) (2015): 65%
Tonqualität BD (dt. Fassung) (2020): 65%

Tonqualität BD (Originalversion) (2015): 70%
Tonqualität BD (Originalversion) (2020): 75%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 75% (nach Korrektur der Fehler)
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 40%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 70%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 75%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 40%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 100%
Film: 85%

Bewertung Zurück in die Zukunft – Teil II

Bildqualität BD (2015): 60%
Bildqualität BD (2020): 80%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD (dt. Fassung) (2015): 60%
Tonqualität BD (dt. Fassung) (2020): 60%

Tonqualität BD (Originalversion) (2015): 70%
Tonqualität BD (Originalversion) (2020): 80%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80% (nach Korrektur der Fehler)
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 40%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 70%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 40%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 100%
Film: 80%

Bewertung Zurück in die Zukunft – Teil III

Bildqualität BD (2015): 65%
Bildqualität BD (2020): 85%
Bildqualität UHD: 80% (5% Abwertung aufgrund einer kurzen Szene mit deutlichen Artefakten im Himmel)

Tonqualität BD (dt. Fassung) (2015): 60%
Tonqualität BD (dt. Fassung) (2020): 60%

Tonqualität BD (Originalversion) (2015): 70%
Tonqualität BD (Originalversion) (2020): 80%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80% (nach Korrektur der Fehler)
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 30%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 70%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 30%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 100%
Film: 75%

Anbieter: Universal Pictures Germany
Land/Jahr: USA 1985/’89/’90
Regie: Robert Zemeckis
Darsteller: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson, Crispin Glover, Thomas F. Wilson, Elisabeth Shue, James Tolkan, Billy Zane, Mary Steenburgen, Jeffrey Weissman
Tonformate BD: dts HD-Master: en // dts 5.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 1,85:1
Laufzeit: 116/108/118
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: 3x BD-100
Real 4K: Ja (4K DI vom analogen Filmmaterial)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision, HDR10+
Maximale Lichtstärke: 1000/1000/1000
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Universal Studios. Alle Rechte vorbehalten.)

Trailer zu Zurück in die Zukunft 4K

Back to the Future | Opening Scene in 4K Ultra HD | Marty McFly Is Just Too Darn Loud


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