4K Technik-Review

OT: John Rambo ⭐ IMDb IMDb

Korrektur
Warum der vierte Rambo-Teil auf 4K-Disk enttäuscht.
Vielen Dank erneut an Leser Didi für das Zurverfügungstellen der 4K-Disk!
Update 12. März 2025:
Leonine hat den Fehler erkannt und Abhilfe geschaffen. Die korrigierten Fassungen sind im Versand. Wer noch die alte, kontrastarme Variante hat, kann sich hier melden:
Betroffene sollen für den Austausch einen Scan oder ein Foto des Kaufbelegs an Info-Distribution@leoninestudios.com schicken, um zeitnah eine korrigierte Disc zu erhalten.
Inhalt

John Rambo lebt zurückgezogen in Thailand, nahe der Grenze zu Birma (Myanmar), wo seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg wütet. Doch Rambo, der ein einfaches Leben führt und mit Fischfang sowie dem Fangen von Giftschlangen seinen Lebensunterhalt verdient, hat das Kämpfen längst hinter sich gelassen. Dies ändert sich, als er von einer Gruppe Missionaren aufgesucht wird. Nach einigem Zögern erklärt er sich bereit, ihnen in das gefährliche Kriegsgebiet zu helfen. Doch kaum sind sie unterwegs, wird die Gruppe von der birmanischen Armee gefangen genommen. Trotz seiner tiefen Abneigung gegen Gewalt und Konflikte, entschließt sich Rambo, einen Söldnertrupp in das zerstörte Kriegsgebiet zu führen, um die Missionare zu befreien.

![John Rambo UHD SE (Lim. Mediabook) [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/51fZ44s4CJL._SL500_.jpg)
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![John Rambo UHD SE (Lim. Mediabook) [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/51YEFn3GShL._SL500_.jpg)
- Film
Bild- und Tonqualität BD

Die Warner Blu-ray von (ich meine erstmals) 2008 war noch VC-1-kodiert und lieferte gerade einmal rund 17 GB an Daten, was für eine BD wirklich nicht viel ist – auch nicht, wenn ein Film nur 90 Minuten läuft. Die geringe Datenmenge, bzw. die starke Kompression ist dann leider auch im Bild sichtbar, denn das Encoding ist bisweilen grauenvoll. Die Filmkörnung ist zwar als solche sichtbar, aber bisweilen sehr deutlich vermatscht und clusterartig formiert. Dazwischen gibt’s softere Bereiche, und in den kurzen Schwarz-Weiß-Einschüben auch sichtbare Abstufungsartefakte. Visuell ist John Rambo zudem sichtbar stilisiert, was sich vor allem in der Farbgestaltung zeigt. Denn über weite Strecken ist Rambo #4 vor allem eins: gelb. Es sei denn, es ist mal cyanblau – so wie bei der regnerischen Nachteinstellung nach 13 Minuten. Was John Rambo aber fast nie ist: scharf. Halbtotale sind durchweg eher mau in der Detailzeichnung und nur das eine oder andere Close-up liefert mal etwas mehr Schärfe. Flüge über die Landschaft wie nach 23’40 sind sogar fast komplett ohne Detailzeichnung. Die Kontrastierung ist okay, aber nicht wirklich knackig. Schwarzwerte leiden ebenfalls unter der starken Gelbbetonung und helle Oberflächen überstrahlen öfter als sie es nicht tun – gut zu erkennen an diversen Sonnenspiegelungen auf der gelb gefärbten Wasseroberfläche. Da die Kamera nicht selten in den Zoom geht, wenn sie Aufnahmen aus Dörfern zeigt, fehlt dort noch mehr an Kontrastdynamik. Insgesamt ein maximal durchschnittliches Bild, das immerhin ohne Rauschminderung oder Nachschärfungen auskommt.

