Jurassic World: Die Wiedergeburt 4K UHD

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Beitragsbewertung

4K Blu-ray Review

Universal Pictures, 02.10.2025
Universal Pictures, 02.10.2025

OT: Jurassic World: Rebirth IMDb 5.8

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10 mit sechs Nullen

Reboot #2. Aktuell mit Problemen bei der deutschen Tonspur!
UPDATE zum Tonproblem:
Der Fehler konnte zwischenzeitlich identifiziert und behoben werden, so dass die Produktion fehlerfreier Discs bereits in Vorbereitung ist.
Betroffen sind ausschließlich Discs mit folgenden Nummern, diese finden Sie unter dem Universal-Logo auf der Disc:
Blu-ray: UPB1-1028383R0 (Produkt EAN: 5053083270964 oder 5053083271411)
4K UHD: UPK1-1028383R0 (Produkt EAN: 5053083270971 oder 5053083271411)
Falls Ihre Disc betroffen ist, bieten wir Ihnen einen unkomplizierten Disc-Austausch an:
Bitte senden Sie hierfür eine E-Mail mit einer Kopie Ihres Kaufbeleges (max. 1 MB) und Ihrer vollständigen Postadresse an: info@universal-pictures.de
Sobald die korrigierten Discs verfügbar sind, senden wir Ihnen Ersatz zu. Bitte beachten Sie, dass ausschließlich die Disc ersetzt wird.
Falls Ihre Disc nicht betroffen ist, empfehlen wir, die Firmware Ihres Abspielgeräts zu aktualisieren, um die bestmögliche Wiedergabe zu gewährleisten.
Wir danken Ihnen sehr für Ihre Geduld und Ihr Verständnis, Ihr Filmerlebnis liegt uns sehr am Herzen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Universal Pictures Germany Team

Inhalt

Wegen eines Schokoriegels …

32 Jahre nachdem ein gewisser John Hammond mit seinen Wissenschaftlern die Dinos zum Leben erweckt hat, ist das Interesse an den prähistorischen Lebewesen dem Alltag gewichen und es gibt neben ein paar traurigen Resten in der Zivilisation nur noch ein Band am Äquator, wo man die Spezies unberührt antreffen kann. Ein Bereich, an den kein Mensch reisen darf – zumindest nicht, wenn er nicht große Probleme bekommen möchte. Und Martin Krebs möchte Probleme bekommen. Oder sie zumindest ignorieren. Denn sein Brötchen- und Geldgeber, das Pharmaunternehmen ParkerGenix, hat Großes vor. Mit den Dinos. Oder besser: mit deren DNA. Gerne möchte man ein Mittel gegen Herzkrankheiten aus der genetischen Struktur der Dinosaurier generieren. Um an die größten Vertreter der unterschiedlichen Spezies der See-, Luft- und Landsaurier zu kommen, heuert Krebs die Ex-Militäragentin Zora Bennett und den Paläontologen Dr. Henry Loomis an. Gemeinsam mit Zoras Kameraden Bobby Atwater und Duncan Kincaid steuert man Richtung Äquator und liest zunächst ein paar Schiffbrüchige auf, die unvorsichtigerweise ins Gebiet des Mosasaurus gelangten und von selbigem des Bootes sowie einer Lebensperspektive beraubt wurden. Die auf diese Weise bunt zusammengewürfelte Truppe schafft es, eine weitere Begegnung mit dem Monstrum der Meere zu überleben, und kann sogar eine Probe von ihm nehmen. Doch das, was sie auf dem Wasser erleben, ist nichts gegen das, was sie an Land erwartet …

