Tenet 4K UHD

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Blu-ray Review

Warner Home Video, 17.12.2020
Warner Home Video, 17.12.2020

OT: Tenet

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Temporale Zange

Christopher Nolans jüngster Film sollte das Kino aus der Corona-Krise holen. Während das nicht wirklich geklappt hat, stellt sich die Frage, ob der Film visuell und künstlerisch überzeugt?

Inhalt

Der Protagonist lernt seinen Kontaktmann kennen

Ein namenloser CIA-Mitarbeiter ist in eine Operation an der Oper von Kiew beteiligt. Dort sollten Terroristen Sprengsätze deponiert haben. Während der Aktion sollen sie einen Informanten finden und ein bestimmtes Objekt sicherstellen. Doch die Operation geht schief und der namenlose Protagonist gerät in die Gefangenschaft von russischen Söldnern. Allerdings nicht, ohne kurz zuvor Hilfe von einem Unbekannten zu erhalten, der eine Kugel zeitlich rückwärts bewegen kann. Als der Protagonist eine Giftkapsel nimmt, um weiterer Folter seiner Häscher zu entgehen, stirbt er vermeintlich. Doch die Kapsel war nicht tödlich. Er wacht auf einem Schiff auf und erhält die Erklärung, dass die Operation ein Test gewesen sei. Von nun an arbeitet er innerhalb einer geheimen Operation namens “Tenet”. Innerhalb dieser soll er mehr über die Kugeln und das damit verbundene Zeit-Paradoxon herausfinden. Die Spuren führen ihn alsbald zu einem russischen Oligarchen, der, so sagt man, in die Zukunft kommunizieren kann und dessen Geschäfte mit den zeitinvertierten Kugeln zu einem neuen Weltkrieg führen könnten …

Sator ist die Zielperson

Alle paar Jahre gibt es diese Filme, auf die Fans, Kritiker und Filmindustrie sehnlichst warten. Filme, die dem ganzen Business einen Stoß versetzen. Filme, die fernab vom Franchising und x-ten Aufgüssen von altbekannten Themen oder Figuren wirklich originäre und originelle Geschichten liefern. Nicht selten wartet man auf Filme eines bestimmten Regisseurs, der stets als so etwas wie der Heilsbringer Hollywoods angesehen wird, weil er sich bewusst gegen die Konventionen und Standards stemmt. Die Rede ist von Christoper Nolan. Der vor allem durch Memento bekannt gewordene Regisseur ist der große Visionär und Geschichtenerzähler Hollywoods. Selbst wenn er mal ein Franchise anpackt, wird es großartig – wie im Falle seiner Batman-Trilogie.
Besonders sind aber stets die Filme, die für sich stehen; jene Werke, die sich erzählerisch deutlich abheben und noch dazu mit Visualisierungen aufwarten, die selbst den größten Technik-Geeks die Kinnladen nach unten klappen lassen. Wer erinnert sich nicht an die kippenden Städte in Inception? Dabei sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Nolan ist niemand, der seine Filme den CGIs opfert. Ganz im Gegenteil. So weit es irgendwie möglich ist, nutzt er praktische Effekte am Set. Und wenn er dafür einen kompletten LKW mit Anhänger einen Salto schlagen lässt. Geht nicht, gibt’s nicht, im nolan’schen Universum.

