Event Horizon – Am Rande des Universums 4K UHD

Blu-ray Review

Paramount Home, 18.08.2022

OT: Event Horizon

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Selbstmordkommando

Paul W.S. Andersons SciFi-Horror-Mix erhält ein 4K-Upgrade.

Inhalt

In jedem guten SciFi-Film am Start: Kryostase-Kapseln für lange Reisen oder

Wir schreiben das Jahr 2047: Seit sieben Jahren gilt die Event Horizon als verschollen. Das Raumschiff, das mit einem revolutionären Antrieb ausgestattet ist, verschwand auf dem Jungfernflug. Doch jetzt ist sie am Rande des Neptuns aufgetaucht und ein Bergungsschiff, die Lewis & Clark, soll hinreisen, um nachzuschauen, was mit der Crew und dem Schiff passiert ist. Als die Mannschaft rund um Event-Horizon-Designer Dr. William Weir ihr Ziel erreicht, mehren sich die Anzeichen, dass an Bord ein Massaker stattgefunden hat. Während ihrer Nachforschungen auf dem wiedergefundenen Schiff startet dessen Antrieb und beschädigt die Lewis & Clark. Und kaum ist die Mannschaft gezwungen, auf die Event Horizon zu wechseln, geschehen dort die seltsamsten Dinge …

Keiner kennt die Event Horizon besser als William Weir

Bevor Jetzt-Milla-Jovovich-Gatte Paul W. S. Anderson ins Resident-Evl-Franchise einstieg und damit finanziell eine der erfolgreichsten Filmserien etablierte, verdiente er sich die ersten Sporen mit der Computerspielverfilmung Mortal Kombat. Da diese das siebenfache ihrer Produktionskosten erwirtschaftete, vertraute man dem Regisseur bald mehr Geld und bekanntere Schauspieler an. Ganze 60 Mio. Dollar spendierte Paramount für die Verfilmung von einem Drehbuch, das Philip Eisner (der damit sein Autorendebüt gab) dem Studio zuvor verkauft hatte. Anderson selbst wurde zur damaligen Zeit auch die Regie für den ersten X-Men angeboten. Doch er hatte große Lust auf einen Erwachsenenfilm, ohne Jugendfreigabe und da Kurt Russell für das nächste Projekt, das Anderson unterschrieben hatte (Soldier) noch fit werden wollte, hatte der Regisseur Zeit für eine kleine Zwischenmahlzeit. Während der Produktion von Event Horizon – Am Rande des Universums initiierte Anderson weitreichende Änderungen am Skript, um es aus der Alien-Ecke raus zu befördern und mehr in Richtung „haunted house im Weltall“ zu trimmen. Was die Sache verkomplizierte, war der Druck, den Paramount auf das Veröffentlichungsdatum ausübte, um auf alle Fälle vor dem Release von Titanic noch einen finanzträchtigen Film ins Kino zu bringen. Die Dreharbeiten gingen indes länger als geplant und Anderson hatte zu wenig Zeit im Prozess des Schneidens. Zum vereinbarten Zeitpunkt war lediglich ein 130-minütiger Rohschnitt fertig, der an vielen Stellen Probleme aufwies.

Der Skipper

Und der vor allem ziemlich blutig ausfiel. In ersten Testvorführungen (so sagt man) hatten Zuschauer Ohnmachtsanfälle und Paramount war schockiert über den Gewaltlevel. Also einigte man sich auf eine starke Kürzung der Länge und der Gewaltszenen. Was auch immer der Grund gewesen sein mag (vielleicht auch die Konkurrenz zu Air Force One oder Copland), im Kino schmierte Event Horizon ab – 42 Mio. Dollar Einspiel (weltweit wohlgemerkt) konnte weder die investierten 60 Mio. Dollar, noch das zusätzliche Werbebudget refinanzieren. Doch wie es nicht selten der Fall ist, entwickelt sich so mancher Film zum Videotheken-Hit. Denn die gab’s damals noch. Außerdem die kurz zuvor gestartete neue Technologie der DVD. Und die brachte dem Videomarkt einen ungeahnten Aufschwung. Event Horizon passte hervorragend in diese Zeit und war auf DVD ein großer Erfolg. Mit ein Grund dafür, warum Anderson und Paramount Interesse daran bekundeten, doch noch einen Director’s Cut auf den Weg zu bringen. Dummerweise waren die meisten der geschnittenen Szene aus dem Rohschnitt verloren gegangen (es halten sich allerdings Gerüchte, es gäbe eine VHS-Kassette mit dem Material). Anderson selbst gab kürzlich in einem Interview preis, dass man, um Event Horizon noch einmal mit all dem aufgenommenen Material zu zeigen, einen Aufwand wie beim Snyder Cut von Justice League vornehmen (also noch mal neue Szenen drehen) müsste. Die geretteten Szenen landeten dann auf einer Special Edition DVD als entfernte/erweiterte Szenen. Weitere Sondereditionen erschienen und festigten den leichten Kultstatus, den sich Andersons Mix aus Horror und SciFi über die Zeit erarbeitet hatte.

