Guardians of the Galaxy Vol. 3 – 4K UHD

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Blu-ray Review

Walt Disney Studios, 06.10.2023
Walt Disney Studios, 06.10.2023

OT: Guardians of the Galaxy Vol. 3

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Mutter, Vater und ich

Zum dritten und vermutlich letzten Mal gehen wir mit Star-Lord, Rocket & Co. auf die Reise.

Inhalt

Rocket war mal ein kleiner Waschbär    Photo courtesy of Marvel Studios. © 2023 MARVEL.

Während Peter seinen Liebeskummer über Gamora zunehmend im Alkohol ersäuft, hat es die Guardians auf Knowhere verschlagen, wo sie mehr gelangweilt als motiviert ihren Alltag verbringen. Als aus dem Nichts ein gewisser Adam Warlock im goldenen Anzug auftaucht und sich Rocket zu schnappen versucht, können die Freunde den Angreifer nur mit Mühe und Not in die Flucht schlagen. Doch Rocket ist schwerverletzt und ein Implantat der Firma Orgocorp verhindert die Heilung des Waschbären. Das erste Ziel ist also, zur Orgosphäre zu reisen, um dort eine Lösung für die Rettung Rockets zu finden. Alleine jedoch schaffen sie den Zugang zum Hauptquartier nicht, weshalb sich Nebula heimlich mit Gamora aus der Vergangenheit verabredet hat, die nun auf der Seite der Ravagers durchs All zieht. Die vereinten Kräfte werden sie auch brauchen, denn der High Evolutionary, der hinter Rockets Implantaten steckt, setzt alle Hebel in Bewegung, “seine” Kreatur zurückzubekommen …

Die Crew macht sich auf, um Rocket zu retten    Photo courtesy of Marvel Studios. © 2022 MARVEL.

In einer Zeit, in der (außer dem letzten Spider-Man-Abenteuer) fast jeder Superheldenfilm an den Kinokassen mindestens enttäuschte, nicht selten aber gigantisch floppte, lagen die Hoffnungen 2023 auf dem Haufen wild zusammengewürfelter Sternen-Outlaws, zumindest die Phase V nach einer (fast) katastrophalen Phase IV wieder in die Spur zu bringen. Was 2014 als Überraschungserfolg startete, ging drei Jahre später mit dem zweiten Guardians of the Galaxy Vol. 2 noch erfolgreicher weiter. Und auch wenn die Mädels, Jungs, Waschbären (sorry) und Bäume neben Star-Lord innerhalb der Avengers-Filme immer irgendwie wie ein kleiner Fremdkörper wirkten, versprühen die Soloabenteuer der Crew einen ganz besonderen Charme. Sicherlich nicht zuletzt begründet durch die Regie von James Gunn, dessen anarchischer und nicht selten auch dem Slapstick verwandter Humor aus dem MCU heraussticht, ohne gleich so albern zu werden wie Taika Waititi beim letzten Thor. Gunn ist der einzige, der es geschafft hat, den künstlerischen und kommerziellen Erfolg seiner drei Filme durch die späteren MCU-Phasen hindurch konstant zu halten. Und schon deshalb gebührt ihm Respekt. Dass er außerdem als federführender Verantwortlicher für ein neues DC-Universum abgeworben wurde, ist da nur konsequent.

Cosmo ist KEIN schlechter Hund!     Photo courtesy of Marvel Studios. © 2023 MARVEL.

