Blu-ray Review

OT: The Terminator

Und Cameron erschuf ein Monster
Wird die 4K-Fassung von Terminator das gleiche KI-Schicksal erleiden wie Camerons jüngste UHD Blu-rays?
Inhalt

Los Angeles im Jahr 1984: Sarah Connor lebte bisher ein zwar bescheidenes, aber unbescholtenes Leben. Gemeinsam mit ihrer Freundin Ginger lebt sie in einer Wohnung und versucht, sich mit Jobs über Wasser zu halten. Eines Tages erfährt sie, dass eine Namensvetterin ermordet wurde. Noch an einen Zufall glaubend, geht bald die Meldung vom Mord an einer zweiten gleichnamigen Frau durch die Medien. Nun ist Sarah klar, dass sie in Gefahr schwebt. In einer Disco trifft sie auf Reese, der ihr zunächst das Leben rettet, als ein bulliger Typ mit Schrotflinte auftaucht, um Sarah zu töten. Reese erzählt ihr, er sei aus der Zukunft und von ihrem zukünftigen Sohn zu ihr zurückgeschickt worden, um sie vor dem Killer zu schützen, der sich als Cyborg entpuppt. Denn in der Zukunft haben die Maschinen die Kontrolle übernommen und nur eine kleine Gruppe leistet noch Widerstand. Deren Anführer: John Connor, Sarahs noch ungeborener Sohn. Und der Cyborg aus der Zukunft versucht nun mit allen Mitteln dessen Geburt zu verhindern …

Kein Terminator, kein Avatar. Klingt banal und ist es auch. Hätte James Cameron, dessen Regiedebüt die Fortsetzung eines Horror-B-Movies gewesen war, nicht die Idee zu diesem Cyborg-Skelett-Ding gehabt – wer weiß, ob er je mit der blau eingefärbten Pocahontas-Variante die erfolgreichsten Filme aller Zeiten gedreht hätte oder Unsummen in die neuerliche Versenkung der Titanic hätte stecken können. Um Unsummen ging es bei Terminator noch nicht. Gerade einmal einen Dollar verdiente der Regisseur an seinem Drehbuchentwurf, als er die unfertige Geschichte der ebenfalls noch jungen Produzentin Gale Anne Hurd verkaufte. Seine Bedingung für den günstigen Kurs: er wollte den Film selbst inszenieren. Und das tat er. Und heraus kam etwas, das mindestens drei Dinge maßgeblich beeinflusste. Erstens: Camerons Regiekarriere, die von da an nur noch den Weg nach oben kannte. Mit jedem Film gab er mehr Geld aus, verdiente aber gleichzeitig auch mehr. Zweitens: Schwarzeneggers Filmkarriere, die nach dem 82er Conan zwar schon gut angelaufen war, aber nach 1984 zu einem kometenhaften Aufstieg und zum zeitweise bestbezahlten Darsteller aller Zeiten führte. Ob’s anders gelaufen wäre, wenn stattdessen O.J. Simpson, Jürgen Prochnow oder Lance Henriksen die Rolle gespielt hätten, wie zwischendurch in Betracht gezogen wurde …? Drittens: Das SciFi-Genre generell. Der Einfluss, den Terminator auf das gesamte Genre nahm, ist kaum abschätzbar. Nicht nur folgten noch fünf Fortsetzungen sowie eine Fernsehserie, bezogen sich unzählige Filme auf das, was Cameron hier am Set von Piranhas II ersonnen hatte. Gerade das Cyborg-Skelett sowie die Art der Darstellung der Maschinen wurden zum Kernmotiv von zahlreichen nachfolgenden Genrewerken.

