Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes 4K UHD

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Blu-ray Review

Paramount Pictures, 10.06.2021
Paramount Pictures, 10.06.2021

OT: Indiana Jones and the Raiders of the Lost Ark

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Wissenschaftler mit Peitsche

Die gesamte Indiana-Jones-Quadrilogie in 4K – wie gut gelingen Bild und Ton?

Inhalt

Dr. Jones (genannt Indiana Jones) ist Professor der Archäologie und unterrichtet als solcher an einer Fakultät. Ab und an geht er aber selbst auf Abenteuer- und Entdeckungsreise. Zuletzt wollte er eine goldene Figur aus einem Tempel in Peru sichern, wurde vor der Höhle allerdings von einem erbitterten Rivalen abgefangen, der ihm die Figur wieder abluchste. Zurück in Amerika bekommt Jones Besuch des US-Militärgeheimdienstes. Diese eröffnen ihm, dass er sich schleunigsten auf den Weg machen solle, um die sagenumwobene Bundeslade zu sichern, bevor Hitler sie finden könnte. Denn die Legende besagt, dass die Lade in der Lage wäre, jene Armee, die in ihren Besitz kommt, unbesiegbar werden zu lassen. Um den Ort der Bundeslade zu bestimmen, braucht Indiana allerdings noch das Kopfstück des Stabes von Re. Das jedoch befindet sich bei Marion Ravenwood, die nicht nur Indys Ex-Freundin ist, sondern ziemlich wehrhaft. Und natürlich sind auch die Schergen Hitlers hinter dem Kopfstück her, um die Lade zu finden …

George Lucas und Steven Spielberg sind praktisch seit ihrer ersten Begegnung 1967 gute Freunde. Und was eine gute Freundschaft ist, so protegiert man sich auch gegenseitig bei entsprechenden Filmprojekten. Nicht umsonst holte sich Lucas bei Spielberg eine Rückversicherung, ob seine Idee zu Star Wars wirklich gut wäre. Andersherum funktionierte das aber auch. Als die beiden Regisseure gemeinsam auf Hawaii im Urlaub verweilten, teilte Spielberg Lucas mit, dass er einen James-Bond-Film machen wolle. Lucas entgegnete daraufhin, dass er etwas besseres wüsste. Also erzählte er ihm von seinem Konzept, eine Serie über einen Abenteurer mit dem Namen Indiana Smith (ja, so hieß er zunächst noch) zu realisieren. Der Rest ist dann weitgehend Geschichte. Die vier Indy-Filme gehören ebenso zur Filmhistorie wie Star Wars selbst oder andere Klassiker wie Zurück in die Zukunft. Und sie haben Harrison Ford dann endgültig zu dem Star-Status verholfen, den er noch heute genießt. Und so richtig scheinen die “alten” Herren damit noch nicht durch zu sein. Denn nach dem eher mau besprochenen Kristallschädel von 2008 ist man bereits seit einiger Zeit in der Produktion für eine fünfte Episode. Angefangen hat aber alles 1981. Und zum 40. Jubiläum schickt Paramount nun eine Kompilation in die Läden, für die man sich noch mal dem Bild und Ton angenommen hat. Mit Jäger des verlorenen Schatzes debütierte Harrison Ford dann in der Rolle des Archäologieprofessors Dr. Jones, der seine Studenten und die Fakultät gerne mal verlässt, um selbst auf Abenteuer- und Entdeckungsreise zu gehen. Und das tat er mit unnachahmlichem, nicht immer ganz korrektem Humor und ganz viel Augenzwinkern. Ein bisschen Macho hier, ein bisschen Softie dort (Angst vor Schlangen) und ganz viel Peitschenkunst – fertig war der Archetyp des cineastischen Abenteuerhelden in der Nach-Errol-Flynn-Ära. Möglich, dass der zunächst favorisierte Tom Selleck das ähnlich hinbekommen hätte. Aber heute ist es dann doch untrennbar mit Harrison Ford verbunden. Selleck bekam seine Chance dann in Quigley, der Australier, blieb dort aber auch aufgrund des wenig originellen Drehbuchs weit von den Indy-Abenteuern entfernt. Spielberg indes realisierte mit einem respektablen Produktionsbudget einen Film, der bis heute irrsinnig viel Spaß macht und in puncto origineller Einfälle eine ganze Serie von Filmen und Computergames inspirierte. Tomb Raider wäre ohne Spielbergs Abenteuerfilm wohl niemals aufs Tablett gekommen. Das Außergewöhnliche an Jäger des verlorenen Schatzes ist seine ausgewogene Melange aus Action, Humor und Romantik. Die Faustkämpfe wirken aus heutiger Sicht zwar etwas antiquiert, aber selbst wenn man sieht, dass Harrison Ford an seinen Gegnern eher vorbeihaut, denn sie trifft, hat auch das seinen Charme. Und das Design der Höhlen und Geheimkammern ist ebenso klasse wie der Aufwand, den man betrieb, um die größeren Sets in Frankreich oder Tunesion zu realisieren. Wenn direkt zu Beginn eine riesige Granitkugel auf unseren Helden zurollt, dann ist das auch heute noch atemberaubend. Würde man so etwas heute in einem Film realisieren, bekäme er den Vorwurf, dass er videospielartige Elemente integriere. 1981 war Indiana Jones hier aber der Vorreiter. Und alles, was danach kam, konnte nur den Hut vor Spielberg, Lucas und Ford ziehen.

