Indiana Jones und das Rad des Schicksals 4K UHD

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Blu-ray Review

Walt Disney Studios, 08.12.2024
Walt Disney Studios, 08.12.2024

OT: Indiana Jones and the Dial of Destiny

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Mach’s noch mal, Indy!

15 Jahre hat’s gedauert. Jetzt schwingt er wieder die Peitsche …

Inhalt

Clint Eastwood in “In the Line of Fire”?

Im Jahr 1944 wird Indiana Jones gemeinsam mit dem Ärchäologen Basil Shaw von den Nazis gefangengenommen, während sie versuchen, die Lanze des Longinus aus einem Schloss in den französischen Alpen zu sichern. Die Nazis glauben an einen bedeutenden Fund, werden aber vom Astrophysiker Jürgen Voller eines Besseren belehrt, der die Lanze als Fälschung deklariert. Allerdings habe er die Hälfte des Archimedischen Zifferblatts gefunden, also einen Teil des Antikythera-Mechanismus, mit dem sich, so vermutet Voller, Raum-Zeit-Übergänge aufspüren lassen. Mit Mühe und Not gelingt es Indy, Basil aus einem nach Berlin fahrenden Zug zu befreien und die Hälfte des Zifferblatts zu sichern. 25 Jahre später steht Jones kurz vor der Pensionierung als Lehrkraft am Hunter College, als ihn Helena, die Tochter vom mittlerweile verstorbenen Basil aufsucht. Helena möchte das Rätsel um das Zifferblatt ergründen und schlägt Indys Bedenken aus, der ihr eröffnet, dass ihr Vater geradezu obsessiv das Gleiche versucht hatte, bevor er die Hälfte des Antikythera-Mechanismus an ihn ausgehändigt hatte. Indy hat es aber nie zerstört, wie zunächst beabsichtigt. Als sie es aus dem Lager des College holen, werden sie plötzlich von Unbekannten angegriffen, die sich als Handlanger eines gewissen Jürgen Voller entpuppen, der mittlerweile für die NASA arbeitet und nach wie vor die Kraft des Artefakts entfesseln möchte …

Klaber will Indy ans Leder …

Die Entstehungsgeschichte von Indiana Jones und das Rad des Schicksals ist praktisch so lang wie das Franchise selbst. Denn der ursprüngliche Vertrag zwischen Lucas/Spielberg und Paramount enthielt bereits das Vorhaben, fünf Filme zu inszenieren. Relativ bald nach der Veröffentlichung von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels im Jahre 2008 war auch Harrison Ford bereit für einen weiteren Teil. Allerdings nur, wenn dieser nicht erneut 20 Jahre in der Entwicklung wäre. Immerhin vergingen zwischen Kreuzzug und Kristallschädel satte 19! Jahre. Dass Ford mit seiner Befürchtung am Ende (fast) Recht behalten sollte, hätte er damals vermutlich nicht geahnt. Die ersten Ideen, die Lucas nach Kristallschädel hatte, gingen in eine Richtung, in der Indy für den von Shia LaBoeuf gespielten Mutt Williams eine Art Vaterfigur übernehmen sollte, während sich die Reihe auf Mutt konzentrieren sollte. Doch diese Überlegung verwarf Lucas mit dem schmeichelnden Argument, dass Harrison Ford noch lange nicht zu alt für die Rolle sei. Die weitere Entwicklung trat allerdings auf der Stelle. Es stagnierte so sehr, dass Produzent Frank Marshall 2012 meinte, es gäbe keinen Drehbuchautor und der Film sei nicht in Entwicklung (Quelle). Erst als sich Disney Ende 2012 Lucasfilm einverleibte, kam wieder Bewegung in die Sache. Kathleen Kennedy, die Star-Wars-Produzentin, übernahm auch die Verantwortung über das Indiana-Franchise, wollte aber zunächst die Sternensaga weiterführen. 2015 verkündete sie dann, dass man einen fünften Teil produzieren würde, der 2019 in die Kinos kommen sollte.

