Blu-ray Review

OT: Event Horizon


Selbstmordkommando
Paul W.S. Andersons SciFi-Horror-Mix erhält ein 4K-Upgrade.
Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2047: Seit sieben Jahren gilt die Event Horizon als verschollen. Das Raumschiff, das mit einem revolutionären Antrieb ausgestattet ist, verschwand auf dem Jungfernflug. Doch jetzt ist sie am Rande des Neptuns aufgetaucht und ein Bergungsschiff, die Lewis & Clark, soll hinreisen, um nachzuschauen, was mit der Crew und dem Schiff passiert ist. Als die Mannschaft rund um Event-Horizon-Designer Dr. William Weir ihr Ziel erreicht, mehren sich die Anzeichen, dass an Bord ein Massaker stattgefunden hat. Während ihrer Nachforschungen auf dem wiedergefundenen Schiff startet dessen Antrieb und beschädigt die Lewis & Clark. Und kaum ist die Mannschaft gezwungen, auf die Event Horizon zu wechseln, geschehen dort die seltsamsten Dinge …

Bevor Jetzt-Milla-Jovovich-Gatte Paul W. S. Anderson ins Resident-Evl-Franchise einstieg und damit finanziell eine der erfolgreichsten Filmserien etablierte, verdiente er sich die ersten Sporen mit der Computerspielverfilmung Mortal Kombat. Da diese das siebenfache ihrer Produktionskosten erwirtschaftete, vertraute man dem Regisseur bald mehr Geld und bekanntere Schauspieler an. Ganze 60 Mio. Dollar spendierte Paramount für die Verfilmung von einem Drehbuch, das Philip Eisner (der damit sein Autorendebüt gab) dem Studio zuvor verkauft hatte. Anderson selbst wurde zur damaligen Zeit auch die Regie für den ersten X-Men angeboten. Doch er hatte große Lust auf einen Erwachsenenfilm, ohne Jugendfreigabe und da Kurt Russell für das nächste Projekt, das Anderson unterschrieben hatte (Soldier) noch fit werden wollte, hatte der Regisseur Zeit für eine kleine Zwischenmahlzeit. Während der Produktion von Event Horizon – Am Rande des Universums initiierte Anderson weitreichende Änderungen am Skript, um es aus der Alien-Ecke raus zu befördern und mehr in Richtung “haunted house im Weltall” zu trimmen. Was die Sache verkomplizierte, war der Druck, den Paramount auf das Veröffentlichungsdatum ausübte, um auf alle Fälle vor dem Release von Titanic noch einen finanzträchtigen Film ins Kino zu bringen. Die Dreharbeiten gingen indes länger als geplant und Anderson hatte zu wenig Zeit im Prozess des Schneidens. Zum vereinbarten Zeitpunkt war lediglich ein 130-minütiger Rohschnitt fertig, der an vielen Stellen Probleme aufwies. Und der vor allem ziemlich blutig ausfiel. In ersten Testvorführungen (so sagt man) hatten Zuschauer Ohnmachtsanfälle und Paramount war schockiert über den Gewaltlevel. Also einigte man sich auf eine starke Kürzung der Länge und der Gewaltszenen. Was auch immer der Grund gewesen sein mag (vielleicht auch die Konkurrenz zu Air Force One oder Copland), im Kino schmierte Event Horizon ab – 42 Mio. Dollar Einspiel (weltweit wohlgemerkt) konnte weder die investierten 60 Mio. Dollar, noch das zusätzliche Werbebudget refinanzieren. Doch wie es nicht selten der Fall ist, entwickelt sich so mancher Film zum Videotheken-Hit. Denn die gab’s damals noch. Außerdem die kurz zuvor gestartete neue Technologie der DVD. Und die brachte dem Videomarkt einen ungeahnten Aufschwung. Event Horizon passte hervorragend in diese Zeit und war auf DVD ein großer Erfolg. Mit ein Grund dafür, warum Anderson und Paramount Interesse daran bekundeten, doch noch einen Director’s Cut auf den Weg zu bringen. Dummerweise waren die meisten der geschnittenen Szene aus dem Rohschnitt verloren gegangen (es halten sich allerdings Gerüchte, es gäbe eine VHS-Kassette mit dem Material). Anderson selbst gab kürzlich in einem Interview preis, dass man, um Event Horizon noch einmal mit all dem aufgenommenen Material zu zeigen, einen Aufwand wie beim Snyder Cut von Justice League vornehmen (also noch mal neue Szenen drehen) müsste. Die geretteten Szenen landeten dann auf einer Special Edition DVD als entfernte/erweiterte Szenen. Weitere Sondereditionen erschienen und festigten den leichten Kultstatus, den sich Andersons Mix aus Horror und SciFi über die Zeit erarbeitet hatte.