Kurze Lagebesprechung

Nachdem der Regisseur 2017 im Kriegsfilm-Genre wilderte und im Falle von Dunkirk durchaus auch ein wenig negative Kritik bekam, waren die Spannungen ob seines jüngsten Films umso größer. Würde die Geschichte, die von ihrer Erzähldynamik und den visuellen Einfällen ein wenig an Inception erinnert, wieder sämtliche Fans und Kritiker unter einen Hut bringen? Und würde Tenet wirklich der Film werden, der das Kino nach der ersten Covid-19-Lockdown-Phase wieder reanimieren würde?
Nun, die letzte Frage darf uneindeutig mit “Jein” beantwortet werden. Denn knapp 360 Mio. Dollar sind für einen Nolan-Film eher durchschnittlich und reichen auch nicht komplett aus, um die 200-Mio.-Dollar-Produktion auf die Gewinnerstraße zu bringen. Der Grund, wie kann es anders sein, lag nach wie vor an der weltweiten Pandemie. Denn gerade in den USA konnte der Film aufgrund der zahlreichen geschlossenen Kinos und der sehr limitierten Vorführungen nicht seine Kraft entfalten. In Deutschland hingegen sahen Tenet in der kurzen Zeit seiner Auswertung doppelt so viele Zuschauer den Film als noch den Vorgänger, Dunkirk, besuchten. Aber Einspiel ist das eine. Der künstlerische Aspekt das andere. Und auch hier gab es etwas Uneinigkeit. Viele Zuschauer bemängelten die künstlich verkomplizierte Handlung, die eigentlich leicht zu durchschauen wäre. Andere brauchten mehrere Durchgänge, um die Story überhaupt nachvollziehen zu können.

Die Oper in Kiew gibt ein großes Abschlusskonzert

Festhalten darf man durchaus, dass Nolan auch in Tenet alle Register zieht, die großes Kino ausmachen. Von Beginn an ist klar, dass die Geschichte viele subtile Anspielungen aufweist und durchaus verschachtelt ist. Das Konzept, die zeitliche Linearität aus den Angeln zu heben, ähnelt ein wenig den Traumwelten in Inception, die infrage stellten, was für die Protagonisten Realität und was Traum ist. Nolan erzählt hier aber weniger komplex und deutlich linearer. Das Ganze hat ein wenig Bond-Flair, wenn es im Grunde darum geht, eine Art Weltkrieg zu vermeiden, in dem man einem Bösewicht das Handwerk legt. Aber Nolan wäre nicht Nolan, wenn er sich nicht etwas ganz Besonderes einfallen ließe. Erneut ist es die Optik des Films, die (ähnlich Inception) für Extravaganz sorgt. Setzte der Regisseur im Leonardo-Dicaprio-Streifen die Schwerkraft außer Funktion, spielt er hier mit der Zeit. Sobald der Protagonist in die entsprechenden Kämpfe gerät, in denen die Entropie der Objekte umgekehrt wird, erschafft Nolan bemerkenswerte Szenen, in denen die Zeit teils vorwärts und teils rückwärts läuft oder beides gleichzeitig tun scheint. Während der Schlüsselszene zwischen Minute 82 und 86 wird deutlich, dass Hollywood doch noch einen Rest an guten Ideen übrig hat, denn diese Sequenz setzt dem Film selbst ein kleines Denkmal.
Visuell unterstützt Nolan das zwar mit einer gewissen Menge an CGI-Shots, diese bleiben jedoch mit einer Zahl von unter 300 weit unter den üblichen Werten heutiger Großproduktionen. Zum Vergleich: Avengers: Endgame nutzte fast 2500 VFX-Shots.
Das Coole an Nolans Filmen: Obwohl er sich bei den VFX zurückhält, wirken seine Filme optisch unglaublich innovativ und spektakulär. Und das liegt nach wie vor daran, dass er auf geniale Art und Weise VFX mit praktischen Effekten kombiniert. Wohl kein anderer Filmemacher lässt am Rechner erstandene Bilder so organisch in seinen Film einfließen und profitiert so sehr davon, dass er einen großen Teil des Budgets in praktische Effekte investiert. Man sieht einfach, wenn Feuer nach Explosionen echt ist und nicht virtuell erzeugt (6’38). Man sieht, wenn Schüsse in Oberflächen einschlagen und echte Löcher reißen. Und man sieht, dass da nicht ein Modell-Flugzeug in einen Modell-Hangar gesteuert wurde.

