Blu-ray Review


OT: Thelma & Louise



Zwei Damen mit Revolver
Ridley Scotts 91er-Kultfilm kommt in seiner bisher besten technischen Form ins Heimkino.
Inhalt

Louise arbeitet in einem Diner, hat aber die Nase von dem miesen Job voll. Sie möchte unbedingt eine kurze Auszeit nehmen und beschließt, in eine Fischerhütte in den Bergen zu fahren. Mit etwas Überzeugungskraft kann sie ihre Freundin Thelma überzeugen mitzukommen und sich von ihrem kontrollsüchtigen Mann Darryl zu lösen. Im offenen Ford Thunderbird von Louise machen sich die beiden auf den Weg. Dass das Vergnügen nicht zu kurz kommen soll, ist klar. Also machen sie eines Abends Station in einer Raststätte, wo Thelma von einem Fremden angeflirtet wird. Als der sie zum Parkplatz bringt, kommt eins zum anderen. Der Typ versucht Thelma zu vergewaltigen. Glücklicherweise kommt Louise dazu und hält dem Kerl ihren Revolver unter diese Nase. Doch das zeigt nur im ersten Moment Wirkung, denn der Fremde spuckt weiter große Töne. Louise gerät in Rage und erschießt ihn an Ort und Stelle. Von nun an verwandelt sich der Roadtrip in eine Flucht vor der Polizei des Staates …

Sälma und Luiiiise, Tällma und Lois, Szällmah und Louiß – vermutlich gibt’s kaum einen anderen Film, bei dessen Titel die deutsche Klientel so viele Aussprachprobleme hat, wie bei Ridley Scotts Road Movie mit feministischer Note. Okay, ausgenommen vielleicht die französisch-belgische Komödie Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm. Aber es fasse sich jeder an die eigene Nase und rufe ganz laut HIER, wenn er als Fünftklässler im Englischunterricht das „ti-äitsch“ spontan bereits korrekt aussprechen konnten … na? Ich höre ja gar nichts … keiner?
Gut, ich konnte es auch nicht. Womit die ersten drei Zeilen einer Einleitung absolviert wären. Man hätte natürlich auch ganz anders anfangen können. Beispielsweise damit, dass Drehbuchautorin Callie Khouri, seinerzeit vornehmlich als Musikvideoproduzentin unterwegs, die Idee zum Skript kam, als sie täglich den gleichen Arbeitsweg über eine gewisse Entfernung zurücklegen musste. Während einer dieser Fahrten schoss ihr plötzlich der Satz „zwei Frauen gehen auf eine Verbrechertour“ (im Original genauer: „two women go on a crime spree“) und die Idee zum Film war geboren. Es flossen wohl auch Erlebnisse ins Drehbuch, die sie mit ihrer Freundin, der Countrysängerin Pam Tillis teilte. Khouri plante, ihre Geschichte selbst zu inszenieren, was jedoch bei den Studios, denen sie das Projekt anbot, auf mangelndes Interesse stieß. Die Wende kam, als sie es ihrer Freundin Mimi Polk Gitlin zeigte. Gitlin war seinerzeit Leiterin der Ridley Scotts Pery Main Productions und gab das Drehbuch an Scott selbst weiter. Ridley wollte dann zunächst lediglich produzieren, doch die vier Regisseure, die er im Sinn hatte (unter anderem Richard Donner und Kevin Reynolds), zogen alle zurück. Also musste „der Meister“ selbst ran.

Der feministische Touch von Thelma & Louise kommt dabei nicht von ungefähr. Autorin Khouri arbeitete Ende der 80er, Anfang der 90er vornehmlich in der Werbebranche und im Musikvideo-Business. Es war die Zeit der Hardrocker in Spandex-Hosen; der Kerle mit langer Mähne und dezidierter Machoattitüde. Die Mädchen in den Videos durften vornehmlich wenig Kleidung tragen und dass ein Videoregisseur auch schon mal nach anderen Darstellerinnen mit größeren Brüsten verlangte, war kein Einzelfall. Filme mit tragenden Frauenrollen waren nach wie vor rar gesät und mit Scotts Adaption des Skripts gab es zudem ein echtes Novum. Denn zwei gleichberechtigt als Hauptdarstellerinnen nebeneinander agierende Akteure hatte Hollywood auch noch nicht gesehen. Kein Wunder, dass nicht wenige alteingesessene Showbiz-Größen den Untergang des Abendlandes vermuteten. Eine Zäsur in der Traumfabrik? Vielleicht ein wenig. Zwar hatte Scott bereits einmal eine Frau zur Heldin eines Films gemacht (Ripley in Alien), doch ansonsten galt der Regisseur eher als Filmemacher von ausgemachten Männergeschichten. Blade Runner und als letzter Film vor Thelma & Louise vorrangig Black Rain zeugen davon. Interessant, dass Khouri damit einen Nerv getroffen hatte, den im Filmjahr 1991 noch andere gefunden hatten. Neben Thelma & Louise ist es auch das Jahr von Sarah Connor in T2 oder Clarice Starling in Das Schweigen der Lämmer gewesen. Und es sollte sich für die Autorin lohnen, denn es gab den Oscar für das beste Originaldrehbuch.