… Agent Mason hat Leder an

Doch dann begann die Odyssee erst. Spielberg sollte Regie führen, David Koepp das Drehbuch schreiben. 2017 verschob man aber bereits auf 2020, da Spielberg erst Ready Player One fertigstellen wollte. Dann war man plötzlich mit Koepps Drehbuch nicht zufrieden. Mitte 2018 ersetzte man ihn durch Jonathan Kasdan, der 2019 seinerseits das Handtuch warf, während Koepp zurückkehrte. Er schrieb zwei Entwürfe, die … beide abgelehnt wurden. Offenbar waren sich Spielberg, Lucas und Disney allesamt nicht untereinander einig. Offenbar so uneinig, dass Spielberg als Regisseur zurücktrat und man James Mangold als Ersatz an Bord holte. Dies vor allem, da Harrison Ford zuletzt gute Erfahrungen mit ihm gemacht hatte. Spielberg ging, woraufhin auch Koepp erneut das Projekt verließ und es zum wiederholten Male ohne Drehbuch und entsprechenden Autor zurückblieb. Mangold übernahm mit seinen Ko-Autoren Jez und John-Henry Butterworth selbst das Schreiben der Geschichte und gestaltete es radikal um. Von Mangold kommt auch das Zeitreise-Element des Films, das von vielen Kritikern leider nicht gerade wohlwollend aufgenommen wurde. Allerdings darf man ehrlich sein und attestieren, dass die Indiana-Jones-Filme stets fantastische Elemente nutzten, die weit außerhalb der rational erklärbaren Welt lagen.

Indiana Jones stürzt sich ins Abenteuer

Die Rückkehr zu altbekannten Motiven tut dem Film zunächst sehr gut. Zwar mag es etwas abgedroschen sein, erneut die Nazis als Gegner zu präsentieren, aber das ist nun mal ein Element, das das Franchise bereits mehrfach nutzte. Auch die Tatsache, dass man Indy erneut einen weiblichen Sidekick verpasste, fügt sich in die Historie der Filme ein und geht den von vielen gewünschten Schritt, nachdem man den direkten Vorgänger mit einem männlichen Sidekick als bis dato schwächsten Film angesehen hatte. Die Eröffnung des Films ist inszenatorisch und atmosphärisch eigentlich ein perfekter Einstand, wenn man über ein “kleines” Detail hinwegsehen kann (mehr dazu im letzten Abschnitt dieser Rezension). Der Rückblick, den Indiana Jones und das Rad des Schicksals hier wagt, passt wunderbar und weckt nostalgische Gefühle. Zudem werden ein paar Figuren eingeführt, die von starken Darstellern porträtiert werden. Während Thomas Kretschmann bereits einen tollen Nazi-Bösewicht abgibt, ist Mads Mikkelsen als Astrophysiker Jürgen Voller geradezu sensationell besetzt. Und er schafft es, dem mit den Nazis kooperierenden Wissenschaftler mehr Tiefe zu geben, als unzählige Darstellungen von Fieslingen aus dem Hitler-Umfeld es vermochten. Der Aufbau des Films gerät klassisch, wie es sich für einen Film der Reihe gehört. Intro-Szene – Blick in die Gegenwart an die Uni – Aufhänger fürs Abenteuer – Reisen in aller Herren Länder – Finale. Mangold verlässt sich auf die bekannten Elemente und macht das eigentlich gut. Allerdings wirkt Indiana Jones und das Rad des Schicksals mitunter sehr getrieben und atemlos. Themen wie die Trennung von Marion oder das Ableben von Mutt werden hoppla hopp abgehakt, weil man sie halt irgendwie erklären muss.