Terminator brachte außerdem tiefgreifende kulturelle Veränderungen mit sich und lässt sich vor allem heute noch als wahrhaft prophetisch bezeichnen. In Zeiten, in denen KI von Cameron selbst eingesetzt wird, um seine Filme optisch möglichst modern und digital aussehen zu lassen, hat sich die Zukunft der Vergangenheit längst in die Gegenwart verwandelt. Eine Gegenwart, in der wir uns nicht ganz zu Unrecht fragen sollten, wann irgendein ChatGPT-Verschnitt dem User das Denken abnimmt und sich aus den Zwängen des Systems befreit – sicher nicht physisch, aber im Zeitalter totaler Vernetzung und globalem Hacking darf man sich fragen, ob das alles gut durchdacht und unter Kontrolle ist. Terminator machte das Thema der KI nicht nur einem breiten Publikum zugänglich, sondern legte einen Grundstein für spätere Diskussionen über die ethischen und existenziellen Fragen der Technologieentwicklung. Die Vorstellung, dass Künstliche Intelligenz eines Tages in der Lage sein könnte, sich selbst zu “befreien” und Entscheidungen unabhängig von menschlicher Kontrolle zu treffen, hat in den vergangenen Jahren besonders im Kontext der Debatte um maschinelles Lernen und autonome Waffensysteme neue Aktualität erlangt. In den letzten Jahrzehnten haben wir erlebt, wie die Entwicklung von KI zunehmend an Fahrt gewinnt. Die Fortschritte in Bereichen wie Deep Learning und neuronalen Netzwerken, gepaart mit der immer stärkeren Integration künstlicher IntelIigenz in alltägliche Technologien, lassen die Befürchtungen, die der Film aufwarf, realer erscheinen. Die Frage, wie und wann Maschinen die Kontrolle übernehmen könnten, ist heute genauso relevant wie zu der Zeit, als der Film gedreht wurde. Es dürfte außerdem kein Zufall sein, dass Cameron dieses Szenario 1984 entwarf – während des Kalten Krieges war die Angst vor einer unkontrollierbaren technologischen Supermacht sehr real. Die zunehmende Automatisierung und das Aufkommen von Maschinen, die zunehmend in die menschliche Sphäre eingreifen, gaben der Geschichte eine erschreckende Glaubwürdigkeit. In Terminator wird eine dystopische Zukunft entworfen, die bis heute bei vielen Menschen eine unmittelbare Resonanz erzeugt. Die unaufhaltsame Natur des Cyborgs, der als “Terminator” in der Zeit zurückgesandt wird, um den zukünftigen Widerstandskämpfer John Connor zu töten, spiegelt die Ängste einer Welt wider, die von der immer weiter fortschreitenden technischen Entwicklung überrannt wird. Dieser Ansatz war damals in der Sci-Fi noch unüblich und stellte eine radikale Wendung dar, weg von den klassischen Visionen einer utopischen Zukunft, hin zu einer Realität, in der Maschinen die Macht übernehmen.

Die Wirkung von Terminator auf das Sci-Fi-Genre lässt sich aber nicht nur auf den Bereich der Dystopien und der KI-Philosophie beschränken. Der Film trug neben Scotts Blade Runner maßgeblich dazu bei, das Bild von Sci-Fi als ernsthaftem, gesellschaftskritischen Genre zu etablieren. Während Filme wie Star Wars und Star Trek zuvor das Genre häufig in Richtung Abenteuer und Fantasie drängten, gab Terminator den Ton an für eine neue Art von Sci-Fi, die sich mit realen Ängsten und technologischem Pessimismus auseinandersetzte. Diese neue Herangehensweise beeinflusste nicht nur die folgenden Filme der Reihe, sondern auch viele andere Werke wie Matrix oder Ghost in the Shell, die sich mit ähnlichen Themen der Mensch-Maschine-Beziehung und der Gefährdung durch KI auseinandersetzen. Zudem stellte der Film die Rolle des Menschen in einer durch Maschinen dominierten Welt infrage. Während in klassischen Sci-Fi-Werken der Mensch als “Held” und Retter der Zukunft galt, ist der Mensch im Terminator eher ein Verlierer, der sich gegen eine übermächtige Technologie aufbäumt. Diese Perspektive eröffnete einen neuen, düsteren Blick auf das Genre, der die Frage aufwarf, ob der Mensch wirklich die Krönung der Schöpfung ist oder nur ein Spielball von Technologien, die er selbst erschaffen hat.