Konsequent ist auch die Erzählung in Guardians of the Galaxy Vol. 3. Denn während der zweite Teil den Humorfaktor hochschraubte, ohne die Emotionen zu kurz kommen zu lassen, nimmt GotG Vol. 3 eine Abzweigung Richtung Melancholie, Abgesang und Wehmut. Natürlich kommt der Witz nicht zu kurz. Natürlich besteht ein ganz großer Teil des Unterhaltungswertes erneut aus diesem wilden und lang nicht immer harmonischen “unperfekten” Haufen, zwischen deren Mitgliedern die Dynamik kaum größer sein könnte. Die Streitereien zwischen Nebula und Star-Lord; die Befindlichkeiten von Drax; das Empathische von Mantis und der Sarkasmus von Rocket – all das ist immer noch an Bord und erfreut mit Tempo und Nähe zur nerdigen Fanbase. Die Gags zünden dabei immer noch weit besser als bei allen anderen Marvel-Titeln der aktuellen (und vergangenen) Phase. Wenn Mantis immer wieder mit den Schwerkraft der Orgosphäre zu kämpfen hat, kann man das Schmunzeln kaum unterdrücken. Die Frotzeleien zwischen Peter und dem Rest der Mannschaft halten nach wie vor gute Zoten bereit und auch in Sachen Situationskomik hält GotG Vol. 3 das Niveau der Vorgänger.

Mantis hat leichte Probleme mit der Schwerkraft    © 2023 MARVEL.

Dennoch beginnt es schon tonal deutlich anders, indem Guardians of the Galaxy Vol. 3 mit einer bedrohlichen Szene eröffnet und dann auf die melancholischen Klänge von Radioheads Creep wechselt. Im Fokus steht in beiden Momenten Rocket, der mit leicht resigniert-gebückter Haltung durchs Bild schlurft, den Text von Creep leise mit murmelnd, bis ein völlig sturzbetrunkener Peter die Eröffnungsszene beendet und die Truppe irgendwie verloren und führerlos scheint. Während es im ersten Teil um Peter und das Verarbeiten der Trauer um seine Mutter ging und der zweite Teil Peters Vater in den Fokus rückte, geht es nun um die inneren Dämonen eines jeden der Crew; um die Bewältigung diverser Traumata, die auch andere Figuren wie Rocket stärker in den Mittelpunkt stellt. Letztlich geht es um Familie und um die Aspekte, warum dieser Chaoshaufen trotz aller Unterschiede so sehr zusammenhält. Und all das bekommt James Gunn bewegender, nachvollziehbarer und vor allem weit weniger pathetisch hin als ein Fast & Furious 10. Und wo wir beim Autofetisch-Spektakel sind: Auch die Actionszenen in Guardians of the Galaxy Vol. 3 fallen spannender, abwechslungsreicher, innovativer und gelungener aus. Nach gut zweieinhalb Stunden steht fest: James Gunn kann man kaum vorwerfen, dass das MCU vor sich hin dümpelt. Sein GotG-Abschluss ist ein richtig guter Film geworden.

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Erscheinungstermin: Sun, 08 Feb 2026
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Bild- und Tonqualität BD

Adam Warlock hat ein gewisses Interesse an Rocket     Photo by Jessica Miglio. © 2022 MARVEL.

Die Blu-ray und UHD Blu-ray von Guardians of the Galaxy Vol. 2 boten seinerzeit praktisch kaum mehr verbesserbare Werte im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Für den dritten Teil gilt das nur eingeschränkt. Zum einen ist er nicht so komplett digital glatt wie der Vorgänger und zeigt hier und da leichtes Digitalrauschen, was ihn analoger wirken lässt. Das passt natürlich gerade zu den Szenen auf Knowhere recht gut, die ohnehin einen eher schmuddelig-tristen Eindruck hinterlassen (sollen). Farbdynamik und -differenzierung ist hier erst einmal kein großes Thema. Sobald die grundsätzliche Farbgebung etwas neutraler gestaltet ist, werden auch wieder mehr bunte Teile integriert, bzw. fallen diese deutlicher auf. Das gilt für Nebulas Gesichtsbemalung ebenso wie für die feine rötliche Maserung auf Drax’ Antlitz. Doch selbst bei den Szenen, die auf anderen Planeten spielen, die eben nicht die extrem erdige Stimmung von Knowhere nutzen, erreichen Farben nie die Knalligkeit wie im direkten Vorgänger. Das sieht man gut am violetten Anzug vom High Evolutionary, der durchaus kräftiger leuchten würde, sähe man ihn in Vol. 2. Zur bewussten Reduktion der Farben kommt auch auch etwas reduzierter Kontrastumfang und ein bewusst eingesetzter Filter, der Objekte nicht selten im 50er-Jahre-Stil weichgezeichnet und mit umgebendem Schein darstellt. Die Schärfe geht derweil in Ordnung und das Encoding der Blu-ray ist gut.