Das gilt nun auch für die Leonine-Blu-ray, die kein einfaches Repack der Warner-Scheibe ist. Basierend auf der 4K-Disk (erkennbar am leicht veränderten Bildausschnitt) hat man also auch eine neue Blu-ray spendiert. Bis zur Korrektur der 4K-Disk war es die beste Möglichkeit unter wahrlich nicht sehr guten Möglichkeiten, den Film zu schauen. Denn John Rambo ist schlicht kein schön anzusehender Film und technisch aufgrund seines 2K-DIs deutlich limitiert. Gegenüber der alten Warner Blu-ray weist die Leonine-BD allerdings ein ganz dezent reduziertes Gelb-Feeling auf, was insgesamt stimmiger wirkt. Das Gelb ist immer noch da und somit auch der vermutlichen Ausgangsidee verpflichtet, aber eben etwas verminderter. Schöner sehen sämtliche Explosionen aus, die mehr Orangeanteil haben und dadurch realistischer wirken. Gleichzeitig ist der Kontrast etwas knackiger. Immer noch nicht wirklich dynamisch, aber etwas satter. Der Schwarzwert kommt ein bisschen kräftiger rüber und auch Farben (die wenigen Farben, die der Film liefert) sind etwas intensiver. Die sichtbarste Verbesserung ist das reduzierte Überstrahlen auf hellen Oberflächen. Stilistisch ist das immer noch etwas vorhanden, aber nicht mehr so dramatisch wie bei der alten Disk. Außerdem gibt’s ein besseres Encoding. Die Artefakte, die über die alte BD zu sehen waren, sind nun nicht mehr erkennbar. Allerdings ist da immer noch viel Luft nach oben und das Ausgangsmaterial ist schlicht maximal durchschnittlich. Das bessere Encoding sorgt hier und da aber für eine subjektiv etwas erhöhte Detailabbildung. Dies allerdings in eng gestecktem Rahmen, denn aufgrund des gleichen 2K-DIs ist nicht mehr rauszuholen. In der Folge einige Screenshotvergleiche, die den Vorsprung der Blu-ray von Leonine zeigen. Nicht alle sind kommentiert.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … holt die Leonine-BD etwas mehr Dynamik raus und ist im Grün satter. Auch die Wolken wirken dramatischer.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Die Leonine-Blu-ray zeichnet besser durch und überstrahlt weniger.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Die Leonine-Disk reduziert das etwas, ohne den Filmlook zu verraten.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Dennoch löst die Leonine Blu-ray die Körnung besser auf. Nicht wirklich perfekt, aber besser.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray bringt Zeichnung zurück.




Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray bringt mehr Orange ins Spiel und wirkt dadurch dramatischer, echter.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … hat die Leonine-Disk mehr Zeichnung im Feuer.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Sichtbar im Zoomausschnitt unten.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Das hochwertigere Encoding der Leonine-Disk löst das sichtbar besser auf.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … fallen die Unterschiede gering bis nicht sichtbar auf.


Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):