Erste Schritte auf dem fremden Raumschiff

Und diesen Status hat er sich auch deshalb verdient, weil er mitunter wirklich spannend geraten ist. Wenn Miller, Peters und Justin erstmalig in die Event Horizon eindringen, hat das schon ein ähnliches Thrill-Potenzial wie seinerzeit die Erkundungen der Nostromo-Crew auf LV-426 in Alien. Zum Gelingen trägt das fantasievolle Setdesign maßgeblich bei. 60 Mio. Dollar waren 1997 nicht wenig, dennoch hat man hier auch in Anbetracht dieses Budgets wirklich Herausragendes geleistet. Ebenso wie bei den Masken, die auch einem Horrorfilm Ehre getan hätten. Man kann nur erahnen, wie der Film ausgefallen wäre, wenn Anderson hier seine Wunschfassung hätte ins Kino bringen können. Denn selbst das, was nun in schneller Schnittfolge zu sehen ist, bietet noch ausreichend Gore. Man kann als Genrefan durchaus Spaß mit Event Horizon haben, wenngleich man über zahlreiche, nicht gerade intelligente Dialoge sowie den am Ende doch sehr stereotypen Storyverlauf hinwegsehen muss.

Preis: 54,99 €
(Stand von: 2022/09/30 12:00 pm - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 18 Aug 2022
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Bild- und Tonqualität BD

Schöpfer einer unberechenbaren Technologie

Die alte Blu-ray datiert mittlerweile auch schon aus dem Jahr 2009 und liegt auch dem UHD-BD-Steelbook bei. Sie war für die damaligen Verhältnisse aber gar nicht mal besonders ärgerlich schwach. Jedenfalls subjektiv gesehen. Positiv hervorzuheben ist, dass die analoge Körnung nicht aus dem Material gefiltert wurde. Event Horizon erscheint also nicht mit dem wachsweichen Look, den manche Filme aus der Frühzeit der Blu-ray aufweisen. Allerdings ging man offenbar in die andere Richtung, um das Bild krisper zu machen. Denn die teils sehr auffällige Detaildarstellung wurde durch eine starke Nachschärfung erreicht. Nicht selten sieht man Überschärfungsränder und Doppelkonturen an Gesichtern. Auf den ersten Blick sieht das natürlich knackig aus, auf den zweiten Blick ist es technisch unsauber. Relativ gut gelingen die Farben, die Gesichter weder zu rosig, noch zu flau darstellen. Hauttöne wirken natürlich, die neutralen Oberflächen weisen keine auffällige Farbstichigkeit auf. Das kann man so durchaus gelten lassen, auch wenn der Kontrastumfang arg überzogen ist und der Schwarzwert zu satt erscheint – dies allerdings auch etwas beeinflusst von der überrissenen Überkontrastierung, die Hand in Hand mit der Überschärfung einherzugehen scheint. Nicht so schön sind die vereinzelt auftauchenden Blitzer, die bezeugen, dass man das Bild nicht komplett von Schmutz und Störungen befreit hat. Das größte Problem der Scheibe ist die auffällige vertikale Verzerrung, die das Bild beschreibt. Und dafür muss man sich nicht mal die nicht runden Kreisformen ansehen, sondern erkennt es schon an den Schauspielern selbst. Denn auch wenn der Film mittlerweile 25 Jahre alt ist, so schlank/dünn waren die Darsteller dann doch nicht.

Eine Geisterbahn …?