Wunderbar an Thelma & Louise ist aber vor allem, dass die Geschichte den Feminismus-Part mit einem der ureigensten Männer-Genres, dem Roadmovie, paart und es mit durchaus zugreifender Gewalt würzt. Funktionieren würde das alles aber nicht, wenn nicht Susan Sarandon in der Rolle der zupackenden Louise so souverän agieren und als treibende Kraft hinter dem Roadtrip wirken würde. Die Entschlossenheit in ihren Blicken, die allerdings nicht unterschlägt, dass eine große Verletzlichkeit in der Figur liegt, kommt hautnah beim Betrachter an. Sarandon machte die Rolle der Louise zu ihrer ganz eigenen und wirkt in höchstem Maße authentisch. Geena Davis hatte bis dato vornehmlich in seichten Komödien oder typischen Frauenrollen agiert und darf sich hier nun komplett davon emanzipieren. Zunächst noch die Hausfrau, die unter der Kontrollsucht ihres Gatten leidet und praktisch nicht das Haus verlässt, wird sie im Verlaufe des Films immer selbstsicherer, sich selbst bewusster und lässt Thelma zum Ende hin auf Augenhöhe mit Louise wirken. Auch heute, fast 35 Jahre später, macht es noch unglaublich viel Spaß, den beiden zuzuschauen, wie sie eine Schneise aus Verwüstung auf ihrer Reise verursachen. Nicht (ganz) zu vergessen: Brad Pitt. Jener spätere Megastar hatte zwar zuvor schon ein paar Rollen verkörpert. Doch als etwas einfältiger J.D. in Thelma & Louise gab er offenbar die Visitenkarte ab, die ihn schon ein Jahr später in die A-Riege und über weite Strecken der folgenden drei Jahrzehnte in den Olymp hievte. Ridley Scott fängt inszenatorisch das Geschehen zudem absolut stilvoll ein und kann sich auf großartige Bilder seines Kameramanns verlassen. Dazu noch der grandiose Soundtrack von Hans Zimmer und fertig war ein moderner Klassiker des feministischen Kinos.














Bild- und Tonqualität BD

Leider ist es bei Thelma & Louise dieses Mal etwas anders als sonst. Da ich die alte Blu-ray nicht besitze und sie im Netz zu indiskutablen Preisen gehandelt wird, muss an dieser Stelle ein Vergleich zwischen neuer und alter BD entfallen. Denn die im Mediabook beiliegende Scheibe ist in der Tat eine neu gemasterte Blu-ray. Und Capelight hat es verstanden. Denn das, was man hier erblicken darf, ist nach allem, was man von außen sehen kann, die filmisch-authentischste Fassung, die möglich war. Die Körnung des analogen Materials kommt durchweg authentisch und sehr homogen rüber – und das bereits über die Blu-ray. Szenen, die bei guter Ausleuchtung oder bei Tageslicht gedreht wurden, weisen ein erstaunlich feines Korn auf, während dunklere Innenraumszenen etwas grober erscheinen. Allerdings wird auch das grobe Korn sehr gut aufgelöst wiedergegeben. Hervorragend gelingen auch die Schattenbereiche, die zu keiner Zeit absaufen und Details hervorragend abbilden. Das gilt für nahezu sämtliche Szenen, in denen die Lichtverhältnisse schwierig sind – bspw. das improvisiert ausgeleuchtet wirkende Cabrio bei 93’15 oder die Szene im Hotelzimmer bei hellem Seitenlicht (63’35). Die Farben kommen angenehm warm rüber. Hauttöne sind ansprechend gebräunt, was zum Szenario passt. Die mit Verlaufsfiltern abgetönten Einstellungen des Himmels (bspw. bei 108’50) erscheinen so, wie (anzunehmen) von Scott intendiert. Close-ups und gut fokussierte Shots sind durch die Bank schön scharf. Gelegentlich wirken Szenen etwas softer, was aber bereits am Ausgangsmaterial liegen dürfte.