Bild- und Tonqualität BD 2012

Die bisherige Blu-ray von Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes war okay. Mehr aber auch nicht. Es beginnt direkt mit einem pumpenden und wellenförmigen Rauschen am unteren Bildrand in der ersten Einstellung. Dazu ist der Kontrastumfang in diesen ersten Szenen ziemlich mies. Schwarzwerte wirken verwaschen und sepiabraun und helle Bereiche überstrahlen teils massiv. Dunkle Teilbereiche versumpfen hingegen, was kaum Durchzeichnung erlaubt (2’17). Und dann kommen nach 4’27 die berühmt-berüchtigten Wisch-Unschärfen auf Molinas Gesicht im Hintergrund. Da zittern derart die Doppelkonturen, dass man sein rechtes Auge kaum erkennen kann. Auch in der Rückansicht kurz darauf sieht das noch mies aus und dann zuckt auch noch sein braunes Hemd bei 4’54 fies umher. Das sind mitunter die heftigsten Bildfehler eines Films aus der Zeit, die man auf einer damaligen Blu-ray erkennen durfte. Ähnliches Zucken und Zittern gibt’s auch noch mal im Flugzeug bei 12’32 – und das liegt nicht einzig an der Bewegung des Fliegers, sondern an massivem Ghosting während der einzelnen Bildwechsel. Was die Farben angeht, so kam die Blu-ray seinerzeit mit einem neuen Color Grading – ausgehend von der alten DVD. Und das war mitunter (und vor allem in den Wüstenszenen) deutlich orange und gelb. Wenn man etwas recherchiert, liest man, dass dieser Look eventuell näher am filmischen Original gewesen ist. Ob das so ist, lässt sich nur schlecht nachvollziehen, aber so richtig hübsch war es seinerzeit nicht. Was wirklich gut gelang, ist die recht authentische Reproduktion der Filmkörnung. Weder wirken hier allzu heftige Rauschfilter, noch hat man augenscheinlich nachgeschärft. Dennoch: Verbesserungswürdig war das Bild in jedem Fall. Ob nun die NEUEN Blu-ray auf dem neuen Master basiert (was anzunehmen ist) konnte ich leider nicht überprüfen, da mir die neuen Blu-rays als Rezensionsmuster nicht mitgeliefert wurden.