Und diesen Status hat er sich auch deshalb verdient, weil er mitunter wirklich spannend geraten ist. Wenn Miller, Peters und Justin erstmalig in die Event Horizon eindringen, hat das schon ein ähnliches Thrill-Potenzial wie seinerzeit die Erkundungen der Nostromo-Crew auf LV-426 in Alien. Zum Gelingen trägt das fantasievolle Setdesign maßgeblich bei. 60 Mio. Dollar waren 1997 nicht wenig, dennoch hat man hier auch in Anbetracht dieses Budgets wirklich Herausragendes geleistet. Ebenso wie bei den Masken, die auch einem Horrorfilm Ehre getan hätten. Man kann nur erahnen, wie der Film ausgefallen wäre, wenn Anderson hier seine Wunschfassung hätte ins Kino bringen können. Denn selbst das, was nun in schneller Schnittfolge zu sehen ist, bietet noch ausreichend Gore. Man kann als Genrefan durchaus Spaß mit Event Horizon haben, wenngleich man über zahlreiche, nicht gerade intelligente Dialoge sowie den am Ende doch sehr stereotypen Storyverlauf hinwegsehen muss.

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- Steelbook + teil-transparenter O-Ring + Umschlag mit 6 Postkarten, Pin, Aufnäher und Bauplan / im Schuber / 2 Discs (UHD+BD)
Bild- und Tonqualität BD

Die alte Blu-ray datiert mittlerweile auch schon aus dem Jahr 2009 und liegt auch dem UHD-BD-Steelbook bei. Sie war für die damaligen Verhältnisse aber gar nicht mal besonders ärgerlich schwach. Jedenfalls subjektiv gesehen. Positiv hervorzuheben ist, dass die analoge Körnung nicht aus dem Material gefiltert wurde. Event Horizon erscheint also nicht mit dem wachsweichen Look, den manche Filme aus der Frühzeit der Blu-ray aufweisen. Allerdings ging man offenbar in die andere Richtung, um das Bild krisper zu machen. Denn die teils sehr auffällige Detaildarstellung wurde durch eine starke Nachschärfung erreicht. Nicht selten sieht man Überschärfungsränder und Doppelkonturen an Gesichtern. Auf den ersten Blick sieht das natürlich knackig aus, auf den zweiten Blick ist es technisch unsauber. Relativ gut gelingen die Farben, die Gesichter weder zu rosig, noch zu flau darstellen. Hauttöne wirken natürlich, die neutralen Oberflächen weisen keine auffällige Farbstichigkeit auf. Das kann man so durchaus gelten lassen, auch wenn der Kontrastumfang arg überzogen ist und der Schwarzwert zu satt erscheint – dies allerdings auch etwas beeinflusst von der überrissenen Überkontrastierung, die Hand in Hand mit der Überschärfung einherzugehen scheint. Nicht so schön sind die vereinzelt auftauchenden Blitzer, die bezeugen, dass man das Bild nicht komplett von Schmutz und Störungen befreit hat. Das größte Problem der Scheibe ist die auffällige vertikale Verzerrung, die das Bild beschreibt. Und dafür muss man sich nicht mal die nicht runden Kreisformen ansehen, sondern erkennt es schon an den Schauspielern selbst. Denn auch wenn der Film mittlerweile 25 Jahre alt ist, so schlank/dünn waren die Darsteller dann doch nicht.

Die Blu-ray kam seinerzeit mit Dolby-Digital-Ton fürs Deutsche und True HD fürs Englische. Das hat sich bis heute nicht geändert – auch die UHD Blu-ray ist mit diesen Tonfassungen ausgestattet. Grundsätzlich sind weder die losless-Originalspur, noch die DD-Fassung Ausgeburten an Dynamik. Schon das Intro mit seinem treibenden und pulsierenden Score könnte kräftiger ausfallen. Dafür können sie beide im tieferen Frequenzbereich punkten. Die dt. Fassung ist im Bass sogar eine Spur aggressiver – gut zu hören/fühlen, wenn die Event Horizon erstmalig an der Kamera vorbeigleitet. Diverse Soundeffekte wie der Antrieb der Lewis & Clark nach sechs Minuten klingen etwas krachledern, dafür ist die Tonspur äußerst rauscharm und tonal sehr ausgewogen. Stimmen kommen durchweg sehr gut verständlich und klar rüber. Apropos Stimmen: Der Notruf, den Weir nach etwas über 17 Minuten abspielt, wird sehr räumlich durch alle Lautsprecher gejagt und umkreist dabei den Zuschauer. Auch im späteren Verlauf gibt es immer mal wieder coole Surroundeffekte wie das Wuschen bei 39’50, das Peters einen Höllenschrecken einjagt.
Bild- und Tonqualität UHD