Die DTS-HD-Master-Tonspur der alten Blu-ray von John Rambo weist einige der lautesten Pegel physischer Disks überhaupt auf. Wenn nach etwas über 27 Minuten die Mörsergranaten im Dorf einschlagen, hat man bei Referenzpegel selten lautere Signale gehört, bzw. gespürt. Was hier an Abriss veranstaltet wird, geht knapp an der Körperverletzung vorbei. Allerdings liefert die Originalfassung in diesen Szenen noch eine Spur mehr Räumlichkeit. Vor allem der erste Granateneinschlag kündigt sich stärker von den Rears an als es bei der Synchro der Fall ist. Bei Szenen wie dem Rückblick nach etwas über 30 Minuten gibt es erneut maximale Pegel (Blitz und Donner direkt zu Beginn) und dort ist es mit der Differenzierung auch etwas besser. Auch der nicht selten fallende Regen wird meist schön aufgelöst und fällt räumlich. Dialoge bleiben meist gut verständlich, könnten aber etwas mehr Volumen haben. Jetzt ist Lautstärke und vermeintliche Dynamik (die gar nicht so exorbitant groß ist, wie man subjektiv denken könnte) nicht zwingend alles. Es gibt auch noch Dinge wie Direktionalität der Soundeffekte und Differenzierung. Und gerade bei Letzterem hapert es etwas. Ja, es ist laut. Und es rumst sehr ordentlich. Aber insgesamt dann doch ein wenig teigig, in der Mittel-Hochton-Lage etwas muffig und insgesamt wirkt das ganze Klangbild übertrieben. Schaut man sich den Frequenzgang an, sieht man, dass die Actionszenen bis zum maximalen Dezibelwert hochgeboostet erscheinen. Sämtliche Actionsequenzen bewegen den Centerkanal absolut am Limit. Wer hier weniger potente Speaker hat, sollte etwas leiser einpegeln als üblich. Wie gesagt: Das ist zwar auf der einen Seite beeindruckend, auf der anderen Seite aber nicht wirklich hochklassig gemischt. Die neue Blu-ray von Leonine liefert nun die exakt gleiche Abmischung – allerdings rund vier dB leiser eingepegelt. Wer hier vermutet, es wäre ein weniger dynamischer Mix, sitzt dem Irrtum der subjektiv höheren Lautstärke vs. geringere Lautstärke auf. Allerdings bedeutet die “nur” leisere Einpegelung natürlich auch, dass sich am Mix grundsätzlich nichts geändert hat. Entsprechend fehlt ihm immer noch die Differenzierung und ein besser durchzeichneter Mittel-Hochtonbereich. Die englische Fassung hingegen bekommt nun wieder einige Anteile, die ihr über die alte Blu-ray schlicht fehlten. Man nehme bspw. den Kommentator beim Schlangenkampf nach 6’30. Wo die alte BD diesen im undefinierbaren Hall verschluckte, spricht er nun klar und deutlich. Auf der anderen Seite fehlt’s dem O-Ton während des Angriffs nach 27:30 Minuten massiv an Tiefbass beim Einschlag der Mörsergranaten. Wo der deutsche Ton hier den Boden wackeln lässt, gibt’s beim O-Ton nur brummeligen Brei aus dem Subwoofer.

![John Rambo [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/51POV+jniYL._SL500_.jpg)
Bild- und Tonqualität UHD [Leonine] inkl. Korrektur-Disk

John Rambo wurde 2008 analog gefilmt. Zum Einsatz kamen die Arricam LT und ST sowie die Arriflex 235 und 435. Für die 4K-Disk wurde allerdings kein neues Master vom Negativ gezogen, sondern erneut vom 2K-DI gearbeitet. Das allerdings, im direkten Vergleich mit der alten Blu-ray, mit einem etwas veränderten Bildausschnitt. Das weckt für einen Moment zwar den Eindruck, als hätte man neu gescannt und im Nachgang einen anderen Bildausschnitt gewählt, doch sobald der Film läuft, ist klar, dass man es hier keineswegs mit einer 4K-Abtastung zu tun hat. Abgesehen davon implementierte Leonine HDR10 und Dolby Vision als dynamische Kontrastformate. Und … versemmelte im ersten Anlauf die 4K-Disk vollkommen. Gab es früher schon einmal Leonine-UHD-BDs, deren Schwarzwerte falsch gesetzt wurden und dadurch für massives Black Crush sorgten (im Falle von Everything, Everywhere … gab’s sogar eine Korrektur und einen Austausch), war das Schwarz in der ersten Auflage in die andere Richtung verschoben. Die komplette Disk war zu hell – inklusive der eigentlich schwarzen Balken, die hier eher gräulich rüberkommen. Aufgrund des zu hellen Masterings waren die Farben zudem stark entsättigt und kommen deutlich schwächer rüber als über die neue Blu-ray. Einzig das Encoding war noch mal eine Spur besser als bei der neuen Blu-ray, die ebenfalls schon besser ist als die alte Blu-ray. Diese erkannte Leonine als Mastering-Fehler an und begann rund fünf Wochen nach dem ursprünglichen Release mit dem Versand von korrigierten Disks. Bevor wir zum Vergleich mit dieser korrigierten Fassung kommen, aber zunächst ein paar Vergleichsbilder mit der falsch gemasterten UHD Blu-ray.


