Heatstroke – Mörderische Steppe

Blu-ray Review

Koch Media, 23.10.2014

OT: Heatstroke

 


Öde Wüstenei

In der Steppe Südafrikas drohen Durst, Hunger, wilde Tiere und wilde Wilderer …

Inhalt

Paul wünscht sich, dass sich seine Tochter mit der neuen Freundig gut versteht

Weil Pauls pubertierende Tochter Josie scheinbar in schlechte Gesellschaft geraten ist, lässt sich der renommierte Hyänen-Experte von seiner Ex-Frau breitschlagen, den gemeinsamen Nachwuchs mit auf eine Reise in die Steppe zu nehmen. Da auch Pauls neue Flamme, die flotte Russin Tally mitkommt, ist Konfliktpotenzial angesagt, denn die zwei Frauen können sich nicht leiden. Als das Experiment offenbar scheitert und Paul Joe zum  Flughafen in Johannisburg zurückbringen will, vernichten Hyänen das Lager der zurückgebliebenen Tally. Als diese sich aufgrund des nahenden Vorratsmangels auf die Suche nach Wasser begibt, stößt sie auf den verunglückten Jeep. Drin liegen ein erschossener Paul und eine schwerverletzte Josie. Doch Zeit zur Trauer bleibt nicht, denn die Verantwortlichen Mörder sind noch in der Nähe …

Ein folgenschwerer Unfall, dessen Konsequenzen Joe und Tally noch gar nicht abschätzen können

Heatstroke – Mörderische Steppe vereint gleich mehrere Filme in einem. Nach dem Abenteuer-Anfang mit Coming-of-Age-Problematik entwickelt sich der Film zu einem Thriller mit Tierschutz- und Survivalaspekten. Während mit Stephen Dorff das einzige prominente Gesicht nach einer halben Stunde aus dem Film verschwindet, übernimmt Peter Stormare in seiner ihm angestammten Rolle als Bad Guy und Chef von anderen übellaunigen Typen das Ruder. Als Leader einer Gruppe von Waffenschiebern und Wilderern überzeugt er, agiert aber weitgehend erwartungsgemäß und überraschungsfrei. Svetlana Metkina als Tally ist sich nicht zu schade, den Kampf mit Staub und Durst aufzunehmen und dabei schnell bemerkenswert geschunden auszusehen – ebenso wie Maisie Williams (Game of Thrones) als Josie. Letztere bringt vor allem die Zickereien zu Beginn sehr gut rüber, hat aber mit dem Überlebensszenario ein paar Schwierigkeiten. Schwierigkeiten hat auch das etwas zähe Skript von Heatstroke. Während die Sequenzen im Camp der Wilderer noch recht spannend gelingen, gerät die Flucht vor den bösen Buben zunehmend klischeehaft und zäh. Die ziemlich schwachen Dialoge, die oft nicht mehr als kurze Einzeiler bieten, halten bis zum überraschungsfreien und wenig packendem Finale nur bedingt bei der Stange. Was bleibt ist ein hübsch fotografierter, handwerklich durchschnittlicher Film – hat man schon schlechter, aber auch schon besser gesehen.

Bild- und Tonqualität

Peter Stormare ist und bleibt ein ziemlich guter Bösewicht

Während der ruhigen Einstellungen gerät das Bild von Heatstroke – Mörderische Steppe sehr ansprechend. Die Schärfe ist gut und recht ausgewogen. Überkontrastierungen, Überschärfungen oder sonstige digitale Artefakte bleiben aus. Während der sonnigen Außenaufnahmen ist das Bild sehr hell, könnte etwas mehr Kontrast vertragen. Bemerkenswert ist das Fehlen von Rauschen/Korn selbst auf hellen Hintergründen wie dem Himmel über der Steppe.
Akustisch passiert in Heatstroke zunächst gut vierzig Minuten nur wenig. Ein bisschen Steppen-Atmosphäre mit Grillengezirpe und Vogelgeräuschen, sanfte Filmmusik und gut verständliche Dialoge bestimmen das Geschehen. Als Pauls Auto in Flammen aufgeht, werden die Rearspeaker erstmalig gefordert und während des später auftretenden Sandsturms gefällt die Atmosphäre durch hervorragende Räumlichkeit.

Bonusmaterial

Für Josie wird der Trip nach Südafrika zum Überlebenskampf

Ausgenommen des Originaltrailers von Heatstroke herrscht im Bonusmaterial Wüste.

Fazit

Heatstroke – Mörderische Steppe gehört zu den Filmen, die man gesehen haben kann … aber nicht unbedingt muss. Darsteller, Geschichte, Spannungskurve – alles ist irgendwie okay aber zu keiner Zeit außergewöhnlich.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 75%
Tonqualität (deutsche Fassung): 70%
Tonqualität (Originalversion): 70%
Bonusmaterial: 5%
Film: 50%

Anbieter: Koch Media
Land/Jahr: USA 2013
Regie: Evelyn Purcell
Darsteller: Stephen Dorff, Swetlana Metkina, Peter Stormare, Maisie Williams, Andrew Roux
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 87
Codec: AVC
FSK: 16