Ein nur fünf Jahre dauerndes Gastspiel

Schon nach dem kultigen Jurassic Park von 1993 begann die Diskussion: Wie hält man das Dino-Erlebnis frisch, ohne sich selbst lächerlich zu machen? Vergessene Welt und Jurassic Park III zeigten erste Risse: mehr Action, weniger wissenschaftlicher Sinn, mehr Effekte, weniger Fabel. Als dann 2015 mit Jurassic World das Reboot startete, versprach man, den Mythos zu erneuern. Doch über die drei World-Filme hinweg sank die Qualität spürbar. Zuschauer und Kritiker bemängelten zunehmend Logikmängel, übertriebene CGI, schwache Charaktere und das Gefühl von “größer = besser”. Besonders Jurassic World: Ein neues Zeitalter, der sechste Film der Reihe, wurde vielfach als Tiefpunkt gesehen. Rotten-Tomatoes-Score: etwa 34 %, Kritiker sprachen vom schlechtesten Film des Franchise bislang, mit zu vielen Figuren, zu wenig Erzählfokus, und einer Dinosaurier-Show ohne echten Nerv. Vor diesem Hintergrund erscheint Jurassic World: Die Wiedergeburt fast wie ein Neuanfang oder zumindest eine Antwort auf die Überladenheit der World-Trilogie. Es nimmt sich zurück, erinnert stilistisch mehr an Spielberg, zeigt mehr echte Sets und Locations, arbeitet wieder mit Panavision-Kameras und anamorphotischen Linsen – alles Dinge, die in den letzten Fortsetzungen mehr und mehr im Dienst bombastischer Action verwässert wurden. Und mit der Besetzung von Gareth Edwards durfte man durchaus Hoffnung haben, dass es einen echten und überzeugenden Neustart geben wird. Kein Wunder dann auch dass sein Jurassic World: Die Wiedergeburt stark horrorlastig beginnt. Nicht nur visuell mit einem Dinosaurier, dessen Kopf im roten Nebel schon fast wie ein Alien aus Gigers Schmiede wirkt und sich auch direkt mal einen Wissenschaftler einverleibt. Nein, auch der Score schlägt gruselige und dramatischere Töne an. Das gilt für den zweiten Angriff eines Dinos nach 30 Minuten ebenfalls, dessen Attacke an jene aus Der weiße Hai erinnert.

Macht der Söldnerin ein unanständig hohes Angebot: Martin Krebs

Ohnehin ist die Fahrt übers Wasser bis an Land ziemlich verlustreich und sogar blutig. Dazu zählt auch ein ziemlich unappetitlich ausgeweideter Dino nach 81 Minuten, um den die Fliegen nur so schwärmen. Auch ein T-Rex stellt endlich wieder die Bedrohung dar, die wir aus dem ersten Teil kennen: Jurassic World: Die Wiedergeburt lässt den gefürchtetsten aller Saurier in einer beeindruckenden Flusssequenz auf die schiffbrüchige Familie los. Edwards schlägt hier also durchweg eine andere Marschrichtung ein als es vor allem seine drei Jurassic-World-Vorgänger taten. Der Godzilla-Regisseur ist zwar versiert im Umgang mit episch angelegten Monsterfilmen, was er mit seinem US-Kaiju-Reboot vor gut zehn Jahren bewiesen hat, doch in Jurassic World: Die Wiedergeburt lässt er es bewusst kleiner angehen. Der Gigantismus der drei vorherigen Filme ist damit passé. Und auch wenn das Szenario auf einer nicht ganz kleinen Insel angesiedelt ist, nimmt er sich Zeit, bis er seine Urwesen in voller Größe und bei Sonnenlicht präsentiert. Diese Rückbesinnung tut dem Franchise merklich gut. Es kann aber auch sein, dass es 73 Minuten benötigt, bis eines der ganz großen Tiere in voller Größe auf dem Bildschirm erscheint, weil speziell dessen tricktechnische Realisierung gruselig geraten ist. Der wasauchimmer (ich müsste meinen Sohn fragen) Langhals, der sich dort vor dem Himmel abhebt, sieht schlechter getrickst aus als die Brachiosaurus-Pendants aus Jurassic Park, die Sam Neill mit offenem Mund anstarrte. Während sich auf deren Lederhaut zwar etwas mehr Dynamik abspielt, sehen Bewegungen und Interaktion mit dem Hintergrund sichtbar schwächer aus als die Tricks von vor 32! Jahren. Das ist insbesondere deshalb ärgerlich, weil Edwards ansonsten viel auf praktische Sets setzt und CGIs, wo möglich, vermeidet. Anhand derart misslungener Computertricks fragt sich aber zunehmend, ob die VFX-Studios sich das große Geld mittlerweile einstreichen, auch wenn sie halbgare Arbeit abliefern. Mit rund 180 Mio. Dollar Budget war Die Wiedergeburt alles andere als ein günstiger Film. Und mit Ausnahme von Scarlett Johansson ist keiner der Darsteller überbezahlt. Glücklicherweise ist speziell dieser Moment auch schnell wieder rum und die weiteren Konfrontationen mit den Flugsauriern geraten wesentlich überzeugender. Und man muss konstatieren, dass es gut tut, dass die Reihe sich mit ihrem siebten Film wesentlich stärker am Original (und vielleicht am dritten Teil) orientiert. Es war an der Zeit, das Alberne der beiden direkten Vorgänger mal über Bord zu werfen und mal wieder ein wenig Ernsthaftigkeit zurückzubringen.