Schlagkräftiges Trio     Photo by Jessica Miglio. © 2023 MARVEL.

Der Sound von Guardians of the Galaxy Vol. 3 liegt auf der Blu-ray (disneytypisch) in dts-HD-MA für die Originalfassung und Dolby Digital Plus für die deutsche Version vor. Die Hauptfrage natürlich wie bei allen Marvel-/Disney-Titeln der letzten Jahre: Was macht die Dynamik?
Die Antwort: Sie ist okay. Nicht herausragend, aber okay. Das hat man bei Disney-/Marvel-Filmen der letzten Jahre schon deutlich schwachbrüstiger gehört – zumal die deutsche Fassung sogar etwas lauter eingepegelt ist als die englische Tonspur. Wenn beim Angriff von Warlock diverse Male der Tiefbass gekitzelt wird. geht’s sogar erstaunlich weit hinunter. Das gilt auch für die Antriebsschübe nach knapp 18 Minuten und bei 22’12. Derweil sind Dialoge gut eingebettet, aber im Vergleich zu den englischen Stimmen etwas schwach auf der Brust. Die Filmmusik ist mal wieder toll ausgewählt, hätte aber durchaus hin und wieder noch etwas mehr Dynamik hätte vertragen können. Herausragend ist die Räumlichkeit, die über weite Strecken tolle Surroundeffekte während der Kämpfe oder Einsätze der Raumschiffe auf allen Speakern und im Raum verteilt.

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Stand von: 2026/02/08 11:52 a.m. - Details
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Studio: Disney
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 06 Oct 2023
  • Dieser Artikel hat Deutsche Sprache und Untertitel.
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Bild- und Tonqualität UHD

Ein Schlachtplan muss her   Photo by Jessica Miglio. © 2022 MARVEL.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 war damals die erste 4K UHD Blu-ray von Anbieter Disney. Das ist mittlerweile sechs Jahre her. Und entgegen der Scheibe von 2017, die nicht mit nativem 4K gemastert wurde, gibt’s nun ein echtes 4K-DI für Guardians of the Galaxy Vol. 3. Und wie schon beim Vorgänger setzten James Gunn und sein Kameramann Henry Braham erneut auf Kameras von Anbieter RED. Zum Einsatz kamen die Komodo, die Monstro sowie die Ranger Monstro und die V Raptor in ihrer IMAX-Ausführung. Und (meines Wissens nach) erstmalig gibt’s den Film jetzt auch auf Disk im Wechselformat. Das Bildseitenverhältnis variiert demnach zwischen 2,39:1 und 1,85:1 – nichts für Freunde von formatfüllendem Heimkino über Beamer. Was den einen stört, wird den anderen freuen, der sich schon lange fragt, warum das IMAX-Format Disney Plus vorbehalten ist. Disney-typisch ist wiederum, dass lediglich HDR10 auf die physische Disk gelangte, während der Stream mit Dolby Vision wuchern kann. Geblieben ist ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Gegenüber dem Vorgänger ist das Bild allerdings (vermutlich) bewusst etwas weniger knallig geraten. Dem eher düster-melancholischen Ton angepasst beginnt das Ganze mit erdigen Braun- und vielen Grautönen. Aber selbst wenn es dann bunter wird, wie nach rund 40 Minuten der Fall, wirken die Farben nicht so satt, wie sie technisch sein könnten. Ein etwas schmuddelig wirkender Charakter liegt über dem Geschehen. Es blinkt und blitzt nicht mehr so wie bei Vol. 2. Da außerdem eine leichte Weichzeichner-Filterung über Teilen des Geschehens liegt, könnte die Detailauflösung noch etwas prägnanter sein. Gegenüber der Blu-ray ist die UHD-BD dezent dunkler abgestimmt, was allerdings in vielen Bildbereichen eher von Vorteil ist. So ist das All nachtschwarzer und satter und sehr helle Bildbereiche neigen weniger zum Überzeichnen (Mantis’ Gesicht bei 69’20). Farben kommen durch die Bank etwas kräftiger rüber, was schon bei den gelb- und orangenfarbenen Raumanzügen nach 34 Minuten gut sichtbar wird. Die Durchzeichnung fällt auch bei Highlights auf, die von der HDR-Disk souveräner gemanagt werden und auch bei dynamischen Farblichtern noch Details offenbaren, die von der Blu-ray verschwiegen werden. Das Encoding ist noch mal eine Stufe besser und bildet Digitalrauschen harmonischer und gleichförmiger ab. Für die höhere Auflösung der Disk gibt’s zwar nur selten Möglichkeit zur echten Demonstration, da der Film über weite Strecken vor CGI-Hintergründen spielt, aber in einigen Close-ups, auf Raumanzügen oder im Cockpit bei 70’15 gibt es dann durchaus mehr Details zu sehen.