Event Horizon wurde 1997 mit Kameras vom Typ Panavision Panaflex Platinum gefilmt und auf analogem 35-mm-Filmmaterial aufgezeichnet. Im Frühjahr des letzten Jahres veröffentlichte das US-Label Shout Factory eine neue Blu-ray, für die man zuvor einen 4K-Scan vom Original-Filmnegativ vornahm. Dieses Material nutzte Paramount nun auch für die 4K UHD Blu-ray, die noch dazu mit HDR10 und Dolby Vision Gradings ausgestattet wurde und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum besitzt.
Beginnen wir mit dem Positiven – und davon gibt’s eine Menge: Für die 4K-Fassung wurde die vertikale Verzerrung wieder behoben. Event Horizon kommt jetzt ohne Eierköpfe aus und hat endlich runde Computergrafiken. Hinzu kommt, dass man noch einmal deutliche Schmutz- und Störungsentfernung betrieben hat. Zahlreiche Blitzer, Drop-outs und Störpartikel der Blu-ray sind nun eliminiert – auch die Schnittkante am oberen Bildrand bei 18’38. Spitzlichter sind deutlich prägnanter. So leuchten die Sterne bei 8’30 kräftiger und sind zudem besser definiert. Die Frage war nun, was die 4K-Fassung mit der ursprünglichen Filmkörnung machen würde. Die Antwort: Sie geht verhältnismäßig ausgewogen damit um. Kommt man direkt von der alten Blu-ray, wird man sich fragen, ob hier nicht alles unschärfer, weicher ist. Doch damit tappt man in die Falle, von einer überschärften Disk als Maßstab auszugehen. Und genau das könnte dazu veranlassen, die UHD-BD als gefiltert zu bezeichnen. Es gibt in der Tat ein paar Probleme im Encoding, sodass die Körnung schon mal etwas clusterartig-soft zusammensackt, das sind aber selten Momente und könnten mit einer dezenten! Filterung einhergehen. Gerade aus einiger Betrachtungsentfernung wirkt das Bild schon mal etwas weich. In Summe sollte man aber wirklich auf Details achten. Die subjektiv schärfer wirkende alte Blu-ray outet sich spätestens an diesen Feinheiten als überschärft. Schaut man sich den US-Flaggen-Sticker auf Fishburnes Hemd bei 17’20 an, so kann man die umlaufenden Naht nicht erkennen. Sie vermatscht in der Full-HD-Auflösung. Wechselt man auf die zunächst subjektiv softer erscheinende UHD-Blu-ray ist die Naht auch am Rand hervorragend zu erkennen. Selbst im hinteren Bereich, wo die BD lediglich einen dickeren matschigen Rand darstellt. Und wer das nicht glauben mag, der schaue sich das Close-ups vom Auge bei 39’23 an und versuche, bei der Blu-ray sämtliche Wimpern zu erkennen. Hier hat die Überschärfung sogar dafür gesorgt, dass Teile der Wimpern schlicht verschwinden oder ineinander verlaufen. Die UHD-BD zeigt das absolut souverän und lebensecht. Vollends überzeugt ist man dann, wenn man sich die Verzierungen auf der Zentrifuge vom Gravitationsantrieb bei 64’37 anschaut. Was die 4K-Scheibe hier an MEHR Auflösung zeigt, deklassiert die Blu-ray. Die Kontrastierung ist ebenfalls etwas weniger harsch. Schwarz ist nicht mehr ganz so extrem satt, dafür wirkt das Bild viel organischer und echter, schreit dem Betrachter nicht mehr so direkt ins Gesicht, wie überschärft die Blu-ray war. Gegen weniger gut fokussierte Shots kann die 4K-Scheibe natürlich auch nichts machen. Hier war das Problem schon kamerabedingt vorhanden. Während einiger VFX-Shots im All sind graue Strukturen schon mal arg gräulich, da war die Blu-ray aber nicht viel besser (23’19). Hauttöne werden nun wesentlich wärmer dargestellt, was den Kontrast ebenfalls harmonisiert und nicht mehr so steil erscheinen lässt. Auch das trägt dazu bei, dass der Film nun authentischer erscheint (23’29). Ab und an hat man dem Grading mehr Farbe zugemutet. So ist die Außenaufnahme der Event Horizon im Nebel bei Lichtblitzen nun bläulicher und nicht mehr neutralgrau (34’00). Wunderbar auch die intensiveren Farben im Inneren des Raumschiffs. Rot und Grün wird viel satter wiedergegeben, was für mehr Eindruck sorgt (51’09). In Summe ein absolut lohnenswerter Transfer, dem eine höhere Punktzahl nur wegen zeitweiliger kleiner Fehler im Encoding sowie dem nicht immer ganz perfekten Schwarz bei den VFX-Shots im All verwehrt bleibt.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Gegen korrekte Proportionen der UHD Blu-ray.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray verschiebt den Bildinhalt (bei gleichem Frame!) etwas nach oben. Eine einfache Art, sich des Problems zu entledigen.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Runde Kreise, wie’s sein soll.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das neue Grading fügt beim Helligkeitsblitzen hier eine gewisse blaue Färbung hinzu.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Natürlich, homogen und besser aufgelöst: Die UHD Blu-ray.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray kann’s dennoch kräftiger.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): In wenigen Szenen wirkt die UHD Blu-ray etwas weniger knackig im Schwarz.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt mehr Kontrastdynamik raus.


UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe löst die Details auf der Zentrifuge viel besser auf.


Blu-ray (64’38): (Slider ganz nach rechts): geht man näher ran …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wird noch deutlicher, wie schwach die Blu-ray dagegen auflöst.

![Event Horizon - Am Rande des Universums - Limited Collector's Edition Steelbook [4K Ultra HD]+ [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/51y4pLr7SsL._SL500_.jpg)
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![Event Horizon - Am Rande des Universums - Limited Collector's Edition Steelbook [4K Ultra HD]+ [Blu-ray]](https://m.media-amazon.com/images/I/4163FEMnabL._SL500_.jpg)
- Steelbook + teil-transparenter O-Ring + Umschlag mit 6 Postkarten, Pin, Aufnäher und Bauplan / im Schuber / 2 Discs (UHD+BD)
Bonusmaterial
Die Limited Collector’s Edition kommt zunächst mal in einem fetten Pappschuber. Darin befindet sich das Steelbook, in dem wiederum die sechs Artcards liegen. Ein weiterer kleiner Pappschuber enthält eine Anstecknadel, den Badge sowie das Poster mit Bauplan der Event Horizon. Das Bonusmaterial ist ausschließlich auf der Blu-ray zu finden und mit jenem der alten Disk identisch. Nur dort gibt’s also den Audiokommentar von Anderson und Produzent Bolt. Das Making-of läuft gut 100 Minuten und beleuchtet praktisch alle Aspekte der Produktion – leider nur in SD-Qualität. “Kein Weg zurück” läuft acht Minuten und konzentriert sich auf die Entstehung einzelner Szenen. “Geheimnisse” hält dann die noch gefundenen entfernten/erweiterten Szenen bereit und “Die ungesehene Event Horizon” liefert Storyboard-Entwürfe. Alle Extras sind untertitelt.
Fazit
Event Horizon hat die Zeit erstaunlich gut überstanden. Sieht man vom dünnen Drehbuch und den manchmal dümmlichen Dialogen ab, kann man mit Paul Andersons SciFi-Horror-Mix durchaus Freude haben. Und in der 4K-Fassung gibt’s das Ganze jetzt mit dem bisher bestmöglichen und (endlich) wieder unverzerrten Bild. Definitiv ein Must have für Fans des Films.
Timo Wolters
Bewertung
Bildqualität BD: 55%
Bildqualität UHD: 80%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 75%
Bonusmaterial: 80%
Film: 65%
Anbieter: Paramount Home
Land/Jahr: USA 1997
Regie: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Laurence Fishburne, Sam Neill, Kathleen Quinlan, Joely Richardson, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Jason Isaacs, Sean Pertwee
Tonformate BD/UHD: Dolby True HD: en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 96
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 16
(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: © 1997, 2022 Paramount Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net
Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.
Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:
- Mainspeaker: 2 x Canton Reference 5.2 DC
- Center: Canton Vento 858.2
- Surroundspeaker: 2 x Canton Vento 890.2 DC
- Subwoofer: 2 x Canton Sub 12 R
- Heights: 4 x Canton Plus X.3
- AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
- AV-Receiver: Pioneer SC-LX59
- Mini-DSP 2x4HD Boxed
Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.
- Panasonic DMP-UB900
- Panasonic DP-UB824EGK
- Panasonic TX-55GZW954
- LG 55G16LA
- Epson EH-TW9400
- HDMI-Kabel: Audioquest Forest-Serie