Schließt das die “Null aus der 10 mit ein”?

Dass dabei trotz der Rückkehr des Original-Drehbuchautoren David Koepp keine wirklich originelle Geschichte rausgekommen ist, muss man allerdings akzeptieren. Weder gibt’s hier irgendwelche Überraschungen, noch ist die enthaltene Pharma- und Gentechnikkritik originell verpackt. Wer der Story folgen will, muss nicht mal die Dialoge hören, um nachvollziehen zu können, was hier geschieht. Das kann man bemängeln oder aber sich vollkommen auf das Eskapistische einlassen. Gefühlt will Jurassic World: Die Wiedergeburt nur unterhalten und keine großen Diskussionen auslösen. Und Unterhaltung kann er schon ganz gut. Speziell zum (nächtlichen) Ende hin wird es äußerst packend und intensiv. Die versammelten Protagonisten werden ohne große Möglichkeit der Gegenwehr aus allen Ecken und Enden in die Enge getrieben, was durch die bedrohlichen Flugsaurier-Hybride ähnlich beängstigend wirkt wie bei den Raptoren im Originalfilm. Dass der D-Rex dann noch mal ziemlich blutig zupacken darf, schließt den Kreis zum Intro des Films. Trotzdem der Film fast von der ersten Szene an die Zähne zeigt, geht es aber nicht nur ums Blut und die Dinosaurier. Auch schauspielerisch versucht Wiedergeburt Boden gutzumachen gegen die Kritik der letzten Filme. Darstellerisch war es sicher eine Überraschung, dass Scarlett Johansson mit von der Partie ist. Aber vermutlich hat man ihr eine ähnliche Zahl geboten wie Martin Krebs ihrem Film-Alter-Ego. Sei’s drum: Johansson macht ihren Job gut und überzeugt vor allem durch einen ungewohnten Sarkasmus, der dem Film guttut und ihr ganz wunderbar steht. Sie schafft es tatsächlich auch, der integrierten Lovestory-Light Charme und Nachvollziehbarkeit zu verpassen, ohne knietief in Kitsch abzudriften – das darf man bei einem Franchise-Film wie diesem auch mal lobend erwähnen. Rupert Friend, den viele vielleicht noch als Peter Quinn aus Homeland kennen, darf einen angemessen intriganten Fiesling geben, und der Joko-Winterscheidt-Verschnitt Jonathan Bailey gibt den jüngeren Dr. Alan Grant, der ebenso staunend vor einem Langhals-Saurier auf die Knie geht wie einst Sam Neill. Was allerdings schade ist: Gareth Edwards hat bei Godzilla, Rogue One und vor allem zuletzt mit The Creator bewiesen, dass er Filmen seinen eigenen Stempel aufdrücken kann. In Jurassic World: Die Wiedergeburt reduziert sich das auf die oben angesprochene Horrorstimmung, ansonsten hätte der Film inszenatorisch auch von jedem anderen Regisseur sein können.