Kat wird von Sator kontrolliert

Mit Kameramann Hoyte Van Hoytema hat er dabei erneut einen äußerst erfahrenen Mann an seiner Seite. Seine Kameraführung während der Kampfszenen ist fantastisch und die Dynamik während der Momente, in denen sich die Kämpfenden mal vorwärts in der Zeit und mal rückwärts bewegen (oder beides gleichzeitig) ist unglaublich. Man bemüht oft Superlative, aber solche Kampfszenen hat man bisher nun wirklich noch nicht gesehen.
Apropos “gesehen”: Sprechen wir doch mal über das, was man hört. Tenet kommt dieses Mal nicht mit einem Score von Hans Zimmer, sondern mit einem weit experimentelleren Vertreter seiner Zunft. Der Schwede Ludwig Göransson (Black Panther) hat einen Klangteppich komponiert, der treibend und mehr als nur unterlegte Musik ist. Er ist selbst Protagonist. Über seine experimentellen Klänge forciert und unterstützt er das Geschehen auf ganz besondere Weise. Ohne Hans Zimmer disrespektvoll zu begegnen, ist zweifelhaft, ob auch er so viel Freude zum Experimentieren gehabt hätte. Nicht jedem wird das gefallen – vor allem nicht jenen, die auf einen zweiten Inception-Score gehofft hatten.
Darstellerisch fehlt Tenet in den Hauptrollen ein wenig der Glanz und das Charismatische seines 2010er Traum-Thrillers – vor allem in den beiden Rollen der Agenten. John David Washington gibt sich Mühe und ist physisch präsent, wirkt als Charakter aber zu kühl und unnahbar. Robert Pattinson zeigt einmal mehr, dass er kein Actiondarsteller ist. Klassisch fehlbesetzt stolpert er mehr durch die körperlichen Szenen, lässt jede Dramatik im Gesicht vermissen und wirkt auch in den Gesprächen mit J.D. Washington irgendwie müde und deplatziert – kein gutes Omen für seine Darstellung des kommenden Batman. Man stelle sich an den Stellen der beiden Tom Hardy und Joseph Gordon-Levitt vor und weiß schlagartig, wie viel mehr an Dynamik drin gewesen wäre. So reißen es hier deutlich die beiden anderen Darsteller raus. Elizabeth Debicki gibt als Kat eine wirklich starke Performance und der sonst so lammfromme Kenneth Brannagh ist ein richtig fieser Bad Guy, der auch einem der nächsten Bond-Filme gut stehen würde. Man schrickt förmlich zusammen, wenn er ohne jeden Anflug von befreiendem Humor immer wieder unerbittlich und aggressiv auf Kat einbrüllt, sie vor geifernder Wut anspuckt oder gar am Boden liegend auf sie eintritt – wer hätte gedacht, dass der Shakespeare-Mime und -Regisseur so auf harter Kerl machen kann.

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Studio: Warner Bros
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Thu, 17 Dec 2020
  • Dieser Artikel hat Deutsche Sprache und Untertitel.
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Bild- und Tonqualität BD