Die Blu-ray kam seinerzeit mit Dolby-Digital-Ton fürs Deutsche und True HD fürs Englische. Das hat sich bis heute nicht geändert – auch die UHD Blu-ray ist mit diesen Tonfassungen ausgestattet. Grundsätzlich sind weder die losless-Originalspur, noch die DD-Fassung Ausgeburten an Dynamik. Schon das Intro mit seinem treibenden und pulsierenden Score könnte kräftiger ausfallen. Dafür können sie beide im tieferen Frequenzbereich punkten. Die dt. Fassung ist im Bass sogar eine Spur aggressiver – gut zu hören/fühlen, wenn die Event Horizon erstmalig an der Kamera vorbeigleitet. Diverse Soundeffekte wie der Antrieb der Lewis & Clark nach sechs Minuten klingen etwas krachledern, dafür ist die Tonspur äußerst rauscharm und tonal sehr ausgewogen. Stimmen kommen durchweg sehr gut verständlich und klar rüber. Apropos Stimmen: Der Notruf, den Weir nach etwas über 17 Minuten abspielt, wird sehr räumlich durch alle Lautsprecher gejagt und umkreist dabei den Zuschauer. Auch im späteren Verlauf gibt es immer mal wieder coole Surroundeffekte wie das Wuschen bei 39’50, das Peters einen Höllenschrecken einjagt.

Bild- und Tonqualität UHD

Das Herz des Schiffes

Event Horizon wurde 1997 mit Kameras vom Typ Panavision Panaflex Platinum gefilmt und auf analogem 35-mm-Filmmaterial aufgezeichnet.  Im Frühjahr des letzten Jahres veröffentlichte das US-Label Shout Factory eine neue Blu-ray, für die man zuvor einen 4K-Scan vom Original-Filmnegativ vornahm. Dieses Material nutzte Paramount nun auch für die 4K UHD Blu-ray, die noch dazu mit HDR10 und Dolby Vision Gradings ausgestattet wurde und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum besitzt.
Beginnen wir mit dem Positiven – und davon gibt’s eine Menge: Für die 4K-Fassung wurde die vertikale Verzerrung wieder behoben. Event Horizon kommt jetzt ohne Eierköpfe aus und hat endlich runde Computergrafiken. Hinzu kommt, dass man noch einmal deutliche Schmutz- und Störungsentfernung betrieben hat. Zahlreiche Blitzer, Drop-outs und Störpartikel der Blu-ray sind nun eliminiert – auch die Schnittkante am oberen Bildrand bei 18’38. Spitzlichter sind deutlich prägnanter. So leuchten die Sterne bei 8’30 kräftiger und sind zudem besser definiert. Die Frage war nun, was die 4K-Fassung mit der ursprünglichen Filmkörnung machen würde. Die Antwort: Sie geht verhältnismäßig ausgewogen damit um. Kommt man direkt von der alten Blu-ray, wird man sich fragen, ob hier nicht alles unschärfer, weicher ist. Doch damit tappt man in die Falle, von einer überschärften Disk als Maßstab auszugehen. Und genau das könnte dazu veranlassen, die UHD-BD als gefiltert zu bezeichnen. Es gibt in der Tat ein paar Probleme im Encoding, sodass die Körnung schon mal etwas clusterartig-soft zusammensackt, das sind aber selten Momente und könnten mit einer dezenten! Filterung einhergehen. Gerade aus einiger Betrachtungsentfernung wirkt das Bild schon mal etwas weich. In Summe sollte man aber wirklich auf Details achten. Die subjektiv schärfer wirkende alte Blu-ray outet sich spätestens an diesen Feinheiten als überschärft. Schaut man sich den US-Flaggen-Sticker auf Fishburnes Hemd bei 17’20 an, so kann man die umlaufenden Naht nicht erkennen. Sie vermatscht in der Full-HD-Auflösung. Wechselt man auf die zunächst subjektiv softer erscheinende UHD-Blu-ray ist die Naht auch am Rand hervorragend zu erkennen. Selbst im hinteren Bereich, wo die BD lediglich einen dickeren matschigen Rand darstellt. Und wer das nicht glauben mag, der schaue sich das Close-ups vom Auge bei 39’23 an und versuche, bei der Blu-ray sämtliche Wimpern zu erkennen. Hier hat die Überschärfung sogar dafür gesorgt, dass Teile der Wimpern schlicht verschwinden oder ineinander verlaufen. Die UHD-BD zeigt das absolut souverän und lebensecht. Vollends überzeugt ist man dann, wenn man sich die Verzierungen auf der Zentrifuge vom Gravitationsantrieb bei 64’37 anschaut. Was die 4K-Scheibe hier an MEHR Auflösung zeigt, deklassiert die Blu-ray. Die Kontrastierung ist ebenfalls etwas weniger harsch. Schwarz ist nicht mehr ganz so extrem satt, dafür wirkt das Bild viel organischer und echter, schreit dem Betrachter nicht mehr so direkt ins Gesicht, wie überschärft die Blu-ray war. Gegen weniger gut fokussierte Shots kann die 4K-Scheibe natürlich auch nichts machen. Hier war das Problem schon kamerabedingt vorhanden. Während einiger VFX-Shots im All sind graue Strukturen schon mal arg gräulich, da war die Blu-ray aber nicht viel besser (23’19). Hauttöne werden nun wesentlich wärmer dargestellt, was den Kontrast ebenfalls harmonisiert und nicht mehr so steil erscheinen lässt. Auch das trägt dazu bei, dass der Film nun authentischer erscheint (23’29). Ab und an hat man dem Grading mehr Farbe zugemutet. So ist die Außenaufnahme der Event Horizon im Nebel bei Lichtblitzen nun bläulicher und nicht mehr neutralgrau (34’00). Wunderbar auch die intensiveren Farben im Inneren des Raumschiffs. Rot und Grün wird viel satter wiedergegeben, was für mehr Eindruck sorgt (51’09). In Summe ein absolut lohnenswerter Transfer, dem eine höhere Punktzahl nur wegen zeitweiliger kleiner Fehler im Encoding sowie dem nicht immer ganz perfekten Schwarz bei den VFX-Shots im All verwehrt bleibt.