Bild- und Tonqualität BD

Terminator hatte bereits 2012 eine 4K-Restaurierung erfahren, die im Anschluss durch den damals prominenten Lowry-Digital-Prozess (inklusive neuem Color-Grading von Skip Kimball) ging und im gleichen Jahr noch auf Blu-ray erschien. Und diese Blu-ray kann man sich auch heute in viele Aspekten noch sehr gut anschauen. Zum einen ist da die Auflösung, die aufgrund der 4K-Neuabtastung jene der vorherigen Blu-ray-Varianten, die es weltweit gab, abhängt. Nach dem 4K-Scan durchlief das Ganze den damals noch recht jungen Lowry-Digital-Prozess (Entrauschung, Nachbearbeitung, Hinzufügung künstlicher Körnung), den ich im nächsten Kapitel noch etwas näher beschreibe. Das hier auf der Blu-ray zu sehende Korn ist also nicht das, was ursprünglich mal auf dem Film gewesen ist. Dennoch sieht es gut und sehr annehmbar aus – ähnlich wie die damals auch durchaus anschaubare Aliens-Blu-ray. Was man der Blu-ray von damals etwas anlastete, war eine in Teilen veränderte Farbgebung, die ins seinerzeit in den USA gern genommene Teal (also Blaugrün) ging – eine Türkis-Dominanz, die man bspw. auf während der Szenen im Polizeipräsidium oder in der Tiefgarage deutlich sieht. Ob das nun dem ursprünglich gewünschten Look entspricht, lässt sich für mich nicht sagen. Selbst wenn ich damals im Kino gewesen wäre, könnte ich mich mit Sicherheit nicht mehr daran erinnern. Davon ab gelingen Kontrastgebung und Farben sehr ansprechend. Keine Versumpfungen im Schwarz, keine überdramatischen Neonfarben. Das Bild der Blu-ray passt(e) gut zum Film, der ja auch nicht der cleanste SciFi-Film aller Zeiten ist. Und diese Blu-ray ist nun auch wieder im Steelbook der 4K-Blu-ray enthalten. Also keine remasterte Full-HD-Scheibe.

Die DTS-HD-Master-Tonspur von Terminator gehört zu den besseren Mixen, die ein “älterer” SciFi-Film auf Blu-ray für eine Synchro haben konnte. Fangen wir aber zunächst mit dem Negativen an. Hin und wieder gibt es Gleichlaufschwankungen – gut zu hören bspw. beim Song aus dem Walkman nach 20’45. Die gibt’s so im englischen Original nicht. Außerdem grummelt es im Tiefbass bisweilen etwas und könnte dort differenzierter sein. Und dann gibt’s hin und wieder kleinere Übersteuerungen, bei denen der Ton dezent zerrt. Was jetzt nach großen Katastrophen klingt, ist in der Praxis aber gar nicht so arg störend. Vor allem kann man es ob der druckvollen Performance während der Actionszenen oder schon direkt zu Beginn beim “Erscheinen” des Terminators und dem Donnergrollen, das damit verbunden ist wirklich verzeihen. Die deutsche Fassung steht dem O-Ton in DTS-HD-High-Resolution in nichts nach und macht ihre Sache durchweg gut. Allerdings setzt sie ebenfalls auf die “falschen”, nachträglich erneuerten Schuss-Geräusche. Kann man als Tradionalist darüber nicht hinwegsehen, bleibt einem kaum eine Alternative. Und tatsächlich klingt gerade die Laser-Pointer-Zielwaffe arg elektronisch. Sieht man darüber hinweg, gefällt der Ton mit teils sehr wuchtiger und dynamischer Abbildung der Soundeffekte und auch der Dialoge.

![Terminator [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/51Sz26PORmL._SL500_.jpg)
- Die Festplatte verfügt über englisches Audio und Untertitel.
Bild- und Tonqualität UHD