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … sieht man hier eindrucksvoll. Die UHD Blu-ray wirkt fast komplett farbentsättigt.


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … nahezu keine Farbanteile mehr.


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … ist über die UHD Blu-ray verschwunden.


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe hat nur noch kraftloses Gelb im Angebot.


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … zu aschfahl grüngrau.


falsch gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Nein, leider nicht – 2K-DI sei “dank”.

Korrigierte Fassung:
Nun hat Leonine das Master korrigiert und die neue UHD Blu-ray kommt jener aus den USA sehr nahe. Tatsächlich unterscheidet sie sich nur minimal. Gegenüber der neuen Blu-ray ist die korrigierte und richtig gemasterte UHD Blu-ray (und sie IST in der Tat richtig gemastert) in den Farben dennoch etwas reduziert. Das gilt aber auch für die US-Disk. Die neue Blu-ray von Leonine bleibt in Summe die farbkräftigste Scheibe von allen. Der Schwarzwert ist nun aber korrekt, die schwarzen Balken sind satt schwarz und es gibt keinerlei Probleme mehr mit der Scheibe. Geblieben ist natürlich die eher schwache Schärfe, weil wir es nur mit einem 2K-DI zu tun haben. Das Encoding ist gegenüber der neuen Blu-ray aber hier und da besser. Nicht immer, aber durchaus ab und zu sichtbar.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Hier ist die UHD Blu-ray etwas blasser.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray nimmt die Farbe hier deutlich raus.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Da liegen trotz geringerer Farbsättigung zur Blu-ray noch mal Welten dazwischen.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … wirkt auch das Bild der korrekt gemasterten UHD Blu-ray blasser.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Ein Mittelding zwischen der arg farbigen BD und der reduzierten HDR-Scheibe wäre schön gewesen.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links):


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): … gefällt mir die Farbgebung der UHD Blu-ray allerdings besser. Das Gesicht ist nicht so ganz übertrieben farbig.


korrekt gemasterte UHD Blu-ray (Leonine 2025) (Slider ganz nach links): Nicht vorhandener Vorsprung bei der Auflösung aufgrund des 2K-DIs.

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- Film
Bild- und Tonqualität UHD [Lionsgate USA]

Das Master der Lionsgate-Disk aus den USA ist sichtbar die Vorlage für die deutsche Leonine-Scheibe. Ihr Framing ist identisch und Schärfe und Auflösung sind komplett identisch. Sie ist aber insofern korrekt gemastert, als dass sie keine Probleme mit dem Schwarz hat. Aber sie ist auch keine wirklich gute 4K-Disk. Man sieht auch hier der UHD Blu-ray deutlich die Limitierung an, die sie aufgrund des 2K-DIs hat. Selbst bei genauem Hinsehen gibt’s keine Detailvorsprünge – egal, ob in Close-ups, die kaum merklich mehr Gesichtsporen offenbaren oder bei Totalen, in denen die Naturdetails nicht wirklich deutlicher werden. Gegenüber der alten Blu-ray von Warner gibt’s auch hier einen Encoding-Vorsprung, der aber weit unter dem bleibt, was 4K-Disks könnten. Denn bei gerade einmal 36 GB Datenmenge (auf der 4K-Scheibe musste parallel auch der Extended Cut Platz finden) ist einfach zu wenig Spielraum für einen maximalen Datendurchsatz. Farblich ist die US-Disk im Gelb reduzierter. Auch noch mal reduzierter als die neue Blu-ray von Leonine. Sie ist aber auch ein kleines Stück dunkler und nicht wirklich kontrastdynamischer. Im Prinzip ist sie mit der deutschen Disk fast identisch, in den Farben eine ganz kleine Nuance kräftiger. Das wird aber im laufenden Bild selbst im Direktvergleich niemand wirklich erkennen. In der Folge Vergleichsshots mit der KORREKT gemasterten deutschen UHD Blu-ray.