Muss nur kurz überlegen und ein Bonbon kauen: Dr. Henry Loomis

Neben den genannten positiven Aspekten des Films gibt es aber auch zahlreiche nervtötende Dinge. Dass Zora gefühlt eine Ewigkeit braucht, um den Probenpfeil Richtung Mosasaurus abzufeiern, wirkt dermaßen gewollt und konstruiert, dass es kracht. Das Verhalten von Ed Skreins Charakter beim Angriff der Spinosaurier provoziert die Frage, wozu man ihn überhaupt besetzt hat und die Tatsache, dass einige Figuren erst einmal völlig regungslos bleiben, während direkt nebenan die Hölle losbricht und man zur Hilfe eilen könnte, wirkt ziemlich befremdlich. Ganz zu schweigen von der Frage, wie die Forschungsinsel, auf der man genetische Manipulationen an den Dinos vornimmt, so krass untergesichert sein kann. Der eklatanteste Mangel dürfte aber sicher sein, dass nach den Ereignissen von Ein neues Zeitalter lediglich fünf Jahren vergangen sind. Ein einziger erklärender Satz auf schwarzem Hintergrund muss reichen, um nachvollziehen zu können, wie die Dinos in so kurzer Zeit wieder (fast) komplett aus den von Menschen bewohnten Gebieten verschwunden sind. Das wirkt allzu willkürlich. Noch unschlüssiger wird das, wenn man bedenkt, dass im Vorgänger Velosiraptoren in Schneegebieten überlebten und massives Anpassungsvermögen offenbart haben. Bei einem Budget von 225 Mio. Dollar wäre sicherlich eine kleine animierte Sequenz möglich gewesen, in der man das etwas schlüssiger und nachvollziehbarer hätte zusammenfassen können.

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Stand von: 2026/02/08 5:15 a.m. - Details
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Bild- und Tonqualität BD

Na klar ist er dabei

Wie unten im Kapitel Bildqualität UHD näher beschrieben, ist Jurassic World: Die Wiedergeburt mit analogen Kameras gedreht worden. Das sieht man dem Film von Beginn und durchweg an. Die Dynamik, die man hier zu Gesicht bekommt, ist typisch für Filmmaterial und die kräftigen, warmen Farben ebenso. Was die Hauttöne angeht, so kennt man dieses warme und sehr gebräunte Aussehen, was im Falle von Scarlett Johansson und Rupert Friend zu Beginn allerdings Züge annimmt, die man sonst nur von einem gewissen US-Präsidenten kennt. Das ist schon arg orange auf ihren Gesichtern. Helle Bereiche überstrahlen gerne mal, während harte Kontraste zu Beginn auch mal ganz leicht fürs Absaufen von Details in Schatten sorgen. Andererseits ist der Filmlook aus heutiger Sicht auch etwas Besonderes und Herausstechendes. Ich mag dieses Analoge sehr gerne. Die Blu-ray arbeitet zudem die Körnung einigermaßen gut heraus, hätte aber noch etwas besser encodiert sein dürfen. In neblig-dunklen Szenen wird es schon mal etwas grober, aber Artefakte oder Banding sind zumindest kein Thema.

Wenn ein Gigant der Meere mitspielen möchte

Ein dickes Lob an Universal (zunächst) für die Integration einer deutschen und englischen Dolby-Atmos-Tonspur bei Die Wiedergeburt bereits für die Blu-ray. Hören wir uns diese zunächst auf der regulären Ebene an, so weiß sie im unteren Frequenzbereich immer wieder zu überzeugen. Schon von der ersten Sekunde an sitzt man hier mittendrin, wenn man die Dschungelgeräusche von überall hört, irgendein potenter Dino im Hintergrund leise rumort und dann der Helikopter auf die Kamera zufliegt. Auch die Sounds im Labor nach drei Minuten sorgen für eine äußerst immersive und im Verbund mit dem D-Rex beeindruckend-dynamische Vorstellung. Etwas irritierend dünn und ungelenk auf Auto-Innenraum getrimmt, ist der erste Dialog zwischen Rupert Friend und Scarlet Johansson nach sieben Minuten. Das klingt, gelinde gesagt, sch…lecht. Sobald die Darsteller im Freien miteinander sprechen, wird es zwar besser, weil atmosphärisch gefühlt korrekter, aber ein gewisses Rauschen und Zischen ist den deutschen Dialogen nicht abzusprechen. Gerade Johanssons angestammte Synchronstimme Luise Helm klingt ungewohnt fragil. Das ist insbesondere deshalb schade, weil Sounddesign und Umsetzung auf der Disk ansonsten Referenzqualität erreichen. Wenn der Mosasaurus nach 29’30 das Segelboot rammt, sitzt man definitiv aufrecht vor dem Screen, und beim Kreischen des T-Rex nach 85’36 prüft man im Anschluss den Sitz seiner Fönfrisur. Der Bass bei 40’42 oder 86’12 gerät außerdem wirklich unanständig fett und mischt das potente Heimkino ordentlich auf. Am meisten Spaß machten mir aber die atmosphärischen Szenen. Der lebhafte Dschungel ab Minute 61’30 lässt es hier gurren und dort sirren; hier zischen und dort blubbern – das macht wirklich Spaß.