Beim Ton der alten Blu-ray erinnere ich mich an Probleme mit der Tonhöhe und relativ deutliche Filterungen. Aber auch hier hat Capelight für die neue Blu-ray von Thelma & Louise Hand angelegt und dem Ganzen eine neue 5.1-Abmischung spendiert. Hinzu kommt ein 2.0-Mix in PCM Stereo. Und um es kurz zu machen: Die 5.1-Fassung klingt sehr ordentlich. Die Tonhöhen sind korrigiert, also nun korrekt und man hört zu keiner Zeit Artefakte, Kompressionsprobleme oder muffige Situationen – sieht man vom hörbar komprimiert klingenden Song während der Anfangstitel ab, der im Englischen zwar auch nicht perfekt, aber doch weit weniger schwankend tönt. Davon ab hat der deutsche Ton noch eine Eigenschaft, die letztlich etwas Dynamik verhindert: Der Center, genauer gesagt, die Dialoge sind oft etwas zu laut eingepegelt. Das hört man insbesondere, wenn man den englischen Ton anwählt. Im direkten Vergleich wirkt es fast, als wäre dieser zu leise. Doch wenn man sich in den O-Ton reingehört hat, passt die Dynamik zwischen leiseren Dialogen und lauterer Musik deutlich besser. Kommt es zu Musikszenen wie jener nach etwas über einer Viertelstunde in der Bar, dann klingt die deutsche Fassung dennoch ordentlich. Die Räumlichkeit ist gut, die Klarheit ebenso und die Dynamik geht in Ordnung – auch wenn der Schuss nach 21’38 im Englischen die Stille noch mehr zerreißt. Während der gewaltigsten Szene nach etwas über 112 Minuten setzen sich die Rears der deutschen Fassung noch etwas mehr in Szene und liefern lautere Surroundeffekte. Die Schüsse, die zuvor fallen, sowie die Explosion werden vom O-Ton aber noch etwas dynamischer und basskräftiger wiedergegeben. Die PCM-2.0-Tonspur klingt im Vergleich mit der 5.1-Fassung etwas aufgeregt und nicht ganz so harmonisch.





















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Bild- und Tonqualität UHD

Für Thelma & Louise wurde bereits im letzten Jahr ein neuer Transfer erstellt, der auf dem Original-35-mm-Kameranegativ basiert. Dieser erfolgte in 4K auf einem Lasergraphics Director Filmscanner unter Überwachung von Ridley Scott selbst. Davon ausgehend wurde für die UHD Blu-ray mit HDR10 und Dolby Vision gegradet. Erstmalig erschien die 4K-Scheibe dann 2023 über Criterion in den USA. Das 4K-Master übernahm Capelight Pictures hierzulande nun, fertigte aber eigene Encodings für die Scheiben an. Gegenüber der neuen Blu-ray ist die 4K UHD Blu-ray sichtbar dunkler gemastert, was allerdings in vielen Szenen besser zum Film passt. Gerade die eingesetzten Day-for-Night-Shots und solche, die in der Dämmerung spielen, profitieren von mehr Atmosphäre. Die Zeit wirkt dann auch „richtiger“ und das Bild über die Blu-ray im Vergleich fast etwas zu hell. Nicht nur während der dunklen Szenen (aber dann durchaus deutlich) zeigt sich, dass die 4K-Disk das noch bessere Encoding und somit das noch einmal feinere Korn aufweist. Der Dämmerungs-Himmel bei 11’24 ist sichtbar homogener und gleichmäßiger mit Körnung durchwirkt als über die Blu-ray. Und hier zeigt sich auch die höhere Auflösung, die in der Lage ist, auch noch die engeren Abstände zwischen den Stromkabeln der Oberleitungen zu differenzieren. Da kommt die Blu-ray nicht ganz mit, so gut sie auch sei. Die etwas weniger gut fokussierten Shots (bspw. jener bei 39’36) werden über die 4K-Scheibe natürlich nicht wesentlich schärfer. Hier ist das Ausgangsmaterial nicht perfekt genug und liefert zu wenig Grundlage für ein Mehr an Bildtiefe und Auflösung. Gelegentlich ist die HDR-Disk auf Schattenbereichen vielleicht eine Spur zu dunkel, was man bei 63’33 am rechten Bildrand sehen kann. Ohne HDR-Optimizer bleiben hier Teile der Haare von Sarandon im Dunkeln verborgen. Das geht zwar nicht ins Black Crush, wird von der BD an der Stelle aber mit mehr Durchzeichnung geliefert. Hautfarben sind durch die Bank etwas bräunlicher und weniger gelbbraun. Das tut dem Look für sich genommen sehr gut. Dezent auffallend sind hier und da leichte Farbblöcke im Korn, was ein Prozess des Encodings ist. Allerdings ist das im laufenden Bild nur dann bemerkbar, wenn man weiß, wohin man schauen muss. Und selbst dann muss man das persönlich auch noch als störend empfinden. Denn das Encoding selbst ist herausragend fein und spielt der 4K-Auflösung sichtbar in die Hand.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … gibt die UHD Blu-ray etwas satter gebräunt wieder, was nicht ausschließlich am dunkleren Master liegt.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist schon sehr deutlich zu erkennen, dass die 4K-Disk das bessere Encoding und damit die noch bessere Detailtiefe aufweist.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … kommt etwas satter rot rüber.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sind die Schriften auf dem Kennzeichen besser lesbar.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk zeigt hier nochmals, dass sie besser encodiert und aufgelöst ist.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wie über die UHD Blu-ray.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links):


