4K Blu-ray Review

OT: Se7en

Sündhaft gut
David Finchers meisterhafter Thriller in bestmöglicher Qualität?
Inhalt

Als der erfahrene Detective Somerset zu einem Mordfall gerufen wird, taucht der junge Kollege Mills auf, der dem Fall zugeteilt wird und dereinst den aus dem Dienst scheidenden Somerset beerben soll. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein – Somerset, ein desillusionierter Veteran, der kurz vor seinem Abschied steht, und Mills, voller Tatendrang, Optimismus, aber auch Arroganz. Schon bald stellen sie fest, dass der Täter ein außergewöhnlich ausgeklügeltes Muster verfolgt: Die Morde stehen in direktem Zusammenhang mit den sieben Todsünden. Jeder Mord ist eine grausame Inszenierung, die auf eine bestimmte Sünde hinweist. Während die Ermittler tiefer in den Fall eintauchen, stoßen sie auf immer mehr verstörende Details und müssen bald erkennen, dass der Fall mehr ist als nur eine Reihe von Morden – vielmehr ist er Teil eines perfiden Spiels. Als sie dem Täter immer näher kommen, beginnt sich der Kreis zu schließen, und die Spannung steigt ins Unermessliche …

“Der Film ist ein Horrorfilm. Er handelt vom völligen Kontrollverlust”. Das vorangestellte Zitat von Regisseur David Fincher beschreibt in der Tat ziemlich gut, was seinen Thriller Sieben oder (cooler) im Original Se7en ausmacht. Ich erinnere mich unglaublich gut an den Tag, als ich den Film damals im Kino gesehen habe – was im Übrigen das bisher einzige und letzte Mal gewesen ist. Es gab bis dato und auch danach lediglich einen Film, der mich ähnlich stark fesseln konnte und auf eine ähnliche Art und Weise in den Sitz drückte, Das Schweigen der Lämmern. Doch wo es beim Jodie-Foster-Anthony-Hopkins-Thriller vor allem die beeindruckenden Schauspielleistungen waren, die mich packten, ist es bei Finchers Sieben die unvergleichliche Atmosphäre. Und das gilt, wo ich ihn jetzt das überhaupt erst zweite Mal gesehen habe, auch noch heute. Schon bei der ersten gemeinsamen Tatort-Besichtigung von Somerset und Mills stellt sich dieses unangenehme Gefühl der Intimität wieder ein. In keinem anderen Killer-Thriller fühle ich ähnliches Unbehagen, ähnliche “Nähe” zu den Geschehnissen. Spätestens beim Trägheits-Set, das mit hunderten Duftbäumen vollgehängt ist, kann ich förmlich riechen, was Mills und Somerset live erleben. Sieben ist ein bis heute unerreichtes Meisterwerk seines Genres. Es gibt, auch wenn es einige versucht haben, nichts Vergleichbares. Nichts, was auch nur annähernd an die Stimmung, Spannung und Beklemmung herankommt, die Finchers Film beim Zuschauer auslöst. Das gilt natürlich auch fürs Finale, das mit einer der übelsten “Überraschungen” der Filmgeschichte aufwartet und für jeden von uns Mills’ Reaktion nachvollziehbar werden lässt. Einen guten Teil zum Gelingen der Geschichte tragen natürlich die herausragenden Prothesen- und Make-up-Effekte bei. Die Leiche des Maßlosigkeit-Opfers oder auch der praktisch skelettierte Trägheits-Kandidat schockieren mich bis heute in ihrer Explizitheit und gefühlten “Echtheit”. Perfekt besetzt sind zudem die Rollen. Freeman als zwar besonnener, aber desillusionierter Cop bildet die perfekte Antithese zum sarkastischen, leicht überheblichen und permanent plappernden Pitt, dessen Karriere hier noch am Anfang stand. Gwyneth Paltrow kommt die Rolle als Vermittlerin zwischen den beiden zu, was ihr charmant gelingt. Kevin Spacey hingegen ist als hochintelligenter, aber leicht reizbarer Killer extrem Furcht einflößend. Es gibt praktisch nichts, was man an Sieben kritisieren kann – bis hin zur erlesenen Kameraarbeit und der perfekten Regie. Ein Meisterwerk eben.
Mach uns den George, David