Die Operation kann beginnen

Wie von Nolan gewohnt, hat er auch Tenet erneut analog gefilmt. Und wie von ihm gewohnt, hat er ausgiebig IMAX-Kameras verwendet. Und das wiederum bewirkt den seit The Dark Knight bekannten Formatwechsel zwischen Vollbild-1,78:1 und dem schmaleren Format von (hier) 2,20:1. In Summe sind es fast 50%, die dieses Mal im IMAX-Format gedreht wurden. Beginnend bereits mit der Eröffnungsszene in und um die Kiewer Oper, die mit famoser Bildruhe und unglaublicher Schärfe aufwarten. Die enthaltenen Close-ups der Darsteller sind von unglaublich guter Detailauflösung und trotz der analogen Herkunft bleibt die Körnung sehr fein und im Hintergrund. Es ist schon fantastisch, was man an Auflösung aus 65-mm-Material herausholen kann und es wird besonders deutlich in Szenen wie jener, in der der Protagonist zwischen den Bahngleisen sitzt. Bis in die Tiefe lassen sich die Gleise und der Grasbewuchs erkennen. Hier wird sich die UHD-BD sehr anstrengen müssen, um das noch zu toppen. Die Farbgebung passt sich den jeweiligen Gegebenheiten und Szenarien an. Im Inneren der Oper ist alles in warme Braun-, Gelb und Ockertöne getaucht, was der Beleuchtung im Saal entspricht. Die Aktionen vor der Oper sind kühler und tendieren mehr ins Grünbläuliche. Für eine leicht grüne Optik hatte Nolan aber stets schon ein gewisses Faible, was vielleicht auch die entsprechend eingefärbten Szenen an Bord des Schiffs nach zehn Minuten erklärt.
Dort wechselt die Kamera dann erstmalig auf “normales” 65-mm-Material, was in den Close-ups ebenfalls für rasiermesserscharfe Einstellungen sorgt. Dennoch fehlt diesen Szenen im direkten Vergleich ein wenig die Brillanz und die Dynamik, die von den IMAX-Sequenzen ausgeht. Und hin und wieder sieht man dort auf hellen Gesichtspartien ein leichtes Überstrahlen (52’18) oder auch mal absaufendes Schwarz (97’42). Das einzig objektiv Negative, was man Tenet in den IMAX-Sequenzen vorwerfen kann, ist ebenfalls ein leichter Mangel an Durchzeichnung in dunklen Bereichen – beispielsweise während des Folter-Verhörs nach acht Minuten.

Der Protagonist lernt von den invertierten Kugeln

Auch beim Ton kann man mit den Worten “wie von Nolan gewohnt” beginnen. Denn der Regisseur lehnt bisher “Spielereien” wie Dolby Atmos ab. Entsprechend muss auch Tenet mit einer herkömmlichen 5.1-Abmischung auskommen. Diese liegt in unkomprimiertem DTS-HD-Master für beide Sprachfassungen vor. Und sie gibt in Sachen Score den Tenor des Films vor, wenn (dieses Mal nicht Hans Zimmer) der schwedische Komponist Ludwig Göransson das Stimmen der klassischen Instrumente dafür nutzt, die Sounds ein wenig rückwärts klingen zu lassen.
Die Dynamik, die dann einsetzt, wenn die Terroristen die Vorstellung stürmen, sucht indes akustisch ihresgleichen. Was der Score hier an Feuer und Brutalität erzeugt, hat man auch selten gehört. Dazu gibt’s mitunter ein paar unregelmäßige Schläge, die tief ins Bassfundament gehen und satten Druck erzeugen – erst Recht, wenn bei 2’54 das Pumpen der Beats den Sitz wackeln lässt. Bis auf wenige Schüsse gab’s zu diesem Zeitpunkt praktisch keine Effekte und keine Dialoge. Es ist einzig der Score, der diese heftige Dynamik und Lautstärke erzeugt. Während der Kinovorstellungen wurde des Öfteren kritisiert, dass Nolan dem Score in Sachen Lautstärke alles andere unterordnet. Und so ganz falsch ist das nicht. Die Musik ist absolut tonangebend. Die abgefeuerten Schüsse sind maximal gleich laut, oft aber leiser. Die deutsche Synchro hat bisweilen ebenso Mühe wie der O-Ton, die Stimmen verständlich durch zu bringen. Das liegt natürlich auch an den zu Beginn und später nur durch Masken gesprochenen Dialoge, aber eben auch daran, dass Nolan bewusst auf Lautstärke zielt. Es braucht schon pegelfeste Anlagen, um sich das mit Genuss anzuhören.
In Summe versteht man die Synchro besser als die Originalstimmen. Erstmalig gut zu hören beim Gespräch zwischen den beiden nach etwas über 10 Minuten. Während im Hintergrund die Wellen rauschen, ist im Vordergrund die Verständlichkeit der deutschen Sprache besser als im O-Ton. In Sachen Sprachverständlichkeit ist Tenet also – gerade im Original – nicht perfekt (das aber bewusst). In puncto Dynamik und Wucht gab’s aber lange nichts Heftigeres. Wenn die invertierten Schüsse bei Minute 16 in der Waffe des Protagonisten landen, hat man die Sounds nicht nur innovativ umgesetzt, sondern auch extrem satt gemastert. Ebenso satt wie die Kickbässe währen der Faustschläge des Protagonisten nach 33 Minuten. Wenn dann nach etwas über 40 Minuten das Flugzeug für den gewünschten Lockdown sorgt, geht’s im Bassbereich bisweilen massiv ruppig zu – auch hier in einer Kombination aus Soundeffekten und dem brutal wummernden Score. Nahezu ohrenbetäubend und grenzwertig clippig wird’s während des Ausflugs im Katamaran – das ist in puncto Lautstärke und Maximalpegel schon ein wenig zu viel des Guten. Auch den wummernden Bass im Score bei Minute 74’30 muss die Anlage abkönnen. Nicht wenige Subwoofer werden hier möglicherweise aussteigen.