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):


UHD Blu-ray (Lionsgate USA 2019) (Slider ganz nach links):
Bonusmaterial
Das Bonusmaterial von John Rambo beschränkt sich an Videos auf die 84-minütige Doku: “To Hell And Back“, die ausschließlich auf der neuen Blu-ray zu finden ist. Dazu gibt es ein Booklet, das nicht wirklich neue Texte liefert und unter hanebüchenen Übersetzungsfehlern leidet. Beispielsweise ist dort von einem Tierarzt John Rambo die Rede, was als Übersetzungsfehler aus “Vet” resultiert, das der Übersetzungsautomat als “Veterinär” und nicht als “Veteran” interpretiert haben muss. Bleibt noch der Extended Cut des Films, der auf einer dritten Blu-ray untergebracht ist. Dort allerdings nur in Full-HD und ohne deutsche Synchronisation.
Fazit
John Rambo ist schon aufnahmebedingt kein dankenswerter Film für eine hochwertige Veröffentlichung. Man müsste mehrere Schritte zurückgehen und den Film noch einmal ganz neu vom Negativ aufbauen. Da hier vom 2K-DI gearbeitet wurde, ist keinerlei Auflösungsvorteil erkennbar. Immerhin hat Leonine aber den Fehler des falschen Masterings korrigiert. Jetzt ist die UHD Blu-ray nicht mehr zu hell und leidet nicht unter gräulichen Cinemascope-Balken. Sie gleicht visuell jetzt fast 1:1 der US-UHD – was nicht unbedingt eine Qualitätsaussage ist. Denn auch die ist nur mittelprächtig. Die gegenüber der deutlich farbigeren Blu-ray reduzierten Farbanteile sind sicherlich Geschmacksache, entsprechen aber ebenso der US-Disk. Wer’s kräftiger haben möchte, der nimmt die neue Blu-ray von Leonine. Sie ist im Package eh enthalten. Da die 4K-Disk keinerlei Auflösungsvorteile bietet, kann man hier also seinen Geschmack entscheiden lassen, ob man lieber mehr oder lieber etwas reduzierte Farben haben möchte. Als echtes 4K-Upgrade kann man aber auch die korrigierte Fassung nicht bezeichnen, da sie gegenüber der neuen Blu-ray keine sichtbaren Vorteile offenbart.
Ein Dank gilt Leonine, die hier doch überraschend schnell gehandelt haben. Auch wenn die Kommunikation oft nicht zufriedenstellend war.
Schaut euch dazu auch gerne noch das mein YouTube-Video an, in dem es noch weitere Screenshotvergleiche gibt. Freue mich, wenn ihr mir ein Abo da lasst: KlickMichSoHartWieRambosFaust.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD (Warner 2008): 55%
Bildqualität BD (Leonine 2025): 70%
Bildqualität UHD (US-Fassung): 60%
Bildqualität UHD (Leonine – falsches Mastering): 40%
Bildqualität UHD (Leonine – korrigiertes Mastering): 60%
Tonqualität BD (2008) (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD/UHD (2025) (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD (2008) (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD (2025) (Originalversion): 75%
Bonusmaterial: 60%
Film: 70%
Anbieter: LEONINE Distribution
Land/Jahr: D/USA 2008
Regie: Sylvester Stallone
Darsteller: Sylvester Stallone, Julie Benz, Matthew Marsden, Graham McTavish, Jake La Botz
Tonformate BD/UHD (Kinofassung): dts-HD-Master 5.1: de, en
Tonformate BD (Ext. Cut): dts-HD-Master 5.1: en
Untertitel: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 91
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 18 (ungeschnitten)
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: LEONINE Distribution)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischem Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild„verbesserern“ zu verfälschen.
- Panasonic DMP-UB900
- Panasonic DP-UB824EGK
- LG 65G39LA
- Apple 4K TV
- Epson EH-TW9400
- HDMI-Kabel: Audioquest Forest-Serie