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Blu-ray (4’42): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray ist schon sehr hell im direkten Vergleich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray zeichnet gerade in den hellen Bereichen deutlich besser durch.

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Blu-ray (4’42): (Slider ganz nach rechts): Mal abgesehen von den Helligkeitsunterschieden fällt bei näherem Hinsehen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … auch die höhere Auflösung ins Gewicht.

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Blu-ray (32’28): (Slider ganz nach rechts): In ein paar Einstellungen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sieht die UHD Blu-ray insgesamt nur etwas dunkler aus. Subjektiv wirkt’s dennoch dynamischer.

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Blu-ray (43’11): (Slider ganz nach rechts): Durch die Unterschiede in der Dynamik wirkt die Blu-ray vergleichsweise flach.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Disk kommt wesentlich dreidimensionaler rüber.

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Blu-ray (43’11): (Slider ganz nach rechts): Direkt nach dem Szenenwechsel gibt’s bunte Bilder.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Und bunt kann die UHD Blu-ray durchaus besser.

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Blu-ray (66’11): (Slider ganz nach rechts): Die gelbe Stimmung …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … erhält dezent braunere Farbtöne. Die Steuerung unter den kleinen Kuppeln zeichnet besser durch.

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Blu-ray (69’20): (Slider ganz nach rechts): Mantis wirkt arg blass über die Blu-ray.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe zeigt ein gesünderes Gesicht.

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Blu-ray (70’15): (Slider ganz nach rechts): Auch hier:.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Mehr Durchzeichnung auf den hellen Bereichen und mehr Dreidimensionalität im Cockpit.

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Blu-ray (70’15): (Slider ganz nach rechts): Bei näherem Hinsehen wird die Auflösung deutlich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Überall zeigen sich mehr Details. Man beachte auch die leuchtenden Dreiecke auf dem mittig angebrachten Display. Öffnet man beide Bilder in einem eigenen Tab, sieht man die Differenzen recht deutlich.

Rocket steht im Mittelpunkt     Photo courtesy of Marvel Studios. © 2023 MARVEL.