Darum geht’s

Womit wir leider auch beim Problem der Disk sind. Denn was für ein Film böte sich besser für die effektvolle Nutzung der Heights an, als ein Werk, in dem die Gegner teils haushoch sind und der Dschungel allgegenwärtig? Und im Grunde gäbe es nichts zu meckern, denn spätestens mit dem Ankommen auf der Insel gibt es eben während dieser atmosphärischen Szene nach 61’30 eine für rund drei Minuten lang aktive Dschungelstimmung, die richtig Laune macht. Zuvor gibt es einzelne 3D-Sounds nach 3’40 (Sirenen), sechs Minuten (Helikopter), 38’15 (Signalpistole), 40’40 (Sirene), 44’34 (Abschuss der Probenkapsel) oder eine quakende Echse bei 59’29. Das “im Grunde” schließt aber eine Bedingung ein. Und die ist: Das Genannte gilt ausschließlich für den O-Ton in Englisch. Denn der deutsche Atmos-Sound nutzt die Heights lediglich für den Score. Die komplette Geräuschebene fehlt dort oben, ist dafür über das reguläre Surroundumfeld zu hören. Wenn sich nicht jemand was dabei gedacht hat, was angezweifelt werden darf, ist hier ein Masteringfehler passiert, der für deutsche Kunden und Synchronfans maximal ärgerlich ist. Ich habe dieses Problem dem Anbieter kommuniziert. Eventuell gibt es hier eine Möglichkeit nachzubessern.
Also machen wir weiter mit den “fehlenden” Sounds, die im Moment nur der O-Ton-Fan genießen darf. Nach rund 76 Minuten sind das die heulenden Geräusche der Langhälse, das Raunen nach 76’13 sowie der Kapselschuss nach 76’36. Zwei Minuten später öffnet sich der Dschungel wieder mit zahlreichen exotischen Tiergeräuschen, und bei 84’16 düst ein Flugsaurier übers Geschehen. Während des T-Rex-Angriffs gibt es dessen Grollen nach 86’55 und noch mal intensiv und bedrohlich bei 87’14. Bei Minute 92, 95’57 und ab 96’41 gibt’s dann erneut (teils sehr heftige) Flugsauriersounds und als atmosphärisches Gegenstück zum Dinogekreisch bekommen wir bei 104’40 gut ortbare Lampenflackergeräusche. Die jedoch eine Minute später wieder durch einen trampelnden Dino abgelöst werden. Während der Auseinandersetzung mit den Flugdinos in diesen Szenen gibt es zahlreiche 3D-Sounds, die dann nach knapp 109 Minuten durch Helikoptergeräusche abgelöst werden. Immer wieder kommen dann Actiongeräusche von oben, die im Überfahren des Jeeps nach 113 Minuten ihren dynamischen und effektvollen Höhepunkt haben. Während der folgenden sieben Minuten dominiert dann der “Endgegner” aus den Heights und darf dort einige Male seine wuchtige Stimme erklingen lassen, während der Tiefbass dazu ordentlich rumort.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Wenn VFX im Jahre 32 nach Jurassic Park kaum besser aussehen