Blu-ray (13’30): (Slider ganz nach rechts): Es braucht keine zwei Blicke, um den Unterschied in der Kopfform zu erkennen. Tausche Conehead der Blu-ray.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Gegen korrekte Proportionen der UHD Blu-ray.

Blu-ray (18’38): (Slider ganz nach rechts): Achtung: Das Bild wurde hier aufgehellt, um den oberen Rand deutlicher zu machen! Die Blu-ray hat hier deutliche Fehler im Negativ kurz vor dem Bildwechsel.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray verschiebt den Bildinhalt (bei gleichem Frame!) etwas nach oben. Eine einfache Art, sich des Problems zu entledigen.

Blu-ray (21’05): (Slider ganz nach rechts): Keine Ovale mehr.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Runde Kreise, wie’s sein soll.

Blu-ray (34’01): (Slider ganz nach rechts): In manchen Szenen ist die Blu-ray farbloser/grauer.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das neue Grading fügt beim Helligkeitsblitzen hier eine gewisse blaue Färbung hinzu.

Blu-ray (39’23): (Slider ganz nach rechts): Massiv überschärftes Close-up mit verschwindenden Details.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Natürlich, homogen und besser aufgelöst: Die UHD Blu-ray.

Blu-ray (51’10): (Slider ganz nach rechts): Die Farben der Blu-ray waren für sich genommen okay.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray kann’s dennoch kräftiger.

Blu-ray (58’17): (Slider ganz nach rechts): Schwarzwertvergleich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): In wenigen Szenen wirkt die UHD Blu-ray etwas weniger knackig im Schwarz.

Blu-ray (82’20): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild hier: Die Blu-ray wirkt flacher und fader.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray holt mehr Kontrastdynamik raus.

Blu-ray (64’38): (Slider ganz nach rechts): Eine der auffälligsten Szenen für den Vergleich des Detailgrads. Die Blu-ray lässt schon beim Vollbild Feinheiten vermissen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe löst die Details auf der Zentrifuge viel besser auf.


Blu-ray (64’38): (Slider ganz nach rechts)
: geht man näher ran …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … wird noch deutlicher, wie schwach die Blu-ray dagegen auflöst.

Keine Änderung beim Ton für die UHD Blu-ray. Auch hier gibt’s den deutschen Sound nur in Dolby Digital und den englischen in Dolby True HD.
Preis: 54,99 €
(Stand von: 2022/09/30 12:00 pm - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 18 Aug 2022
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Bonusmaterial

Auf zur Erkundung

Die Limited Collector’s Edition kommt zunächst mal in einem fetten Pappschuber. Darin befindet sich das Steelbook, in dem wiederum die sechs Artcards liegen. Ein weiterer kleiner Pappschuber enthält eine Anstecknadel, den Badge sowie das Poster mit Bauplan der Event Horizon. Das Bonusmaterial ist ausschließlich auf der Blu-ray zu finden und mit jenem der alten Disk identisch. Nur dort gibt’s also den Audiokommentar von Anderson und Produzent Bolt. Das Making-of läuft gut 100 Minuten und beleuchtet praktisch alle Aspekte der Produktion – leider nur in SD-Qualität. „Kein Weg zurück“ läuft acht Minuten und konzentriert sich auf die Entstehung einzelner Szenen. „Geheimnisse“ hält dann die noch gefundenen entfernten/erweiterten Szenen bereit und „Die ungesehene Event Horizon“ liefert Storyboard-Entwürfe. Alle Extras sind untertitelt.