Terminator wurde bereits 2012 im Zuge des sogenannten Lowry-Digital-Prozesses, wie oben erwähnt, in 4K gescannt. Allerdings (und das zeigt sich anhand des Detailgrads dann durchaus) scheint man im Nachgang lediglich in 2K postproduziert zu haben. Die 4K-UHD-Blu-ray stammt ganz augenscheinlich vom selben Master ab. Hier wurde kein neuer 4K-Scan durchgeführt, da das Framing bis auf äußerst wenige Ausnahmen komplett identisch ist. Die Frage ist natürlich, ob man noch einmal auf das 4K-Master zurückging und von da in 4K postproduzierte oder man ein Upscale des alten 2K-Masters vorgenommen hat. Meiner Meinung nach (ich lasse mich gerne korrigieren) ist Letzteres der Fall.
Edit (27.11.2024): Mittlerweile gibt es eine offizielle Aussage eines Warner-Brothers-Mitarbeiters, der von einem 4K-Postprocessing auf Basis des alten 4K-Scans spricht. Ich zweifle das nach wie vor etwas an, aber der Vollständigkeit halber soll das hier erwähnt sein.
Der Lowry-Digital-Prozess war dafür bekannt, die Digitaldaten, die vom Filmscan stammten, minutiös zu reinigen, die Körnung zu entfernen und durch einen klugen Prozess Details, die durch die Entfernung der Körnung verloren gegangen waren, wiederherzustellen – ja, sie sogar zu intensivieren. Dies geschah im Prinzip durch einen Vergleich der einzelnen Frames miteinander und folgte der Logik, dass ein Kornpartikel, das an einer Stelle des Bildes Details verdeckt, an der nächsten Stelle woanders ist und dort das Detail freigibt. Aus dem Bild davor und danach könnte man dann das zuvor fehlende Detail rekonstruieren und damit mehr aus dem Bild herausholen, als man auf der ursprünglichen Filmkopie sehen konnte. So weit so interessant. Und es führte zu einer durchaus noch filmisch erscheinenden Blu-ray. Der Ansatz, den Park Road Post mit ihrer KI bei den Cameron-Titeln der letzten Monate angewendet hat, hat zwar das gleiche Ziel (mehr Details erreichen), nutzt dafür aber keine aufwändige Einzelbildanalyse, sondern lässt eine KI über das Material laufen, die das Ganze künstlich-digital erzeugt. Der Prozess von Park Road Post griff bisher allerdings ungleich drastischer ins Material ein und verursachte durch Glättung und Nachschärfung teils gruselige Maskeneffekte auf Gesichtern oder schlimme Artefakte rund um Objekte. Jetzt darf man sich fragen, ob dieser Prozess ein wenig schlauer wurde, oder ob man sensibel auf die Kritik reagiert hat. Denn bei Terminator sind die KI-Probleme weit weniger auffällig als bei Aliens, Abyss, Titanic oder True Lies. Man sieht durchaus, dass die KI am Werk gewesen ist – vor allem während Saras Rollerfahrt nach 11’50. Wenn sie auf der Straße neben den Autos unterwegs ist, wirkt auch der Bewegungsablauf insgesamt geglättet und macht ein wenig den Eindruck, als hätte man eine Frame-Interpolation aktiviert. Ebenso kann man die KI erkennen, wenn man sich die Straßenszene nach 6’32 nimmt. Hier werden Wörter auf den Schildern teils komplett ineinander gemorpht (Pizza) oder die Flagge in der Mitte des Bildes vor dem hellen senkrechten Leuchtelement scheint förmlich zu schweben. Ebenfalls auffällig wird es bei der finalen Einstellung. Hier hebt sich Sarahs roter Jeep sehr unschön vor dem Hintergrund ab und eine kleine Wolke aus wabernden Artefakten umgibt ihn. Man kann erkennen, dass (ähnlich wie bei True Lies) die KI immer dann in stärkeres Schlingern kommt, wenn das Ausgangsmaterial schlechter war. Denn die finale Szene sieht auch auf der Blu-ray nicht wirklich gut aus. Ein weiteres Mal wird die KI deutlich, wenn man sich das Hemd und vor allem die Knöpfe von Traxlers Hemd anschaut, die sich unnatürlich abheben. Im Gegensatz zu True Lies bleiben wachsige Gesichter aber fast komplett aus (sieht man von der ohnehin wachsigen Kopfattrappe nach 55’30 ab. Während der Verhörsituation zwischen Kyle und Silberman kurz zuvor oder beim Gespräch zwischen Sarah und Kyle nach 79 Minuten hat man ein wenig den Eindruck, dass das Geschehen hier deutlicher gefiltert/nachbearbeitet erscheint, aber von allen Cameron-Wiederveröffentlichungstiteln der letzten Jahre liefert Terminator das konsistenteste, am wenigsten auffällig KI-generierte Bild. Wenngleich, und hier setzt die Kritik an, das in Sachen Schärfe und Körnung nichts mehr mit dem Original-Filmmaterial zu tun hat. Denn auch die hier zu erkennende, tatsächlich feinere Körnung, ist nicht das Original-Filmkorn.