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Studio: Warner Bros
Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Wer invertiert unterwegs ist, braucht seine eigene Luft zum Atmen

Wie oben bereits erwähnt, hat Christopher Nolan auch Tenet weitgehend mit IMAX-Kameras gefilmt. Was dafür nicht geeignet war (bspw. intimere Dialogszenen oder sehr enge räumliche Begebenheiten) ging allerdings ebenfalls auf analogen Film – und das sogar ebenfalls auf 65 mm. Neben den diversen IMAX-Kameras kam für diese Szenen die Arriflex 765 zum Einsatz. Das kombinierte Filmmaterial wurde fotochemisch finalisiert und gelangt nun mit voller 4K-Auflösung auf die UHD-Blu-ray. Warner liefert Tenet allerdings lediglich mit statischem HDR10 sowie (natürlich) einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum aus.
Wie bei der Blu-ray auch, muss man bei der UHD-BD also ebenfalls mit den Formatwechseln leben. Gegenüber einem The Dark Knight, der eher moderate Wechsel beinhaltete, macht es bei Tenet leider oft nicht wirklich Sinn. Man merkt durchaus, dass Nolan das nicht als Stilmittel einsetzt, sondern einfach immer dann, wenn es geht – mit dem Bedauern, dass es halt nicht in jeder Szene möglich ist. Weit über 50 Formatwechsel, teils im Takt von wenigen Sekunden bekommt man hier zu sehen. Insgesamt entfallen bei einer effektiven Laufzeit von 144’21 (ohne Abspann) ~76 Minuten auf Szenen im Format von 2,20:1 und ~68 Minuten auf die IMAX-Szenen.
Letztere liefern für die 4K-Auflösung noch einmal etwas mehr Information und Klarheit als die ohnehin schon guten Aufnahmen aus der Arriflex 765. Es ist schon fantastisch, was man aus den IMAX-Szenen auf der UHD-Blu-ray zu sehen bekommt. Und so lohnt sich die UHD-BD auch vor allem für jene, die das letzte bisschen an Detaildarstellung haben möchten. Denn die reine Kontrastausbeute ist nicht weltbewegend anders und das Color Grading ist nur in Nuancen anders.

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Blu-ray (90’56): (Slider ganz nach rechts): Die Differenzen zwischen BD und UHD sind so drastisch nicht.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Ultra-HD-Blu-ray hat noch etwas kräftigere Hauttöne und ist eine Spur dunkler.

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Blu-ray (111’02): (Slider ganz nach rechts): In diesem Bild spielt dann der erweiterte Farbraum seine Stärken aus.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Denn das Gelb ist über die UHD-BD satter.

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Blu-ray (120’21): (Slider ganz nach rechts): Auf diesem Screenshot ist gut zu sehen, dass Braun über die Blu-ray einen Hauch weniger kräftig ist.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD betont das Erdige und liefert etwas mehr Differenzierung auf dem dunklen Flecken Mitte links.