Das Publikum kann einen Film noch so perfekt finden. Aber wenn der Regisseur David Fincher heißt, wird Perfektionismus neu definiert. Das lässt sich schon daran erkennen, dass es im Laufe der Zeit bei unterschiedlichen Anbietern und entsprechenden Veröffentlichungen immer wieder Farbkorrekturen gegeben hatte. Sicherlich war Fincher hier auch nicht ganz unbeteiligt. Im Vorfeld der 4K-Veröffentlichung wurde bereits viel gemutmaßt. Und seitdem die Disk im Ausland teilweise schon veröffentlicht war, bzw. der Film bereits im Stream in der neuen Fassung lief, mehrten sich Hinweise, dass Fincher für Sieben den George Lucas machte. Hatte dessen Hinzufügen von digital kreierten Inhalten bei den klassischen Star-Wars-Filmen jedoch zum allergrößten Teil Entsetzen hervorgerufen, so beschritt Fincher einen subtileren Weg. Manchmal derart subtil, dass man sich fragt, ob es das jetzt wirklich gebraucht hätte. Da wären bspw. Staubanteile auf Somersets Brille nach knapp 40 Minuten, die wohl niemand je infrage gestellt hätte. Auch einzelne Haare (nicht mal Haarbüschel) in Tracys Gesicht hat Fincher entfernt, dabei passiert uns Langhaarigen das doch gerne immer mal *hüstel*. Dass er nach 65 Minuten den Coke-Becher nachträglich umdreht und zum Coca-Cola-Becher werden lässt, zeigt eindrucksvoll, wie ernst es Fincher gewesen ist, selbst die kleinsten Anschlussfehler auszumerzen. Denn der Becher stand zuvor in den Einstellungen eben etwas anders, was nun einander angeglichen ist. Außerdem gibt es stellenweise mehr Strommasten über Hausdächern und im Finale mehr Blutgespritze. Gehen wir etwas weg von den Kleinstkorrekturen, gibt es auch größere Eingriffe. Und die betreffen hauptsächlich die Schlussszene, in der bei 120’21 bspw. der komplette Himmel über Brad Pitt ausgetauscht wurde. Dort ziehen sich jetzt Schleierwolken über das Firmament, wo es zuvor eher wolkenlosen Himmel gab. Leider sieht man an dieser Stelle auch, dass sich Pitt vor dem neuen Himmelshintergrund wie einkopiert ablöst. Das sah über die alte Blu-ray organischer aus. In diesen Szenen wurde außerdem das Gesicht des Standins durch jenes von Spacey ersetzt (warum auch immer Spacey für diese Szene nicht verfügbar war). Was man zusätzlich änderte, ist die Stabilisierung der Kamera. Einige handgefilmte Aufnahmen wurden sichtbar beruhigt und geglättet. Das KANN für empfindliche Zuschauer schon mal einen leichten “Zwischenbildberechnungs-Effekt” aufweisen – zumindest bei Menschen (wie mir), die darauf sehr empfindlich reagieren und es ablehnen. Möglich machte dies im Übrigen das Super-35-Format, das (im Gegensatz zu anamorph gedrehtem Material) mehr Bildhöhe in Reserve hat, sodass hier mehr Spielraum für Justierungen besteht.


- Limited Steelbook
Bild- und Tonqualität BD

Die Historie an Heimkino-Veröffentlichungen von Sieben ist lang. Sehr lang. Vor allem, wenn man es international und auf die unterschiedlichen Gradings angewendet betrachtet. Der New-Line-/Criterion-Transfer von 1996 war überraschend kühl und hatte teils einen sichtbaren Magenta-Einschlag. Dann gab es ein 2000er-Remaster in der Platinum Edition, der sehr deutlich ins Gelb tendierte und weichere Kontraste nutzte. Im HD-Zeitalter kamen dann die 2009er-Blu-ray von Warner, die ebenfalls leicht ins Gelbe ging (allerdings weniger als die Platinum Edition DVD) und noch eine italienische Blu-ray, die vom Look her eher gegenüber allen anderen stark entsättigt wirkte. Der UHD Blu-ray liegt die bisherige Warner Blu-ray von 2009 bei, die noch VC-1-kodiert ist. Man hat also auf Basis der 4K-Scheibe keine gleichzeitige Korrektur der Blu-ray vorgenommen. Für sich genommen kann die Scheibe aber trotz ihres Alters in einigen Punkten überzeugen. Von allen VC-1-kodierten Blu-rays dürfte jene von Sieben zu den besten mit dieser Kodierung gehören. Vor allem die Körnung ist erstaunlich filmisch gelungen. Weder wurde hier sichtbar gefiltert, noch spürbar nachgeschärft. Auch das Encoding ist erstaunlich gut und hinterlässt nur selten verschmierte Teilbereiche oder eingefrorenes Korn. Schärfe und Auflösung passen in den meisten Einstellungen sehr gut. Das größte Manko sind die sehr steil gesetzten Kontrastflanken, die in dem fast durchweg düsteren Film regelmäßig Details absaufen lassen. Der Hintergrund ist hier die Entscheidung Finchers und seines Kameramanns Darius Khondji, einen Bleach-Bypass-Stil (hier im Review zu 1984 erklärt) zu verwenden, der Kontraste intensiviert und Farben entsättigt. Dennoch war das über die Blu-ray von Warner so deutlich dass man teilweise überhaupt nichts erkennt. Hier darf man dann durchaus mal von “Black Crush” sprechen.