Und das führt ihn nach Marokko

Ford selbst merkt man seine mittlerweile 80 Jahre durchaus an. Und das ist auch okay. Über weite Strecken wurde er in Actionszenen gedoubelt. Die Elemente auf der Parade in New York (Schauplatz war hier Glasgow) wurden bspw. von einem Stuntman erledigt, dem man per Motion-Capturing das Antlitz von Ford applizierte. Nichtdestotrotz ist die Pferde-Verfolgung in New York ein flott inszeniertes Szenario, das sich vor den Vorgängern verbeugt. Mehr aber noch die Sequenz mit der Flucht im Tuk Tuk, die nicht nur vergnüglich inszeniert ist, sondern mehr als einmal an die Jagd im Beiwagen-Motorrad aus dem dritten Teil erinnert. Spannung kommt allerdings lange nicht auf. Man muss dann schon warten, bis sich Indy und Helena in die Höhle wagen, wo es mal etwas nervenaufreibender wird. Man fragt sich nach all diesen Szenen aber irgendwann, ob es nette Querverweise an die Originalfilme sind, wenn immer wieder Motive aus diesen eingestreut werden (natürlich wimmelt die Höhle nur so vor Viehzeug), oder ob Mangold schlicht keine eigenen Ideen hatte. Und man darf über das finale Drehbuch diskutieren und sich fragen, ob Koepps erste Entwürfe nicht vielleicht besser gewesen wären. Besser ist ein gutes Stichwort und führt uns zum weiter oben angekündigten “Detail” der Eröffnungsszene: Die visuellen Effekte mögen an vielen Stellen überzeugend sein, nicht aber während der Eröffnungssequenz. Leider. Das De-Aging ist nach wie vor eine gruselige Art und Weise, Akteure jünger erscheinen zu lassen. Und es funktioniert einfach nicht. Fords Augenaufschlag, der laggy wirkt, seine Mimik, seine Mundbewegungen, das Seitenprofil – all das sieht immer noch miserabel aus. Und man sollte es lassen. Die Anfangsszenen des jungen Indy reißen schon aufgrund dieser CGI-Pampe wirklich aus dem Film raus. Ganz besonders schlimm sind Momente wie bei 3’38, wenn sein Kopf kurz anschwillt, weil er ein Stück auf die Kamera zukommt. Das wirkt nicht wie eine kurzzeitige etwas formatfüllendere Einstellung eines Schauspielers, sondern als hätte jemand dem Rechner gesagt, er solle diese digital erschaffene Antlitz mal kurz wie einen Luftballon aufblähen. Fehlt nur noch, dass die Augen für den gleichen Moment aus dem Kopf heraus quillen. Für Wimpern am unteren Augenlid hat offenbar zudem die dreijährige! Postproduktionszeit dieser Szenen nicht gereicht, während das, was am oberen Lid Wimpern sein sollen, eher einem schwarzen flächigen Kajalstrich ähnelt. Eigentlich darf man ja froh sein, dass per CGI und KI immer noch keine Schauspieler glaubwürdig zu ersetzen sind. Aber in Gottes oder sonstwems Namen: Hört doch einfach auf mit diesen per CGI verjüngten Darstellern!

Preis: 32,99 €
Stand von: 2026/03/07 5:09 p.m. - Details
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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
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Studio: Disney
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 08 Dec 2023
  • Indiana Jones und das Rad der Schicksals UHD BD (Lim. Steelbook): 4K Ultra HD Blu-ray + Blu-ray / Steelbook
  • Produkttyp : PHYSICAL_MOVIE
  • Marke: Disney
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Bild- und Tonqualität BD

Harrison Ford hat die ikonische Rolle nach wie vor drauf

Der digital gefilmte Indiana Jones und das Rad des Schicksals zeigt sich von Beginn an zwar rauscharm, aber nicht rauschfrei. Und das ist an dieser Stelle durchaus positiv zu bewerten. Denn das ganz dezente Rauschen lässt den Film angenehm organisch erscheinen. Natürlich nicht so analog wie die vier Vorgänger, aber eben auch nicht so clean digital wie ein Barbie. Was von Beginn an auffällt, ist das sehr erdige Color Grading, das selbst in den Naziszenen während der ersten Viertelstunde dominiert. Erst recht, wenn es an die Uni geht und ohnehin, wenn man später nach Marokko reist. Abseits vom Braun gibt’s nur wenige Farben. Die Parade nach ca. 40 Minuten liefert mal ein paar Rot- und Blautöne. Ansonsten bleibt es erdig, wobei die Brauntöne gerade auf Gesichtern eine leichte Gelbbetonung haben. Die Kontrastierung gelingt durchweg gut und unterschlägt keine Details im bisweilen sehr guten Schwarzwert. Helle Bereiche reißen aber schon mal etwas aus (68’56). Was die Blu-ray nicht perfekt macht, ist das Encoding. Gerade in nebligen oder verqualmten Bereichen sieht man unschöne Ansammlungen von Rauschen, während Nebenbereiche arg glatt erscheinen.