Fazit

Event Horizon hat die Zeit erstaunlich gut überstanden. Sieht man vom dünnen Drehbuch und den manchmal dümmlichen Dialogen ab, kann man mit Paul Andersons SciFi-Horror-Mix durchaus Freude haben. Und in der 4K-Fassung gibt’s das Ganze jetzt mit dem bisher bestmöglichen und (endlich) wieder unverzerrten Bild. Definitiv ein Must have für Fans des Films.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 55%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 80%
Film: 65%

Anbieter: Paramount Home
Land/Jahr: USA 1997
Regie: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Laurence Fishburne, Sam Neill, Kathleen Quinlan, Joely Richardson, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Jason Isaacs, Sean Pertwee
Tonformate BD/UHD: Dolby True HD: en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 96
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Paramount Home)
*Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Für Einkäufe über diese Affiliate-Links erhalten wir eine Provision. Für den Käufer entstehen keine Mehrkosten. Infos zum Datenschutz findet ihr hier.


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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34 Kommentare
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Simon

Ich liebe den Film wirklich…aber hier werde ich wohl passen bzw. warten, bis ich die UHD mal für einen Zwanziger mitnehmen kann.
Für ein deutliches Tonupgrade (der Film schreit förmlich danach) hätte ich nochmal Geld auf den Tisch gelegt. Aber für ein „Hurra, das Bild sieht jetzt authentisch unscharf aus“ reicht meine Begeisterung denn doch nicht. 😉

Simon

Ehrlich gesagt reizt mich das „Drumherum“ so gar nicht. (Nicht speziell hier, sondern überhaupt)
Ich kaufe Sondereditionen nur, wenn sie
– mehr „inhalt“ (andere Schnittfassung, Binusmaterial,…) hat,
– die bessere Qualität liefert (z.B. wenn es den Film nur so auf UHD gibt) oder
– ich einen „dringenden“ Film so deutlich eher bekommen kann.
(Ok, wenn die fette Ausgabe nicht/kaum mehr kostet, als deer Standard, springt der Schnäppchenhengst in mir auch über die Hürde 😉 )

Jan

Bin sehr zwiegespalten bei der 4k Disc. Klar in der Analyse ist der neue Transfer vielleicht besser. Aber merke ich das beim gucken aus 2 m Entfernung und im laufendem Bild? Oder wirkt dann doch ggf die überschärfte Blu-ray subjektiv besser?

Jan

Hi,

mir fällt gerade beim zweiten lesen deiner Rezension eine Sache auf.
Bei deinem Bildvergleich bei 21’05 (der grüne Scanbildschirm) sind die Bilder glaube ich vertauscht, oder? Wenn ich den Slider ganz nach rechts schiebe ist der Kreis in der Mitte rund (es sollte ja genau umgekehrt sein) oder verstehe ich da deinen text falsch.

Jan

Ahhhh,
Danke für die schnelle Antwort.

dirk

Bekommen wir den gleichen Transfer wie in den Staaten? Bei anderen Bildvergleichen gab nicht so fieses Cropping auf der linken Seite. Verstehe eh nicht, warum mein bei der Korrektur von ehemals gequetschten Bildern das Bild beschneidet, anstatt es einfach insgesamt „komplett“ darzustellen. Die Bildinformationen sind ja vorhanden und gerade im digitalen Bereich könnte man das Bild ja diagonal wieder auf Cinescope downsizen anstatt es einfach abzuschneien.

Nemesis200SX

habe die UHD noch nicht gesehen aber rein von den Fotos gefällt mir aktuell die Remastered Bluray von ’84 Entertainment (noch) besser. Diese zeigt in manchen Szenen (viel) mehr Bildinhalt und wirkt auch weniger grünlich. Da würde mich mal ein detaillierter Vergleich zur UHD interessieren.

Nemesis200SX

Dann wirf mal nen Blick auf Bild 1. Der Bildauschnitt der 84er Bluray stimmt mit dem der US Collectors Edition DVD überein. Keine Ahnung warum diese einen anderen Bildausschnitt als die Standard DVD erhalten hat. Das mit dem Grading ist beruhigend zu wissen, bin schon gespannt das UHD Bild live zu sehen.