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … bildet die 4K-Disk deutlicher ab.





















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Bonusmaterial
Das Bonusmaterial, das auf den beiden Filmdisks vorhanden ist, besteht aus einigen Trailern sowie den beiden Audiokommentaren, die zum einen von Ridley Scott und zum anderen von Geena Davis, Susan Sarandon und Drehbuchautorin Callie Khouri gehalten werden. Beide sind allerdings nicht untertitelt. Hinzu kommt eine Bonusdisk, welche mit der Dokumentation „Die letzte Reise“ sowie einigen entfallenen und erweiterten Szenen aufwartet. Auch ein etwas längeres Ende, das sich optional mit Kommentar von Scott abspielen lässt, ist enthalten. Darüber hinaus gibt es ein Storyboard-Multi-Angle-Feature und das Musikvideo „Part of Me, Part of You“ von Glen Frey. Nicht zuletzt darf man sich über das 24-seitige Booklet mit Infos zum Film freuen.
Fazit
Thelma & Louise gilt heute berechtigterweise als Kultfilm. Denn Scott und Drehbuchautorin Khouri brachten Anfang der 90er Schwung in die Thematik starker Frauenrollen. Was heute gerne als „woke“ kritisiert wird, fand hier schon sehr offenkundig statt und hat dem gleichberechtigten Kino seither gutgetan. Sarandon und Davis überzeugen in ihren Rollen und zweifelsohne vorhandene Klischees werden vom hohen Unterhaltungswert glatt gebügelt – zumal die Stereotypen bewusst überzogen inszeniert wurden. Danke an Capelight, dass man diesen modernen Klassiker in seiner bisher bestmöglichen Form veröffentlicht hat. Sowohl die BD als auch die UHD Blu-ray überzeugen. Die 4K-Disk aufgrund des besseren Encodings noch einmal das Quäntchen mehr, über das sich Besitzer großer TVs oder entsprechender Beamer-Heimkinos freuen.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD: 85%
Bildqualität UHD: 85%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung 5.1): 70%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion 5.1): 80%
Bonusmaterial: 90%
Film: 85%
Anbieter: Capelight Pictures
Land/Jahr: USA 1991
Regie: Ridley Scott
Darsteller: Susan Sarandon, Geena Davies, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt, Stephen Tobolowsky
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en // PCM 2.0: de, en
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 130
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 16
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: MGM/Capelight Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern“ zu verfälschen.
- Panasonic DMP-UB900
- Panasonic DP-UB824EGK
- Panasonic TX-55GZW954
- Apple 4K TV
- LG 65G39LA
- Epson EH-TW9400
- HDMI-Kabel: Audioquest Forest-Serie