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Blu-ray (69’41): (Slider ganz nach rechts): Eine der kontrastreichsten und schönsten IMAX-Szenen des Films. Schon über die BD wirklich klasse anzusehen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD intensiviert Kontraste noch etwas. Ihr Vorteil liegt hier allerdings in der Auflösung, wie die nächsten Bilder zeigen.

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Blu-ray (69’41): (Slider ganz nach rechts): Im gezoomten Bild wird deutlich, dass die BD in den Seilen und Treppenstufen nicht so deutlich ist.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD spielt hier ihre 4K-Karte voll aus.

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Blu-ray (69’41): (Slider ganz nach rechts): Auch in der Verstrebung des Towers wird der Unterschied deutlich.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier löst die UHD-BD sichtbar feiner auf.

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Blu-ray (69’41): (Slider ganz nach rechts): Und ein letzter Vergleich gilt der Schrift. Die BD lässt sie nicht komplett erkennen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Bei der UHD-BD lassen sich die Buchstaben ablesen.

Keine Änderung beim Sound. Die UHD-Blu-ray liefert exakt die gleichen Tonspuren wie die Blu-ray.

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Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Für Sator ist Kat ein Druckmittel

Das Bonusmaterial befindet sich komplett auf der beigelegten dritten Blu-ray. Weder die UHD-BD, noch die Film-Blu-ray weisen Extras auf – nicht einmal den Trailer zum Film. Offenbart hat man möglichst viel Platz auf den Disks lassen wollen, um eine möglichst hohe Datenrate zu verwirklichen.
Die dedizierte Bonusdisk enthält dann das 75-minütige Making-of, in dem wir über mehrere Kapitel hinweg erfahren, wie es zur Idee des Films kam, wie wichtig das Produktionsdesign war und wie die Entwicklung der Charaktere vorwärts getrieben wurde. Sehr spannend ist das dritte Kapitel, in dem gezeigt wird, wie man die Inversion auch filmisch umgesetzt hat. Ein weiteres Kapitel kümmert sich um die weltweiten Schauplätze und der Flugzeug-Crash bekommt ebenfalls sein eigenes Featurette. Insgesamt ein tolles und sehr aufschlussreiches Bonusmaterial.

Fazit

Tenet ist ein starker Film, ohne Frage. Er erreicht aber nie so ganz die Sphären eines Inception. Dafür fehlt ihm etwas die Finesse sowie die Tiefe seiner Figuren. Die bleiben vor allem in den beiden Agenten erschreckend blass und unterbelichtet. Dass Nolans jüngster Film visuell beeindruckend ist, steht indes außer Frage. Die Szenen mit den invertierten Zeiten sind grandios umgesetzt worden.
Während das Bild der Blu-ray bereits (bis auf kleinere Ausnahmen) nahezu perfekt ist, punktet die UHD-BD mit einem ultrascharfen Bild während der IMAX-Szenen, bietet aber nur bedingt mehr Kontrast.
Beim Sound fällt die Bewertung sehr schwer. Für Dynamik und Wucht müsste es fast die Höchstwertung geben – mit leichten Abstrichen aufgrund teils zu drastischer Einpegelung. Die Dialoge im O-Ton gehen allerdings in einigen Szenen fast komplett unter. Die Originalstimmen mögen in den besser eingepegelten Szenen authentischere Dialoge liefern, aber die Synchron-Abmischung bietet durchweg mehr Verständlichkeit – auch in den lauten Actionszenen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD: 95%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 90%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 85%

Bonusmaterial: 80%
Film: 85%

Anbieter: Warner Home Entertainment Germany
Land/Jahr: USA 2019
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki, Aaron Taylor-Johnson, Sir Kenneth Branagh, Clémence Poésy, Fiona Dourif, Sir Michael Caine
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 1,78:1 (IMAX-Szenen) / 2,20:1
Laufzeit: 150
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: 349 Nit
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Warner Home Entertainment Germany)
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Trailer zu Tenet

TENET - Finaler Trailer #4 Deutsch HD German (2020)

 


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Last Modified on 31/01/2026
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