Die bisherige Blu-ray lieferte den Ton des ersten Teils in Dolby Digital. Das klang für einen Film der 80er gut, aber nicht herausragend. Immerhin bemüht sich die Tonspur um Räumlichkeit und rauscharme Darstellung von Dialogen, Score und Effekten. Der Dschungel klingt sehr lebhaft und die Fallen in der anfänglichen Höhle sorgen ebenfalls für dedizierte Soundeffekte.
Wenn man allerdings zum englischen Original in unkomprimiertem DTS-HD-Master wechselt, gehen einem die Ohren auf. Denn das, was dem deutschen Ton fehlt (Dynamik und Tiefbass), bekommt man hier zur Genüge. Das startende Wasserflugzeug, die Schüsse nach etwas über 30 Minuten, das lodernde Feuer in den gleichen Szenen – der Unterschied zwischen der im Vergleich kraftlos wirkenden deutschen Tonspur und dem englischen Original ist frappant. Und dann ist da noch das “Problem” mit der Neusynchro, die für den 5.1-Sound der Blu-ray erstellt wurde. Während die ebenfalls vorhandene 2.0-Fassung der Original-Kinosynchro entspricht. Rein für die Authentizität ist diese vorzuziehen – und auch in puncto Stimmwiedergabe. Denn die Dialoge klingen direkter und etwas lauter, dafür allerdings vielleicht etwas mehr außerhalb der Umgebungsatmosphäre.

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Stand von: 2026/03/01 7:41 a.m. - Details
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Studio: PARAMOUNT PICTURES
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 10 Jun 2021
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Bild- und Tonqualität UHD

Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes wurde 1981 analog auf 35-mm-Film aufgezeichnet. Genutzt wurden seinerzeit Panavision-Panaflex-Kameras. Zwar wurde für die Blu-ray seinerzeit schon ein neues Master angefertigt, doch für die UHD-Blu-rays, die nun im Paket erscheinen, ging man noch mal zurück an die Original-Negative, scannte in 4K und nutzte im Anschluss noch mal eine Postproduktion mit visuellen Effekten, um gewisse technische Unzulänglichkeiten auszubügeln, die über das 4K-Master nun möglicherweise noch stärker ins Auge gefallen wären. Die Bildarbeiten wurden im Prozess von Steven Spielberg selbst abgenommen. Auf die UHD-Blu-ray kam das Ganze dann mit einem erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie mit den dynamischen Kontrastformaten HDR10 und Dolby Vision. Beginnen wir mit der allerersten Einstellung (des Bergs vor dem Himmel), sieht man direkt mal eine deutlich bessere Zeichnung der Wolkengebilde. Auch das nervige Pumpen am unteren Bildrand ist Geschichte und die Palmwedel wirken nicht mehr ganz so neonartig grün, da deutlich mehr Brauntöne hinzugekommen sind. Was aber relativ sofort auffällt, ist eine dezente Rauschminderung. Die Körnung wirkt insgesamt zwar etwas feiner, produziert aber bisweilen leicht stehend Rauschmuster auf Hintergründen. In Close-ups fällt das weniger deutlich auf wachsige Gesichter gibt es prinzipiell nicht. Wer allerdings Rauschfilterung grundsätzlich ablehnt, der wird sich möglicherweise ärgern. Zumal es Szenen gibt, die wirklich übel gefiltert sind und dann doch arg aquarellige Oberflächen liefern. Beispielsweise jene Szene, in der man Molina in der Höhle von hinten sieht – bzw. seine Jacke. Die UHD hat weder auf der Jacke, noch auf den herabhängenden Wurzeln mehr eine sonderlich erkennbare Zeichnung. Hier ist die Blu-ray tatsächlich detaillierter. Der UHD-BD geht hier jedes analoge Filmkorn verloren (4’41). Und wo wir bei dieser Szene sind: Die zitternde Doppelkonturen/Unschärfen rund um diese Szene hat auch die 4K-Scheibe noch. Es scheint hier also durchaus ein produktionsseitiges Problem gegeben zu haben – ebenso wie bei den zitternden Unschärfen auf dem Wasserflugzeug nach 12’32. Deutlich sichtbar ist eine Rauschfilterung auch bei der Sonne und ihrer direkten Umgebung nach 58’36. Hier zeigt die Blu-ray ebenfalls mehr Korn. Bevor wir aber nur rummäkeln: Es gibt viele Einstellungen, die der Blu-ray wirklich überlegen sind. Zahlreiche Close-ups (auch in den dunklen Höhlen) geben die Gesichter sehr detailliert und plastisch wieder. Die Farben sind durchweg natürlicher und erdiger – ohne eine Tendenz zum Grün oder Rot. Vor allem sind neutrale Oberflächen auch wirklich neutral und nicht leicht grün eingefärbt. Der goldene Schädel nach 6’26 glänzt prächtig und profitiert vom HDR der Scheibe. Ebenso wie der fantastisch dynamische Sonnenuntergang bei 12’48, der mit jenem der Blu-ray den Boden aufwischt. Die bei der Blu-ray bemängelte Schwäche in der Durchzeichnung im Schwarz kann die UHD-BD etwas, aber nicht ganz neutralisieren. Bedeutend besser ist die Durchzeichnung und Kontrastierung in den hellen Szenen. Wenn man sich die Tiefe bei 36’23 anschaut, ist die Mauer im Hintergrund wunderbar kontrastreich zu erkennen, der Himmel hat noch Zeichnung. Über die alte Blu-ray ist das fast kompletter Matsch. Zumal in DIESER Szene die UHD-BD kaum gefiltert wirkt. Die Oberleitungen sind klar zu erkennen, die Körnung ist authentisch. Die Blu-ray filterte die zweite Leitung von unten fast komplett raus. Außerdem: Entwarnung für all jene, denen die Wüstenszenen zu gelb-/orangelastig waren. Die 4K-Scheibe revidiert das und fügt wesentlich mehr Braunschattierungen hinzu, wirkt dadurch bedeutend natürlicher. Im direkten Vergleich sind das Farbgestaltungs-Welten.