Die damalige Blu-ray von Sieben kam mit einem deutschen Ton in Dolby Digital und einem O-Ton in 7.1-DTS-HD-Master. Leider ist die deutsche DD-Spur kein großer Spaß. Vor allem die Stimmen klingen dünn und etwas topfig. Sie sind zwar gut verständlich, haben aber kaum Volumen. Und sie wirken in der Dynamik komprimiert. Wird es lauter, gibt’s ebenfalls nur eingeschränkt Dynamik und der Tiefbass rumort auch eher motivationslos und nicht sonderlich differenziert vor sich hin. Vergleicht man zudem die Räumlichkeit des Nine-Inch-Nails-Titelsongs nach fünf Minuten, ist es fast erschreckend, wie viel umschließender und offener die englische Fassung klingt. Das Gleiche gilt für das vorbeirauschende Flugzeug bei 21’45. Wo es bei der deutschen Scheibe lediglich auf dem Center rumort, hallt das Ganze im O-Ton noch viel länger und vehementer auf den Rears nach. Insgesamt kann man den deutschen Ton zwar hören, aber O-Ton-Fans kommen qualitativ deutlich hochwertiger weg. Die UHD Blu-ray enthält fürs Deutsche dann auch exakt den gleichen Ton (mit einer kleinen Einschränkung, wie unten erklärt wird) und bietet hier keine Verbesserung.