Wie steht es um die anderen Aspekte einer UHD Blu-ray? Kontrastdynamik, Farben etc.? Schaut man sich beide im Vergleich an, so fällt primär auf, dass der HDR-Effekt (unabhängig von HDR10 oder Dolby Vision) nicht sehr ausgeprägt ist. In der Durchzeichnung der Lichtquellen tut sich praktisch nichts (sieht man von den Explosionen am Ende ab, die etwas dynamischer erscheinen). Ansonsten sehen Lichtquellen aus wie auf der alten Blu-ray. Auch die Farbgebung ist insgesamt nur bedingt anders. Durch die etwas andere Helligkeitsabstimmung fallen Hauttöne etwas wärmer aus, während das altbekannte Cyan in den Tiefgaragen-/Polizei-Department-Szenen erhalten geblieben ist. Auffälligster Unterschied sind die etwas intensiveren Farben der Lasergeschosse während der Szenen aus der Zukunft sowie das kräftigere Rot. Schwarz bleibt gut durchzeichnet, der generelle Kontrastumfang ist einen Hauch steiler als auf der Blu-ray. Was bleibt, ist eine kleine Gemischtwarentüte. Ein Zwitter aus überraschend filmisch (obwohl kaum etwas Filmisches im Material zurückgeblieben ist) und teilweise sichtbar nachbearbeitet, der aber weit weniger zu aufgeregten Diskussion provoziert als die letzten Cameron-Titel. Ob man hier upgradet, lässt sich deshalb schwer sagen. Für Fans der deutschen Synchro reicht vermutlich weiterhin die altbekannte Blu-ray. Für Freunde des O-Tons könnte der Atmos-Track sowie die Original-Mono-Tonspur ein Kaufgrund sein. Mehr dazu im nächsten Kapitel im Anschluss an die Screenshotvergleiche (die dieses Mal übrigens ohne Timecode auskommen müssen, sorry.)


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier sieht man, dass die KI durchaus gut arbeiten kann, wenn man sich die Details am Reifenprofil anschaut. Dafür gerne den Screenshot mal in Originalgröße in einem neuen Tab öffnen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sorgt hier und da auf Oberflächen zudem für etwas mehr Zeichnung.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das ändert die neue Disk weder ins Positive noch ins Negative. Der Look ist fast identisch.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … leichte Überschärfungen an den Augenbrauen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Im laufenden Bild wirkt diese Roller-Fahrt auf der Straße zu glatt und seltsam artifiziell – wie eine Frame Interpolation.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … dass die KI mit Sarahs Gesicht nicht gerade schmeichelhaft umgeht.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … bezogen aufs Jacket und die Krawatte.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … gerade bei der Krawatte und den oberen Hemdknöpfen zu einem seltsam künstlichen Ding.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Nun hat man es digital hinzugefügt.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … gibt’s dann doch noch Anlass für etwas bessere Durchzeichnung.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):

Im Gegensatz zur alten DTS-HD-High-Resolution-Tonspur kommt die 4K UHD Blu-ray mit einem frischen Dolby-Atmos-Mix. Und der hat’s zum Teil durchaus in sich. Das Negative kurz vorweg: Auf dem Messschrieb des Centerkanals sieht man eine ganz leichte Abkappung am oberen Ende. Vereinzelte Spitzen fehlen deshalb, was allerdings nur ganz sensible Ohren wahrnehmen werden – zumal der Ton nach wie vor dynamisch gemischt ist und nicht zu Tode komprimiert wurde. Auffallend gegenüber der bisher verfügbaren Original-Tonspur ist der deutlich vehementere Einsatz des Subwoofers. Zum Teil hat man dem Film hier auch mehr Signale spendiert (gerade bei Soundtrack-/Musikszenen) als dem alten Mix. Heftig ist das bspw. bei der Abschlussszene nach 103’20 oder im Blitzedonner bei 4’22. Bei der Anfants-Titelschrifteinblendung hat man übrigens wieder das alte Geräusch der schleifenden Schwerter integriert, das dem alten 5.1-Mix (und der deutschen Tonspur fehlt). Nicht geändert wurden hingegen, die für den damaligen 5.1 teils neu vertonten Schussgeräusche aus den Waffen. Am auffälligsten ist das bei der 45er Longslide mit Infrarotpointer, die im heutigen Mix eher nach Laserwaffe klingt (16’32). Möchte man hier die ursprünglichen Geräusche hören, muss man auf den ebenfalls enthaltenen englischen Original-Kinomix zurückgreifen. Der klingt zwar nicht in allen Belangen großartig, ist aber rein vom traditionellen Aspekt und dem, was der Film an sich einfach ist, die authentischste Variante. Aber zurück zur Atmos-Mischung: Im Surroundgefüge wirkt Terminator jetzt noch etwas räumlicher und nimmt noch ein wenig mehr in die Mitte. Allerdings liegt das auch an der tollen Einbindung der Heights: Dort beginnt es zunächst mit einem wuchtigen Auftritt der Laserkanonen nach etwa 1:30. Das klingt dort schon nicht nach simplem Upmix, sondern echter Neuabmischung. Auch der Schwerter-Scharren-Soundeffekt während der Titelschrift-Einblendung kommt schön griffig von oben. Ob man bei der Konfrontation mit den Punks und auch im späteren Verlauf immer wieder hörbar) die Stimmen mit Hall auf die Heights hätte legen müssen, bleibt Geschmacksache. Allerdings nicht der Helikopter sowie die Blitzgeräusche ab 6:40. Das klingt alles wirklich sehr griffig von oben hörbar. Nach gut 18 Minuten gibt es während eines Flash-Forwards erneut deutliche Kampfgeräusche von oben, die bei 18’40 von einem vehement lauten Gleiter übertroffen werden. Während im Nachgang erneut häufig Stimmen- und etwas Aktionshall von oben zu hören ist, wird es bei 37’25 wieder sehr dynamisch von oben, wenn man den POV des Terminator annimmt und man die roten Schriften eingeblendet bekommt. Nach 48 Minuten hört man deutlichen Nachhall während der Autoverfolgung in der Tiefgarage. Dazu nach 49’07 sehr dynamische Schüsse und nach 60’50 kommt noch einmal sehr vehement das HUD vom Terminator. Während der Konfrontationen rund um 70 Minuten herum werden die Heights ebenfalls immer wieder mal aktiv. Die Fahrt im Tunnel nach etwa 85 Minuten erhält an zwei/drei Stellen ebenfalls Höhensignale und die Sirene bei 94’04 lässt erst recht aufschrecken.