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Blu-ray (13’59): (Slider ganz nach rechts): Die bisherige Blu-ray war nicht sonderlich neutral. Etwas grünbetont in den Oberflächen und nicht so harmonisch in den Hautfarben.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe präsentiert die Haut kräftig und die neutralen Farben ohne Grünbetonung. Das gesamte Bild wirkt heller und dynamischer.

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Blu-ray (22’17): (Slider ganz nach rechts): Die damalige Blu-ray zeigte das Matte Painting mit schwarzen Konturenlinien am Flugzeugheck sowie dem -flügel und mehr Wasser am Bug.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt sich hier erneut überarbeitet und ohne die schwarzen Konturenlinien. Das Wasser ist kräftiger blau, die leichte Grüntendenz ist auch hier neutralisiert.

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Blu-ray (22’17): (Slider ganz nach rechts): Im Bildausschnitt ist noch deutlicher zu erkennen, dass die Konturenlinien der Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … bei der UHD-BD fehlen. Außerdem sind die Kabelstränge im Hintergrund sehr viel deutlicher zu erkennen.

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Blu-ray (49’34): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray wies in den Wüstenszenen eine deutliche und überbetonte Orangetendenz auf.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD tilgt diese Einfärbung und wirkt wesentlich harmonischer.

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Blu-ray (75’56): (Slider ganz nach rechts): Selbst wenn der Screenshot die Dynamikunterschiede nicht komplett darstellen kann. Man erkennt gut, wie matt im Vergleich die BD aussieht.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD strahlt mehr und arbeitet mehr Schattierungen im Sandboden heraus.

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Blu-ray (101’06): (Slider ganz nach rechts): Auch hier ist die BD bilddynamisch im Nachteil. Die hellen Flächen sind etwas überstrahlt, die Betonung auf Gelb/Orange ist auch hier noch erkennbar.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier schafft der Screenshot nicht komplett die Bilddynamik der UHD-BD. Aber dennoch ist gut zu sehen, wie viel besser die 4K-Scheibe die Details und Texturen auf der Felswand herauszuarbeiten in der Lage ist.

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Blu-ray (109’05): (Slider ganz nach rechts): Einer der qualitativ schwächsten Shots des Films – unabhängig, ob über die BD oder UHD-BD.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier liegt die Belichtung des Screenshots einzig auf dem Hintergrund, nicht auf den Bäumen! Die UHD-BD arbeitet das Washington-Monument und das Kapitol sichtbar besser heraus.