- Limited Steelbook
Bild- und Tonqualität UHD

Fincher und Kameramann Darius Khondji filmten Sieben seinerzeit natürlich noch analog. Und zwar auf 35-mm-Material. Zum Einsatz kamen die Aaton 35-III, die Panavision Panaflex Gold und die Platinum vom selben Hersteller. Im Zuge der 4K-Veröffentlichtung hat man dem Vernehmen nach einen neuen 8K-Scan des Original-Negativs vorgenommen und (ebenso dem Vernehmen nach) die Postproduktion in 8K vorgenommen. Das Ganze geschah unter Aufsicht von Fincher selbst, der (wie weiter oben beschrieben) auch zahlreiche Änderungen an den Bildinhalten vornahm. Die UHD Blu-ray enthält zudem HDR10 als dynamisches Kontrastformat sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Ein 8K-Scan mit entsprechend hoch aufgelöster Nachbearbeitung – hier sollte doch wirklich ein großer Vorsprung vor der alten Blu-ray möglich sein. Lässt man für den Moment die ganzen nachträglich entfernten, hinzugefügten und retuschierten Geschichten weg, fällt vorwiegend auf, dass Fincher die Kontraste etwas weicher gesetzt hat. Die ganz steilen Kontrastübergänge sind damit entschärft und man erkennt nun wieder etwas auf den Schattenbereichen, wo die Blu-ray zuvor immer wieder absoff. Aufnahmen wie jene von den beiden Spurensicherern bei 18’11 oder Close-ups von Freeman profitieren maßgeblich von den harmonischer eingestellten Kontrasten. Zwar erreicht die UHD Blu-ray von Sieben nicht mehr die ultratiefen Schwarzwerte, aber dafür ist der generelle Bildeindruck angenehmer. Beim Grading geht es differenziert zu. Die anfänglichen Aufnahmen von Sommerset in seiner Wohnung bieten teilweise sichtbar mehr Grünanteil (0’37) und entschärfen den goldbraunen Teint auf Freemans Stirn (0’51). Gelegentlich (wie bei 6’18) ist das Grün allerdings reduzierter und weicht einem etwas blaueren Bild. Das gilt bspw. auch für die Streifenwagen bei 50’18. Die Tafel bei 61’44 ist hingegen wieder etwas grünlicher. Auf dem Gebäude bei 14’47 kommen dafür die gelblichen Anteile auf den Sandsteinen besser differenziert zum Ausdruck, was über die alte Blu-ray noch eine Suppe aus Beigebraun war. Kommen wir noch einmal kurz auf Finchers Veränderungen zurück, so betrifft die Deutlichste das Finale. Wo die alte BD einen relativ blauen Himmel aufwies, legt sich nun ein gewittrig anmutender grüner Vorhang über das Bild. In der bereits vorab vielfach diskutierten Szene, in der wir Pitt/Mills von unten gefilmt vor dem neu eingefügten Himmel sehen, schält sich der Darsteller allerdings mit unschönen Rändern vor dem Hintergrund ab, was leider sehr künstlich erscheint und an den Konturen für unschöne Linien sorgt, die Überschärfungen ähnlich sind. Das, so ehrlich muss man sein, reißt in diesem Moment aus dem Film raus und geht weit weg von dem, was Fincher mit seinem perfektionistischen Ansatz erreichen wollte. Da HAT man die Darsteller “on location” gefilmt und lässt es jetzt wie eine Greenscreen-Studioaufnahme aussehen. Dazu gibt es immer wieder (und im Finale ganz besonders) sehr deutliche Veränderungen des Framings. Da sitzt ein Kevin Spacey plötzlich nicht mehr mittig im Bildausschnitt, sondern weit nach links versetzt. Vermutlich gehört Sieben zu den Filmen, bei denen man für die 4K-Fassung am deutlichsten Bildinhalte verändert hat. Allerdings lässt sich aus heutiger Sicht auch nur noch schlecht reproduzieren, was vielleicht einmal die intendierte Fassung gewesen ist. Man liest sehr viel darüber, dass bereits während der Kinoauswertung sehr unterschiedliche Gradings zu sehen gewesen waren. Und spätestens mit jeder Heimkinoveröffentlichung änderte sich das Grading von Output zu Output. Was eventuell durch die verwendeten Objektive auffällig ist, ist, dass trotz 8K-Transfer und 4K-DI die Auflösung nicht exorbitant höher ausfällt, wenn man es mit der alten Blu-ray vergleicht. Meist fällt nur ein geringer Auflösungsvorsprung auf. Das gilt beispielsweise für die Aufnahme durch die Häuserschlucht bei 6’18. Hier wirkt die 4K-Disk erstaunlich soft und nicht sehr detailreich. Auch hier ist aber nicht auszuschließen, dass Fincher bewusst nicht mehr Schärfe zulassen wollte. Immerhin hat er bei Detailaufnahmen von bestimmten Objekten teilweise Dinge nachträglich unscharf gemacht, die zuvor sichtbar abgebildet wurden. In anderen Momenten, primär auf den helleren Bildbereichen, werden nun Details und feine Linien/Muster erkennbar, die man zuvor nicht ausmachen konnte. Das kann mal eine Krawatte sein oder auch ein feines Muster auf einem Anzug. Auch Close-ups, die wirklich gut fokussiert sind, profitieren von der höheren Auflösung und zeigen nun feinere Poren im Gesicht. Nehmen wir uns die Filmkörnung, so darf (größtenteils) Entwarnung gegeben werden. Aufgrund der Verwendung von KI zur Bildbearbeitung durch Fincher hatten viele befürchtet, hier ein cameron’sches Desaster zu erleben. Doch das ist nicht der Fall. In aller Regel wird die Filmkörnung sehr fein reproduziert. Nur gelegentlich wirkt sie in der Struktur und Bewegung etwas eigenartig (Himmel links oben bei 21’42), was dann doch auf eine leichte Prozessierung schließen lässt. Aber insgesamt liefert die 4K-Disk ein sehr filmisches, angenehmes Erlebnis mit fein aufgelöster Körnung. HDR-Wow-Momente bleiben zwar rar (die vielen kleinen Lichtkegel bei 43’32 sehen nur eine Spur kräftiger aus), doch dafür werden rote Lichtelemente sichtbar klarer und mit kräftigerem Rot abgebildet (ebd.). Sehr gut gelingt auch die Durchzeichnung auf zuvor inhaltslos erscheinenden hellen Flächen. Selbst wenn das dadurch erreicht wurde, dass hier nachträglich visuell hinzugefügt wurde – man sieht wesentlich häufiger Objekte beim Schauen durch Fenster, wo zuvor nur weißes Nichts gewesen ist.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … gibt es jetzt zahlreiche Antennen dazu.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Jetzt bekommt sie etwas gelbliches Licht.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray setzt Kontrastflanken weicher und offenbart Details auf dem Anzug und den Gesichtern.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … das das neue Grading mehr Grün-Nuancen hinzufügt.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist besser. Wenn auch nicht über die Maßen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … gesellt sich mehr Grün hinzu, was Paltrows Gesicht nicht mehr so schweinchenrosa erscheinen lässt.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist im Close-up harmonischer.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … Man beachte im Close-up die Rauschmuster auf dem roten Hintergrund.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Selbst wenn das Encoding hier noch etwas besser sein könnte, ist der Unterschied frappierend.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sieht die 4K-Disk noch besser aus.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … das alles sieht über die 4K-Disk dann doch sichtbar besser aus (gerne mal beide Zoombilder in einem eigenen Tab öffnen).