Beim Sound von Guardians of the Galaxy Vol. 3 gibt’s Disney-/Marvel-typisch Atmos fürs Englische. Auf der regulären Ebene klingt die Atmos-Fassung nur unwesentlich anders als ihr DTS-HD-Master-Pendant. Wechseln wir auf die Höhen-Ebene, so wird diese natürlich auch hier wieder für eine Beimischung des coolen Soundtracks genutzt. Beginnen tut’s allerdings mit bedrohlichem Aufbranden des Scores, wenn eine Hand nach Rocket greift. Innerhalb der Raumbasis gibt es dann immer wieder atmosphärische Umgebungsgeräusche und nach etwa sechs Minuten Rockets Stimme, der kopfüber am Gitter hängt und spricht. Nach neun Minuten bröckelt es dann kurz von oben und die Musik setzt wieder ein. Auch der Raketenantrieb kurz darauf wird über die Heights wiedergegeben und die Kämpfe mit Warlock ebenfalls. Hier ist direkt von Beginn an ganz gut was los, auf den Deckenspeakern. Die nächste Aktivität ist der Countdown nach knapp 23 Minuten. Sechs Minuten später bricht das Schildkröten-Wesen effektvoll von oben ins Kino hinein und die Durchsage über Lautsprecher nach 40 Minuten ist sehr griffig. Drei Minuten später gibt’s eine Alarmsirene und zwischendurch immer wieder nette Wuschsounds oder akustische Details von den Kapseln an der Wand. Bei 65’13 gibt’s dann mit dem Urschrei den bis dato prägnantesten 3D-Soundeffekt. Cool sind die Laufschritte des Mädchens bei 72’20, die dem Bild entsprechend über die Lautsprecher wandern. Während der Actionszenen nach etwas über 80 Minuten wird der Raum grundsätzlich nach oben erweitert. Entsprechend wirkt das Geschehen größer und epischer, ohne dass dort aber dedizierte 3D-Sounds gesetzt werden. Bei 106’30 während sich die Lichtkegel öffnen, gibt es wieder richtige 3D-Sounds, die kurz darauf von teils regem Actiontreiben während der Weltraumszene gefolgt werden. Der Käfig bei 108’15 ist ein weiteres Highlight und die Durchsagen nach 115 Minuten kommen ebenfalls schön plastisch von oben. Explosionen, Schüsse, ein Gewitter, spratzelnder Funkenschlag und Beastie Boys’ No Sleep till Brooklyn sind weitere coole Erweiterungen.

Guardians of the Galaxy Vol. 3 - Steelbook - Limited Edition (4K Ultra HD) (+ Blu-ray)
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial von Guardians of the Galaxy Vol. 3 liegt komplett ausschließlich auf der enthaltenen Blu-ray des Doppel-Disk-Pakets. Selbst der Audiokommentar von Regisseur Gunn hat es nicht auf die UHD geschafft. Die Featurettes beginnen mit “The imperfect family”, das den Erfolg des Franchise von der emotionalen und familiären Seite her betrachtet. In “Creating Rocket Raccoon” wird seine Geschichte noch näher beleuchtet und man sieht James’ Bruder Sean, wie er den putzigen Kerl per Motion Capturing darstellt. Eine Gag Reel und acht entfernte Szenen schließen sich an. Nicht eben viel, was hier an Extras geboten wird.

Fazit

Guardians of the Galaxy Vol. 3 bringt die Geschichte rund um Star-Lord, Gamora, Nebula, Rocket, Drax, Groot und Mantis zu einem würdigen und emotionalen Ende. Viel mehr Figurentiefe, Witz und liebevolle Charakterzeichnung kann man von einem Superheldenfilm aus dem MCU eigentlich nicht erwarten. Und nach den vielen Rohrkrepierern der Phase IV erst recht nicht. Visuell ist es etwas düsterer geworden, was von der UHD Blu-ray mit besserem Kontrast und kräftigeren Farben wiedergegeben wird. Der Ton geht für eine Disney-Veröffentlichung in Ordnung.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 75%

Tonqualität BD (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 40%
Film: 80%

Anbieter: Walt Disney
Land/Jahr: USA 2023
Regie: James Gunn
Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Karen Gillan, Elizabeth Debicki, Pom Klementieff, Will Poulter, Tommy Flanagan, Michael Rooker, Sylvester Stallone, Chukwudi Iwuji, Nathan Fillion
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Bildformat: 1,85:1, 2,39:1
Laufzeit: 150
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Ja (4K DI)
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2023 Marvel/Disney)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.


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