Helena will das Rätsel um das Archimedische Zifferblatt lösen

Wie bei den Disney-Outputs üblich gibt’s für den deutschen Ton von Indiana Jones und das Rad des Schicksals eine Dolby-Digital-Plus-Tonspur. Dass das erst einmal nichts über die Qualität des Tons aussagt, muss man allerdings immer wieder betonen. Auch eine DD+-Kodierung oder sogar eine “nur” in Dolby Digital gemasterte Tonspur kann vorzüglich klingen und eine tolle Dynamik liefern. Und selbst bei Disney geht das gelegentlich mal (vgl. Prey). Doch zurück zu Indy 5: Nimmt man die Explosion bei 4’25, so ist klar, dass man hier nicht gerade mit Dynamik geklotzt hat. Vor allem sollte man es sich nicht antun, den Film nach dem Genuss der Blu-ray oder UHD Blu-ray von Oppenheimer einzulegen. Denn zwischen den Explosionen dort und hier liegen dann doch einige Atomspaltungen. Man kann dem fünften Indiana-Jones-Abenteuer zwar nicht absprechen, akustisch Spaß zu machen, und im direkten Vergleich mit anderen Disney-Filmen geht’s hier halbwegs kräftig zu Werke, aber herausragend ist’s nicht. Der englische Sound kann das allerdings (auch das kennt man von Disney) kaum besser. Zwar um rund 3 dB lauter eingepegelt, wirkt er auf die gleiche Lautstärke betrachtet sehr ähnlich wie der deutsche Ton. Erneut ein Beweis dafür, dass NICHT die Komprimierung des Tons über die Qualität entscheidet, sondern eben der- oder diejenige(n), die an den Reglern sitzen und entscheiden, dass man eben nicht die volle Dynamik ausspielt. Dennoch gibt es ein paar akustische Highlights. So wird das Finale im Flugzeug nach rund 125 Minuten von teils sehr druckvollen Momenten begleitet (125’25). Allerdings klingt’s auf beiden Tonspuren durchweg etwas belegt und dumpf. Sowohl der O-Ton als auch die deutsche Synchro dürften offener und lebendiger tönen. Was indes dauerhaft gut und spaßig ist, ist die Einbindung der Rearspeaker, die ein dauerhaft räumliches Erlebnis ermöglichen. Auch die Stimmen klingen gut, bleiben verständlich und sind harmonisch eingebettet.

Preis: 9,99 €
Stand von: 2026/03/07 5:09 p.m. - Details
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Studio: Disney
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 08 Dec 2023
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Bild- und Tonqualität UHD

Zur Flucht vor den Schergen Vollers muss auch mal ein ungewöhnliches Gefährt genügen

Indiana Jones und das Rad des Schicksals wurde mit Kameras vom Typ ARRI Alexa LF und ARRI Alexa Mini LF aufgenommen. Beide zeichnen mit 4.5K auf, was über ein 4K-DI gemastert wurde. Disney liefert die Scheibe mit HDR10 sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum aus. Gegenüber der Blu-ray ist das Bild der UHD Blu-ray ein wenig dunkler. Das führt zu intensiveren Schwarzwerten, bei gleichbleibend guter Durchzeichnung. Spitzlichter wie Laternen oder Autoscheinwerfer in der Nacht haben allerdings nicht bedeutend mehr Punch. Die generelle Abdunklung des Bildes wird nicht zwingend durch gleißende punktuelle Leuchtquellen durchbrochen. Allerdings sind helle Bereiche deutlich weniger überstrahlt als über die Blu-ray. Gut zu sehen beim Blick aus dem Flugzeugfenster nach 68’56 Minuten. Beim Grading unterscheiden sich die Disks nur marginal. Aufgrund der dunkleren Abstimmung sind Rottöne etwas satter und Hautfarben werden brauner, also mit weniger Gelbanteil wiedergegeben. Dem Look des Films steht das besser und die Farbabstimmung wirkt insgesamt natürlicher. Was ebenfalls besser ist, ist das Encoding. Digitale Rauschanteile werden gleichmäßiger dargestellt und das feinere Rauschen sorgt im Zusammenhang mit der nativen 4K-Auflösung für eine detailreichere Darstellung. Die Schrift der Zettel am Kühlschrank ist deutlich besser lesbar und auch Details auf Gesichtern werden schärfer herausgearbeitet. Hierfür lohnt sich die 4K-Scheibe dann auf jeden Fall – auch wenn der große Unterschied zur Blu-ray ausbleibt.