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Blu-ray (36’23): (Slider ganz nach rechts): Im Close-up/Bildausschnitt aus dem unten zu sehenden Vollbild zeigt sich in der Tiefe doch, dass die BD nicht die gleiche Auflösung hat und hier in diesem Fall deutlich stärker gefiltert ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt nicht nur die Mauertürmchen viel definierter, sondern auch das zweite Kabel von unten, das über die BD kaum sichtbar ist. (Sorry fürs Moiré, das dem Screenshot geschuldet ist).

Zur Veranschaulichung der Screenshot in voller Größe

Die 4K UHD-Blu-ray kommt fürs Deutsche erstmalig mit einem unkomprimierten True-HD-Ton. Diesen konnte ich allerdings nicht testen, da Paramount als Rezensionsmuster Disks ohne deutschen Ton versendete. Das Review und die Beschreibung der Tonqualität bezieht sich also zunächst auf die englische Atmos-Spur. Mit ein bisschen Glück wird hier der deutsche Ton später noch ergänzt.
Update 11. Juni 2021. Die deutsche Fassung hat mich nun erreicht.
Zunächst einmal enthält auch die UHD-BD die Kinofassung in 2.0 und sie klingt nach wie vor genauso dünn wie über die alte Blu-ray. Fans werden sie dennoch vorziehen, weil es eben die Original-Kinosynchro ist.
Die 5.1-True-HD-Fassung scheint auf dem O-Ton zu basieren, was den reinen Mix (ohne Dialoge) angeht. Denn sie packt deutlich kräftiger zu, wenn man den Tiefbass isoliert betrachtet (mehr zum O-Ton in Atmos und dessen etwas geringerer Pegelfestigkeit weiter unten). Man mag es also erst Mal kaum glauben, aber die neue deutsche Fassung ist wuchtiger und dynamischer als der neue englische Mix. Und im Verhältnis zur alten DD-5.1-Fassung kommt die gesamte Räumlichkeit viel präziser. Kein Wunder, wenn’s auf dem O-Ton-Mix basiert. Was die Dialoge angeht, könnten sensible Ohren bemängeln, dass die Sprecher (wie bspw. Wolfgang Pampel) teilweise zu tief sprechen – ähnlich der Situation in Teil III. Doch wer dafür nicht so sensibel ist, bekommt einen deutschen True-HD-Sound, der den englischen Ton auf der regulären Ebene sogar übertrifft.
Die Atmos-Fassung für den O-Ton wurde komplett neu erstellt – und zwar bei Skywalker Sound unter Aufsicht von Sounddesigner Ben Burtt, der als Pionier moderner Tontechnik gilt und die Indy-Filme bereits damals betreute. (Fan-Fact: Burtt hat unter anderem R2D2 seine typischen Geräusche verliehen und auch den Sound des Lichtschwerts entworfen).
Auf der regulären Ebene ist die Atmos-Fassung dann aber spürbar weniger bassintensiv, wenn man es mit der DTS-HD-Master-Version der Blu-ray vergleicht, die immer mal wieder frühzeitig den Tiefbass kitzelt. Das soll aber nicht heißen, dass die neue Abmischung keine Dynamik kann. Im Gegenteil: Der Score brandet bisweilen sehr dynamisch auf und wenn die entsprechenden Fallen in der Höhle zuschlagen, wird das Kino raumfüllend bedient. Natürlich haben wir’s mit 40 Jahre alte Soundeffekten zu tun, was im Vergleich zu aktuellen Top-Titeln schon mal für weniger Homogenität oder Klanggleichmäßigkeit sorgt. Aber gerade in Anbetracht des Alters ist die englische Atmos-Fassung aller Ehren wert. Die Stimmwiedergabe ist noch genauso gut und auch die leisen Geräusche kommen klar und akzentuiert zum Ohr.