Nemesis200SX

Ich spreche vom Bildausschnitt, nicht von der Bildschärfe 🙂

Sunny

Hab die 4K-Scheibe gerade getestet und das Bild wirkt einfach falsch. Seitlich beschnitten und dann noch oben und unten geöffnet – man hat ständig das Gefühl links würde etwas fehlen, was da sein müsste (z.B. das Interface als die eine Dame sich Videos von Ihrem Sohn auf dem Tablet anschaut – da sieht man vom GUI links nicht mal mehr die Hälfte) – und vom Format her wirkt es eher wie 2,00:1 🙁 Klar, die Auflösung, Kontrast, Details, etc. – alles Punkte für die UHD, aber was nutzt das, wenn das Cinescope-Gefühl komplett weg ist und sich der Bildausschnitt so falsch anfühlt? … Hab mir nun auch die Remastered BluRay der 84er für 39€ bestellt. Dazu eine Frage: Ich habe eben auch nochmal die der UHD beiligende Bluray (Paramount) getestet und der Panasonic UB824 holt da durch 4K-Upscaling ein richtig tolles Bild raus – eines nervt allerdings richtig…die ständig weiß aufpoppenden Verschmutzungen! Sind diese bei der Remastered auch vorhanden oder wurde sie für den Transfer beseitigt? LG

Sunny

Das mag sein, ist aber ja minimal – und durch die seitliche Beschneidung und Bildöffnung nach oben und unten. Hatte mich auch schon etwas gewundert, aber dann ist die Remastered Bluray der 84´er wohl 2,80:1 oder mehr. Bei den „Caps“-Bildvergleichen zwischen Remastered und anderen Versionen sieht man, dass die Eierköpfe behoben wurden und dennoch die gesamte Breite beibehalten wurde. Der Bereich über und unter dem Bild wurde anscheinend einfach mit breiteren Balken versehen – sehr löblich 🙂

Sunny

Grad nochmal recherchiert: die Remastered hat ein Seitenverhältnis von 2,55:1

Alex

Hallo Timo!
Ich habe interessenhalber mal meine Blu-ray aus dem Mediabook von ’84 und Paramount aus 2017 eingelegt und deine Shots verglichen. Bei dem Release dieses Mediabooks, das auf der Front als „2-Disc Remastered Collector’s Edition“ beworben wird, sind zwar die Bildfehler noch dabei (18:38), extrem überschärft sieht sie auch aus, jedoch sind die Eierköpfe definitiv verschwunden. Ich nehme an, man hat das Master von 2008 genommen und nochmals gestaucht – diesmal horizontal.

Bernd

Hans-Ingo Trompeter, Ich hab bei Vorbestellung 39€ bezahlt

Hans-Ingo Trompeter

Sehr schön, aber immer noch 15€ zu teuer für einen Katalogtitel…

Unperson

Danke für die Review, ist auch die beiligende Blu-ray remastered worden oder ist es die selbe Ausgabe von 2009?

Kisi

Moin danke für die Review wieder mal sehr Informativ. Werde den Film am WE schauen und den Film neu erleben denn ich habe noch die DVD Collector Edition. An alle denen 55 Euro zu teuer sind in Italien gibt es die 20 Euro günstiger auch mit Deutschen Ton.

Michael

Gute Idee, hab den von timo verlinkten Amazon Italia Link genutzt

Rüdiger Petersen

Einer meiner Lieblingsfilme in diesem Genre.

Hans-Ingo Trompeter

Auch ich sage nein zu 55€ ohne erkennbaren Gegenmehrwert und bleibe bei meinem 4K iTunes File, der offenbar auch, ausweislich fehlender Eierköpfe, auf der neuen Abtastung basiert.

Sven

Für mich einer der besten SciFi-Horror Streifen.
Schön dass die 4k Scheibe vernünftig geworden ist. Beim Ton hätte man zwar bestimmt noch was machen können, aber wenn der Film nicht so viel eingespielt hat, war das vielleicht auch nicht mehr drin im Budget.

Allerdings finde ich 55 € dann etwas zu viel des Guten für die CE und warte lieber auf den Release der UHD Standalone Version.

dirk

Definitiv – da warte ich auch lieber auf die normale Amaray.

ondy

Schade das die Deutsche und Englische DTSMA 5.1 von der Remasterten Bluray nicht übernommen wurden. Ich liebe diese Filmperle.