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Blu-ray (1’55): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die UHD Blu-ray dunkler gemastert, verliert aber nie die Zeichnung und wirkt in den entsprechenden Szenen bedrohlicher.

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Blu-ray (23’49): (Slider ganz nach rechts): Unterschiede tun sich in der Auflösung auf.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier zunächst das Bild in der Übersicht.

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Blu-ray (23’49): (Slider ganz nach rechts): … und hier als Ausschnittsvergrößerung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Deutlich erkennbar ist, wie viel besser die Schriften aufgelöst und damit lesbarer sind.

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Blu-ray (24’10): (Slider ganz nach rechts): Farblich tut sich nur wenig.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Durch die dunklere Abstimmung ist die UHD Blu-ray etwas kräftiger im Rot.

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Blu-ray (80’09): (Slider ganz nach rechts): Sehr deutliche Differenzen gibt’s bei der Durchzeichnung in hellen Bereichen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier noch moderat im Himmel, der über die HDR-Scheibe besser durchzeichnet ist.

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Blu-ray (68’56): (Slider ganz nach rechts): Hier dann aber sehr deutlich. Über die Blu-ray erkennt man nicht, dass da im Hintergrund ein Meer ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das offenbart nur die UHD Blu-ray.

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Blu-ray (137’34): (Slider ganz nach rechts): Hauttöne verlieren etwas den Gelbanteil, den die Blu-ray hat.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist wärmer und brauner dominiert.

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Blu-ray (137’34): (Slider ganz nach rechts): Bitte mal beide Bilder in einem neuen Tab öffnen und auf die Lippen achten.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk macht mit der höheren Auflösung eine bessere Figur.