So unterschiedlich kann’s zugehen, bei der Arbeit für diesen Blog und an neuen Filmen. Hat man eben noch das glasklare, rasiermesserscharfe und absolut ruhige Digitalbild von F1 besprochen, sieht man schon in der ersten Szene von Jurassic World: Die Wiedergeburt, dass Gareth Edwards und sein Kameramann John Mathieson sich für den Dreh mit analogen Filmkameras entschieden haben. Zum Einsatz kamen hier die Arriflex 235 sowie die Panavision Panaflex Millennium XL2. Gedreht wurde auf 35-mm-Filmmaterial und das mit den VFX verheiratete Gesamtmaterial bekam ein 4K-DI spendiert, das als Grundlage für die UHD Blu-ray dient. Der etwas weichere Look passt sich damit dem an, was die Reihe (fast) durchweg ausmachte. Denn mit Ausnahme von Jurassic World: Das gefallene Königreich, der digital gedreht wurde, setzte auch Colin Trevorrow für den vierten und sechsten Teil auf analoge Geräte. Universal gradete den siebten Film des Franchise nun mit HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Allerdings ist die 4K-Disk zunächst vor allem sichtbar dunkler eingepegelt. Das ist in den hellen Tageslichtszenen okay, geht aber bereits in den dunkleren Dschungelmomenten (bspw. nach 63’35) eher in den Bereich “anstrengend”. Und das gilt sowohl für HDR10 als auch für Dolby Vision, wobei es bei Letzterem immerhin ein etwas satteres Schwarz gibt. Denn analog zur Blu-ray ist Schwarz leider nie superknackig und tendiert eher ins Gräuliche. Dolby Vision ist hier noch am besten unterwegs, während HDR10 dafür (zumindest auf meinem LG OLED ohne jegliche Kontrast-/Helligkeitsintensivierer) etwas heller wirkt. Farben sind über die 4K-Disk etwas zurückgenommener. Der Sonnenuntergang bei 35’03 ist über die Blu-ray orangebetonter, während die HDR-Scheibe hier roter und etwas tiefer in der Farbe erscheint. Das tut den über die Blu-ray arg orangefarbenen Gesichtern von Rupert Friend und Scarlet Johansson eher gut, da sie nun ein wenig mehr ins Gesundbraune tendieren. In puncto Auflösung kann die 4K-Disk ein wenig mehr Detailtiefe an Dschungelpflanzen und bei den wenigen realen Hintergründen in New York bieten, das ist allerdings nicht der größte Pluspunkt, sondern das bessere Encoding. Die UHD Blu-ray liefert das eindeutig besser eingefangene und ruhigere Filmkorn. Insbesondere Hintergründe und vor allem solche in dunkler Umgebung (bspw. 100’18) zeigen im Himmel eine viel gleichmäßigere Körnung.

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Blu-ray (1’32): (Slider ganz nach rechts): Auch in den hellen Szenen ist schon zu sehen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … dass die UHD-BD sichtbar dunkler gemastert wurde.
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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Im Detail ist das eine Szene, in der man in der Tiefe eine bessere Auflösung sieht.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Menschen, Palmwedel, Strukturen auf den Oberflächen sind allesamt besser aufgelöst.
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Blu-ray (2’13): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):
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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Auch hier:
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Schriften oder Details an dem Stromverteiler oben rechts. Dazu die Körnung auf der Oberfläche – alles ist sichtbar feiner.
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Blu-ray (3’51): (Slider ganz nach rechts): Gehen wir in die Farbauflösung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Rot ist dazu immer ein gutes Beispiel, da die Farbe maximal schwierig in der Auflösung ist.
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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Hier sieht man auch, dass die Blu-ray mit 8-Bit Farbtiefe Schwierigkeiten bekommt. Dazu muss gleichzeitig das Filmkorn gut eingefangen werden. Hier scheitern Blu-rays sehr oft. Gut zu sehen an der Figur, die aus dem Rot erscheint.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist zwar noch nicht perfekt, zeigt aber die Körnung besser und löst vor allem die Figur viel souveräner aus dem Rot heraus.
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Blu-ray (9’51): (Slider ganz nach rechts): Bei den Hautfarben …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die HDR-Disk etwas natürlicher, weniger übersättigt (und das ist keine der extrem orangefarbenen Momente). Auch das Überstrahlen auf dem Wasser ist bei der UHD-BD nicht mehr zu sehen.
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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):
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Blu-ray (15’35): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):
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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Die Details auf der Bretterbude …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sind über die 4K-Disk dann doch deutlich klarer. Man beachte die Schrift unterhalb des “Bar & Grill”.
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Blu-ray (26’24): (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):
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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts):
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):
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Blu-ray (81’38): (Slider ganz nach rechts): Dass der Farbraum tatsächlich erweitert ist …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wird bei den farbenprächtigeren Szenen nicht allzu auffällig. Das Orange wirkt vor allem deshalb kräftiger, weil die UHD-BD dunkler ist.