Nehmen wir die 3D-Sounds hinzu, so hat man sich hier alle Mühe gegeben, den mittlerweile 40 Jahre alten Ton sehr dediziert lebhaft wirken zu lassen. Die Geräusche der Dschungeltiere zu Beginn werden sehr griffig nach oben gelegt und mit leise agierendem Score noch etwas unterstützt. Immer wieder hört man glucksende, gurrende oder anderweitige Vogel-Laute von den Heights und fühlt sich mittendrin, im Dschungel. Da auch die reguläre Ebene hier wunderbar funktioniert, ist das eine klangliche Erweiterung – ausgehend vom alten DTS-HD Master.
Peitscht Indy dem Pistolenhelden nach etwas über drei Minuten die Waffe aus der Hand, wird auch das sehr effektvoll über die Höhe platziert. In der Höhle werden die Fallen dann genutzt, um Höhen-Sounds zu setzen und wenn das ganze Set einstürzt, donnert es immer wieder Geröll von oben. Klar, dass auch die große Murmel nach neuneinhalb Minuten über die Köpfe hinweg rumpelt. Während der Schießerei an der Bar nach 31 Minuten setzt es dann zahlreiche Querschläger sowie loderndes Feuer und auch noch mal Indys Peitsche aus der Höhe. Schießereien und Actionszenen werden dann durchweg mit 3D-Sounds versorgt. Seien es Schüsse, Querschläger oder Explosionen wie bspw. zwischen Minute 40 und 42. Nach 63 Minuten setzt es dann auch mal einen ziemlich zackigen Donnerblitz und die zischenden Schlangengeräusche kurz darauf erfüllen ebenfalls den ganzen Raum.
Nicht ganz logisch ist die Vertonung der Stimme von Belloq und Marion bei der Schlangengruben-Szene. Hört man Bellogs Stimme zunächst nicht von oben (obwohl er von dort spricht), kommt es dann doch später dazu. Allerdings hört man dann auch Marions Organ aus den Heights, obwohl sie von oben gefilmt ist und nicht von unten.

Preis: 90,66 €
Stand von: 2026/03/01 7:41 a.m. - Details
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Studio: PARAMOUNT PICTURES (UNIVERSAL PICTURES)
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 10 Jun 2021
  • Indiana Jones – 4-Filme-Sammlung / 4K Ultra HD Blu-ray / Limitiertes Digipack (4K Ultra HD) [Blu-ray]
  • PHYSISCHER FILM
  • Überragend
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial der vier Indiana-Jones-Filme liegt auf den Blu-rays des Sets vor, die mir zu Rezensionszwecken leider nicht zur Verfügung standen.

Fazit

indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes ist aufgrund oben beschriebener Mankos nicht der ganz große Wurf. Dafür ist teils aber auch das Ausgangsmaterial bereits zu schlecht. Vor allem ersichtlich an den zittrigen Unschärfen, die in der ersten Viertelstunde immer mal wieder auftreten. Außerdem sind ein paar Szenen sichtbar rauschgemindert. Ansonsten schlägt aber ein wesentlich besserer Kontrast zu Buche und vor allem die Farben gelangen wesentlich natürlicher. Der deutsche Ton schlägt den O-Ton mit Atmos-Kodierung sogar in der Dynamik und im Basseinsatz.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2012): 70%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD (2012): 70%
Tonqualität UHD (dt. Fassung): 85% (aber Tonhöhenproblem bei den Dialogen)

Tonqualität BD (2012) (Originalversion): 85%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 60%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: Wertung entfällt
Film: 100%

Anbieter: Paramount Pictures
Land/Jahr: USA 1981
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Karen Allen, Paul Freeman, John Rhys-Davies, Alfred Molina, Ronald Lacey
Tonformate BD (2013/’14): dts-HD-Master 5.1: en // Dolby Digital 5.1: de
Tonformate BD (2021):
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby True HD: de // Dolby Digital 2.0: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 116
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1000 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Paramount Pictures)
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Trailer zu Indiana Jones und der Jäger des verlorenen Schatzes

Indiana Jones Collection - Official 40th Anniversary Trailer (4K Ultra HD) | Harrison Ford


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.


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