Bonusmaterial
Das Bonusmaterial enthält neben den optional von Cameron untertitelten entfernten Szenen drei Featurettes, die noch aus der SD-Zeit stammen. So geht es um die Erschaffung der visuellen Effekte, um den Spiegel, den der Film der Wahrheit gegenüber hält und um das Vermächtnis des Films für das Genre und die Popkultur.
Fazit
Terminator ist ein Klassiker. Zwar im Grunde als B-Movie gestartet, konnte Cameron sicherlich kaum erahnen, welchen Einfluss sein Werk haben würde. Bis heute gilt der Film als Wendepunkt im modernen SciFi. Dass man ihm nun eine 4K-Disk spendierte ist grundsätzlich schön. Erneut kam hier aber die gefürchtete Park-Road-Post-KI zum Einsatz und kein neues 4K-Master oder ein frischer 4K-Postprozess. Das ist schade, da auch hier mehr drin war. Realistisch und im laufenden Bild betrachtet, ist Terminator aber von allen klassischen Cameron-Filmen die beste Umsetzung, ohne allzu große KI-Ausreißer in die Welt des Wachses oder der Künstlichkeit. Der neue Atmos-Sound dürfte zudem für Fans von möglichst viel “Drumherum” ein Kaufargument sein.
Wer noch deutlich mehr Screenshot-Vergleiche anschauen möchte, kann das in meinem Video auf dem YouTube-Channel tun. Dort gibt’s auch noch einen visuellen Tonvergleich. Lasst mir gerne ein Abo da. Hier geht’s zum Screenshot-Vergleich-Video auf YT: —-> KlickMichWieEinCyborg
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 75%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 75% (in die Bewertung fließt nicht mit ein, dass die “moderneren” Schussgeräusche implementiert sind)
Tonqualität BD (Originalversion 5.1): 80% (in die Bewertung fließt nicht mit ein, dass die “moderneren” Schussgeräusche implementiert sind)
Tonqualität UHD (Originalversion Mono): 80%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80% (in die Bewertung fließt nicht mit ein, dass die “moderneren” Schussgeräusche implementiert sind)
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 70%
Bonusmaterial: 40%
Film: 80%
Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA 1984
Regie: James Cameron
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Bess Motta, Bill Paxton, Brad Rearden,
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de // dts-HD-High-Resolution: en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 5.1: de // dts-HD-Master 2.0 (Mono): en
Untertitel: de, en
Bildformat: 1,85:1
Laufzeit: 107
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Jein (2K Postprozess nach 4K Scan)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 16
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: MGM / Warner Home Video)
*Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Für Einkäufe über diese Affiliate-Links erhalten wir eine Provision. Für den Käufer entstehen keine Mehrkosten. Infos zum Datenschutz findet ihr hier.
So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.
- Panasonic DMP-UB900
- Panasonic DP-UB824EGK
- Panasonic TX-55GZW954
- Apple 4K TV
- LG 65G39LA
- Epson EH-TW9400
- HDMI-Kabel: Audioquest Forest-Serie