Jürgen Voller will das Raum-Zeit-Gefüge überwinden

Wie von Publisher Disney bekannt, gibt’s auf der UHD Blu-ray eine Dolby-Atmos-Spur für den O-Ton von Indiana Jones und das Rad des Schicksals, während die Synchro weiterhin bei Dolby Digital Plus in 7.1 verharrt. Hört man sich die Atmos-Fassung auf der regulären Ebene an, so kommt sie der englischen DTS-HD-Master-Fassung der Blu-ray sehr nahe. Allerdings legt sie bei Explosionen und den Tiefbasselementen während der Actionszenen durchaus noch mal eine kleine Schippe drauf. Die Flugzeugsequenz nach 125 Minuten gelingt so durchaus hörbar dynamischer und wuchtiger. Die Höhen-Ebene hinzugenommen fängt es mit deutlich hörbaren Sounds der Kriegsflugzeuge sowie den heulenden Bombenabwürfen an. Das hört man während der Eröffnungssequenz immer wieder, mit teils sehr deutlich ortbaren Geräuschen von oben. Die Explosion bei 4’28 lässt einiges an Bruchstücken von den Heights herabrieseln und das Knarzen kurz darauf, ist ebenfalls sehr griffig. Richtig klasse ist das Gewittergrollen bei 11’28 oder bei 119’00, das aber noch von den Schüssen bei 15’43 in puncto Dynamik getoppt wird. Immer wieder ballert es in der Folge und es sind auch weitere Kampfflugzeuge zu hören. Die Dynamik, die nach 38’30 von den umstürzenden Regalen entfacht wird, hat man in der heftigen Form von einer Disney-Spur auf den Heights vermutlich nicht erwartet. Granatenstark auch das Verhallen des Schusses bei 43’18 – als stünde man selbst auf den Straßen. Das Flattern der Blätter kommt ebenfalls sehr griffig von oben, was für einen tollen Rundumeffekt sorgt. Im Tunnelt tutet dann mal der Zug und in späteren Actionszenen flitzen auch immer mal wieder Querschläger über die Heights. Ab der 70. Minute kreist zudem ein Helikopter über die Köpfe. Ob es die Dschungelatmosphäre bei den Szenen in der Stadt! nach 71’20 gebraucht hätte, sei mal dahingestellt. Das wirkt aber auch über die reguläre Ebene etwas befremdlich. Weniger befremdlich ist die erneute Explosion nach etwas über 93 Minuten, die auch noch einmal deutliche Signale auf die Höhenspeaker schickt. Die Stimmen, die massiv von den Wänden widerhallen, verteilen sich sehr griffig und dediziert auf den einzelnen Speakern an der Decke (ab 102’00). Natürlich gibt’s auch im fünften Indy wieder Viehzeugs. Und das krabbelt ab der 106. Minute ziemlich gruselig auf sämtlichen Speakern herum. Setzt sich nach knapp 108 Minuten dann ein Mechanismus in Gang, knattert es beeindruckend von oben. Während der Flugzeugsequenz nach zwei Stunden geht’s dann erneut räumlich her. Prinzipiell sind die 3D-Sounds allesamt korrekt gesetzt und vom Sounddesign her auf der besseren Seite der Veröffentlichungen im Jahre 2023. Da darf man rein von den Effekten her mit Paramount/Disney durchaus zufrieden sein.

Preis: 25,36 €
Stand von: 2026/03/07 5:09 p.m. - Details
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Studio: Disney
Format: Blu-ray
Erscheinungstermin: Fri, 08 Dec 2023
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial von liegt komplett auf der Blu-ray, nicht auf der 4K-Disk. Neben der Möglichkeit, den Film in der Soundtrack-Version abzuspielen, lockt ein fünfteiliges Making-of mit einer knappen Stunde Spielzeit. Darin kommt auch Spielberg zu Wort, der die Regie des Films ja noch abgetreten hatte. Entlang der Schauplätze hangelt man sich in den fünf Teilen vom Prolog über New York und Marokko bis hin zum Finale

Fazit

Indiana Jones und das Rad des Schicksals ist ein stimmiger Abschluss des Franchise. Für Fans bietet er eine Menge Nostalgie und vermeidet Fehler des direkten Vorgängers. Auch wenn die Story in Summe nur wie eine Art “Best-of” der drei ersten Teile anmutet, ist es einfach schön, Harrison Ford noch einmal mit Hut und Peitsche unterwegs zu sehen. Hätte man sich das furchtbare De-Aging gespart, wäre vor allem die Eröffnung zu einer der besten Sequenzen der ganzen Reihe geworden. Visuell punktet die UHD Blu-ray gegenüber der Blu-ray mit der sichtbar höheren Auflösung und der besseren Durchzeichnung auf hellen Bereichen. In der Farb- und Kontrastdarstellung wird HDR allerdings nicht wirklich ausgereizt. Der Ton geht in Ordnung, ohne an kürzliche Highlights wie Oppenheimer oder Transformers: Aufstieg der Bestien heranzureichen. Das hatte bei einer Disney-Veröffentlichung aber vermutlich auch niemand erwartet.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 70%

Tonqualität BD (Originalversion): 70%
Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 75%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 70%
Film: 75%

Anbieter: Walt Disney Studio Home Entertainment
Land/Jahr: USA/GB 2023
Regie: James Mangold
Darsteller: Harrison Ford, Karen Allen, Phoebe Waller-Bridge, Antonio Banderas, Thomas Kretschmann, Mads Mikkelsen, John Rhys-Davies, Toby Jones
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 154
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: ©2022 Lucasfilm Ltd. & TM. All Rights Reserved.)
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Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.


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