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray zeigt deutlich mehr vom unteren Teil des Bildinhaltes.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist sie im Zoom bei den vielen Details dann auch.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Man sieht bereits in der Totalen, wie unnatürlich sich Pitt vor dem Hintergrund abschält.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wird’s im Zoom.


- Limited Steelbook
Bonusmaterial
Das Bonusmaterial, das auf der UHD Blu-ray vorliegt, ist weitgehend bekannt und liegt in SD vor (im Falle der Featurettes. Dazu gibt’s vier Audiokommentare, die sich “Die Stars”, “Die Story”, “Das Bild” und “Der Sound” unterteilen. Sechs entfernte (und bei Bedarf untertitelte) Szenen sowie das alternative Ende ergänzen mit Featurettes wie dem “Mastering for Home Theater” oder dem über das Produktionsdesign. Ein neues Feature gibt’s leider nicht.
Fazit
Sieben ist ein Meisterwerk. Er war es vor 30 Jahren und ist es auch heute noch. Vielleicht, nein, ganz sicher: Einer der besten Thriller aller Zeiten. Und David Fincher findet ihn nun sicherlich noch besserer. Immerhin hat er gefühlt hunderte kleine und größere Änderungen vorgenommen, die er (zumindest teilweise) immer schon geändert haben wollte. Ob das den Fans schmeckt, muss jeder selbst entscheiden. Die 4K-Disk ist zwar kein ultimativer Referenztitel in Sachen Auflösung, Farbgewalt oder HDR-Feeling, schlägt die Blu-ray aber vor allem in der harmonischeren Kontrastierung, dem homogeneren Encoding und der besseren Schärfe in Close-ups. Schade, dass wir immer noch mit dem etwas kraftlosen deutschen Ton leben müssen.
Schaut euch dazu auch gerne noch mein YouTube-Video an, in dem es noch weitere Screenshotvergleiche gibt. Freue mich, wenn ihr mir ein Abo dalasst:
KlickMichAlsWäreJohnDoeHinterEuchHer.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD: 65%
Bildqualität UHD: 80%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 65%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 85%
Bonusmaterial: 80%
Film: 100%
Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA 1995
Regie: David Fincher
Darsteller: Morgan Freeman, Brad Pitt, Kevin Spacey, Gwyneth Paltrow, R. Lee Ermey, Andrew Kevin Walker
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital 5.1: de
Tonformate UHD: dts-HD-Master 5.1: en // Dolby Digital 5.1: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 127
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke:
FSK: 16
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Warner Home Video)
*Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Für Einkäufe über diese Affiliate-Links erhalten wir eine Provision. Für den Käufer entstehen keine Mehrkosten. Infos zum Datenschutz findet ihr hier.
Trailer
So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.
- Panasonic DMP-UB900
- Panasonic DP-UB824EGK
- Panasonic TX-55GZW954
- Apple 4K TV
- LG 65G39LA
- Epson EH-TW9400
- HDMI-Kabel: Audioquest Forest-Serie