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Allerdngs werden die Punkte im Dino-Kragen klarer abgegrenzt abgebildet.

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Blu-ray (100’51): (Slider ganz nach rechts): Schauen wir aufs Encoding des Himmels …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Das sind schon sichtbare Unterschiede zwischen der groben und eher matschigen BD …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … und der sichtbar feiner encodierten 4K-Disk.

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Blu-ray (118’51): (Slider ganz nach rechts): Und noch einmal ein rotes Bild.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Während die Farbe etwas satter erscheint (aber auch aufgrund der dunkleren Abstimmung) …

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Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): … kann auch hier die BD im Encoding nicht vollauf überzeugen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk ist souveräner in der Körnung.

Beim Ton keine Änderung: Auch hier fehlt die Geräuschatmosphäre auf den Heights beim deutschen Atmos-Sound.

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Stand von: 2026/02/08 5:15 a.m. - Details
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial hält zunächst einmal zwei Audiokommentare bereit und liefert dazu einen alternativen (sozialkritischeren) Anfang, insgesamt zwei unveröffentlichte Szenen sowie das sechsteilige, knapp einstündige Featurette “Ein neues Zeitalter schlüpft”. Die beiden Audiokommentare teilen sich auf in einen, den Regisseur Edwards mit dem Cutter und dem Leiter der VFX eingesprochen hat, sowie einem weiteren, den er mit dem Szenenbildner und seinem Regieassistenten abhält. Alle Extras sind deutsch untertitelt.

Fazit

Ich habe lange geschwankt, an welcher Stelle ich den siebten Film des Franchise einsortiere. Tatsächlich fand ich aber vor allem die Dynamik der Darsteller und das reduzierte, sehr horrorlastige Szenario wirklich gut. So gut, dass er für mich mindestens auf der Ebene des ersten Reboot-Films spielt, vielleicht sogar eine Nuance darüber. In jedem Fall aber macht er trotz eklatanter Logiklöcher wesentlich mehr Spaß als die beiden schwachen Vorgänger. Das gilt auch für den Ton auf der regulären Ebene. Leider hatte man hier zuänchst die deutsche Atmos-Tonspur auf den Heights falsch gemixt und dort die Geräuschebene unterschlagen, was nun von Universal (siehe Einlauftext) aber behoben und im Austausch geändert wurde. Von daher: Mit gefixtem Atmos definitiv ein Soundhighlight.
Schaut gerne auch noch im YT-Review vorbei, wo es noch weitere Screenshotvergleiche und ein paar gesprochen Worte zum Ton gibt.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 70%

Tonqualität BD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 90%
Tonqualität BD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 95%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 75%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 85%

Bonusmaterial: 70%
Film: 70%

IMDb 5.8

Anbieter: Universal Pictures
Land/Jahr: USA 2025
Regie: Gareth Edwards
Darsteller: Scarlett Johansson, Mahershala Ali, Rupert Friend, Jonathan Bailey, Manuel Garcia-Rulfo, Ed Skrein
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 134
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Universal Pictures)
*Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Für Einkäufe über diese Affiliate-Links erhalten wir eine Provision. Für den Käufer entstehen keine Mehrkosten. Infos zum Datenschutz findet ihr hier.


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professionelle Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder Ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenzgerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierte Bild”verbesserer” zu verfälschen.


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